Frei nach dem alten Sprichwort „Es tuet niemer flueche, gömer go der Zolli bsueche“, trafen sich am Samstag sechs Damen aus Basel und der Regio, das netteste Ehepaar aus Schmerikon und die Schreiberin aus Zürich. Der Tag fing für uns Zürcher etwas verhangen an, in Basel strahlte die Sonne schon seit dem Morgen und die Stimmung der kleinen Gruppe war um so sonniger.
Herr Schläpfer, ein Ornithologe begrüsste uns und entführte uns in die spannende Welt der Vögel. Er zeigte uns Süd-Hornraben, die gravitätisch mit ihren langen Beinen herumstolzierte.Bei vielen afrikanischen Volkstämmen werden diese Vögel als Haustiere gehalten, weil sie im wahrsten Sinne des Wortes, Giftschlangen und Wanderheuschrecken zum Fressen gern haben.
Wir bewunderten Pelikane mit ihren grossen Schnäbeln. Weiter in einer Volière sass ein „Lachender Hans“. Die Australier nennen ihn Kookaburra. Die Laute, die er von sich gibt, klingen wie ein Lachen. Eine ganz interessante Vogelart lernen wir kennen, es sind die Guirakuckucke. Sie haben einige sehr seltsame Verhaltensweisen. Sie machen vieles zusammen wie Nestbau und die Eier werden alle ins gleiche sehr grosse Nest gelegt. Natürlich gibt es auch dort ab und zu Streit, wer darf als erstes die Eier legen und wer kommt später. Auch bei den Gefiederten "menschelets" halt manchmal.
Die Tukane mit ihren imposanten Schnäbeln beobachteten wir ebenfalls. Die Schnäbel würde man neudeutsch als "Multitool" bezeichnen. Weil sie für so vieles gebraucht werden. Die Führung wird im Vogelhaus beendet und der Weg zum Zolli Restaurant ist zum Glück kurz – die Wolken ziehen sich wieder zusammen. Immerhin war uns eine sonnige Führung vergönnt.
Nach einem wunderbaren Mittagessen im Zolli Restaurant schreitet die Gruppe zu individuellen Besichtigungen. Eine besondere Freude hat die Schreiberin, dass ihre Kinderfreundin Ruaha noch da ist. Das Elefantenkind Ruaha ging vor langer Zeit mit seinen beiden Schwestern Beira und Idunda und seinem Bruder Katoto regelmässig im Allschwilerwald spazieren. Und das kleine Menschenkind freute sich jedesmal, wenn es die Elefäntli bewundern durfte. Die Zeit ging ins Land. Das Menschenkind und das Elefantenkind wurden erwachsen. Und nach langer Zeit begegnen sich die Beiden wieder. Und sie haben einiges gemeinsam. Die Zeit ist nicht spurlos an ihnen vorbei gegangen. Das Grau der Elefantendame und das graue Haar der Bewunderin sind sehr ähnlich. Und auch die Haut der beiden „antiken Mädchen“ hat sehr viele Falten bekommen.
Es war prächtiges Flugwetter für Fischreiher und Störche. Letztere werden von ihren Partnerinnen freudig klappernd auf dem Nest begrüsst in dem man flauschige kleine Storchenkinder sehen konnte. Ein richtiger Zaubertag im Zolli.
Ein ganz grosses Dankeschön an Doris Wyss für die Idee und Organisation! Und die Schreiberin sagt: Mit müden Füssen, lass ich Euch alle grüssen.
Sonja
Grossen Dank an die Fotografen Monika und Lutz
und Sonja