Gesundheit

Es lockt der Lenz.

Es lockt der Lenz.

„Stillsitzer, 50, sucht Bewegung“, titelt die schweizerische Herzstiftung in einem Kommunikee. Ha ha! Geht Sie das vielleicht etwas an? Wenn ja, dann bringen Sie ihren Stillsitzergesellen auf Trab. Die Vision, sich einmal wöchentlich zum Schwitzen zu bringen, bringt es leider nicht. Es muss mehr sein. Hausfrauen haben es hierbei leichter als noch berufstätige Männlein und Weiblein, die ihre Arbeit sitzenderweise verrichten. Erstere wissen schon länger, dass ein gesundes Bewegungssoll mit der Arbeit im eigenen Haus, der eigenen Wohnung erfüllt werden kann.
Jetzt im Frühling meldet sich unser Körper ja fast wie von selbst, sich auch lustvoll im Freien zu betätigen – soweit man diesem Gefühl noch nachzuspüren vermag - und die eigene Bequemlichkeit diese Stimme nicht überdeckt.
 

Bewegung darf lustvoll sein

„Überlegen Sie sich, welche körperliche Aktivität in Frage kommen könnte“, heisst es da weiter. Ja, es sollte mit Lust angegangen werden. So können Sie die winterliche Trägheit leichter überwinden.

Sie müssten überlegen, was Sie sicher und möglichst konstant verwirklichen könnten, mit Ausweichmöglichkeiten bei schlechtem Wetter. Ferner: womit sich dieses Programm auch kombinieren liesse, vielleicht mit Gartenarbeit, Frühlingsputz, Garagentor neu streichen etc.

Sind Sie Patient oder Patientin ist klar, dass Sie sich mit ihrem Hausarzt vorher absprechen. Er hilft Ihnen, die für Sie gesunde Dosis zu finden. „Ideal ist“, so die Belastungsphysiologin und Sportwissenschaftlerin Prof. Dr. Katharina Meyer, „an bestimmten Tagen die Ausdauer zu verbessern, an anderen den Muskelaufbau. Beweglichkeitsübungen gehören jeweils dazu.“
 

Kapazität sachte steigern

Sollten Sie sich bisher wenig sportlichen Aktivitäten gewidmet haben starten Sie behutsam, nach den Richtlinien eines Fachmannes oder nach der Stimme ihres eigenen inneren Arztes. Mit 50 sieht das Training anders aus als mit 65 oder gar 75. Bleiben Sie dran und ganz wichtig: übertreiben Sie es nicht. Gehen Sie mit Niederlagen nachsichtig mit sich selber um. Es sollte etwas sein, das durch eine gewisse Regelmässigkeit und gleichzeitiger persönlicher Anforderung Körper und Seele gut tut. Überlegen Sie sich, was Sie zu ihrem täglichen Program wie Yoga, Pilates  oder chinesische Übungen noch hinzunehmen könnten, um der momentanen Jahreszeit gerecht zu werden. Erweitern Sie ihren Spielraum auf erfinderische Art und Weise.

 

Wichtige Tatsachen

Mit regelmässiger Bewegung treten wir eine wahre Kaskade von guten Effekten los. Cholesterin, Blutdruck und Blutzucker lassen sich grundsätzlich besser im grünen Bereich halten. Damit wirken Sie der Arteriosklerose entgegen, der häufigsten Ursache für einen Herzinfarkt oder Hirnschlag. Bewegung stärkt Muskeln, Knochen, Bänder.

Unter www.swissheart.ch finden Interessierte Informationen zum hochwirksamen Mittel Bewegung als Vorbeugung gegen Herz-Kreislauf-Krankeiten.

autor: rita amalin surber - Bild: rsu