Grosse Wut - aber noch grösserer Schmerz
Bei Rentner B. wurde eingebrochen. Als er davon erfuhr, durchzuckte ihn sofort ein ungeheuerlicher Gedanke: Am besten würde man diesen Vaganten gemäss islamischer Scharia-Gesetzgebung die Hand abschlagen, dann wäre ihnen das Handwerk endgültig gelegt.
Die Vaganten sind doch auch Menschen, war der nächste Gedanke, also soll man sie human behandeln. Bedeutet aber „menschlich“ zwingend Kuscheljustiz und humaner Strafvollzug mit allen Bequemlichkeiten des Lebens, um zu versuchen, diese Kriminellen wieder in die Gesellschaft einzugliedern? Nehmen nicht gerade diese Berufseinbrecher, kaum sind sie aus dem Strafvollzug entlassen, sofort wieder ihren Job auf? Vielleicht waren es auch Kriminaltouristen, aber dann müsste man sich fragen, ob total offene Grenzen wirklich der Weisheit letzter Schluss sind.
Bedrohte innere Sicherheit
Die Wut kocht weiter bei Rentner B.: Weshalb ist die Justiz immer auf Seiten der Täter und kümmert sich nicht um die Befindlichkeit der unschuldigen Opfer? Und weshalb passieren in der vermeintlich sicheren Schweiz immer mehr solcher Einbrüche? Warum gibt der Staat grosse Summen für die nicht bedrohte äussere Sicherheit aus (und schickt gar eigene Soldaten ins Ausland), während für die Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit (Polizei) die nötigen Geldmittel fehlen?
Natürlich war die Polizei nach dem Unfall sofort zur Stelle und bei der Tatbestandsaufnahme sehr hilfsbereit. Nur: Den Opfern solcher Straftaten wäre mehr gedient, wenn die Täter auf frischer Tat gefasst oder dank guter Überwachung der Quartiere gar nicht erst zur Tat schreiten würden.
Sich nicht auf Nachbarn verlassen
Und die Nachbarn? Die Nachbarin genau vis-à-vis vom Fenster, wo die Gangster eingebrochen sind (Sichtdistanz: acht Meter), schaute TV bei offenem Fenster, hörte und merkte aber nichts. Die Nachbarin in der oberen Wohnung hingegen hörte ungewohnte und verdächtige Geräusche (nach Auskunft des Schreiners müssen die Geräusche beim gewaltsamen Aufwuchten des Fensterflügels sehr stark gewesen sein), fragte sich, was da los sei, unternahm aber auch nichts. Sollte Rentner B. böse auf die Nachbarinnen sein? Nein, er hätte vielleicht auch nichts gehört und ebenfalls nicht auf die verdächtigen Geräusche reagiert. Aber es bleibt die ernüchternde Erkenntnis: Auf die Nachbarinnen und Nachbarn soll und kann man sich nicht verlassen.
Materieller Schaden ist ersetzbar
Und der materielle Schaden? Rentner B. hängt nicht so an materiellen Dingen und kann den Verlust seines fast neuen Laptops mit vielen schönen Ferienerinnerungen und der Musiksammlung sowie den Verlust einer - selbst gekauften - schönen Uhr und noch einiger anderer Wertgegenstände verschmerzen. Schliesslich ist auch die Versicherung da, welche diese Verluste und auch den am Fenster verursachten Sachschaden kulant erledigen wird.
Schmerz und auch Ängste
Viel grösser und nachhaltiger als die Wut sind der Schmerz und auch die Angst. Das Gefühl der Ohnmacht, dass man einfach so in Rentners B. Privatsphäre eindringt, diese Respektlosigkeit gegenüber andern Menschen und ihrem Eigentum. Dass seine Schränke und selbst sein Bett auf der Suche nach Geld oder Wertsachen durchwühlt und einfach so in seine Wohnung eingedrungen wurde, das schmerzt Rentner B. gewaltig und flösst ihm auch Angst ein. Das könnte sich jederzeit und vielleicht sogar in seiner Anwesenheit wiederholen. Rentner B. überlegt sich: Soll die Parterre-Wohnung durch vergitterte Fenster oder durch Einbau einer Alarmanlage einbruchssicher gemacht werden? Oder sollte er gar in ein Land mit geringer Kriminalität auswandern, wie z. B. nach Oman, wo die Sicherheit der Bevölkerung offensichtlich noch einen sehr hohen, auf jeden Fall wesentlich höheren Stellenwert hat als die Befindlichkeit der Täter?
Und wieder die grosse Wut
Sich in seiner eigenen Wohnung nicht mehr sicher zu fühlen, wird Rentner B. noch längere Zeit zu schaffen machen. Den Staat Schweiz wird das nicht kümmern, er macht sich auch in Zukunft mehr Sorgen um das Wohl(-befinden) der Täter. Dass dann ausgerechnet auch Rentner B. (als guter Steuerzahler) an die Kosten des Strafvollzuges und der Resozialisierung der Täter, die in seine Wohnung eingedrungen sind, mitbezahlen darf, löst dann bei ihm schon eher wieder Wut aus. Und auch das legitime Verlangen nach mehr Polizeipräsenz in den Quartieren, nach einer strengeren Justiz, nach einem wirklich abschreckenden Strafvollzug und (trotz Schengen-Abkommen) nach effizienteren Grenzkontrollen. Ist das wirklich zu viel verlangt?
Bild: Christoph Droste / pixelio.de
Mitarbeit: Almut Papkalla
das ist eine erschütternd erfahrung für rentner b. und viele haben das am eigenen leib erlebt. es tut auch gut, dass er sich die sache vom leib schreiben kann, damit hat rentner b. ein ventil und die gelegenheit gefühlsmässig diesen überfall zu verarbeiten und neue erkenntnisse dazu zu gewinnen.
als in den medien die sache mit den schlafzimmerräubern bekannt wurde, habe ich begonnen abends auch vor der eigenen wohnung im ersten stock, die rolläden runter zu lassen. nicht aus angst, sondern aus sachlicher überlegung. und trotzdem ist nichts sicher im leben.
Die Bestaende der Polizei wurden weder der Drogenwelle noch der Lohndoemperwelle und schon gar nicht Schengen ausreichend angepasst und sie befasst sich auch immer mehr mit Schlafzimmerproblemen dort berechtigt und freiwillig Verweilender und der Aushebung auch bloss passiver Pornografen, statt mit der Rueckeroberung des oeffentlichen Gewaltmonopols zum Schutze auch der Armen. Es ist sogar bei den zu langsam reagierenden statt vorausdenkenden Politikern je laenger je weniger bestritten, dass inzwischen schweizweit einige Polizeibataillone fehlen!
Dafuer ufern in Reichenburgen und -Villen sowie privaten Konzernen die Legionen der privaten Kettenhunde aus, die sich je laenger je mehr nicht mehr nur auf den legalen Besitzesschutz (auch vor Einbruch) beschraenken, sondern sich - von der Politik toleriert wenn nicht gar ausdruecklich erlaubt - immer mehr in Rechtsstaaten Beamten vorbehaltene hoheitliche Rechte sogar im oeffentlichen Raum anmassen und - von der Zivil-, Verwaltungs- und Strafjuxtiz gedeckt statt gedeckelt - gar mit Provokation und Spionage in fremden Wohnungen bis und mit den Schlafzimmern sowie fernmeldegeheimnisbruechigem Datenkauf bei Internettern und anderen privat(isert)en Fernmeldebetrieben illegal und in Rechtsstaaten nicht nur theoretisch strafbar Beweise beschaffen.
Wir in unserem Quartier sind aufmerksame Nachbarn. So hat der Nachbar im Haus vis-à-vis die Polizei benachrichtigt, weil bei meiner alleinstehenden Nachbarin eine Nacht lang Licht im Wohnzimmer brannte - sie war jedoch in den Ferien, und das gedimmte Licht liess sich nur nachts feststellen. Die Polizei marschierte in Vollmontur bewaffnet auf. Hätte er doch zuerst uns als direkte Anwohner gefragt, meinten wir ...
Wir wieder benachrichtigten die Polizei, weil im Nachbarhaus ein junger Mann den Dachkännel hochkletterte und sich im zweiten Stock über die Terrasse Einlass ins Wohnzimmer verschaffte. Die Polizei kam sehr rasch und befragte uns. Später erkannte mein Mann den Jungen im Dorf und stellte ihn zur Rede. Er habe doch die Wohnung seines Vaters schon immer so betreten, da er meist keinen Schlüssel bei sich trage, erklärte der auswärts wohnende Teenager ...
Es ist recht schwierig, sich als Nachbar richtig zu verhalten. Inzwischen wurden bei uns im und ums Wohnhaus drei sehr gute Rennvelos gestohlen. Der Ärger der Besitzer ist gross. Schön wärs, wenn die Täter gefunden würden. Es liegt uns aber fern, die Nachbarn zu behaften.
Einbruch bei Rentner B.
Wie wär's mit einem Hund??? Ich spreche nicht von Dackeln, Pudeln o.ä. sondern einem lieben grossen 4-Beiner wie z.B. Schäferhund, Retriever, Dogge, usw. Das sind die besten Freunde, die man sich wünschen kann, und sie garantieren guten Schlaf! Ich schwöre auf diese "Alarmanlage", meiner Ansicht nach die beste die es gibt. Ausserdem ist ein Hund auch gut für die Gesundheit, da man täglich, und zwar bei jedem Wetter, mit ihm raus muss. Ich lebe in einem Land, wo Sicherheit eher problematisch ist. Dazu kommt, dass ich als Witwe mit einem grossen Haus für Einbrecher das ideale Opfer wäre. Allerdings habe ich zwei grosse Hunde, die für mich durch's Feuer gehen (ich für sie allerdings auch...). Wenn Sie also Hunde mögen, dann holen Sie sich einen ins Haus, und Sie brauchen nie mehr Angst zu haben.