Konsum

Konsument binswaro

Konsument binswaro

Der Hanf im Garten

                                                          

Links unten am Balkon von Konsument binswaro’s Wohnung hat es einen winzig kleinen „Gartenblätz“, der, oh Wunder, bisher von Schere, Hacke und Mäher des fleissigen Hausmeisters weitgehend unbehelligt blieb. Deshalb wächst dort, was die Natur so wachsen lässt. Nicht unbedingt nur Unkraut, sondern erstaunlicherweise auch Zierpflanzen.

 

Wie gross war das Erstaunen von Konsument binswaro, als er unlängst nicht weniger als fünf schon stattlich hohe und auch sehr pittoreske Hanfpflanzen entdeckte. Wie zum Teufel kommen Hanfpflanzen dorthin und wer könnte allenfalls diese angepflanzt haben, wunderte er sich. Und der zweite Gedanke: Was denken wohl die Nachbarn (meinen sie, er sei ein Kiffer, wo er doch nicht einmal selbst einen Joint drehen kann?)? Und was macht die Polizei, wenn sie zufällig mal in den Garten guckt und diese Hanfpflanzen sieht?

 

Antwort auf diese Fragen gab’s, als Konsument binswaro einen zufällig ausgewählten Blumenladen betrat und kundtat, er habe eine merkwürdige Frage. Nur los, meinten die netten Damen und hörten aufmerksam zu. „Wie kommen Hanfpflanzen einfach so in den Garten?“ Und: „Könnte es Probleme mit der Polizei geben?“

 

Eine Verkäuferin wusste offensichtlich Bescheid. Im Vogelfutter habe es öfters Hanfsamen, meinte sie spontan, denn das Gleiche sei auch bei ihrer Kollegin passiert. Da fiel Konsument binswaro ein: Seine Nachbarin in der oberen Wohnung fütterte im Winter regelmässig Vögel, denn Futterabfall und Vogeldreck der fressenden Vögel landeten ebenso regelmässig auf seinem Balkon. Logisch, dass die Speisereste, bestehend aus Hanfsamen, bisweilen auch auf besagten „Gartenblätz“ fielen und sich dann im Laufe des Frühlings und Sommers zu prächtigen Pflanzen entwickeln.

 

Auch über Legalität und Illegalität des zufälligen, von Vögeln verursachten Hanfanbaus wusste die freundliche Blumenverkäuferin bestens Bescheid. Das sei kein Problem, als Zierpflanzen dürfe man diese ohne weiteres anpflanzen, ausserdem gehe es ja nicht um eine ganze Plantage, sondern lediglich um ein paar wenige Exemplare.

 

Konsument binswaro ging beruhigt aus dem Blumenladen und beabsichtigt nun, dem Hausmeister bei der nächsten Gartenpflege abzupassen, damit „seinen“ wirklich dekorativen Hanfpflanzen ja nichts passiert.

 

Bilder: andrea mertes – pixelio.de (Titelbild)

            chris_pixelio.de

Mitarbeit: Almut Papkalla

Kommentare

Bild des Benutzers Annemarie Giger

Hanfplanze

Da kann ich auch eine kleien Geschichte dazu beitragen. Wir haben unser Futterhäuschen genau über einem Gartenbeet aufgehängt, so dass dort jedes Jahr Sonnenblumen und Hanfplanzen von alleine gedeihen. Die meisten muss ich ausreissen, je eine oder zwei lasse ich zur Freude der Nachbarn stehen.

Vor Jahren pflegten wir für eine liebe Freundin während eines Jahres einen Pflanzplätz in einem etwas weiter entfernten Dorf. Dorthin habe ich Sonnenblumenpflanzen versetzt und ja eben auch eine Hanfplanze. Sehr zur Freude von anderen "Pflanzplätz-Nachbarn", denen ich aber nicht sagte um was für eine Pflanze es sich handelte. Der Hanf gedieh prächtgi und entwickelte sich zu einer stattlichen Pflanze von über eiem Meter Höhe. Währenddem sie zu blühen begann entwicktelte sie einen ganz ausgeprägten, süsslichen Geruch. Es kam wie es kommen musste. Eines schönen Morgens war die Planze verschwunden, bodeneben abgeschnitten, einfach weg. Meine Gartennachbarin war hell entsetzt. Als ich ihr erklärte um was füre eine Pflanze es sich gehandelt hat, war alles klar. Hoffentlich konnten diejenigen, die die Pflanze gestohlen hatten ihren Joint auch wirklich geniessen.

Bild des Benutzers Fritz Vollenweider

Schmunzeln...

...muss ich, lieber Roberto! Vor zwei Jahren habe ich dieselbe Erahrung gemacht, auch vom Vogelfutter herrührend, in unserem Balkongärtchen. Nur dass wir die Pflanze ausreifen liessen. Unser amerikanischer Schwiegersohn hat mit Freuden geerntet und gesagt, eine solche Menge von dieser Qualität habe er noch nie erhalten. Erwischt wurden wir nicht, die Pflanze rissen wir dann aus.