Als «fremdem Fötzel aus dem grossen Kanton» löst der 1. August bei mir zwar keinen feierlichen Schauer aus. Aber der Tag steht für einen der raren Glücksmomente in meinem Leben. Es war im Jahr 1977. Ich war erst einige Monate in der Schweiz und besuchte an just jenem Tag Freunde in Basel. Als ich Richtung Baden über den Bözberg zurückfuhr, erblickte ich an jenem warmen Sommerabend in der Dämmerung auf den Hügeln ringsum Höhenfeuer. Es war eine einzigartige Stimmung.
Andererseits war der 1. August bis zum Tod unseres geliebten Hundes ein Tag der Flucht aus der Schweiz. Denn mehr und mehr ist dieser besinnliche Tag zu einem Anlass mutiert, ein Maximum an Feuerwerk und möglichst laute Böllerschüsse abzufeuern nach dem Motto: «Ich krache, also bin ich.» Die Luft danach ist rauchgeschwängert wie in einem Krieg.
Nachdem die Buben sich bereits 14 Tage zuvor und danach die Hosentaschen voller Heuler, Kracher und «Frauenfürze» (wieso eigentlich nicht «Männerfürze»?) vollstopfen dürfen - in Rikon kann man sie das ganze Jahr hindurch kaufen - , sensibilisierte sich unser anfangs schussfester Hund zunehmend gegenüber diesem Lärm und war kaum zu halten, geschweige denn zu beruhigen. So haben wir fast 15 Jahre lang die Tage um den 1. August in Vorarlberg verbracht. Viele unserer Kollegen vom Hundesport wandern in diesen Tagen in den Schwarzwald aus.
Nachdem unser Hund vergangenen März gestorben ist, erleben wir den 1. August nun erstmals wieder hier, wobei ich das Klarinettenregister der Stadtmusik Winterthur in der Reithalle unterstützen werde. Ich freue mich darauf!
Christine Kaiser
ob, ich die Stadtmusik dieses Jahr hören werde, weiss ich noch nicht. Aber schön, dass es sie gibt.
Was dieses Lärmen und Knallen anbelangt, haben mich die Winterthurer insofern enttäuscht, als sie damit die schöne Tradition der Turmbläser zerstört haben. Am 1. August werden sie dieses Jahr schon um 08.30 spielen. Das ist, wenn man einen längeren Anfahrtsweg hat, etwas früh.
Was jedoch die andere "Musik"- bzw. Gleichstellungsfrage betr... anbelangt, habe ich bis jetzt noch keinen Kommentar entdeckt. Schade, hätte mich auch interessiert.
Vielleicht weil das Frauenstimmrecht in der Schweiz so lange auf sich warten liess, musste frau sich doch irgendwie bemerkbar machen, etwas zaghaft vielleicht... aber immerhin.
Viel Freude beim Musikmachen und endlosen Beifall wünscht dir
iloma
Liebe Grüsse, iloma
Schade, dass die Weltverbesserer nicht bei sich selbst anfangen.
Mark Twain
Liebe Christine,
Du hast bis jetzt nur den Silvester mit uns auf Chäseren erlebt. Die Höhenfeuer am 1. August sind von dort auch heute noch zu sehen (ausser es regnet in Strömen), vom Sitzplatz unseres Hüslis aus. Auf jedem Hügelzug des Alpsteins brennen grosse Feuer, während wir die obligate Bratwurst vom Grill geniessen und unsere verschiedenen Tiere sicher im Hüsli verwart sind. Die Knallerei dort oben hält sich absolut in Grenzen, das heisst, sie ist gerade noch erträglich. Ich wünsche Dir und Hanspi viel Vergnügen in der Reithalle, diesmal inmitten der Winterthurer Knallerei und leider (dort besser) ohne Zita. Zwirbel.
Mir gefallen die Höhenfeuer, so es sie noch gibt, besser als diese Knallereien.Die Feuerwerke hingegen sind ja schön anzusehen.
Aber über das Verschwinden der Höhenfeuer ist nicht nur der Feiernde schuld, sondern die hin und da zu übertriebenen Umweltvorschriften !
So kenne ich Gemeinden, welche für solche Feuer die Vorschrift erlassen, dass das Brennholz nagelfrei sein muss. Als ob man um ein solches Feuer eine Bleivergiftung erhalten könnte !
Früher hatte es auf dem Piz Beverin (2998 m) im Kanton Graubünden auch ein Feuer, das in mühevoller Arbeit herauf geschleppt wurde. Aber wer unternimmt heute noch solche Strapazen ?
Ich knalle nicht, also bin ich nicht! :-( (Oder wohl, oder doch?) ;-)
Liebe "fremde Fötzelin" aus dem grossen Nachbarskanton. Wenn du am 1. August wieder mal nach Basel kommen solltest, lade ich dich zu einem Fescht im benachbarten Elsass (oder Südbaden :-)) ein.
Ich kenne das Problem mit den Hunden, Katzen und andern Vierbeinern sehr gut. (Mein armer Schnappihahn leidet auch darunter!) Der Schweizer 1. August Exodus scheint weit verbreitet zu sein.
Viel Spass am Fescht in Winterthur! wünscht dir Feschtbrueder.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht!
Ja es hat sich viel geändert seit den frühern Zeiten, die jüngeren
halten nichts von Höhenfeuer.Wichtig ist es das es kracht und
stinkt. Jeder sollte doch mal selber für die Haustüre gehen und
fragen was der 1.August bedeutet und die Knallerei die dabei
statt findet.Ohne gewisse Fremdsprachenkenntnisse sollte man
aber keine Fragen in diese Richtung stellen.
Ach ja da sind ja auch noch die sonst so g r ü n e n Grossverteiler
welche Ihre Geschäfte mit Feuerwerke und Kracher machen.
Den Abfall am Tag danach dürfen wir selber versorgen, im Gegensatz
zu einem Höhenfeuer wo die Veranstalter am Ende selber für
ein wenig Ordnung sorgen.
For legal reasons. 2 Ganzseitige Anzeigen liegen vor.
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auf ein gutes gelingen, liebe christine und viel applaus!
Musik in Winterthur
ob, ich die Stadtmusik dieses Jahr hören werde, weiss ich noch nicht. Aber schön, dass es sie gibt.
Was dieses Lärmen und Knallen anbelangt, haben mich die Winterthurer insofern enttäuscht, als sie damit die schöne Tradition der Turmbläser zerstört haben. Am 1. August werden sie dieses Jahr schon um 08.30 spielen. Das ist, wenn man einen längeren Anfahrtsweg hat, etwas früh.
Was jedoch die andere "Musik"- bzw. Gleichstellungsfrage betr... anbelangt, habe ich bis jetzt noch keinen Kommentar entdeckt. Schade, hätte mich auch interessiert.
Vielleicht weil das Frauenstimmrecht in der Schweiz so lange auf sich warten liess, musste frau sich doch irgendwie bemerkbar machen, etwas zaghaft vielleicht... aber immerhin.
Viel Freude beim Musikmachen und endlosen Beifall wünscht dir
iloma
Liebe Grüsse, iloma
Schade, dass die Weltverbesserer nicht bei sich selbst anfangen.
Mark Twain