Leben

Kein Verdingbub

Kein Verdingbub

Kein Verdingbub
Erinnerungen an die Jugendzeit
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In Grabs SG in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, waren Eltern froh, dass sich ihre Kinder während den Schulferien bei ortansässigen Bauern als Hilfskräfte einen Batzen für den Lebensunterhalt der meist kinderreichen Familien beitragen konnten (mussten). Zudem wurde die Familien durch einen Esser weniger entlastet. Die Landwirte anderseits waren um jede Arbeitskraft froh, war doch zu dieser Zeit die „maschinelle Heuete“, vor allem in Berggegenden, noch im Anfangsstadium. Worben, zetten, heinznen, schöchlen und das dürre Heu/ Emd auf die Pferdewagen aufladen war dazumal Alltagsarbeit.

Heute würde man wohl von Kinderarbeit reden.

Mit persönlichen Beziehungen brachten es einige Schüler dazu, ihre Ferienjobs in der Fremde  ausüben zu dürfen. Auch ich gehörte zu den „Glücklichen“. Mit meinem Cousin zusammen durften wir Bergbauerfamilien im Safiental, er im Weiler „Acla“ und ich im Weiler „Egschi“, die Ferien als arbeitende Unterländer verbringen. Wir wurden wie eigene Söhne aufgenommen und behandelt, was zu der damaligen Zeit keine Selbstverständlichkeit war. Es sei an die vielen Schicksale von Verdingkindern in anderen Gegenden der Schweiz erinnert!
 

Kommentare

Bild des Benutzers Chappeli

Safiental

  Beim betrachten der Bilder überkam mich grosse Lust, ins Safiental zu fahren. Die Bilder sind so  

  schön. Wir hatten Verwandte in Safienplatz die besuchten wir, ab und zu. Auch, dass man halt in 

  der Jugendzeit bei Bauern mithalf war normal. Hat uns nicht geschadet gell. Mit freundlichen Grüssen,

  Chappeli.

Bild des Benutzers rita amalin surber

safiental

vielen dank für die wunderschön zusammengestellten bilder. - als in der stadt geborene kinder, zogen wir mit mutter regelmässig während der sommerzeit nach lungern. dort - und wahrscheinlich in ganz vielen gegenden der schweiz - konnten sich städter für einige wochen bei  bauern einmieten. einmal angekommen, schauten unsere eltern nach einem bauer mit geissen, damit wir zu unserer, fürs wachstum so gesunden milch kämen. den weg dahin kannten wir bald. natürlich durften wir auch beim heuen "mithelfen", im tenn mit den jungen kätzchen spielen und noch so vieles mehr. diese glücklichen erinnerungen und die liebe zu den bergen generell verdanke ich meinem vater, der schon in jungen jahren mit einem freund per fahrrad die alpenpässe befahren und erwandert hat. solche eindrücke in jungen jahren prägen den menschen für sein ganzes leben.