Freizeit

10 Jahre Gnomengarten Schwarzenburg

10 Jahre Gnomengarten Schwarzenburg

 

Ein betoniertes Cabaret

Jedes Jahr wächst in einem idyllischen Garten in Schwarzenburg eine Familie der besonderen Art. Jürg U. Ernst zaubert aus Beton Gnomen. Auf Rundgängen erzählt er die Geschichte der grossäugigen Wesen. Am Eingang empfängt der dreiflüglige Torwächter mit leuchtenden Augen die Besucher. Der mächtige Gnomengartenkönig überragt seine Artgenossen deutlich. Die Besucher können in Plutos Kopf hineinsteigen und hoch oben von seiner Krone aus die skurile Oase überblicken. Von dort werden sie etwa Plutos Wächter sehen, der schüchtern ins Gebüsch pinkelt oder den wellnesssüchtigen Olaf, der von Moria mit ihrem freudigen Augenblinken lustvoll beduscht wird. Dazu hört man Kaugeräusche des Müllschluckers der die Gnomengarten Drinkbecher der Besucher verschlingt. Diogenes im Schneckenhaus sei sehr sensibel und ernähre sich von feinstofflichen Schwingungen und Lichtquanten. Auserwählte Düfte seien für seine psychische Verfassung äusserst wichtig. Er liebe Klänge von Vivaldi. Im Augenblick sei er aber ungehalten darüber, dass die Steuerverwaltung sein Schneckenhaus neu eingeschätzt habe. Die Besucher seien gebeten, ihn nicht zu verärgern, sein Rückzug ins Schneckenhaus erfolge sonst blitzatig,  erklärt Ernst.  

Ernsts Gnomengarten wächst auch in die Tiefe: In einem ehemaligen Kohlenkeller wacht Gnomendame Zita im Kerzenschein über die Erdgöttin Gaia und lächelt verträumt. Während den Führungen steckt der Künstler mit seiner Begeisterung an und bringt rasch jeden dazu, sich eigene Geschichten über Eisenhans, Madame Froidevaux, Nessi, Genius, Vesta, Nano im goldenen Käfig und ihre Mitbewohner auszudenken.

Jürg U. Ernst hat eine zaubehafte Welt voller Ueberraschungen geschaffen. Seine Welt der Gnomen regt zum Schmunzeln und zum Nachdenken an. Es ist ein Ort des Verweilens und des Entdeckens.

 

Der Künstler und seine Arbeitstechnik

Jörg U. Ernst ist gelernter Fotograf und Absolvent der Kunstgewerbeschule Bern. Von 1973 bis 1997 stellte er an über 40 Einzel und Gruppenauststellungen im In- und Ausland seine Fotografien aus und machte mit verschiedenen Fotoinszenierungen und Happenings auf sich aufmerksam. 1985 eröffnete er sein eigenes Foto-Fachatelier in Schwarzenburg. Ab 1995 erweiterte er seine künstlerischen Ausdrucksformen mit Betonplastiken. Am 11. August 2001 eröffnete er dann den Gnomengarten.

Ernsts Skulpturen haben als Skelett ein Geripp aus Armierungseisen. Diesem wird mit Kaninchengeflecht die gewünschte Form gegeben. Diese Form wird mit einem Betongemisch oder mit Zementmörtel und Steinen aufgefüllt. Am Ende überzieht Jürg U. Ernst in minutiöser Kleinarbeit seine Arbeiten mit einer bis zwei Zentimeter dicken Schicht Zementmörtel, den er mit einem kleinen Stukkaturspachtel aufträgt.
 

Oeffnungszeiten:

August:        SA/SO      7./8.  14./15.  28./29.
September:  SA/SO  11./12.  18./19.
Oktober:      SA/SO      2./3.
14.00 - 17.00 Uhr

Eintrittspreis für Erwachsene Fr. 10.-

Die Unterlagen zu diesem Blog wurden mir freundlicherweise von Jürg U. Ernst zur Verfügung gestellt.
Li Reist/amara

Link in die Gnomengalerie
 

Standort

Milkenstrasse 18
Schwarzenburg (BE)
Schweiz
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Kommentare

Bild des Benutzers amara

Gnomengarten

Lieber Erwin

Herzlichen Dank für Deine 5 Sterne. Ich muss Dir aber gestehen dass Jean-Pierre mir geholfen hat. Es war doch mein erster Blog und ich wusste nicht so recht wie es funktioniert. Mittlerweilen habe ich wieder  geübt und einen neuen Beitrag, "das Chäppeli in Schwarzenburg" veröffentlicht. Nun wünsche ich Dir einen wunderschönen Sonntag.

Liebe Grüsse auch an Ursi. li/amara

Gib jedem Tag die Chance, der Schönste deines Lebens zu werden. Mark Twain

Bild des Benutzers Almut Papkalla

Diese grossartige Reportage,

liebe Li, verführt direkt dazu, den Schwarzenburger Gnomengarten selbst zu besuchen! Merci dafür.

Bild des Benutzers erweig

Faustdick hinter den Ohren

Einen super Artikel hast du da eingestellt. Sehr informativ und sauber gemacht. Zeigst du mir gelegentlich wie  sowas geht? Von mir bekommst du 5 Sterne.
 

Gruss Erwin