Kultur

Ueli Beck ist tot

Ueli Beck ist tot

Er war, neben Elisabeth Schnell, DIE Stimme im Schweizer Radio.

                                                                    

Mit „Nachtexpress“ und „Autoradio Schweiz“ wurde er bei einer grossen Zuhörerschaft schnell zum absoluten Liebling.

Er absolvierte eine Lehre als Buchhändler, arbeitete als Taxichauffeur, Bauhandlanger und Bankangestellter, bevor er sich dem Theater zuwandte. Bei Sigfrit Steiner und Ellen Widmann holte er sich das nötige Rüstzeug.

Schon bald wirkte er bei verschiedenen Produktionen mit, er durfte auch am Schauspielhaus spielen, im Bernhard-Theater konnte er mit seiner Komik das Publikum unterhalten.

1960 gab er bei den Sommernachts-Festspielen in Steckborn den Cascada in der „Lustigen Witwe“. Im Dezember 2007 spielte er im Bühnenstück „Drei Männer im Schnee“.

Man könnte noch viel aufzählen, doch das überlasse ich den Printmedien. Dort gibt es bestimmt noch viel über den Radiomann zu lesen.

Ich lernte Ueli als tollen Kollegen kennen. Mehrere Male durfte ich mit ihm auf der Bühne stehen, während meiner Fernsehzeit hatte ich oft mit ihm zu tun.

Ueli sah sich nie als Star, er war Ueli, der Unterhalter. Man fühlte sich wohl in seiner Nähe.

Ueli Beck ist tot, wieder hat ein grosser Mensch die irdische Bühne verlassen. Seine Stimme ist verstummt.

Adieu Ueli

Kurt Myltz