Menü Kurzbeschreibung: Rindshuft an Orangensauce mit Trockenreis und Blumenkohl.
Vor- und Zubereitung: zirka 20 Min. Anbratzeit: zirka 10 Min. Niedergaren: zirka 2 Std. Kerntemperatur: 55 Grad
Rindshuft zirka 1 Stunde vor dem Anbraten aus dem Kühlschrank nehmen. Fleisch 20 Minuten vor dem Anbraten salzen und pfeffern. Ofen vor dem Niedergaren zirka 1/2 Stunden auf 80 Grad vorheizen. Ofenthermometer zu Temperaturkontrolle, Platte, Teller und Sauciere gleich mit in den Ofen stellen.
Mengeneinheit: | dl = Deziliter, g = Gramm, Tl = Teelöffel, El = Esslöffel , nB = nach Bedarf, St = Stück | |
Menge | Bezeichnung | |
800 g | Rindshuft am Stück (Resten können fein tranchiert auch kalt gegessen werden.) | |
250 g | Langkorn Reis (Produkt von Uncle Bens eignet sich hervorragend.) | |
1 St | Blumenkohl (mittelgross) | |
1-2 St | Knoblauchzehen | |
2 St | Orangen | |
3 El | Ketchup (Produkt von "Heinz" eignet sich hervorragend.) | |
2 El | Cognac | |
1/2 - 1 dl | Rahm oder für Kalorienbewusste Kaffeerahm | |
2-3 Tl | Instant Bratensauce | |
nB | Saucenbinder wenn erwünscht (z.B. Maisstärke bzw. Maizena oder Nestagel von Nestlé) | |
nB | Worchestershire Sauce (Produkt von "Heinz" eignet sich hervorragend.) | |
nB | Tabasco (Produkt von "Mc ILHENNY CO " eignet sich hervorragend.) | |
nB | Bratbutter oder Olivenöl |
Nachfolgend habe ich den ganzen Kochablauf in der richtigen Reihenfolge beschrieben und jeder einzelne Schritt jeweils mit einem Bild versehen.
Sind alle Zutaten vorhanden, beziehungsweise bereitgestellt, dann steht nichts mehr im Wege und man kann mit dem Kochen beginnen. Ich wünsche allen viel Erfolg und Spass dabei.
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Bild rechts: Gleichzeitig Ofenthermometer zur Kontrolle der Temperatur mit Garplatte, Teller und Sauciere in den Ofen stellen. | ![]() |
| Bild links: Fleisch 20 Minuten vor dem Anbraten salzen und pfeffern. |
Bild rechts: Fertig gewürztes Fleisch vor dem Anbraten 20 Min. ziehen lassen. | ![]() |
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Bild rechts: | ![]() |
![]() | Bild links: Das Anbraten der Rindshuft ist nach zirka 10 Min. beendet und bereit für das Niedergaren im Ofen. Pfanne nicht auswaschen, denn der Bratenfont wird für die Zubereitung der Orangensauce benötigt. |
Bild rechts: | ![]() |
Bild rechts: Jetzt hat man Zeit für die Zubereitung der Orangensauce. Man presse 2 reife, möglichst süsse, Orangen aus und schütte den Saft in die vorher zum anbraten des Fleisches verwendete Pfanne. | ![]() |
![]() | Bild links: Dann füge man dem Orangensaft 3 Esslöffel Ketchup hinzu. |
Bild rechts: Schmecke anschliessend das Ganze mit 2 Esslöffel Cognac, 4-5 Spritzer Worchestershire Sauce, 3-4 Spritzer Tabasco, 2-3 Teelöffel Instant Bratensauce, nB Saucenbinder sofern erwünscht. Jetzt erst soll der ganze Mix unter stetigem rühren langsam aufgekocht werden. Zum Schluss die Sauce noch pfeffern und salzen. | ![]() |
![]() | Bild links: Kurz vor dem Servieren wird die warme Orangensauce mit Rahm oder Kaffeerahm verfeinert. Dabei kann es geschehen, dass der Rahm sich scheidet, weil die Sauce relativ viel Säure enthält. Dieses Problem behebt man, indem man die Sauce mit einem Mixer oder elektrischen Rührstab homogenisiert. |
Bild rechts: Hier das fertige Resultat der Orangensauce. Diese Sauce musste vorgängig homogenisiert werden und kann jetzt warm gehalten werden (nicht zu heiss!) bis zu ihrer Verwendung. | ![]() |
![]() | Bild links: Olivenöl in eine Teflon beschichtete Pfanne geben, 1-2 Knoblauchzehen fein Hacken, 250 g Langkornreis und beides ebenfalls hinzufügen. Das Ganze unter stetigem rühren glasieren. Dann Salz hinzufügen und mit mehr Wasser als üblich ablöschen. Der Reis wird wie Teigwaren gekocht, d.h. der Reis wird zwischendurch immer wieder probiert, bis der Reis den gewünschten Biss aufweist. Den Reis durch ein Sieb abschütten und kurz mit heissem Wasser durchspühlen. Reis in die heisse Pfanne zurück geben, damit er trocken und warm bleibt. |
Bild rechts: Blumenkohl aufteilen in kleine Röschen. Kurz abspühlen, damit der Salz daran hängen bleibt. Blumenkohl mit Siebeinsatz in mit Wasser gefüllte Pfanne geben und Röschen etwas salzen. Deckel darauf und das ganze im Dampf garen. | ![]() |
![]() | Bild links: Möchte man das fertig gegarte Fleisch warm halten, dann siehe unter Niedergar-Technik, wie dies zu bewerkstelligen ist. |
Bild rechts: Man wird erstaunt sein, wie zart das Fleisch geworden ist und ich garantieren deshalb, dass jeder der eine so zubereitete Rindshuft genossen hat, unweigerlich zum "Niedergar-Fan" wird! | ![]() |
Damit das Servieren schneller geht, Beilagen in Schüsseln auf dem Tisch warm stellen. Nur das Fleisch mit etwas Sauce und einer hübschen Garnitur (z. B. einem Kräuterzweiglein) auf den vorgewärmten Tellern anrichten und sofort servieren. Die Beilagen können dann am Tisch geschöpft werden.
Wer mehr über die Niedergartechnik erfahren möchte, informiere sich unter folgendem Link unter dem Menü: Essen und Kochen
Diese Technik -- meines Wissens von Agnes Amberg bekannt gemacht -- produziert in der Tat köstliche Resultate. Auch kleine Fleischstücke können so gebraten werden, z.B. Schweinskotletten. Sie werden so butterweich. Ofen auf 120° vorheizen, inzwischen die Kotletts auf beiden Seiten kurz anbraten, würzen (ich mag sie gerne mit Kreuzkümmel drauf), dann im Ofen, dessen Temperatur man auf 80° reduziert, ca. eine halbe Studen braten.
“Rien n'a autant changé la nature de l'homme que la perte de silence”.
@ Corinna als Ergänzung
Geschichtliches zur Niedergartechnik
Beim stöbern im Internet bin ich auf folgenden Artikel gestossen, den wir unseren Besuchern nicht vorenthalten möchte.
Der «Erfinder» - ein zerstreuter Physiker
Der Angloamerikaner Sir Benjamin Thompson (1753-1814) mit dem Doppelnamen Graf von Rumford war Experimentalphysiker und Berufsoffizier. Ihm wird die «Erfindung» der Niedergarmethode zugeschrieben. Thompson soll um 1800 eine Lammschulter in den - unbeabsichtigt - nur mässig heissen Ofen gegeben haben. Nach drei Stunden nahm er das Fleisch heraus und bemerkte dann beim Schneiden, dass es noch fast roh und folglich ungeniessbar war. Das Fleisch wurde nochmals in den Ofen geschoben und dann während Stunden vergessen. Als der Sir später von dieser Lammschulter ass, fand er kaum Worte für die Beschreibung des Genusses. Das Fleisch wies einen wunderbaren Geschmack auf, war saftig und zerging auf der Zunge.
Bis die Zufallsentdeckung des zerstreuten Physikers Nachahmer fand, vergingen ungefähr 180 Jahre. Auch bei der Verbreitung der neuen Garmethode galt: Gut Ding will Weile haben.
Weitere Infos zur Niedergartechnik: Hier klicken!
RG Luzern-Multimedia-Reisen.