Kultur

Ein Tag mit dem Schweizer Maler Franz Anatol Wyss

Ein Tag mit dem Schweizer Maler Franz Anatol Wyss

Olten – Grenchen – Murgenthal Ausstellungsführungen und Atelierbesuch

                                         

Am Sonntag, 10. Oktober, ab 10 Uhr, laden das Kunstmuseum und der Kunstverein Olten sowie das Kunsthaus Grenchen zusammen mit dem Künstler Franz Anatol Wyss zu einer konzentrierten Begegnung mit seinem Werk ein. Der Facettenreichtum und die Breite der Oeuvres des 70-jährigen Solothurner Zeichners, Druckgrafikers und Malers lassen sich derzeit in drei aufeinander abgestimmten Ausstellungen entdecken.

Zum Anlass seines 70. Geburtstages finden die Führungen, ab 10 Uhr, im Kunstmuseum Olten (Ausstellung „Übersicht“), ab 11 Uhr im Stadthaus Olten (Ausstellung „Neue Arbeiten“), organisiert vom Kunstverein Olten und ab 13.30 Uhr im Kunsthaus Grenchen (Ausstellung „Das druckgraphische Werk 1966-2010“) statt, alle im Beisein des Künstlers, der seinerseits ab 15.30 Uhr zum Atelierbesuch (Neues aus der Serie „Aschezeit“) in Murgenthal einlädt. Die Rundgänge bieten Gelegenheit zur gemeinsamen Bildbetrachtung, zur Diskussion vor den Originalen und zum Vergleich von Arbeiten aus allen Schaffensphasen und in verschiedenen Techniken.

Von einem Ort zum andern…

Zum vielfältigem Angebot mit Kaffeepause in Olten, Lunch (zum Selbstkostenpreis) in Grenchen und Apéro in Murgenthal sind alle Interessierten eingeladen. Der Transfer zwischen den Veranstaltungsorten ist Sache der Teilnehmenden. Günstige OeV-Verbindungen werden vor Ort bekanntgegeben und Mitfahrgelegenheiten nach Möglichkeiten organisiert. Zur Lunch-Anmeldung im Kunsthaus Grenchen unter der Nummer 032 652 50 22 oder per e-mail: info@kunsthausgrenchen.ch

Franz Anatol Wyss und seine eigene unverwechselbare Bildsprache

Wiederkehrende Zeichen und Symbole, stilisierte Architekturen, Pflanzen und Figuren durchziehen – sich periodisch zu Zyklen verdichtend – das Werk und somit auch innerhalb der drei Ausstellungen. Sie offenbaren die Handschrift des Künstlers, sowohl in den frühen kleinformatigen Federzeichnungen in Schwarz-Weiss als auch in den virtuosen druckgraphischen Blättern und farbsprühenden Grossformaten der letzten Jahre. Dabei offenbart sich ein technisch hervorragender, intelligenter und ausdauernder Zeichner, der die Möglichkeiten seines Medium im Grenzbereich der Malerei und in den verschiedenen Techniken der Originalgrafik mit grosser Konsequenz und unbändiger Experimentierfreude bis ins Extreme erkundet. Dabei spürt der Betrachter den Veränderungen eines früh entwickelten, eigentümlich stabilen Motivrepertoires nach, das eine unverkennbare, zugleich sehr wandlungsfähige künstlerische Fähigkeit erkennen lässt. Aussergewöhnlich ist er als Bilderverwerter, der sich nicht oberflächlich über Wahrgenommenes hinwegsetzt. Diese Intensität und Dichte übersetzt sich dem Betrachter in eindrücklicher Direktheit.

Prix Wartenfels 2010 für Franz Anatol Wyss

Preisträger Franz Anatol Wyss, 1940 in Fulenbach/SO geboren, lebt und arbeitet in Fulenbach und Murgenthal. Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule Luzern und jene in Zürich in den mittleren sechziger Jahren kehrte er – nach Studienaufenthalten in Rom, Paris und Berlin –  mit vielen Auszeichnungen in Europa zurück. Er hat Einzelausstellungen in der Schweiz, in Deutschland und Österreich und an sehr vielen Gruppenausstellungen in Europa, den USA, in Chile und Taiwan teilgenommen. Seit 1969 bereits ist Franz Anatol Wyss an Grafik-Biennalen in ganz Europa und aller Welt dabei. Franz Anatol Wyss wurde im Jahr 2002 mit dem Kunstpreis des Kantons Solothurn geehrt.

Mitte September wurde jetzt Franz Anatol Wyss für sein integratives Wirken als international anerkannter Künstler im Aare-Gäu mit dem Prix Wartenfels als Würdigung für regionale Verdienste ausgezeichnet; André Bloch, als Vertreter des Kantons Solothurn hielt die Laudatio.

Ausstellungsdauer Franz Anatol Wyss in den drei städtischen Kunsthäusern:

Kunstmuseum Olten: Ausstellung mit  „ „Uebersicht“, bis zum 7. November

Kunstverein Olten: Ausstellung „Neue Arbeiten“ im Stadthaus Olten, bis 10. Oktober

Kunsthaus Grenchen: Das druckgrafische Werk 1966-2010“ bis 31. Oktober

Weitere Informationen aus der Tagespresse und unter www.kunstmuseumolten.ch/ www.kunstvereinolten.ch / www.kunsthausgrenchen.ch