Es wird nur eine kurze Geschichte. Aber sie hat mich emotional doch sehr mitgenommen... Es ist Montag und Mülltag. Vor etwa drei Monaten sind wir hierher gezügelt. Die Lage unseres Domizils "Am Pulverturm 1" ist, was die Müllabfuhr angeht, etwas speziell. Wir müssen die Säcke an eine Stelle etwa 200 m entfernt bringen, die auf der öffentlichen Abholstrecke liegt.
Ich hatte sie seither zu einer Hausmauer gebracht, wo bereits Säcke auf Abholung warteten... Heute bin ich etwas früher dran und so bin ich der erste, der seinen Sack platziert. Doch kaum habe ich ihn ausbalancierend an die Mauer gestellt, da öffnet sich im Hof ein Fenster und eine kreischende Frauenstimme wild gestikulierend macht mir deutlich, dass ich mich mit meinem Müllsack sofort aus dem Staub machen soll; das wäre ein Privatgrundstück und ich solle bleiben wo der Pfeffer wächst. Dem nicht genug, kommt mir auch schon "der Alte" mit gefährlich eiligem Schritt entgegen - fehlte nur noch eine Axt in seiner Hand...
Schnitt. Noch so freundliches Argumentieren brachte den Alten nur noch mehr in Fahrt. Sein Leben schien sich nur noch darum zu drehen, den oder die Täter in flagranti zu erwischen. Ja - so brachte ich den Sack 2 Meter weiter genau an den Punkt, wo seine Grundstücksrechte im verwehrten, Einspruch zu erheben. Ich konnte den ganzen Abend danach mich nur noch mit einem kühlen Bier ablenken und dachte so für mich - das muss ich mal auf SW mal posten ...