Es war letzte Woche, als mein Mann und ich einen Tagesausflug mit der Bahn machen wollten. Weil wir schon etwas spät dran waren, wollten wir bis zum Bahnhof das Auto benutzen. Der Rucksack und eine Tasche waren vorbereitet und zum einladen bereit und ich war mir sicher, dass ich das Schlüsseletui mit dem Autoschlüssel beim Einladen in der Hand hielt.
Nach dem Einladen wollte ich noch schnell den Pullover wechseln, weil ich das schöne, warme Wetter unterschätzt hatte. Also nochmals zurück ins Schlafzimmer, Pullover wechsel n und jetzt aber rasch einsteigen und abfahren. Aber wo waren nun die verflixten Schlüssel? Zurück in den Gang… auf der Ablage war er nicht, ins Schlafzimmer… auch nicht, im Kasten… auch nicht. Schlussendlich pressierte es, denn der Zug wartet sicher nicht auf uns. Also den Ersatzschlüssel vom Regal und ab zum Bahnhof. Zum Glück hatte es noch einen freien Parkplatz für uns.
Am Abend, schon auf dem Nachhauseweg, erinnerte ich mich wieder des Schlüsseletuis, dass ich irgendwo hingelegt haben muss, ohne zu beachten wohin. Bevor ich diese Schlüssel wieder gefunden hatte, würde ich gar nichts anderes machen. Mein Mann, der unterdessen ebenfalls aus dem Auto gestiegen ist, sah gleichzeitig etwas Dunkles auf dem Autodach. Was ist denn das? Es war mein Schlüsseletui samt Inhalt.
Wie ein Wunder kam es mir vor… hat es immerhin während drei Kilometer Autofahrt und dann noch den ganzen Tag über auf dem Parkplatz, dort gelegen. Und noch etwas, hätte ich die Schlüssel unterwegs verloren, wäre es mir nicht im Traum eingefallen, sie ausser Haus zu suchen, denn ich war mir total sicher, dass sie irgendwo im Haus liegen mussten.
Schlüssel oder Handy! Auch bei mir öfters ein Proglem. $
Vor einigen Tagen stattete ich der Psychiatrischen Klinik Beverin in Cazis einen Besuch ab.
Bei der Rückkehr auf den Parkplatz legte ich das Handy auf den Kassaautomaten drauf, berappte die Parkplatzgebühr, stieg in meinen PW ein und fuhr ab, Richtung Buchs im St. Galler Rheintal.
Zu Hause angekomen wollte ich das Mobile ausser Betrieb setzen und erschrak! Wo steckt es? In der Fototasche, im Hosensack oder gar auf dem Boden oder auf den hinteren Sitz des Autos? Nichts dergleichen! Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen! Es muss noch in Cazis sein. Also auf und davon, zurück ins Domleschg.
Welche Erleichterung. Mein Handy wurde von einer ehrlichen Finderin - ohne ihren Namen zu hinterlassen - im Büro der Klinik abgegeben. Ich hatte mein Kommunikationsgerät, samt unangetastetem Guthaben, wieder!
Die Autoschlüssel wollten anscheinend auch einmal eine gute Aussicht geniessen beim Fahren !!! Ein Bekannter von mir, liess einmal sein Handy auf dem Autodach, welches sich jedoch nicht festhalten konnte oder wollte. Ein anderer Automobilist sah das Handy vom Dach fallen, hielt an und hob es auf. Ein Anruf des Finders zur Swisscom genügte und das Handy konnte einige Zeit später wieder in Empfang genommen werden.
Rosemary Huber
verflixt nochmal
wo ist meine verflixte Geschichte geblieben, hab ich die doch verflixt nochmal nicht abgespeichert!!! Den Schlusssatz weiss ich noch: Die Kloten Flyers haben, verflixt nochmal, verloren... aber meine Geschichte hatte doch verflixt noch mal, gar nichts damit zu tun... (der Tag scheint, verflixt nochmal, genau so zu verlaufen wie gestern... verflixt nochmal...!!!)
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *