Benutzest Du ausschliesslich Lightroom für die Behandlung Deiner Raw-Dateien? Oder musst Du auch Photoshop (elements) beiziehen? Ich frage mich schon lange, was eigentlich die Vorteile von Lightroom gegenüber Phoshop sind. Viele Photographen, so auf dem Internet gelesen, benutzen beide Programme.
Seit ich eine neue Nikon habe (D7000), refüsiert Photoshop CS3 deren NEF-Dateien. Ein Chat mit einm Vertreter von Adobe ergab, dass mein Programm zu alt ist um noch Codecs für Nikon D7000 zu erhalten.
Also muss ich daran denken, CS3 zu ersetzen und es würde mich interessieren, ob Lightroom allein genügen könnte.
“Rien n'a autant changé la nature de l'homme que la perte de silence”.
RAW ist für engagierte Fotografen das überlegene Dateiformat. Hierzu entnehme ich einem Nikon D5000- Fachbuch folgende Erklärung: „Eine JPEG-Datei ist vergleichbar mit einem Papierabzug, also mit einem fertigen Foto, das im Bildprozessor bereits optimiert und komprimiert wurde. Das RAW-Format lässt sich dagegen mit einem Negativ vergleichen, das den Belichtungs- und Bearbeitungsspielraum am Computer wesentlich erweitert. Die auf einen Rechner übertragene Datei durchläuft einen Entwicklungsprozess mithilfe eines RAW-Konverters, der wie bei einem Negativ die Ursprungsdatei unverändert lässt. Wenn man die bearbeitete Datei abspeichert, wird die ursprüngliche RAW-Datei keinesfalls überschrieben, sondern eine zusätzliche Datei mit den Informationen der Umwandlung erzeugt. Abhängig von der verwendeten Software sind so umfangreiche Bildoptimierungen mit wenigen Handgriffen möglich.“
Weil der Speicherplatz so kostengünstig geworden ist, nehme ich mit meiner Nikon D5000 wichtige Bilder gleichzeitig mit der Bildqualität-Einstellung NEF(RAW)+JPEG Fine, also gleichzeitig mit den beiden höchsten Auflösungen auf. Das braucht zwar viel Speicher, ist aber für die anschliessende Verwendung und Verarbeitung optimal.
Wichtig ist aber, dass man sich in der RAW-Bearbeitung gut schult und über ein gutes Bildbearbeitungs-Programm verfügt. Ich war zu Analogzeiten einmal Labor-Profi. Jetzt muss auch ich mich völlig neu in die RAW-Welt einarbeiten. Dabei mache ich mit dem Adobe Photoshop Lightroom 3 – Programm sehr gute Erfahrungen. Aber ohne intensives Bemühen geht es auch damit nicht. Kursbesuche können weiterhelfen, es sei denn, man ist ein geborener Autodidakt.
Für die, die des Französischen mächtig sind, gibt es eine gute Webseite, die im Detail erklärt, wie man vorgeht.
Das Endresultat des gezeigten Beispiels ist nicht befriedigend; aber ich denke der Autor wollte einfach an einem einzigen Bild zeigen, was alles möglich ist.
“Rien n'a autant changé la nature de l'homme que la perte de silence”.
Das RAW-Format bedingt einen wesentlich grösseren Speicherbedarf. Gleichwohl bearbeite ich meine Bilder seit Jahren fast ausschliesslich in diesem Format, weil m.E. die Vorteiloe überwiegen. So kann ich jederzeit verlustfrei zum Ursprungszustand zurückkehren oder in sw konvertieren (bei Bedarf auch hier wieder zurück). Die Dateien sind aber für elektzronische Übermittlung oder Darstellung eindeutig zu gross. In einem solchen Fall wandle ich sie dann eben in eine JPG-Datei.
Adobe versucht übrigens das Format zu standardisieren.
RAW-Verarbeitung
Nein, ich benütze nicht das Photoshop Lightroom 3 allein, schon weil ich dieses aus dem gleichen Grund wie Du erst später erworben habe. Mein professionelles Photoshop wurde zu alt für RAW-Verarbeitungen, und ich wollte die hohen Kosten für die ständigen Neuversionen vermeiden. Also benütze ich für viele einfachere Aufgaben das Photoshop Elements (gegenwärtig Versionen 8 und 9 auf zwei Pcs), aber auch das Magix Foto Premium 10. Das Lightroom 3 ist toll für ausgesprochene Profiaufgaben.
Ich wünsche Dir viel Freude.