Historische, kulturelle, soziale und politische Perspektiven der älter werdenden Gesellschaft
Interdisziplinäre Vorlesungsreihe des Zentrums für Gerontologie der Universität Zürich im Herbstsemester 2011.
Die Alterung der Gesellschaft ist ein internationales Phänomen, das aber zeitlich verschoben voranschreitet und sich je nach kulturellem, technischem, sozialem und politischem Kontext unterschiedlich manifestiert. Die Folgen der Veränderung der demografischen Zusammensetzung der Bevölkerung werden kontrovers beurteilt: Während die einen eine Zunahme an Reife oder gar Weisheit der Gesellschaft erhoffen, befürchten die anderen einen Kollaps der finanziellen, sozialen und medizinischen Versorgungssysteme sowie einen Kampf um knapper werdende Ressourcen.
Es sei die These gewagt: So wie auf individueller Ebene zunehmend eine grosse Gestaltbarkeit,
eine hohe Plastizität des Alternsprozesses festgestellt wird, sind auch gesellschaftliche Entwicklungen im Kontext des Alterns formbar. Dies setzt Phantasie, Innovations- und Kommunikationsfähigkeit anstelle von Angst vor Veränderungen und blindem Beharren auf «bewährten» Lösungen voraus. Dabei helfen Blicke über die Ränder bestehender Institutionen und wissenschaftlicher Disziplinen sowie historische und interkulturelle Vergleiche. Vielleicht gelingt es sogar, fundierte Modelle einer neuen, «älteren», aber generationengerechten Gesellschaft zu entwickeln und zu diskutieren?
Die Reihe richtet sich an die allgemeine Öffentlichkeit, besonders aber an Personen, die in einem gerontologischen Arbeitsfeld tätig sind oder tätig werden wollen, an Studierende aller Fächer sowie an alle an Altersfragen Interessierten.
Die Vorlesungen finden alle 14 Tage am Mittwoch von 18.15 – 19.45 Uhr statt.
Ort: Universität Zürich-Zentrum, Rämistrasse 71, Hörsaal KOL-F-121.
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.
Daten: 21.09. / 5.10. / 19.10. / 2.11. / 16.11. / 30.11. / 14.12.2011