Kreisspital Muri: Blick hinter die Kulissen
Ein Spital von innen ansehen, aber nicht als Patient, sondern als pudelmuntere Person. Geht das überhaupt? Normalerweise nicht, aber wenn das Team des Rüeblistamm am Werk ist, öffnen sich immer wieder entsprechende Türen.
Gleich zu Beginn: Eine grosse Überraschung!
Ein prächtiger Spätsommertag breitete sich über das Aargauische Freiamt aus, als eine interessierte Rüeblistamm-Gesellschaft von 18 Personen Richtung Muri (AG) fuhr. Pünktlich um 12.00 Uhr, so ganz nach dem Gusto des Organisators, Duri Danuser, konnte dieser die erwartungsfrohen Kolleginnen und Kollegen herzlich im Foyer des Kreisspitals Muri begrüssen. Gleich zu Beginn konnte Duri die sehr erfreuliche Mitteilung anbringen, dass die Rüeblistammgesellschaft Gastrecht geniesst. Konkret: Mittagessen, Getränke und Kaffee komplett gratis. Diese nicht unbedingt erwartete Ankündigung wurde mit einem kräftigen Applaus quittiert
Und schon ging es zur Sache, das heisst Teller fassen, am Buffet anstehen, Salat schöpfen, Menü auslesen und ab an die reservierten Plätze um den grossen Hunger zu stillen.
Herzliche Begrüssung durch den CEO
Jetzt aber Achtung! Wir waren ja nicht nach Muri gepilgert um gut und gratis zu essen, sondern um einen Spitalbetrieb, der über die Region hinaus breit verankert ist, von innen zu besichtigen. Ebenfalls pünktlich um 14.00 Uhr (Organisator Duri strahlte), erschien Herr Marco Beng, CEO des Kreisspitals Muri, um uns herzlich zu begrüssen. Und gleich ging’s los zum Rundgang. Als Einstieg wurde uns eine rund halbstündige Präsentation (per Beamer) vorgeführt. Die umfangreichen Tätigkeiten der diversen Abteilungen wurden einem da anschaulich vorgeführt. Ausserdem viele Vergleichszahlen, Organigramme usw. Vieles hat der Schreibende leider bereits wieder vergessen. Das kommt halt davon, wenn man nicht alles schön aufschreibt. Gleichwohl, nachfolgend ein paar Sätze, so quasi das Leitbild des Kreisspitals Muri:
Der Mensch steht im Mittelpunkt
Als regionales Gesundheitszentrum sorgt das Haus für die umfassende Grundversorgung von akut erkrankten und verunfallten Patientinnen und Patienten. Für das Wohl rund um die Uhr (und das während sieben Tagen in der Woche!) engagieren sich 470 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hinter jedem Kontakt, jeder Beratung und jeder Dienstleistung stehen Menschen, die sich täglich dafür einsetzen, dass man sich wohlfühlt. Das Spital Muri, welches seit Jahrzehnten zum Freiamt gehört, bürgt für eine innovative medizinische Betreuung, bei der die Persönlichkeit jedes einzelnen Patienten im Mittelpunkt steht.
Auf zum Rundgang
Dass sich der CEO persönlich unserer Gruppe annahm und durch den Spital führte, war eigentlich ebenfalls eine schöne Überraschung. Herr Marco Beng betonte aber, dass er das sehr gerne mache. Nur im Büro zu hocken sei nicht seine Sache. Der Kontakt zu Menschen aller Schattierungen sei ihm sehr wichtig und er benütze wenn immer möglich die Gelegenheit, diesen zu pflegen.
Nun ging’s im flotten Tempo die Treppen hinauf und die Treppen hinunter. Vorbei an der Dialyse-Station, der Geburtenabteilung (alle Babys waren ausgeflogen!), dann hinauf aufs Dach, wo man einen Überblick auf die diversen Spital-Gebäude werfen konnte. Ausserdem wurden die fleissigen (keine Liftbenützung!) Rüeblistämmer mit einem prächtigen Ausblick auf das Freiamt belohnt. Die Alpenkette aber war leider wegen des herbstlichen Dunstes nicht zu sehen.
Auch ein Patientenzimmer (selbstverständlich ohne einen Patienten drin) konnte einem Augenschein unterzogen werden. Natürlich wurden Herr Beng während des Rundganges auch immer wieder viele Fragen gestellt. Er zeigte sich aber auch hier absolut sattelfest
Lieber Notfallstation als Hausarzt!?
Dann noch ein kurzer Gang zur Notfallstation, welche, gemäss Angaben von Herr Beng, in den letzten Jahren stetige Zuwachszahlen verbuchen konnte. Motto: „Statt zum Hausarzt zu gehen, suche ich lieber den Notfall auf. Dort kann ein Angebot praktisch rund um die Uhr in Anspruch genommen werden“. Ob das wirklich der richtige Weg ist, um vor allem auch die jetzt schon hohen Gesundheitskosten im Rahmen zu halten, sein an dieser Stelle dahingestellt.
Nach gut 1 ½ Stunden intensiver Informationen ging’s zurück ins Restaurant. Dort bedankte sich Duri bei Herr Marco Beng für den interessanten Nachmittag, welcher uns im Spital Muri geboten wurde.
Gemütlicher Ausklang
Bei Kaffee und Kuchen, ebenfalls vom Spital gesponsert, wurde dann noch eine Zeitlang bei intensiven Gesprächen die Kameradschaft unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gepflegt. Ein interessanter Rüeblistamm-Anlass fand so seinen erfreulichen Abschluss.
Bericht: Duri Danuser, 5610 Wohlen
Fotos: Köbi Zimmermann
Es war ein überaus interessanter und informativer Rundgang. Ich bedanke mich herzlich für die Organisation und den Bericht mit den gut gelungenen Fotos.
Ganz herzlichen Dank auch
Ganz herzlichen Dank auch meinerseits fürs Organisieren, Berichten und Fotografieren dieses Anlasses. Ich hab gar nicht gewusst, dass das Spital Muri so gross ist und gleichzeitig so menschlich wirkt. Falls man mal dort eintreten müsste - die Schwellenangst wäre jedenfalls abgebaut!
Mit vielen Grüssen
Liselotte.