Es spukt
Es poltert, Türen und Fenster werden ohne menschliches Zutun aufgerissen, zugeschlagen, Möbel stürzen um und fliegen durchs Zimmer, Armknochen schweben
im Raum. – Das alles und viel mehr passierte im Hause von Melchior Joller in Stans, wie der liberale Nationalrat in einer Schrift von 1863 festhält.
Spuk gibt’s nicht, es ist Einbildung oder ein Nachbubenstreich. Das ist die gängige Meinung, besonders in intellektuellen Kreisen.
Dabei sind zwei Tatsachen längst durch die Forschung nachgewiesen:
1. Spukerscheinungen existieren
2. Auslöser sind häufig pubertierende Jugendliche (ohne dass dies ihnen bewusst wird)
Nach dem Auftauchen der ersten Erscheinungen informiert Joller die Behörden und verlässt samt Familie das Haus. Eine Dreierkommission überwacht das Haus, doch die Erscheinungen hören mit dem Wegzug der Familie auf. Die Familie kann in das Haus zurückkehren, doch die Spukgeschichten fangen wieder an. Die Familie zieht schliesslich fluchtartig weg. Von da an verschwinden die Erscheinungen, auch spätere Besitzer des Hauses bleiben unbelästigt. Das Haus, das international bekannt wurde, (es gibt auch einen Film „Spuk“) ist vor zwei Jahren abgerissen worden.
Im neunköpfigen Haushalt von Joller hatte es Personen von unterschiedlichem Alter. So darf man ruhig annehmen, dass die Spukerscheinungen von einer Person der Familie ausgegangen sind. Damit wäre der Fall gelöst.
Ernst W
3.1.12