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1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

61 Antworten [Letzter Beitrag]
5. Februar 2010 - 12:17
Hanspeter Zgraggen
Im Thead: Leben in Thailand wurde in einem Dialog verkuendet, dass man mit 1'000 Franke in der Schweiz oder im nahen Ausland Angebote finden kann:
Stimmt das??
Kennt Jemand da konkrete Beispiele??

Answers

Albert Hahn

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Hanspeter, von einer Vollpension war meiner Ansicht nach nie die Rede bei tim. Er sprach von einer Miete, was mir allerdings auch etwas gewagt erscheint. Es würde mich darum auch interessieren, wo so etwas noch möglich ist. Freundlichen Gruss dir.
Hanspeter Zgraggen

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Nun - vielleicht nicht bei Tim - aber beim Thead und dem Angebot aus Thailand: Dort solle ja in der Miete von 1000 Franken drei Mahlzeiten - ohne Getraenke - und Waesche, Reinigung sowie Benutzung der Infrastruktur inbegriffen sein: Sowas in der Schweiz oder den Nachbarlaender zu finden, duerfte meiner Meinung nach fast unmoeglich sein - und wenn - dann wuerde ich mir eine erneute Auswanderung nach Nicaragua 2x ueberlegen....
tim

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Hampi

Du solltest nicht alles aus dem Zusammenhang reissen und inexistente Sachen verteidigen.
Es ist doch alles eine Idee um Geld zu requirieren und absolut noch keine Realität, meistens kommt es anders als man denkt.
Dass es in Thailand Ausländer und Einheimische gibt die nur hinter dem Geld der "reichen" Schweizer und anderer her sind sollte doch hinlänglich bekannt sein.
Es ist sicher der falsche Weg sich auf solche Lockwerbung zu melden, ist doch Werbung wie ""Geldinstitute"" die für Einlagen hohe Gewinne versprechen.
Aufs Gratewohl dort einfach etwas zu kaufen oder mieten ist absolut falsch, wer seinen Lebensabend in Thailand verbringen möchte erkundigt sich am besten auf der Thailändischen Botschaft, oder lasse es sich eventuell von gut bekannten Thailändern zeigen und erklären.

Dass Werbung hier in Seniorweb und gerade solche undurchsichtige Werbung verboten ist solltest du als Moderator wissen, hattest du doch schon mal Werbung für deine "Urwaldmedizin" gemacht !

Vom weissen Rum schreibe ich denn ein andermal, nun erinners du dich sicher wieder dass wir uns persönlich kennen ?

Gruss ... tim
Khun Hans

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Hallo Zusammen

Es ist klar, dass ich eigentlich der Auslöser für die Diskusion war...

Ja ich biete dass, wenn jetzt alles nach Plan läuft in Thailand an. Und glaubt mir, es geht! denn ich rege mich auch auf, ab den Abzockern die nur aufs Geld aus sind!

Deswegen mein Projekt, mit meiner Frau zusammen, wir verkaufen nichts! Wir vermieten nur! Wir bieten alles Pauschal an. So weiss der Gast auch, was er bekommt, wenns nicht passt, kann jederzeit die Übung abgebrochen werden!

Wie ich auch schon auf der Homepages geschrieben habe, für die Reichen muss ich nicht schauen, die schauen für sich selbst, doch für die Leute die das ganze Leben gearbeitet haben, Kinder gross gezogen etc. und nun den Lebensabend geniessen möchten, für solche Leute sind wir da!


Ich biete lediglich ein Haus, Essen, und ich weiss es : Zufriedenheit an.


Meine Frau und ich, tragen das ganze Risiko, der Finanzierung etc.!

Es ist klar, dass es auch ein wenig Eigennutz ist:) Denn auch ich bin auf dem Wege "alt" zu werden, und das möchte ich nicht unbedingt Alleine erleben, es ist doch schön, wenn gleich Denkende zusammen den Herbst des Lebens verbringen können, und doch kann sich jeder in "Seine " vier Wände zurückziehen.

Gerne Äussere ich mich mehr dazu.

Gruss Khun Hans
"Taxi's sind wasserlöslich - wenn's regnet ist kein's da!" Zitat von Frank Sinatra †
leblanc

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

hallo hampi
ich lese gerade die neueste ausgabe des magazins "focus" und stelle fest, dass es in deutschland zehn-, wenn nicht hunderttausende personen gibt, die mit ihrer hartz IV-rente von 650 - 750 € (also in etwa 1000 chf) leben und überleben müssen und können. offensichtlich ist es auch in europa möglich mit diesen ominösen 1000 chf zu leben.
frohe nachtruhe
leblanc
Albert Hahn

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Das dürfte ein sehr harter Überlebenskampf sein lieber leblanc ! Weisst du persönlich, wie das in etwa abläuft ?
Wir können uns das nicht so richtig vorstellen.
leblanc

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

nein hanalv, das weiss ich nicht. ich beziehe mich nur auf den erwähnten artikel. da wird nicht erläutert, wie die leute überleben!
ich habe mich schon mit meiner frau besprochen, aber wir haben nicht herausgefunden, wie man mit 1000 chf in der schweiz überleben kann.
frohe nachtruhe
leblanc
Andreas Kühner

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Natürlich kann man in der Schweiz mit 1000 Franken n i c h t überleben. Sogar sterben ist teurer hier.

Aber auch in Deutschland, dem einzigen europäischen Land, das Harz IV kennt kann man das nicht, selbst dort werden Gesundheits- resp. Krankheitskosten, Mieten, Steuern etc. vom Sozialdienst, resp. Staat bezahlt für die Harz IV-empfänger. Mit den 650.00 EUR müssen die Familien Kleider und Nahrungsmittel bezahlen, was offensichtlich mehr schlecht als recht möglich ist bei den Lebenshaltungskosten dort. Ich kenne Harz IV-empfänger, die ein Auto fahren und TV schauen.
Allerdings weiss man auch, dass der Schwarzarbeitsanteil in Deutschland enorm hoch ist.

Ohren können das Gute hören, Augen das Schöne sehen, wenn das Hirn dies zulässt

Libermann (abgemeldet)

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Hallo!

In der Tat ist es ohne große Probleme möglich, mit SFR 1.000,-- in Thailand zu leben.

Auch ich war längere Zeit mit Frau und erwachsener Tochter in Pattaya, und wir haben zu dritt weniger als SFR 1.000,-- im Monat gebraucht - mit gemieteter Wohnung und jeden Tag Essen-Gehen (also nicht selber Kochen).

Dabei haben wir auch auf Thai-Food verzichtet - nicht weil es vielleicht nicht schmeckt, sondern weil wir einfach etwas "engstirnig" sind und nicht gerade etwas essen möchten, wovon wir nicht wissen, was es ist (z.B. Hund oder Katze oder Fledermaus ... ;-) ).

Allerdings sind wir auch nicht unbedingt jeden Tag in teuere Restaurants geganen (z.B. im Dusit, Bruno´s oder anderen Fünf-Sterne-Hotel-Restaurants). Wir haben ein bescheidenes Leben dort geführt.

Gerne sind wir auch bereit, unsere reichhaltigen Erfahrungen weiterzugeben, sollte daran ernsthaftes Interesse bestehen ...

Doch auch in Europa leben wir nun schon seit fast 5,5 Jahren zu viert mit unter SFR 1.000,--. Darin inbegriffen sind Strom, Gas, Wasser, Lebensmittel, Telefon (mit DSL-Internet-Flatrate) und Sprit. Haus und Grundstück haben wir unglaublich preiswert gekauft, so daß keine Mietkosten anfallen. Nach unserem Thailand-Aufenthalt kann ich sogar sagen, daß wir hier, mitten in Europa, noch um einiges preiswerter leben als in Pattaya, wo die Preise in den letzten Jahren "dank" der Urlauber aus der Ex-UDSSR (die mit Geld leichtsinnig und prahlerisch nur so um sich werfen) erheblich angezogen sind ... Wahrscheinlich liegt das aber auch daran, daß wir kein Thai sprechen. Es ist sehr hilfreich, die örtliche Landessprache zu sprechen und von den Einheimischen die verschiedenen Tricks und Kniffe zu erfahren, wo ma was preiswert bekommt.

Da wir wissen, daß es in Europa viele Menschen gibt, die Interesse an einem preiswerten Leben haben, bereiten wir gerade eine Website mit umfangreichen Erfahrungen, Tipps und Informationen vor - alles am eigenen Leib erlebt, keine Erzählungen aus Dritter Hand oder ähnliches ... Und alles kann auch jederzeit vor Ort mit unserer Anleitung "nacherlebt" werden, z.B. mit einem "Wohnen-auf-Probe" oder so. Natürlich haben wir keine finanziellen Interessen in Thailand oder sonstwo auf der Welt, wo wir gelebt haben und von wo wir unsere Erfahrungen erzählen können (also im Klartext: wir vermieten oder verkaufen weder Wohnungen noch Häuser oder Grundstücke bzw. vermitteln auch keine Hotels oder Sonstwas!).

Wir sind einfach ganz gewöhnliche Menschen, die einfach ihren Spaß daran haben, festzustellen, wie preiswert man tatsächlich in einem Land der eigenen Wahl leben kann. Es macht doch so viel Freude, auch mit weniger Geld auszukommen, denn wie heißt es ja bekanntlich: Geld, das ich nicht ausgebe, muß ich nicht verdienen ... Und Ausgeben kann ja wohl jeder, auch der Dümmste. Die Kunst ist doch (zumindest meiner Ansicht nach), auch mit geringen Ausgaben gut und bequem zu leben. Natürlich gibt es dann nicht jeden Tag Kaviar und Shrimps mit Sekt ... Allerdings denke ich, daß solche Personen, die das jeden Tag benötigen, sich auch nicht für ein preiswertes Leben interessieren dürften ...

Da ich nicht weiß, ob ich hier den Link zu dieser Webseite bekanntmachen darf, möchte ich lieber die Reaktion vom Forenbetreiber abwarten - ich möchte mich nicht in die Nesseln setzen und mich gleich zu Beginn unbeliebt machen ...


Gruß,

Thomas Libermann
Libermann (abgemeldet)

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Bezüglich des Lebens in Deutschland mit SFR 1.000,-- habe ich noch meine persönliche Erfahrung:

Als wir noch in Deutschland lebten, waren unsere Ausgaben nicht höher als eben diese SFR 1.000,-- (also für meine Frau und mich).

Klar war es nicht gerade einfach, doch wo ein Wille da auch ein Weg. Wir bekamen für unseren Unternehmensaufbau keinen Kredit (und haben beide auch keine reichen Eltern oder Verwandten), also mußten wir sehen, daß wir die Ausgaben herunterschraubten.

Na ja, und es hat geklappt. Nicht einmal unser Steuerberater konnte anfangs so recht glauben, wie unverschämt wenig Geld wir im Monat benötigten. Unser Unternehmen ist übrigens inzwischen schon seit Jahren gut am Laufen, wir haben Aufträge aus aller Welt - und dennoch versuchen wir weiterhin, einen preiswerten Lebensstil zu führen (siehe meinen vorherigen Artikel).


Gruß,

Thomas Libermann
Hanspeter Zgraggen

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Hallo Thomas:
Danke fuer Deinen interessanten Beitrag.
Leider erfahren wir nicht, wo in Europa Du mit Deiner Familie lebst.
Gruss
Hanspeter Z'graggen
Albert Hahn

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Also das würde mich auch sehr interessieren HP, bzw. Libermann!
Schönen Sonntag noch! hahnalv
etna

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Casa mia, casa mia...

grosse grosse Fantasia ???????

per Adresse Schlaraffenland scheint es ja immer noch zu geben:blush:

Doch: Schau, trau wem.......

 Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)

Elisabeth Bitterli

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Hier in der Schweiz dünkt es mich unmöglich. Allein die obligatorische Krankenversicherung kostet mich monatlich etwa 1/4 davon. - Wäre mein Haus abbezahlt, so würde die Steuerverwaltung Eigenmietwert und weiss was alles berechnen. Würde ich für Essen 250.-Fr. rechnen, so blieben noch Körper- und Zahnhygiene, ev. Apotheke, Reinigungsmittel, Strom, ganz zu schweigen von Internetanschluss und Telefon. Oh ja, und es dürfte absolut nichts passieren, denn ich könnte absolut nichts sparen.
Irgendwas k a n n hier einfach nicht stimmen!
Andreas Kühner

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Libermann schrieb:
Bezüglich des Lebens in Deutschland mit SFR 1.000,-- habe ich noch meine persönliche Erfahrung: Als wir noch in Deutschland lebten, waren unsere Ausgaben nicht höher als eben diese SFR 1.000,-- (also für meine Frau und mich). ...
Interessant wäre zu wissen:
- wann war das?
- wieviel von diesen 650.00 EUR bezhaltest Du für die Krankenkasse?
- wieviel davon musstest Du für Steuern beiseite legen?
- wieviel davon musstest Du für Wohnungsmiete oder Hypothekarzins bezahlen?
- wieviel davon waren Gebühren für Gemeindedienste: Wasser, Entsorgung, etc.?
- Was blieb für Nahrung, Kleidung, Arzt?

Ohren können das Gute hören, Augen das Schöne sehen, wenn das Hirn dies zulässt

Eribach78

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Hallo miteinander, ich lebe seit fast 3 Jahren in den Philippinen auf einer schönen Insel. Man kann hier mit Sicherheit ein angenehmes Leben führen mit einer Pension von 1000 SFR.
Ich persönlich, mit meiner jungen philippinischen Lebenspartnerin brauche etwas mehr. Meine Aufstellung der Lebenskosten pro Monat: (Kurs 1 Sfr = 42.68 Peso

Haus - Miete 12000 Peso = 281.74 Sfr
Elektrisch 1600 Peso = 37.57 Sfr
Brauchwasser 240 Peso = 5.63 Sfr
Essen mit Trinkwasser = 10000 Peso = 234.78 Sfr
Internet 999 Peso = 34.45 Sfr
Auto 5000 Peso = 117.39
Krankenkasse 9200 Peso = 216 Sfr
Gas: 400 Peso = 9.39

Total: 930.95 SFR

Was brauche ich denn mehr? Wir gehen zwischendurch sehr gut Essen in teureren Restaurants und reisen in den Philippinen herum. Dann kommen noch Hobbys wie Farming und Malen.

Zur Miete: wir wohnen in einem 4Zimmerhaus im europäischen Stil mit grosser küche und gedektem Parkplatz neben den Haus sowie einer schönen Gartenfläche.
Elekrtisch:Wir leben ohne Aircon, haben aber 4 Ventilatoren im Haus. Der Kühlschrank, die 2PCs (24 Stunden), 6 Sparleuchten, Brotbackmaschine und die Kaffeemaschine brauchen Strom.
Brauchwasser: Waschen, Abwaschen, Duschen, Toilette) chloriertes Wasser vom Werk.
Essen: Wir kaufen täglich frische Ware direkt vom Markt und NCCC (ähnlich wie Migros) Ich ziehe auch biologisches Gemüse im Garten.
Trinkwasser: Entchlortes Wasser von Aufbereitungsstellen = 160 Peso, ist in der Rubrik: Essen bereits einkalkuliert.
Internet: Von Smart über eine Antenne vom nächsten Smarttower = zwar etwas langsam, aber man kann trotzdem gut skypen.
Auto: 4 Rad, Diesel,(hat keine Steuern drauf!) mit Amortisation (5 Jahre) und Service berechnet.
Krankenkasse: Ich habe eine Deutsche Kranen und Unfallversicherung, da ich als Auslandschweizer eine schweizerische nicht haben kann (oder wenn überhaupt mehr als doppelt so teuer), Weltweit, 300 Euro Selbstbehalt. Partnerin: Philippinische Kasse, für nur in den Philippinen. Daher bei Reisen ins Ausland: Reiseversicherung.
Gas: für Gasherd mit Backofen.
Steuern: frei (Rentner zahlen keine Steuern oder sie eröffnen ein Geschäft).
Nicht berücksichtigt habe ich: 1 mal Haarschnitt = 1 Fr und 3-4 Mal Ganzkörpermassage 7 Franken 50 Rappen für eine Stunde. Sorry!
So kann man sich mit dem Rest einer normalen Rente bald einmal Land erstehen und ein Haus bauen. Wie das geht, verrate ich Euch gerne hier in einer späteren Nachricht, wenn Euch das interessiert.
Ich bin hier sehr glücklich als aktiver Rentner und Gast in diesem Land. Wäre ich in der Schweiz geblieben wäre ich im Altershein gelandet (war bereits so vorgesehen) und hätte mir das Sackgeld erbetteln müssen um mir ab und zu ein Bierchen zu leisten.
Herzlichst, Erich
leblanc

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

danke eribach für deine detaillierte aufstellung.
wir haben hier schon ähnliches für thailand gelesen. was mich eigentlich immer interessiert, ist, was ist eigentlich mit den ausgaben für kultur. wo, was und wieviel kosten denn z.b. ein klassisches konzert, eine oper, eine operette in originalsprache? gibt es literatur in deutsch zu kaufen? was kostet ein abo des tagis, der nzz, usw., usw.
denn, der mensch lebt nicht nur vom brot allein!
frohe nachtruhe
leblanc
leblanc

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

noch eine frage!
ich weiss nicht wie das heute ist. ich habe 1978 meinen runden geburtstag in cebu-city gefeiert, mit freunden und anlässlich einer geschäftsreise. damals habe ich in einem guten restaurant für eine flasche ziemlich durchschnittlichen bordeaux 200 usd bezahlt (ging damals auf spesen).
noch frohere nachtruhe
leblanc
Eribach78

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Hallo leblanc,

Danke für Dein (euer)Interesse. Zu deinen Fragen:

Kultur: Das kulturelle Leben hier findet auf einer anderen Ebene statt. Ein Theater, so wie wir es kennen, gibt es hier auf der Insel nicht. Hier würde niemand Eintritt bezahlen. Theater wird aber gespielt, und wie. Diese Events sind jedoch gratis. Das wird hier im und neben dem Capitol im Freien mit meist Hunderten von Menschen zelebriert. Während des Dezembers wird z.B. ein grosses Puppentheater mit immer wieder einer neuen Weihnachtsgeschichte 3 mal täglich aufgeführt. Der grosse Platz ist fast bei jeder Vorstellung gut besetzt. Dort werden ader auch Konzerte gegeben. Bekannte nationale Künstler und Bands zeigen da Ihr Können. Finanziert werden diese Anlässe durchwegs von Sponsoren. (Geschäftsleute, Banken) Andere klassische Darbietungen, Opern und Operetten gibt es sicher in Manila, hier auf der Insel jedoch sehr selten. Das schaut (hört) man das im gebürenfreien Fernsehen oder Radio.
Es gab mal 2 Kinos hier, die sind jedoch eingegangen. Der DVD-Markt hat sie verdrängt. Eine DVD mit Spielfilmen kostet hier legal in den Läden umgerechnet 2.50 SFR. Bei uns wären sie ilegal am Zoll, da man sie als Raubkopie ansieht. Eine bei uns legale Kopie würde hier das 12-15fache kosten. Dafür arbeitet hier ein Handlanger einen ganzen Monat(6 Tage die Woche). Hier sind die Preise dem Lohnniveau angepasst.

Zeitungen kann man auch für hier abonnieren. Nur bis sie da sind, ist es Altpapier. Da bedienen wir uns besser mit den Online-Angeboten im Internet (20 min, swissinfo, Blick, Tagi, usw.)

Wein gibt es heute mittlerweile in Warenhäusern und Lebensmittelgeschäften zu kaufen. Spitzenweine aus Europa, Südafrika und Australien kaufe ich bei "Brunos Swissstore" zu den üblichen schweizerischen Handelspreisen. Auch Servelat, Bratwurst, gutes Brot, Aromat, Schokolade, und fast alles, was das Schweizer Herz begehrt kann man hier im Laden kaufen oder anfordern. Auch die Toblerone ist überall zu haben. Die Preise sind jedoch auch da etwas höher als in der Schweiz.
Wir essen ab und zu auch gerne mal ein Fondue oder Raclette mit allem drum und dran. Das alles passt dann aber nicht mehr ins 1000er Budget.
Wir leben hier ausserordentlich gut in einer Regenwaldstadt auf einer, der vielen Inseln der Philippinen. Wir haben hier Hochkonjunktur und spüren keine Rezession. Es werden Hotels, Geschäfte und nächstes Jahr ein zweites grosses Warenhaus gebaut.
Und trotzden wird hier in dieser Stadt ausserordentlich viel für den Umweltschutz gemacht. Das verdanken wir dem jetzigen Mayor (Bürgermeister)
Herzlichst bis zum nächsten Mal,
Erich
Libermann

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Hallo akuehner,

wir lebten vor 5,5 Jahren in Deutschland, nicht weit von München.

Für die Krankenkasse bezahlte ich EUR 50,--

Für die Steuern mußte ich zum damaligen Zeitpunkt aus der privaten Kasse dank eines hervorragenden Steuerberaters nichts zur Seite legen.

Die Wohnungsmiete kostete uns EUR 99,-- (keine Hypotheken, da wir zur Miete in einem Altbau wohnten).

Es mag unglaublich klingen (doch ich kann das gerne belegen bzw. vor Ort beweisen), doch diese ohnehin sehr niedrige Miete beinhaltete die Kosten für Wasser und Entsorgung (also Müllabfuhr).

Was da noch dazu kam waren Strom und Gas, und da zahlten wir EUR 65,-- für zwei Monate.

An Arztkosten hatten wir die üblichen EUR 10,-- Praxisgebühr alle drei Monate.

Kleidung kauften wir sehr preiswert z.B. im Werksverkauf (von Freunden wurden wir nach Metzingen zum Werksverkauf von Boss und Escada mitgenommen, wo ich Anzüge für EUR 85,-- das Stück erhielt. Da nahm ich natürlich gleich mehrere Stück mit, die dann lange Jahre zum Einsatz kamen. Zum damaligen Zeitpunkt trug ich ausschließlich Anzug und Krawatte - auch im Urlaub ...). Weiße Hemden gabs für EUR 5,-- bei C & A, und hübsche Krawatten für EUR 8,-- das Stück ebenfalls dort, und Schuhe im Tack für zwischen EUR 50,-- und 65,--. Meine Frau bekam von einer sehr vermögenden Bekannten deren ein bis zwei Mal getragene Kleidung spottbillig (EUR 500,-- für 15 Röcke, 22 Blusen, drei Mäntel, fünf Kostüme, drei Hosenanzüge, zwei Schals, drei Paar Handschuhe sowie sieben Hosen). Das war alles Designerkleidung, und der Bekannten war es einfach zu schade, das alles in die Altkleidersammlung zu geben ... Diese Kleidung trägt sie heute noch, wobei auch immer wieder mal ein oder zwei Stücke in diversen Kaufhäusern zu Ausverkaufs- und anderen Sonderpreisen (EUR 5,-- bis 10,-- das stück) als "Ergänzung" dazu gekauft werden.

Doch auch im Urlaub konnten wir oft unglaublich preiswert einkaufen. So in Kalifornien und Las Vegas (übrigens, für Flug und zwei Wochen Mietwagen zahlten wir nicht einmal EUR 400,-- pro Person, für Übernachtung US$ 19,-- pro Nacht für zwei Personen, für das unglaublich umfangreiche und üppige Frühstücksbuffet US$ 3,-- pro Person inkl. Getränke wie Limonade, Wasser und Kaffee sowie Nachtisch), wo man in den Outlet-Malls Kleidung für nur wenige Dollars kaufen kann. Auch Dubai und Thailand boten manchmal gute Schnäppchen.

Für Lebensmittel brauchten wir monatlich einen Betrag um die rund EUR 150,-- (meist weniger).

Alles kann von Jedermann ähnlich nachgemacht werden - es gibt einiges an hilfreicher Literatur, die einen auch auf gute Ideen bringt und brauchbare praktische Tipps liefert (die auch wirklich anwendbar sind). Wenn man sich dann jahrelang mit diesem Thema "preiswert Leben" beschäftigt und Schritt für Schritt die Tipps diszipliniert anwendet, dann ist ein solches preiswertes Leben problemlos möglich.

Oder aber mich fragen, inzwischen habe ich einen reichhaltigen Erfahrungsschatz ... ;-)
Libermann

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Hallo noch einmal,

per eMail habe ich eine Anfrage bekommen über einige der Lebensmittelkosten, die ich aktuell habe.

Hier ein Auszug, entnommen aus einem veröffentlichten Artikel, den ich geschrieben habe:

"Die Kosten für den Lebensunterhalt sind hier - nachdem man die Insiderinformationen kennt - unglaublich niedrig. Ich traue mich sogar zu sagen, niedriger als ich das aus Paraguay, Türkei oder
Thailand erlebt habe (bei gleichem Lebensstandard). Allerdings muß ich gerechterweise zugeben, daß ich weder in Paraguay, der Türkei noch in Thailand so lage gelebt habe wie hier ...

Das Kilo Tomaten z.B. erhält man hier frisch am Markt schon ab EUR 0,20. Ein Kilo Kartoffeln sogar schon ab EUR 0,10, ein Kilo Champignons für EUR 0,40, Gewürzgurken das Kilo für EUR 0,15 und die gleiche Summe auch für Bohnen. Frischen Salat kaufen wir in der Saison für EUR 0,18 pro Kopf, Petersilie und Lauch für EUR 0,14 den Bund, Rote Beete für EUR 0,20 das Kilo, einen ganzen Kopf Sauerkraut für EUR 0,25, Äpfel bekommt man für EUR 0,18 und Birnen für EUR 0,25. Wassermelonen kosten EUR 0,20 (nicht das Kilo, sondern der ganze Kopf), der Liter Milch EUR 0,25, Käse das Kilo für EUR 2,60. Wohlgemerkt, alles frisch vom Landwirt auf dem Markt, aus biologischem Anbau! Wurst und Fleisch frisch vom Metzger (die selbe Qualität wie ich sie auch von Deutschland her kenne) erhält man schon ab EUR 2,50 das Kilo.

Apropos Markt: Wenn ich mit meiner Tochter kurz vor Marktende zum Einkaufen gehe (früher Nachmittag), dann kommt es nicht selten vor, daß ein Landwirt seine Ware einfach nicht mehr mitnimmt, sondern an Ort und Stelle liegen läßt (wahrscheinlich läuft das Geschäft trotz der unglaublich niedrigen Preise so gut, daß man sich so etwas erlauben kann ...). So kommen wir häufig zu kostenlosen Lebensmitteln aller Art ...

Ein Essen in einem erstklassigen Restaurant erhält man in hervorragender Qualität schon ab EUR 3,-- (inklusive Getränk). Ein saftiges Steak (250g) kostet EUR 6,--, und im chinesischen Restaurant speist man vorzüglich schon ab EUR 1,50.

Vom Wetter her habe ich die Jahre in denen ich hier wohne keinen nennenwerten Unterschied zum Wetter in Deutschland (ich wohnte in der nähe von München) feststellen können. Nur daß es wesentlich weniger regnet und die Sonne viel öfters scheint. Gerade der Herbst ist um ein Vielfaches "farbenfroher" durch die teilweise bis in den November hinein scheinende strahlende Sonne!

Die Immobilienpreise sind in den letzten Jahren um ein mehrfaches angestiegen, wobei man allerdings mit etwas Gespür immer noch gutes Bauland ab EUR 10,-- pro Quadratmeter finden kann.

Ladenöffnungzeiten gibt es gar keine (ich gehe öfters auch nach Mitternacht zum Einkaufen in einen riesigen Supermarkt - die Straßen sind dann wie leergefegt, und auch im Laden selbst befinden sich nur eine Handvoll Kunden. Ohne Gedränge ist der Einkaufsstreß einfach geringer. Und in der Nacht gibt es meist Sonderangebote, die ich tagsüber noch nicht gesehen habe (wie z.B. bei fast 50% der Artikel ein "kauf drei Stück und bezahl nur zwei Stück")."

So weit mein Bericht von vor einigen Monaten.

Anmerken möchte ich noch, daß es eine erdrückende Anzahl von Supermärkten gibt und dadurch bedingt auch eine unglaubliche Auswahl an Produkten.

Viele Lebensmittelmärkte gibt es, die ich aus Deutschland kenne, wie Kaufland, Aldi, Lidl, Mini-Mal, aber auch Ketten aus anderen Ländern wie z.B. Carrefour, InterMarche, Leclerc, Tesco, Leader-Price, Polo usw. Da findet man Lebensmittel aus aller herren Länder. Dort findet man nicht selten die Produkte um 30% im Preis reduziert ...

Mich fasziniert z.B. die gigantische Bier-Auswahl: Außer den bekannten deutschen Bieren (bestimmt 10 unterschiedliche Brauereien aus Deutschland sind dabei) bekommt man im Regal auch holländisches, englisches, irisches, australisches, japanisches, mexikanisches, tschechisches, lettisches, österreichisches, belgisches und sicherlich noch Bier aus anderen Ländern, die mir jetzt gar nicht einfallen. Und alles im Supermarkt um die Ecke ... Klar, der Preis ist bei diesen "Luxusprodukten" um etwa 25 bis 50% höher als im Heimatland - doch man kann sich ja auch mal ausnahmsweise etwas "Außergewöhnliches" gönnen, oder ... ???

Was mir allerdings etwas fehlt ist der Schweizer Käse (und auch der aus Frankreich). Den findet man nur in ausgewählten Lebensmittelläden, von denen ich bisher nur drei gefunden habe. Aber wenn alles perfekt wäre, dann wäre das ja das Schlaraffenland - was es allerdings bei Weitem nicht ist. Es gibt auch einiges, worüber man sich ärgern kann, bis einem der Dampf bei beiden Ohren gleichzeitig herauskommt ...

Aber dazu ein Andermal (falls das überhaupt von Interesse ist ...)!
Hanspeter Zgraggen

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Hallo Libermann:
Danke fuer den farbigen Beitrag:
Nur Eines vermiss ich nach wie vor:
Wo lebst Du denn zur Zeit und wie heistt das Wunderland? Ich tippe auf Litauen oder eines der anderen neuen Europalaender: habe ich Recht??
Hanspeter Z'graggen, Moderator
Eribach78

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Leider kommt keine Antwort von Libermann. Ich habe ihn auch per Mail nach dem Land angefragt. Keine Reaktion.

Dass es Menschen gibt die mit äusserst wenig finanziellen Mitteln versuchen bzw. versuchten über die Runden zu kommen, habe ich hier selber bisher an 2 Fällen erlebt
Ein Deutscher, der alles hier (aus eigener Schuld) verloren hatte, musste mit 20'000 Peso (ca. 500 SFr) auskommen, die ihm sein Bruder aus Deutschlsnd monatlich überwies. Das ging eher schlecht als recht. Nur seine Gesundheit litt anscheinend darunter und er verstarb 3 Monate, bevor er die Rente erhalten hätte.
Armut und Geldmangel führten zu Stress. Tägliches Herumrennen nach günstigsten Lebensmitteln erhöhte Diesen ordentlich. Zudem wollte er keine Schulden machen und nahm selten was an. Als er dann schwer krank wurde, wollten wir Europäer ihm helfen, nach Deutschland zurück zu kehren. Das lehnte er vorerst entschieden ab. Als er schliesslich einwilligte, war es dann schlussendlich zu spät. Die informierte deutsche Botschaft ignorierte unsere Meldungen vor und nach seinem Ableben.

Wichtig: Jeder Auslandschweizer sollte Gönner der Schweizerischen Rettungsflugwacht sein!!



Hier muss man alles bar bezahlen. Nur in Wahrenhäusern der Städte und den grösseren Hotels werden Kreditkarten angenommen. Man kann aber mittlerweilen an einigen Geldautomaten mit Kreditkarten Geld abheben.(Pro Tag 30'000 Peso)



Ein eigenes Heim:

Pläne erstellen durch den Architekten kosten ca 25'000 - 30'000 Peso.

Land kann man selber hier nicht erwerben. Das geht nur über einen Mietvertrag (max.25 Jahre) oder eine/n philippinische/n LebenspartnerIn. Die Preise sind sehr variabel. Hier in der Stadtnähe 1000qm umgerechnet um die 30'000 SFR.

Pläne fur ein gemauertes Haus wie bei uns erstellen lassen (Pflicht) durch einen Architekten kosten ca 25'000 - 30'000 Peso.

Ein Haus kann man jedoch dann auf dem Grundstück auf den eigenen Namen bauen und ein Wegrecht über das Grundstück in den Titel (Grundbuch) eintragen lassen. Je nach Komfort muss man mit 2 - 3 Millionen Peso rechnen(Tendenz leicht steigend).

Es kommen natürlich noch einige Zusatzkosten dazu, wie Stromanschluss, öffenlicher Wasseranschluss oder eigenes Grundwasserpumpsystem. Auch der Papierkrieg ist nicht umsonst. Wer es geschafft hat, muss in Zukunft nur noch ein paar Tausend Pesos Steuergeld der örtlichen Gemeinde abgeben.

Ich überlasse Euch das Umrechnen von Peso in SFR (via Internet), da so der momentan richtige Kurs gewählt werden kann. Beispiel: http://www.swissinfo.ch/eng/business/currency_converter.html?cid=109190
Ich bin gespannt auf etwelche Fragen.

Freundliche Grüsse von den Philippinen,

Erich
tim

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Auf Grund des letzten Posts von Eribach möchte ich bemerken:

Warum soll man durch Armut krank werden und daran Sterben, warum kommt man denn in einem fremden Land in Stress und muss sich überall die Lebensmittel zusammen suchen, ja wenn das wirklich so wäre würden die Armen austerben und das Übel der Armut auf dieser Welt wäre gelöst.

Ist es nicht einfach so dass ihr euch dem jeweiligen Land nicht anpassen könnt oder gar wollt, da möchte doch so mancher Schweizer einfach weiter auf dem hohen Ross sitzen, betrachtet einheimische Mädchen und Kinder als Freiwild (besonders in Thailand) nicht umsonst konnte man in der Presse lesen dass die Regierung schon manchen arroganten Schweizer sein "Eigenheim" aberkannt hat und dass man die dann aus dem Land gewiesen hat.
Ja da gibt es Schweizer im Ausland die sicht nicht mal scheuen ihre eigenen Landsleute zu betrügen.

Zum Glück gibt es aber auch anständigr und liebenswürdige Schweizer im Ausland und die haben dann unter diesen "andern Schweizer" zu leiden, zumindest leidet das Ansehen.

Passt euch mal dem Land an und versucht mit den Einheimischen zu leben dann seht ihr vielleicht auch wie das Leben auf dem Land ist oder sein kann ohne dass man wegen Armut sterben muss.
Je mehr Luxus die Schweizer von einem Land verlangen um so schwerer und teurer wird dort das Leben.
etna

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Ich staune lauter Bauklötze vor mich hin, beim Lesen all dieser so billigen Dinge, die Libermann überall findet und kauft und damit in Saus und Braus leben kann.
Dass er sich die Mühe nimmt, alle diese Dinge für uns auch gerade noch in Euro umzuwandeln, nützt mir zwar nichts, denn ich müsste sie ja zusätzlich noch in Franken weiter rechnen, nur sagt er nicht, in welchem Erdenfleck ich dies denn machen müsste, so ich wollte.

Einen Rat für die Freundin seiner Frau, mit all ihren Designerklamotten hätte ich auch noch. Wenn sie sie nicht mehr will, weshalb schenkt sie sie dann nicht wirklich, sondern verlangt dafür diese miserablen 500 Euro?

Kommt mir vor, als läse ich einen Cyber-Roman, sollte es dies geben, so etwas, das in alle Dimensionen Schatten wirft, nur, man kann sie trotzdem nicht fassen.

 Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)

Eribach78

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

@ Tim

Lieber Tim, in Deinen Ausführungen, könnte man fast glauben, Du seist Eifersüchtig, aber die kannst Du dann getrost ablegen. Ich habe zwar fast 33 Jahre in in der Radiobranche gearbeitet: Ein Märchenerzähler war ich aber nie.

Ich lebe nicht in Thailand. Ich lebe hier im Land der 7108 Inseln, und zwar auf der schönsten Regenwaldinsel der Welt und verbringe hier einen aktiven und abenteuerlichen Lebensabend als Rentner, statt in einem Altersheim in der Schweiz sich ab und zu ein Bierchen leisten zu können.
Ich bin nicht arm, denn ich habe eine schöne Rente. Ich lebe gut, simpel: also genügsam. Ein kleiner Teil ist für den Lebensunterhalt (siehe weiter vorne), ein anderer kleiner Teil ist für Reisen in diesem wunderschönen Archipel und der grosse Rest investiere ich für eigene Projekte hier, um die Geisel Malaria handfest zu bekämpfen mit Präventionsmassnahmen und dem Bereitstellen von neusten nicht resistenten Behandlungsmethoden. Das ist eine schöne Arbeit, die mich sehr befriedigt. Der dankbare Wiederhall der Einheimischen gibt mir auch Recht in meinem Tun.

Zu Deiner Mädchen- und Kindergeschichte: Wir Expats (Ausländer, die hier leben) werden alle zwei Monate überprüft bei der Visaverlängerung ob wir auf einer "Blacklist" oder "Watchlist" stehen oder Einträge bei den nationalen und lokelen Behörden haben. Wenn sich einer von uns ein solches Vergehen, wie Du esantönst, leisten würde, wäre er hier umgehend im Gefängnis und würde nach Verbüssung der Strafe für immer ausgewiesen. In der Schweiz ist das ja anders. Dort werden sie gehätschelt.
Wir erleben aber hier leider, dass Feriengäste aus Europa, auch Schweizer, sich hier zum Teil wie Schweine aufführen und dann wieder abhauen, bevor sie zur Rechenschaft gezogen werden können. Die machen dann uns zu schaffen!
Dass über 200 Schweizer in diesem Land hier in Frieden und angepasst leben, steht in den erwähnten Zeitungen nicht. Gerade die Schweizer Expats mag man hier besonders und hat Vertrauen durch Erfahrung.

Dass es aber Europäer gibt, die mit ihrer voll ausbezahlten Rente herkommen und sich auf dem hohen Ross grossgotzig aufführen gibt es eben auch. Manchmal verlieren sie dabei teilweise oder seltener unverschuldet alles und stehen dann buchstäblich vor dem Nichts. "Aberkannt" muss nichts werden, weil kein Expats hier Land besitzen kann. Häuser gehen sowieso an den Landbesitzer über, früher oder später.

Wenn er kein Geld mehr hat, kann er sich keine Krankenkasse mehr leisten. Er muss für Lebensmittel immer bar bezahlen. Hier gibt es keine sozialen Abgaben.
Stell Dir vor Du bist in einer solchen Situation. Arztkosten müssen auch bar bezahlt werden. Medikamente ebenso. Vor einem Spitaleintritt muss ein Expa mindestens 500 SFr Vorschuss zahlen, sonst kommst er gar nicht hinein. Notfälle, die mit der Ambulanz gebracht werden, werden bloss lebenserhaltend versorgt, bis die Einlage bezahlt ist. Visaberlängerung verpassen, weil kein Geld im Sack ist. Hättest Du da mmer noch kein Stress?
Tim, Du hast anscheinend noch nie im Ausland gelebt. Bei uns in der Schweiz leben wir im Schlaraffenland!!!! Vergiss Deine mögliche Eifersucht. Überall hat das Leben zwei Seiten.
Gruss und "nüt verunguet!"
tim

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Genau Eribach darum werde ich meinen Lebensabend nicht und nie im fernen Ausland verbringen weil es da oft an minimalsten Standardausrüstungen die in der Schweiz selbstverständlich sind fehlt obwohl einige hier im Forum das Paradies auf Erden versprechen.
Andere Länder und Inseln kenne ich zur genüge ohne dass ich da hingehen muss.
Mit Eifersucht hat das nun nicht das geringste zu tun, die Schweiz ist mein Heimatland, da fühle ich mich wohl und geborgen.
Libermann

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Hallo,

da ich zur Zeit in mehreren ziemlich zeitaufwändigen Projekten engagiert bin, habe ich nicht immer die nötige Zeit (und Muse), um zu schreiben.

Doch einige wenige merkwürdige (oder soll ich lieber sagen "giftige"?) Kommentare haben mich etwas aus der Reserve gelockt ...

Ich schließe mich Eribach in einigen seiner Ausführungen an, denn ich kann nicht verstehen, wieso man mit Eifersucht oder Neid reagieren muß, nur weil man Manches nicht nachvollziehen kann (ich meine hier nicht Tim !!!).

Jeder, der schon einmal die Gelegenheit hatte, außerhalb seines Heimatlandes zu leben, hat sicherlich feststellen können, daß es sowohl positive als auch negative Seiten gibt. Wie eben überall.

Manche verwenden das Wort Schlaraffenland. Mag sein, daß einige Ausführungen diese Assoziation hervorrufen oder diesen Anschein erwecken. Doch dies sicherlich nur deshalb, weil der jeweilige Verfasser nicht über die negativen Dinge in seinem Land schreiben möchte (was ja ohnehin nichts bringen würde), sondern sich auf die nutzbringenden, positiven Dinge konzentriert.

Wenn ich in einem Land gut und preiswert leben kann, dann heißt das noch lange nicht, daß auch alle anderen Punkte durch die Bank Positiv sind. Es gibt wahrlich genügend Sachen, die einem den Dampf aus den Ohren herausdrücken. Doch was bringt es, darüber zu berichten? Hilft das jemandem? Es geht ja schließlich um das Thema "1.000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch". Und nicht um das Thema "Welche Probleme und Schwierigkeiten gibt es in meinem Auswanderer-Land". Es heißt zwar, geteiltes Leid ist halbes Leid, doch wie schon erwähnt, das ist hier nicht das Thema ...

Ich denke, das sollte man im Auge behalten, wenn man die Beiträge verfolgt.

Daß so Manches unglaubwürdig klingen mag, liegt sicherlich daran, daß so manche Menschen sich einfach etwas schwerer tun, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken. Eine sogenannte "Vollkaskomentalität" erlaubt es solchen Menschen meist nicht, neben den Risiken auch die Chancen zu erkennen und die Schilderungen als Tatsachen zu akzeptieren.

Mir fällt da der Vergleich mit den Armbanduhren aus Asien ein, die man mitunter für ca. EUR 5,-- komplett (inkl. Batterie!) erwerben kann. Mag sein, daß die nicht lange bzw. nicht zuverlässig laufen (obwohl ich mehrere habe, die schon seit fast 10 Jahren laufen ...). Doch mir geht es hier darum, daß es immer wieder Menschen gibt, die behaupten, die komplette Uhr könne gar nicht preiswerter sein als der Preis der Batterie, wenn diese gewechselt werden muß (alleine die Batterie kostet nämlich beim Uhrmacher über EUR 5,--).

Oder Galileo ... Wollte man den nicht etwa umbringen, nur weil er etwas behauptete, das seinen Zeitgenossen damals nicht in den Kopf ging? Und das inzwischen allerdings eine selbstverständliche wissenschaftliche Tatsache ist? Sicherlich schrien auch damals Galileos Mitbürger, daß er ein Lügner, Betrüger und Scharlatan sei, oder?

Es gibt im Leben nach wie vor einfach oft Dinge, die können wir nicht immer gleich passend in unseren Schubladen im Kopf unterbringen. Doch dann zu schreien, daß das Alles Betrug und Märchenerzählerei sei ...

Und wenn man Chancen, die einem das Leben immer wieder einmal bietet, beim Schopf packt und dadurch einen Vorteil gewinnt, ist das dann nur spöttische Bemerkungen wert (doch auch Spott ist ja eine gewisse Art der Anerkennung, denn ein Spötter gibt dadurch seinem Neid und seiner Eifersucht Raum ...)? Ich spiele hier auf den merkwürdigen Kommentar bezüglich meiner Schilderung an, daß meine Frau Designer-Kleidung zu einem ziemlich niedrigen Preis bekommt ...

Ich kann mir gut vorstellen, daß so mancher von uns Auswanderern ebenfalls viel lieber in seinem Wohnzimmer gesessen wäre, vor dem Fernseher, mit Chips und Bier in der Hand, um sich berieseln zu lassen (was ja an und für sich nicht schlecht sein muß). Doch um seinen Zielen (und Träumen) näher zu kommen, war es notwendig, sich zu informieren, zu recherchieren, nachzuprüfen und zu testen. Das war ein ziemlicher Aufwand, und nicht immer mit Spaß und Freude verbunden. In meinem speziellen Fall habe ich Unmengen an Informationen über verschiedene Länder, über preiswertes Leben und damit verbundenen Dingen gekauft, gelesen und verarbeitet. Wohlgemerkt, ich habe ziemliche Summen an Geld investiert und etliches an Zeit und Mühe. Und nun, an meinem Ziel angekommen, muß ich feststellen, daß sogar die einfachsten Beschreibungen von mir nicht in den Kopf mancher Zeitgenossen zu passen scheinen ... Oder liegt es am Wollen???

Übrigens, wie es auch auf meiner inzwischen fast fertigen Website steht, biete ich jedem an, mich zu besuchen. Dann kann er sich mit eigenen Augen überzeugen, ob meine Schilderungen der Wahrheit entsprechen oder ob ich ein Träumer bin ... (über die eMail in meinem Profil kann mit mir Kontakt aufgenommen werden - jedoch bitte ich um Geduld, da ich zur Zeit wie erwähnt ziemlich viel um die Ohren habe und nicht gleich antworten kann ...).

Ach ja, noch etwas fällt mir ein: Dass jemand mit seinem Wissen auch etwas verdienen möchte - ist das nicht legitim (so lange alles im legalen Bereich stattfindet)??? Hat er nicht Zeit, Geld, Schweiss und Mühe investiert, ist Risiken eingegangen, um zu seinem Wissen zu gelangen? Steht es ihm dann nicht zu, dieses Wissen und seine Erfahrung zu Geld zu machen? Warum sollte so etwas verwerflich sein? Mit welchem Recht kann man verlangen, daß Wissen und Erfahrung kostenlos abgegeben werden müssen?

Gruß,

Thomas
Hanspeter Zgraggen

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Danke Thomas fuer den farbigen Bericht und Antworten auf Fragen von Schreibern in diesem Thema:

Gut - wie Du Dich auf den Kern des Themas besinnst - dafuer unser aller Dank.

Doch - eine und meine Frage hast Du immer nicht beantwortet:
In welchem Land Du nun wohnst;

Spanne uns bitte nicht laenger auf die Folder - den sicher bin nicht nur ich "gwunderig" geworden.

Auch Deine Gedanken zur Werbung in eigener Sache kann ich nachvollziehen:
Doch duldet seniorweb in den Foren nach wie vor diese nicht.

Doch in wenigen Tgen wird die neue Webseite aufgeschaltet:
Dort gibt es dann verschiedene neue Formen und Moeglichkeiten:
So Blog, Chat und auch Werbemoeglichkeiten fuer Private und Geberbe.

Darueber wird seniorweb an geeignet Stelle informieren.

Hier aber bin ich froh, wenn sich alle wie Du an das Thema halten und bitte Dich nochmals, das Land wo Du Dein Wirkungsfeld gefunden hast uns zu nennen.
dummy

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Hanspi,

mit 2 Klicks in Google findest Du das Land der 7108 Inseln: die Philippinen.

Warum uns Libermann den Namen des Inselstaates verheimlichen will, begreife ich allerdings nicht.
Hanspeter Zgraggen

Re:1'000 Franken Vollpension - wo gibt es das noch

Danke -liebes Dummy - aber immer bin ich es nicht:
Das Land der 7108 Inseln ist das Land von Ericbach - der hier schreibt:
Von Thomas weiss ich es noch nicht - doch vermute ich eher, dass es Eines der neune EU - Laenden sein koennte.

Guss
Hp
sylv

Ueberwintern in Thailand

Hallo Khun Hans

seit Jahren verbringe ich meine Ferien in Thailand. Da ich jetzt über mehr Zeit verfüge, möchte ich nun gerne dem grauen Winter für ca. 2 Monate entfliehen und diese Zeit in Thailand verbringen. Ihr Projekt finde ich sehr interessant und ich würde gerne mehr darüber erfahren.

Freue mich auf eine Antwort.

Gruss Sylv

 

 

Sylv
Khun Hans

Hallo Silv Melden Sie sich

Hallo Silv

 

Melden Sie sich doch direkt über die Homepages bei uns.

 

Wir waren jetzt wieder 14 Tage in Thailand und haben angefangen zu bauen.

 

Gruss Hans

"Taxi's sind wasserlöslich - wenn's regnet ist kein's da!" Zitat von Frank Sinatra †
Khun Hans

HalloFür alle die es

Hallo

Für alle die es "gwunder" nimmt, was so abgeht. Die Seite wird laufend mit neuen Bildern ausgestattet, min. einmal die Woche, also klickt zwischendurch mal rein.  Ich hänge die Bilder einfach immer unten an.

 

Gruss Khun Hans

"Taxi's sind wasserlöslich - wenn's regnet ist kein's da!" Zitat von Frank Sinatra †
Hans Jörg Klemenz

Neue Werbesendung?

aha, beginnt eine neue Werbesendung?

HJK

Meine Website

Carpe diem

Khun Hans

Wollte nur darauf hinweisen

Wollte nur darauf hinweisen das es vorwärts geht.

 

Hier ist übrigens der richtige Link, da ich in der Zwischenzeit die Seiten umgebaut habe.

 

Gruss HJ

"Taxi's sind wasserlöslich - wenn's regnet ist kein's da!" Zitat von Frank Sinatra †
iloma

Leider, leider

kommen wir da nicht ins Geschäft, denn Entli gibts bei uns auch  im Walcheweiher, ein lebendiger "wels"  ist mir sympathischer, im Wasser stehen, lässt mein Rheuma nicht zu, spinnen und weben kann ich auch hier, 7/8 Hosen können wir auch in der Schweiz tragen... Und die Moral von der Geschicht? In die Ferne schweifen lohnt sich nicht!!

 

Gruss, iloma

* * *  Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse  * * * *

 

Turner

Thailand

Jaaaa, weshalb in die Ferne schweifen wenn es in der Schweiz so gut ist? Das ganze Jahr warm und sonnig, keine Ausgaben für teure Kleider, da man mit T-Shirts, Jeans und Shorts bestens auskommt, und - last but not least - sehr günstige Lebenshaltungskosten. Man kann sich fast alles was einem Freude macht leisten. Also wenn das in der Schweiz tatsächlich so wäre, würde ich auch nicht von Thailand träumen! Und lachen kann man auch in Asien. Im übrigen: Thailand das Land des Lächelns! Wenn man nicht gerne friert und gerne gut lebt, dann ist Thailand bestimmt eine gute Wahl. Aber, liebe Iloma, Du darfst gerne in der Schweiz bleiben.

iloma

Oh, vielen Dank

da bin ich aber sooo froh. Wenn ich in Thailand wäre, würde ich vom Vater Rhein träumen und die Berge vermissen .... und sehr, sehr traurig sein... :-( 

Gruss, iloma

* * *  Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse  * * * *

 

mupli

besser in der Schweiz bleiben

Für viele Schweizer ist es halt wirklich besser wenn sie in der Schweiz bleiben.

 

 

leblanc

besser in der schweiz bleiben ?

hallo mupli,

vielleicht ist es doch besser in der schweiz zu bleiben !? gerade über dieses wochenende habe ich mir viele gedanken gemacht-auch über das auswandern in billigere destinationen. ich wohne seit 13 jahren in frankreich und das ist nicht gerade billig. allerdings kann ich mir auch ein leben mit 2000-4000 chf/monat leisten. daher muss ich nicht nach thailand. ausserdem bin ich ein wintersportfan. ich habe gehört, dass die skipisten in thailand eher selten sind - manchmal gehe ich auch mit meinen enkeln zum fussball, in thailand doch eher fehlanzeige. manchmal gehe ich auch in die oper oder in  konzerte- wäre in thailand eher etwas schwierig, pekingoper liegt mir nicht so! so hat halt jeder seine präferenzen und bleibt dann da wo es ihm wohl ist.

frohe nachtruhe

leblanc

mupli

besser in der Schweiz bleiben.....

Ja dies ist besser für Viele wenn sie in der Schweiz bleiben. In der Schweiz funktioniert alles perfekt bis auf den letzten " i -Punkt" perfekt halt.

Nun sind wir wieder für 3 Monate in der Türkei. Wie in Frankreich wird alles auch in der Türkei von Jahr zu Jahr teurer, im Rahmen zwar, aber die Preise bleiben auch hier nicht stehen. Ein sogenanntes Billigland ist die Türkei im Gegensatz zu Thailand halt nicht, dafür wird die Qualität in allem immer besser.

Inzwischen haben wir nun auch eine handvoll Handwerker in allen Alltagsdingen welche etwas von der Sache verstehen. Schwierigkeiten bereitet uns in der sachlichen Erklärung nur noch oft die türkische Sprache. Türkisch lernen nützt einem als Deutschschweizer schon etwas, aber man lernt ja eigentlich nur das sogenannte "Hochtürkisch" welches aber wegen den vielen Dialekten oftmals nicht verstanden wird.

Dazu kommt noch das Dialekt-Gemisch in unserer Gegend mit der "Jöruk-Sprache" der sesshaften und umherziehenden Nomaden in unserer Gegend.

Türkisch und Jöruk sind zwei totale verschiedene Sprachen. Aber mit jedem Jahr geht es immer besser. Und sobald man 100KM von unserem Domizil weg ist, sagten uns schon Einige, dass sie halt nur kurdisch sprechen. Glücklicherweise können viele Kurden gut englisch.

Vielleicht haben es die x-tausenden deutschen Rentner in der deutschen Türkei in der Gegend von Antalya einfacher, wo es einen deutschen Bäcker usw. gibt ? Wie in Thailand !

Und zum Schluss noch etwas zum Wetter. Seit Anfang April ist es hier sehr "nasskalt", wie normalerweise das April-Wetter in der Schweiz. Dies ist sehr unüblich für diese Jahreszeit. Auch unsere Freunde in Syrien und Israel klagen über das kalte Regenwetter. Aber die Bauern mit ihren Plantagen freuen sich.........und die Ziegen und Schafe natürlich auch. Aber denoch ist es besser wenn viele Schweizer in der perfekten Schweiz bleiben, wo jetzt über zuwenig Regen gejammert wird.

Petrus wird's schon wissen was er tut.......hoffe ich jedenfalls.

Einen schönen neuen Tag wünscht Mupli

 

 

 

 

 

 

 

 

iloma

Oh, mein Gott!

Das Paradies oder das Schlaraffenland, wo einem Milch, Honig  und die gebratenen Tauben in den Mund fliegen... wo gibt es das schon? Zufrieden muss man an einem Ort sein können, sich wohlfühlen, vielleicht sogar glücklich.  Egal wo. Für die einen stimmt dies, für die anderen das. Kein Mensch kann in die Zukunft sehen.

Es spielt wohl auch eine sehr grosse Rolle in welchem Alter, in welcher Lebensphase man sich befindet, will man eine solche Neuorientierung vornehmen. Wer aus Frust sein Land verlässt, wird ihn auch in einem anderen Land sicher nicht los. Lieber an sich selbst arbeiten, statt einfach den "Standort" wechseln.

Gruss, iloma

* * *  Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse  * * * *

 

Hans Jörg Klemenz

Auswandern - Zurückkehren

In der heutigen "NZZ am Sonntag" ein schöner Artikel zum Thema:

Zitat NZZ am Sonntag "2009 sind 26 800 Schweizer ins Ausland emigriert. Fast genauso viele aber, nämlich 22 354, haben im selben Jahr Schluss gemacht mit dem Leben in der Fremde. Rund 83 Prozent beträgt die Rückwanderer-Quote ..."

Es kann also gar nicht sooo schlecht sein in der Schweiz.

Meine Website

Carpe diem

Turner

Auswandern - Zurückkehren

Die Schweiz ist super. Jedes Mal wenn ich dort bin, fühle ich mich in den ersten Tagen pudelwohl, doch plötzlich fange ich an die Tage zu zählen, bis ich wieder nach Hause (Brasilien) fliegen kann. Leider vertrage ich das kalte Klima nach 10 Jahren Bahia nicht mehr. Meine Psyche leidet und auch meine Gelenke (vom Geldbeutel gar nicht zu reden). Ich kann mir die Schweiz finanziell schlicht nicht mehr leisten, da ich gerne gut lebe. Das sind die Gründe, weshalb ich meinen Lebensabend nicht in der Schweiz verbringen will, doch für Kurzferien im Heimatland bin ich stets mit grosser Freude zu haben. Meine Familie hat nichts dagegen - im Gegenteil. Die Kinder und Kindeskinder besuchen mich so häufig wie möglich. Langstreckenflüge stören sie gar nicht und meine Enkel können ihren Horizont erweitern. So sind alle zufrieden.

mupli

Schweizer im Ausland

Hans Jörg Klemenz schrieb:

In der heutigen "NZZ am Sonntag" ein schöner Artikel zum Thema:

Zitat NZZ am Sonntag "2009 sind 26 800 Schweizer ins Ausland emigriert. Fast genauso viele aber, nämlich 22 354, haben im selben Jahr Schluss gemacht mit dem Leben in der Fremde. Rund 83 Prozent beträgt die Rückwanderer-Quote ..."

Es kann also gar nicht sooo schlecht sein in der Schweiz.

Schlecht ist das Leben sicher nicht in der Schweiz. Praktisch alles ist bis auf das "i" Pünktli perfekt. Auwandern kann man ja auch mal für ein paar Jährchen sofern man Interesse an einer fremden Kultur hat.

Und denoch gibt es eine handvoll Schweizer Freunde und Bekannte von mir, welche sich ein Leben nach jahrzehntelanger Arbeit in der Schweiz  nicht mehr leisten können. Mit 1'500 bis 2'000 Franken im Monat behalten sie ihre Würde im Ausland. In der Schweiz wären diese aber auf Sozialhilfe angewiesen und dieser "Schmach" wollen sie sich halt nicht aussetzen, was ich persönlich gut verstehen kann.

iloma

Nur aus diesem Grund?

Nur aus diesem Grund auswandern? Nein, das verstehe ich nicht. Das ist falsche Scham. Ich kenne einen ähnlichen Fall und wirklich richtige Zufriedenheit herrscht da nicht, im Gegenteil. Da ging es auch um Würde... Hängt denn die Würde des Menschen vom Geld ab? Dem Staat helfen sparen, damit er es woanders rauswerfen kann...? Traurig...

 

 

Gruss, iloma

* * *  Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse  * * * *

 

mupli

irgendwie hast du schon recht "iloma"

iloma schrieb:

Nur aus diesem Grund auswandern? Nein, das verstehe ich nicht. Das ist falsche Scham. Ich kenne einen ähnlichen Fall und wirklich richtige Zufriedenheit herrscht da nicht, im Gegenteil. Da ging es auch um Würde... Hängt denn die Würde des Menschen vom Geld ab? Dem Staat helfen sparen, damit er es woanders rauswerfen kann...? Traurig...

 

 

Irgendwie muss ich dir schon Recht geben iloma. Falsche Scham ist es vielleicht nicht oder doch ? Denke auch, wenn jemand jahrzehntelang in der Schweiz gearbeitet und Steuern bezahlt hat, er auch ein Recht darauf hat, dort weiter zu leben. Aber eben, wenn er bei jeder Neuanschaffung das Sozialamt fragen muss ist es schon entwürdigend. Wie ich vor ein paar Tagen im TV gesehen habe, sollen 20 Prozent der Rentner in der Schweiz unter der Armutsgrenze leben und deren Anteil sei am Ansteigen.

In einem Billigland sollen sie aber nicht schlecht leben. Aber auch dort steigen die Preise jährlich vor allem, wenn sie annähernd so leben wollen wie in der Schweiz.

Schade finde ich auch, dass viele solcher Auwanderer praktisch nicht die fremde Sprache lernen und immer praktisch am gleichen Ort hocken und sich für die fremde Kultur nicht interessieren. Eine Fremdsprache zu lernen ist ja das beste Gedächnistraining.

Es wäre aber eine grosse Bereicherung im Leben auch für solche Auswanderer sich irgendwie in die fremde Kultur einzubringen. In unserem türkischen Landstrich wo wir die meiste Zeit vom Jahr verbringen, hat es auch europäische Rentner welche immer vergleichen wie es in Deutschland usw. doch sei. Na ja, entweder kann man mit diesen Dingen halt leben oder man wandert halt wieder zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

Turner

Rentendasein in einem fremden Land

Das gelobte Paradies gibt es nirgends. Nicht in Brasilien, nicht in Thailand, nicht in der Türkei und leider auch nicht in der Schweiz. Egal wo man lebt, man muss Abstriche machen. Allerdings bin ich auch der Ansicht, dass Rentner, die ein Leben lang nur die Schweiz kannten, nicht plötzlich auswandern sollten, denn das geht ziemlich sicher schief. Wenn man aber in seinem Leben schon öfters im Ausland - vorzugsweise auch in Uebersee - war, dann kann man im Alter eher beurteilen, ob man sich ein Leben ausserhalb der Schweiz zumuten kann. Ich persönlich finde es wesentlich angenehmer, seinen Lebensabend in einem sympathischen, sonnigen Land mit tiefen Lebenshaltungskosten zu verbringen, als in der Schweiz mit Hilfe des Sozialamtes. Dabei möchte ich natürlich auf keinen Fall etwas gegen diese Institution sagen, denn sie ist wichtig und für viele Leute lebensnotwendig. Dennoch: wenn es auch einen anderen Weg. gibt, dann wähle ich lieber jenen.

mupli

Kommentar

Turner da hast du völlig recht. Und auch, dass man nirgends das gelobte Land auf der Erde findet.

Überall gibt es Dinge welche einem passen oder auch nicht. Sei es in Thailand, Brasilien oder in der Türkei. Zwei unserer deutschen Freunde leben hier in der Türkei mit einer monatlichen Rente von 600 Euro. Natürlich können sie auch hier keine grossen Sprünge machen. Eine andere deutsche Rennerin (78 jährig) wo wir kennen ist im letzten Dezember wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Natürlich musste ihr in Deutschland das Sozialamt helfen. Sie hielt aber diese sozialen  Demütigungen nicht lange aus und ist seit diesem März wieder in der Türkei und will nun bis an ihr Lebensende hier bleiben. So erging es einigen unserer Freunde und Bekannten schon. Oftmals kann man sich in seinem Herkunftsland nicht mehr einleben. Bei uns ist es gut, dass wir auch noch eine Wohnung in der Schweiz haben und Angehörige und so pendeln wir mal hin-und her und sind wieder mal 2 bis 3 Monate in der Schweiz. Aber sobald wir wieder mal eine kurze Zeit in der Schweiz sind kommt Fernweh auf und zieht uns wieder weg. Die Schweiz immer mit einem anderen Land vergleichen geht eh nicht.