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Erste-Hilfe-Kurse

11 Antworten [Letzter Beitrag]
30. August 2010 - 20:54
Brigitte Poltera

Kürzlich habe ich mich als Grossmutter in einen Kurs des Drogistenverbandes eingeschlichen, der sich an junge Eltern richtete und der unter dem Thema "Wehwehchen und Bo-Bochen" angeboten wurde. Ich habe an diesem Abend so viel gelernt über den Umgang mit Verletzungen aller Art, dass mich Tochter und Schwiegertochter heute praktisch als Fachfrau anerkennen. Selbstverständlich habe ich meine Hausapotheke umgerüstet (mit verschiedenen neuen, nicht klebenden Verbänden, die ich vielleicht nie brauchen werde - umsobesser), habe den Cool-Pad sofort ins Gefrierfach gelegt (und inzwischen schon einige Male in ein Frottiertuch gewickelt auf durch einen Unfall schmerzende Gelenke gelegt), und ich weiss, dass man Brandwunden bei Kindern nicht mit ganz kaltem sondern mit etwa 15 Grad C warmem Wasser behandeln soll, usw. Der Kurs war mit 100 Müttern und Vätern voll belegt und sehr hilfreich.

Auf einer unserer letzten Ferienreisen ging es einer Frau in einem mit 40 Personen voll besetzten Bus sehr schlecht, und das mitten im Gotthard-Tunnel. Einige Leute bemühten sich um sie (alle 40 konnten das ja nicht tun), einige diskutierten über Reisepillen, Notfalltropfen, usw., mehrere waren ratlos, vor allem auch darum, weil sich die Patientin zwar vor Schmerzen krümmte, sich aber weigerte, ins nächste Spital gefahren zu werden. Ich fühlte mich hundeelend - ich hatte keine Ahnung, was man hier hätte tun können.

Ja, ich sollte wieder einmal einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen, einen für den Umgang mit älteren Menschen auf Reisen. Gewiss, ich habe einen mehrteiligen Erste-Hilfe-Kurs vor meiner Autofahrprüfung besucht - das war exakt vor fünfzig Jahren. Solche Kursangebote gibt es noch, sie brauchen viel Zeit, und es ist schwierig, an sie heranzukommen. Warum nicht ganz einfache Kurse anbieten für Senioren und für den Umgang mit Senioren, damit man von Zeit zu Zeit sein Wissen aktualisieren kann?

Answers

amara

Erste-Hilfe-Kurs

Liebe Brigitte

Auch ich suche schon lange nach einem solchen Kurs. Besteht denn nicht die
Möglichkeit z.B. mit dem Bäre-Höck in Bern einen solchen Kurs anzubieten?
Sicher würden sich viele dafür interessieren. Ich werde beim nächsten Treff,
am 8. September nachfragen. 

Liebe Grüsse amara

Gib jedem Tag die Chance, der Schönste deines Lebens zu werden. Mark Twain

rita amalin surber

Erste-Hilfe-Kurs für Ältere

brigittes vorschlag finde ich glänzend.

a) wir lernen, was es in apotheken an neuem an verbands- und anderem material gibt.

b) wir fühlen uns sicherer mit neuem wissen im notfall auch älteren beizustehen. denn da gibt es sicher dinge, die speziell zu beachten wären.

etwas was wir als erfahrene eltern mit kranken kindern ganz spontan machen nämlich unsere hände auflegen, könnte auch für uns ältere hilfreich sein. liegt ein schockzustand vor würde helfen, je eine hand eine weile leicht auf den solarplexus und die wirbelsäule auf gleicher höhe zu legen, oder an beide fusssohlen. dies unterstützt das feinstoffliche im körper.

danke, brigitte, für diesen bericht.

kornblume

So ein Kurs

würde wohl viele interessieren liebe Brigitte, mich auch da in unserem Haus ältere Leute wohnen und ich im Notfall wohl etwas hilflos wäre.

 

Liebe Grüsse

kornblume

wels

aa

 

Solche Kurse müsste es in beliebiger Menge geben, sie sind nämlich vor der Fahrprüfung obligatorisch vorgeschrieben. Ihr könnt Euch also bei einem Fahrlehrer erkundigen. Auch Samaritervereine bieten solche Kurse an und meines Wissen gibt es sie auch für Schulklassen.

Es ist schon erstaunlich, was für Verbandsmaterial es heute gibt. Ich habe es allerdings aus eigener Erfahrung kennengelernt. Auch habe ich gelernt, dass man Wunden nicht trocknen lassen sondern mit desinfizierender und hautbildender Salbe wie "Ialugen" feucht halten soll, damit sich kein Schorf (Kruste) bildet denn darunter leben die Bakterien in Saus und Braus.

Wenn sich dann sture Seniorinnen weigern, in ein Spital zu gehen, dann könnte es helfen, die einmal tüchtig anzubrüllen, damit die Botschaft auch in den tieferen Schichten des alternden bockigen Gehirns ankommt.

CaPolla

ehm, ehm

der letzte Absatz von wels, irritiert mich sehr: aa) gibt es nur sture Seniorinnen und bb) seit wann ist Brüllen eine Lösung?

Das Leben eines Menschen ist das, was seine Gedanken daraus machen. Marc Aurel
schoschanah

Notfälle bei Senioren Hilfe zur Selbsthilfe ...

Notfälle bei Senioren Hilfe zur Selbsthilfe ...

Für diejenigen die im Raum Zürich zu Hause sind. Am 28. + 29. Oktober  findet im Ambulatorium Hardau - Zürich ein solcher Kurs statt.

http://www.samariter-zuerich.ch/index.php?option=com_eventlist&Itemid=42...

kornblume

iloma

ein Brüller tut manchmal gut, so geht viel überschüssige Energie weg aber natürlich ist es nicht immer die Lösung :-) Sind Senior/innen schwerhörig und tragen den Hörapparat nicht (aus Eitelkeit oder was auch immer) wie Verwandte von mir, bringt nur noch brüllende Kommunikation etwas.

lg

kornblume

etna

Ach Gott.....

lieber wels, du hast etwas vergessen. Es gibt nicht nur bockige und sture Seniorinnen. Machte man darüber Statistik, würden es wahrscheinlich mehr Senioren sein. Nur.... von denen soll es, eben lt. Statistik, weniger geben als Seniorinnen. Und dies verfälscht oft die Beurteilungen. Die Männer "verrdrücken" sich vor den Frauen in die Ewigkeit und lassen diese dann alleine weiter wursteln, so gut sie eben noch können.

 Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)

Brigitte Poltera

Mir fehlte die Kompetenz

Zum Glück ist es mit unserer erkrankten Mitpassagierin noch gut herausgekommen: Mit Hilfe des Notfallarztes zu Hause und des Hausarztes war sie nach drei Tagen wieder fit.

Hätte ich mich kompetent gefühlt, so hätte ich ihr gesagt: "Bitte, lass dich in unser Regionalspital fahren, da wirst du sogleich optimal behandelt, das ist gut für dich, auch für deinen sehr verunsicherten Mann und für uns als Mitreisende: Wir sind dann überzeugt, das Bestmögliche für dich getan zu haben. Fehlt dir nicht viel, so bist du rasch wieder raus aus der Notfallstation und auch gleich wieder zu Hause."

Aber eben, mir fehlte das Wissen, und so habe ich mich der Meinung gebeugt, der Grund könnte eine Reisekrankheit sein, für die Notfalltropfen genügen. Pikanterweise habe ich mich mit der Patientin einen Tag zuvor noch über einen Mann unterhalten, der nach einer Feriereise an einer Lungenembolie verstorben ist. Wohl darum habe ich die Situation im Bus auch so schlecht ausgehalten.

Jedenfalls werde ich die nächste Gelegenheit ergreifen, um einen Nothelferkurs für ältere Menschen zu besuchen. Und falls ich hier Adressen dazu finde, so ist das sehr gut.

rita amalin surber

samariterkurs zürich - wie helfe ich mir selber

zur information von schoschana kann ich mitteilen, dass der kurs noch nicht sicher steht. dass es mehrheitlich darumg geht, wie frau sich selber helfen kann - und erfährt was für hilfen es geben kann (notfallruf am handgelenk). ich werde weiter darüber informieren, ob der kurs zu stande kommt. denke aber, dass er nicht wirklich bietet, was hier angesprochen wird.

rita amalin surber

samariterkurs in zürich

#6: der besagte samariterkurs in zürich wurde gestern mangels anmeldungen abgesagt.