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Der Armeebericht wurde an U.Maurer zurückgewiesen als nicht genügend. Eine verbesserte Version konnte im National- und Ständerat noch nicht diskutiert werden. Obschon es also unklar ist, auf welche Weise die bestehende Armee der neuen Zeit angepasst werden sollte, will BR Mauerer zuerst neue Kampfjets um gleich darauf sie wieder aufs Eis zu legen. Dann prescht Luftwaffen-Chef Gygax mit der Idee, Raketen-Abwehr-Lenkwaffen anzuschaffen. (Feindbild:Taliban und Co.).
Ich denke, es wäre an der Zeit, dass das VBS sich innerhalb zuerst überlegt, was jeweils veröffentlicht werden soll. Dass sich bald jede Unter-Abteilung selber in Szene setzt, nützt weder dem Volk noch der Armee.
- Noch verwegener ist der Vorschlag, dass Verteidiungsbudget in der Verfassung festzulegen. Die Idee dahinter ist wohl, dass das VBS nicht mehr um die Mittel "kämpfen" will. Es würde somit auch nicht angehalten, sorgsam mit dem Geld umzugehen.
Wie sehen wir die Entwicklung unserer Armee?
Brauchen wir eine Luftwaffen und wenn welcher Art? (Kampfflieger, Kampfhelikopter oder jeder sein Kleinflugzeug mit Pfeilbogen und Kleinlenkwaffen?
Answers
Nein..
lieber Sterngucker, das alles braucht es nicht, sondern wie es in guten alten Zeiten hiess:
"D'Lag isch ernscht, d'Kompanie fasst Zwaetschge" grinssmaili jan
auf Veränderungen reagieren.
Die Lage ist kaum zu definieren. Wer oder was könnte die Schweiz ruinieren, zerstören, auslöschen, kaputtmachen? Die Schweiz lebt, und sie verändert sich dauernd, wie alle Staaten der Welt.
Man kann versuchen, die Veränderungen zu verdrängen, am Alten festzuhalten wie die Amish-People in Amerika. Wie einige von uns Älteren: „Iich bruuch käin Kompjuter“. - „ Du hüratisch mer aber kän Katholische, kän Ussländer, kän Farbige.“ – „Miir gönd ämel immer na jede Suntig z`Chile.“ – „ Miir lönd ekäi Ussländer i dSchwiiz ine, da sind miir Härr und Mäischter.“ – „ Miir mached halt ekäi Schulde.“ – „ Miir verhungered lieber, als dass mer vu de Aarmepfläg Gält höisched.“ – „ Wär käi Arbet hätt, isch nu zfuul zum Schaffe.“ - „Die fromme Seele ahnt Gott im hehren Vaterland.“
Andere spüren, dass sich diese Inhalte allmählich überleben. Nichts mehr ist einfach und mit den bisherigen Grundsätzen zu bewältigen. Regieren braucht den Blick in die Zukunft. Weil sich aber alles immer schneller verändert, klammert man sich ans Überlieferte, Bewährte, bis man zu spät kommt und überfahren wird. Wäre es nicht an der Zeit, dass die Mitglieder jeder Regierung - ob in Land, Kanton oder Gemeinde - die Interessen der Parteien und des eigenen Geldbeutels oder des eigenen Egos zurückstellen und auf die geschehenen und möglichen Veränderungen angemessen reagieren würden?
Insofern hat BR Maurer wohl
Insofern hat BR Maurer wohl richtig gehandelt, indem er den Kauf von Flugzeugen hinausgeschoben hat. Wahrscheinlich werden uns keine Bombergeschwader angreifen (auch keine Panzerdivisionen), und auch Erdziele in unserem Land wird man kaum bekämpfen müssen.
Vorstellen kann man sich hingegen, dass irgendjemand Raketen abschiesst. Da wird man sich vorsehen müssen, auch wenn wir kein Ziel sind (wer will uns denn etwas antun?), aber Fehlschüsse wären ja möglich ("ein nicht behebbarer Fehler ist aufgetreten ...").
Kurt
Veränderungen....
Hallo Draht,
Du prognostizierst im letzten Absatz genau die Veränderungen, die etwas vom Wichtigsten wären für unser Land, das durch die Aufteilung in diese vielen diversen Kantone und Sprachregionen, sowieso schon schwer unter einen Hut zu bringen ist. Aber das ist meist so in der Schweiz. Ein wirklicher Zusammenschluss gibt es meist nur bei Katastrophen oder Feindseligkeiten (wie Kriege rundherum).
Aber das Land wäre viel stärker, im guten Sinne, wenn dies immer praktiziert würde, und nicht so sehr auf Eigenvorteile und Ergattern und Schaffen von Privilegien hin gearbeitet würde. Das zeigt sich schon an an Dingen wie z.B. an der sog. Harmonisierung der Schulabläufe. Da will jeder an seinen Ideen festhalten, der andere soll etwas ändern. Durch all die Unterschiede ist das Leben und das Land sicher interessant und bunt, aber was Bildung und Wissen anbelangt, sollte allen Jugendlichen die gleichen Möglichkeiten geboten werden. Dies nur als Beispiel, wie es mir vorschweben würde.
Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)
«Helvetia gratia Dei regitur
et confusione hominum»
So lautet ein alter Spruch. Auf deutsch: Helvetien - also die Schweiz - wird getragen von göttlicher Gnade und von der Verwirrung unter den menschlichen Geistern.
Dass in den Köpfen der Eidgenossen oftmals Verwirrung herrscht, ist somit nichts sonderlich Neues und muss uns darum weder erstaunen noch erschrecken. Auch im Alltag - Etna will ihn heldenhaft gemeistert haben - gibt es immer wieder Verwirrung, und zwar nicht nur in unseren Köpfen, sondern auch in denen, die glauben, in unserem Land etwas zu sagen zu haben.
Die Auseinandersetzungen um praktisch alle Bereiche unseres Lebens gehören zu dem, was wir gemeinhin als «Politik» bezeichnen. Dass es da nicht immer stubenrein zugeht, scheint mir mnschlich. Wenn wir uns gegenüber selber ehrlich sind, so müssen wir doch letztlich bekennen, dass auch uns das Hemd näher als der Rock ist, das heisst, dass auch wir unter Umständen nicht davor zurückschrecken, den Zufall wenn immer möglich etwas zu unseren Gunsten zu lenken.
Ich habe es schon mehr als einmal geschrieben und wiederhole es gerne: Zeigen wir mit einem Finger auf andere - Mitmenschen, Politiker, Wirtschaftskapitäne, Gewerkschaftsführer, unsere «lieben» Nachbarn und so weiter -. so zeigen wir mit drei anderen Fingern der gleichen Hand auf uns selbst zurück!
Unklare Signale aus dem "Militärdepartement"
Draht schrieb:
"Wäre es nicht an der Zeit, dass die Mitglieder jeder Regierung - ob in Land, Kanton oder Gemeinde - die Interessen der Parteien und des eigenen Geldbeutels oder des eigenen Egos zurückstellen und auf die geschehenen und möglichen Veränderungen angemessen reagieren würden?"
Da gebe ich ihm vollkommen Recht!!!
Von Giovanni:
"Ich habe es schon mehr als einmal geschrieben und wiederhole es gerne: Zeigen wir mit einem Finger auf andere - Mitmenschen, Politiker, Wirtschaftskapitäne, Gewerkschaftsführer, unsere «lieben» Nachbarn und so weiter -. so zeigen wir mit drei anderen Fingern der gleichen Hand auf uns selbst zurück! "
Auch Dir gebe ich vollkommen Recht!!!
Nur nützt es unserem Land nichts, wenn wir ob der Erkenntnis unserer Fehler unsere Häupter mit Asche bestreuen und hängen lassen.
Die direkte Demokratie benötigt den unvollkommenen Bürger der sich an den Entwicklungen an der Basis und den Entscheidungen aktiv beteiligt. Nur so können die unterschiedlichen Meinungen auf eine Aktion gerichtet werden, welche unser Land weiterbringt.
Es nutzt niemanden etwas, wenn die "Roten" gegen die "Schwarzen" oder die "Grünen"herziehen , oder umgekehrt - wir sitzen alle im gleichen Boot. Die Veränderungen sind der "Wind" welcher sich ergeben hat - aber steuern müssen wir jetzt gemeinsam.
Ideen
Wir sitzen alle im gleichen Boot wurde hier geschrieben,ja nur sollte man bedenken das alle „nur steuern „ wollen und keiner möchte noch“rudern“. Schon bekannt : Ora et Labora* Arbeiten könnte auch bedeuten richtige Grundlagen zu erforschen und untersuchen was für unser Land der richtige Weg ist.Im Sessel zu warten bis ein Vorschlag kommt und diesen zu bodigen kann doch nicht die Lösung sein.Wer nichts leistet kann natürlich auch keine Fehler machen und das betrifft leider viele.
*Leitspruch der Benediktiner
Danke für die ernsthaften Beiträge
Wenn ich so lese was ihr schreibt, kommt mir in den Sinn, dass wir ja in unserem Alter die Militärzeit schon Jahre hinter uns haben . Und "weise" - wie wir geworden sind - uns nicht mehr um die Frage kümmern wollen/können/ müssen, welche "technische" Ausrichtung die heutige Schweizerarmee haben könnte.
Wir könnten uns also mehr mit den Grundsatzfragen unserer Geselleschaft beschäftigen. Das Thema "Demokratie" von Edwin Merki hat das gut gezeigt.
Es gibt aber innerhalb der bestehenden Aufgabenliste der Armee etwas, was mir suspekt vorkommt. Nämlich, dass nicht nur der äussere "Feind wirksam bekämpft werden soll , sondern auch der "Feind im innern".
Das löst bei mir (demokratisches) Unbehagen aus .
Frage: Geht es dabei um einen "Feind", welche im Innern des Landes gegen uns kämpft ? (z.B. Abspaltung einer Bevölkerungsgruppe, welche lieber zu einem andern Land gehören würde und darum einen Kampf beginnt). Oder ist damit gemeint, dass die Armee (auf Geheiss von Konzernen) gegen streikende Arbeiter vorgehen soll, wie das in südamerikanischen Staaten vorkommt? Oder ist damit gemeint, dass mit Hilfe der Armee, die Gesinnung eines Teils der Bevölkerung zur Gefahr erklärt werden kann, was eine "Säuberung" durch die Armee rechtfertigt? Gab es solches in der Schweiz schon?
Wo steht das vom "Feind im
Wo steht das vom "Feind im Innern"?
In der Bundesverfassung Art. 58 heisst es:
"Die Armee dient der Kriegsverhinderung und trägt bei zur Erhaltung des Friedens; sie verteidigt das Land und seine Bevölkerung. Sie unterstützt die zivilen Behörden bei der Abwehr schwerwiegender Bedrohungen der inneren Sicherheit und bei der Bewältigung anderer ausserordentlicher Lagen. Das Gesetz kann weitere Aufgaben vorsehen."
Kurt
Art 58 Bundesverfassung
Danke Kurt für den korrekten Text.
Ich habe in meiner Frage die mögliche "Auslegung" des Art. 58 Bundesverfassung etwas überzeichnet vorgezogen. Ich glaube zwar, dass in der Schweiz der Aufbau einer Diktatur auf Grund der Verfassung nicht möglich sein sollte. Aber schon in vielen Staaten auf dieser Welt war genau dies schon möglich.
Zurück zur Armee: Die bestehende Milizarmee ist ein Garant, dass keine Diktatur entstehen kann. die reine Berufsarmee hingegen ist nicht gefeit gegen Umstürze. Berufssoldaten machen einfach ihr "Handwerk". Sie sind ja Angestellte. Söldner sind in grosser Zahl stets verfügbar. Einige dieser Firmen verlegten ihren "Internationalen Firmensitz" in die Schweiz.
Vielleicht sehe ich heute etwas zu schwarz. Es gibt solche Tage.
Diktaturen ...
Sterngucker: ... auf Grund der Verfassung...
Diktaturen kümmern sich einen Dreck um Verfassungen.
... Die bestehende Milizarmee ist ...
Zwar keine Garantie, aber sicher eine Erschwerung. Eine "Berufsarmee" ist ein Beginn der Diktatur, die "Wünsche" dieser Gesellschaft lassen sich nicht kontrollieren; jede Kontrollinstanz streicht die Segel vor der Gewalt.
Wer bestimmt?
Grosse Reden (Schreiben) fast kein Sinn, doch viele Früchte werden von innen faul, doch das wird gerne übersehen.Was nützen einige Flieger am Tag über unserem Land wenn ich nachts nicht mehr über die Strasse gehen kann ohne belästigt zu werden.
Verfassungen gibt es auch in Diktaturen
derf,
sie werden nur etwas anders geschrieben. Um die Bevölkerung nicht "hochkommen zu lassen" gibt es entsprechende Paragrafen und deren Auslegung:
Beispiele.
- In Russland wurde nach der "Perestrioka" eine neue "demokratische" Verfassung eingeführt. Aber es gibt noch kein Recht eine eigene Partei zu gründen oder Misstände im Land in Zeitungen öffentlich zu kritisieren. Putin sagte zu diesen Themen vor Jahren: ... Die Russen seien "noch nicht reif für eine Demokratie westlicher Prägung". Jetzt sind wieder einige Jahre vorbei und es scheint, dass das russische Volk nicht demokratie-reifer werden darf. Es werden Menschen verhaftet, welche vom verfassungsmässigen Demonstrationsrecht Gebrauch machen. Demostrationen werden per Polizeigewalt aufgelöst mit der Begründung, dass die öffentliche Sicherheit gefährdet sei. Oder es werden Schlägertrupps geschickt. Dann bleibt die Polizei zuhause. Private Zeitungen und Radiosender werden laufend behördlich geschlossen" wegen immer neuen "Verstössen". Beim Internet bleiben noch Möglichkeiten der freien Meinungsäusserung.
- Im Einparteienstaat China gelten etwas vorlaute Äusserungen staatlichen Missständen als "Verunglimpfung des Chinesischen Volkes" und werden entsprechend geanhndet.
- So werden überlebende Opfer von Minenunglücken, welche die kriminellen Machenschaften von Minenbesitzern legal beim "Volkgericht" anklagen, dort gar nicht zugelassen oder unter einem Vorwand verhaftet, damit sie gar nicht klagen können. Immerhin hat Pekinger Zentralregierung hie und da einen kriminellen Parteikader festnehmen lassen und auch verurteilt, wenn sich seine Taten nicht mehr verdunkeln liessen oder wenn die Gefahr von Volkaufständen in Minengebieten zu gross erachtet wurde.
Auch das Internet - konnte man lesen - ist der Chinesischen Regierung ein Dorn im Auge. Mit technischen und politischen Mitteln wird versucht, freie Meinungsäusserung zu unterbinden.
Hingegen hat die Regierung 800 von den besten "Hackern" im Lande eine Stelle und das Geld für gute Ausbildung geboten, wenn sie für die Regierung "Cyber-Spionage" betreiben. (In Ausländische Regierungsstellen, Firmen- und Banken, Netzwerke eindringen).
Und was macht unser eigener Geheimdienst so ?
Er erstellt Fichen von Schweizern. Z.B.: "Heiri Meier - Aplanalp - ein ehemaliges Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und "berüchtigter Leserbriefschreiber im Tagi" ist gestern hinter den "Eisernen Vorhang" gereist - ääää h - hat in Moskau die Eremitage besucht , den Kreml fotografiert und eine Postkarte an eine unbekannte Adresse verschickt."
Viele Früchte werden von innen faul
Das ist schon so. Aber das Früchtchen Schweiz, so scheint mir, ist noch nicht ganz faul im Kern, auch wenn man vielleicht nachts nicht mehr ganz unbesorgt nach Hause marschiert. Andernorts versucht man dies schon gar nicht mehr und nimmt ein Taxi. Hierzulande kann man wenigstens ein Tram, einen Bus oder die SBB zur Heimfahrt benützen, ziemlich gefahrlos, allerdings nicht ganz ohne Restrisilo. So bleibt das TV-Programm zuhause und das Taxi vom Bahnhof. Was soll's. Brauchen wir ein Flugwaffe? Vielleicht sollte man eine Kooperation mit Österreich, Schweden, Finnland anvisieren und den Eurofighter kaufen. Luftraum kann nur "grossräumig" verteidigt werden, das scheint auch dem laienhaften Militärbanausen klar. Somit sollte man auch F, D und I ins Luftraumüberwachungskonzept einbeziehen. BR Ueli will dies eher nicht. Aber die Vernunft wird schliesslich obsiegen, mit oder ohne SVP.
Rosano Verde, Zusammenarbeit
Rosano Verde: Vielleicht sollte man eine Kooperation mit ...
Nein, besser nicht. Vertrauen ist gut – kann aber auch der erste Schritt zum Reinfall sein.
Vernunft und Gewalt schliesen sich aus - mit oder ohne SVP.
... da hier von unserer Armee die Rede ist ...
News-Meldung vom 07.09.2010 11:22
Armeechef sieht Cyberwar als größte Gefahr für die Schweiz
Der Schweizer Armeechef André Blattmann hat mögliche Cyberangriffe auf die Schweiz als die „aktuell gefährlichste Bedrohung“ für das Land bezeichnet. „Wenn es jemandem gelingt, unsere Kommunikations- und Stromnetze lahmzulegen, dann müssen wir über einen Einsatz unserer Systeme gar nicht mehr diskutieren“, sagte der Armeechef in einem Interview mit dem Kundenmagazin der Supermarktkette Migros. Im Herbst vergangenen Jahres sei beispielsweise das Eidgenössische Departement des Äußeren (EDA) „mit Erfolg“ aus dem Internet angegriffen worden. Dabei sei es Unbekannten gelungen, Daten aus den internen Kommunikationsnetzwerken zu stehlen. „Das ist schon für ein Unternehmen sehr gefährlich, für eine Armee erst recht“, so Blattmann. „Wir würden an unserem Lebensnerv getroffen, wenn die Codes zur Auslösung unserer Waffensysteme in falsche Hände geraten.“
Bereits 2007 berichtete die Neue Zürcher Zeitung über der Aufbau einer eigenen Cyberwar-Einheit für die Schweiz – der Verband soll ab 2012 einsatzbereit sein. Auch die Schweiz vollzieht damit eine Entwicklung nach, die seit einigen Jahren erheblich an Dynamik gewinnt. Als kritischer Punkt in dieser Diskussion erweist sich immer mehr die Identifizierung des Angreifers und die für die sicherheitsrechtliche Behandlung erforderliche Bestimmung, ob es sich um einen Kriminellen oder den Soldaten einer nationalen Armee handelt, berichtet Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe. Denn der Cyberwarfare offeriert hier das, was in der Fachliteratur als „Plausible Deniability“ bezeichnet wird, als glaubwürdige Leugnung: Ein Militär kann jeden Angriff von zivilen Systemen aus führen und bei Aufdeckung Kriminelle beschuldigen, die dann bei den einsetzenden Ermittlungen natürlich nicht auffindbar sind.
Solange eine zuverlässige Identifizierung nicht möglich ist, lässt sich potenziellen Angreifern daher nicht drohen, weder strafrechtlich noch militärisch. Ein Problem, das Militärs weltweit erhebliche Kopfschmerzen bereitet – und zu hilflosen Reaktionen führt: Das US-Verteidigungsministerium etwa erwog unlängst das Konzept der „Active Defense“: Kann ein Cyber-Angriff nur auf ein bestimmtes Land zurückgeführt werden, muss dieses Land innerhalb einer festgelegten Zeit entweder beweisen, dass es nur zur Weiterleitung missbraucht wurde, oder, falls Cyber-Kriminelle aus dem Land agiert haben, muss es die Angreifer ausliefern. Ist das betreffende Land dazu nicht in der Lage, wird seine Unfähigkeit als feindlicher Akt gedeutet, und es darf angegriffen werden. Als der US-Senat General Keith Alexander, den Oberkommandierenden des US-Cybercommand fragte, wie er mit solchen Fällen umzugehen gedenke, wurde seine Antwort prompt als geheim eingestuft. (wst)
Quelle:
http://www.heise.de/security/
lg,
fifi49
Schon wieder ein Verwirrsignal aus dem VBS
Obschon Herr Blattmann sachlich etwas gutes für den Bürger tun wollte und die Hacker-Gefahr ein Problem für Menchen und Wirtschaft darstellt, ist doch anzumerken: Könnte man jetzt mit diesen Einzelstatements von Armeespitzen nicht einfach warten, bis der Armee-Bericht herauskommt.
Jetzt weiss man wieder nicht, was Herr Blattmann damit will oder was BR U.Maurer dazu zu sagen hat oder nicht. Was soll er Leser jetzt mit dieser Information? Eine Mauer um den PC bauen oder eine Bürgerwehr gründen, um eine Kleinkraftwerk zu beschützen? Alle Hacker einsperren?
verwirrendes vbs
fact ist: man sucht dringend einen feind !
blattmann sieht und ortet ihn im internet !
wenn das so ist, wofür braucht denn die armee panzer: um die festplatten zu zerstören ????
und wofür kampfflugzeuge: um feindliche websites zu bombardieren ????
ich glaube, es wäre langsam zeit, diese, unsere armee abzuschaffen. genau heute wäre doch ein idealer zeitpunkt!
frohe nachtruhe
flo
ich glaube, es wäre langsam zeit, unsere armee abzuschaffen...
Glauben macht seelig. Soweit sind wir nicht, zum Glück. Rund 70% unserer Stimmbürger stehen immer noch hinter der Armee, nicht ohne Vorbehalte, aber abschaffen möchte man sie dann eben doch nicht. Schliesslich sucht sie, unterstützt von der Polizei, zur Zeit nach einem Hausbesetzer im Rentneralter, der in Biel wild um sich schiesst und schon 2 Mal seinen Verfolgern entkommen ist. Ein aussichtsloses Unterfangen. In einer Woche ist er tot, Selbstmord oder in Notwehr durch die Polizei erschossen. Der Psychopath könnte aber auch Pech haben. Von Schüssen in die Beine getroffen, an weiteren Fluchtversuchen gehindert, wir er verhaftet und dem Richter zugeführt. Am Erhängen im Haftgefängnis wird ihn niemand hindern. Oder aber: Der Rentner verbringt seinen Lebensabend im Gefängnis. Ein eigenes Haus braucht er so oder so nicht mehr. Die Armee ist nützlich. Man erkennt es in Zeiten der öffentlichen Bedrohung, vor allem wenn ein Rentner Amok läuft. Rakreten und Kampfjets wurden bislang noch nicht eingesetzt, Helikoperter mit Infrarot und Wärmeerkennung allerdings schon. Zum Glück betätigen sich die Alten auch im Internet auf Seniorweb. Dazu braucht es in der Tat keinen Schutzschirm der Armee.
.. sie sind nicht zu unterschätzen ...die grauen Panther!
.. das erleben derzeit die Sondereinheiten der Polizei. Bestausgebildete, schwerbewaffnete Spezialgruppen sind vorerst noch einen "Schachzug" im Hintertreffen gegen einen wildentschlossenen Verteidiger seines Hauses. In so einem Falle, würde auch die Armee nicht helfen können. Sie würde zuerst das ganze Quartier in die Luft sprengen und dann unter den Opfern den Tärer suchen. Das nennt man in Bagdad "Erfolge mit unvermeidlichen Kollateralschäden".
Nein, Spass beiseite!
Natürlich ist die Geschichte tragisch. Ein Haus verlassen zu müssen, weil man nicht in der Lage war den Besitz zu halten, in welchem man das Leben verbracht hat. Ich hoffe, dass er einsichtig wird und sich stellt.
grauer panther
wahrscheimlich wehrt er sich gegen den, vorsorglich ausgesprochenen "fürsorglichen freiheitsentzug", aufgrund dessen man unbequeme zeitgenossen ultimativ in irgend eine klapsmühle entsorgen kann. das ist schlicht und ergeifend mittelalter. gestern oder vorgestern hat unsere bundespräsidentin in hindelbank sich bei den administrativ versorgten entschuldigt und gefordert, dass sich sowas nie mehr wiederholen kann. heute sind die entschuldigungen offenbar schon wieder vergessen! die, in der schweiz jahrzehntelang angewandte praxis, dass man missliebige verwandte einfach mit hilfe eines arztes in der klapsmühle versenken konnte ist offenbar noch immer aktuell.
frohe nachtruhe
flo
Entwicklung der Armee
Die Armee ist so zu entwickeln, dass die Entwicklung den nötigen Eindruck auf involvierte Länder macht.
Die Armee ist auch ein Bestandteil unserer Aussenpolitik und der Wahrnehmung durch andere Staaten und von sog. "Befreiungssstreitkräften".
Beweis bitte? Stuttgart ist nicht weit weg von uns und dort gibt es Leute die können die direkte Demokratie nicht richtig anwenden. rb
Direkte Demokratie
Ruedibasel schreibt:
Stuttgart ist nicht weit weg von uns und dort gibt es Leute die können die direkte Demokratie nicht richtig anwenden.
Nein, können sie nicht, weil es sie dort nicht gibt. Deshalb gehen sie auf die Strasse und wünschen sich "ein bisschen mehr Schweiz".
Modernste Festungsbewaffnung und keiner weiss es...
Das wird ein wunderbares Sujet für die Basler Fasnacht!
Die Mitglieder der Sicherheitskommission des Nationalsrates wurden druch die Berichterstattung des SV über die modernen Bunker mit Infrarot-Granatwerfern zur automatischen zerstörung von Panzern, ziemlich überrascht. Darunter die NR Schlüer ZH und Frick SZ. Also wussten es nur die Rüstungsbeschaffer der Armee und natürlich auch die italienischen Mineure, welche die Kavernen gebaut haben. Dazu wissen es die monteure der Lieferfirmen und wahrscheinlich sämtliche Geheimdienste der Welt ausser dem Unsrigen.
Noch zum Abbruch alter Festungsstellungen aus dem 2. Weltkrieg. Die kann man ruhig stehen lassen. Alte Burgen mit ihren Mauern lässt man ja auch stehen.
Infrarot-Granatwerfer
Die kommen doch wie gerufen, denn wie sollten die 400 neuestens aufgefundenen Panzer sonst „entsorgt“ werden?
Militärstrategen unter sich...
Ueli Maurer hat es nicht leicht. Vermutlich hat er erkannt, dass seine Vorgänger, alle SVP, ihr Departement suboptimal bewirtschaftet haben. Man sollte das Militärdepartement nicht unterschätzen, obwohl es heute relativ harmlos VBS genannt wird, Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. Mit all den (mehr oder weniger übeflüssigen) Luftschutzkellern, dort wo wir den Wein lagern, und den sporadisch grandiosen Leistungen unserer Sportler (Roger Federer ist im Fernen Osten ein Halbgott), liesse sich noch leben. Aber eben der Teufel liegt bei der Verteidigung, weil wir nicht mehr so genau wissen, was wir verteidigen wollen. Selbst das Bankgeheimnis hat der vielgescholtene BR Merz ganz ohne Waffengewalt mittels bilateralen Verträgen verteidigt, heute in London, morgen in Berlin und übermorgen in der ganzen Welt. Auch die Franzosen brauchen Geld, jeden Tag etwas mehr, dank Rente 62. Wie also müsste eine zeitgemässe Verteidigungsstrategie aussehen, bzw. gegen wen müssen wir uns schützen? Ich denke es sind drei grössere Gefahrenpotentiale, die nur mir der Armee in den Griff zu nehmen sind: 1. Terroristische Bedrohung, 2. Schutz von internationalen Veranstaltungen ( WEF, Frankophonie Gipfel etc.) sowie 3. Verstärkung der Polizei bei "inneren Unruhen". Das sollte mit 80,000 "Wehrplichtigen" zu machen sein. Zweifellos müsste eine solche Armee radikal anders aussehen und vermutlich bessere Waffen und weniger Milizsoldaten in ihrem Etat führen. Daran wird man noch lange beissen. Der Biss in den Tisch wird es allerdings nicht richten.
4. Die wichtigste
aufgabe der armee ist das pistenstampfen vor skirennen.
Pistenstampfen
Man kann es der Kategorie "internationale Veranstaltungen" zuordnen. Die Gebirgstruppen stärken ihre Waden und atmen frische Luft. Finde ich eigentlich gar nicht so schlimm. Auch der Materialaufwand ist relativ gering. Ohne Armeeeinsatz wäre wohl die Durchführung des Lauberhornrennens kaum möglich (weil zu teuer). Und davon lebt eine ganze Region, Wengen auf jeden Fall. Scheint mir ein durchaus sinnvoller "Finanzausgleich" für ein (nicht mehr ganz) armes Berggebiet.
wer zahlt das Pistenstampfen?
Rosano sagt, ohne die Mithilfe der Armee wäre das Lauberhorn zu teuer. (dies gilt auch für den Aufbau für das Eidgenössischen Schwingfest). Aber wenn diese Einsätze von WK-Soldaten mittels Ersatzordnung (EO) entlöhnt werden, so sind die Kosten fast nicht zu eruieren. Denn jeder der dort Tribünen auf- und abbaut, hat einen anderen EO-Ansatz. Und diese Kosten trägt der Bund zu 80%. Die meisten Arbeitgeber geben aber ihren Arbeitnehmenrn die restlichen 20% freiwillig.
Fazit: Die Veranstalter von Grossanlässen dürften meiner Meinung nach einen Gewinn erst ausweisen, wenn sie die Kosten für den Militäreinsatz in ihrer Rechnung miteinbezogen haben. Sonst ist die Buchhaltung "verfällscht". Aber immerhin machen die Soldaten etwas Nützliches in dieser Zeit.