Hinweise und Diskussionen über altersrelevante Anliegen, Projekte und Initiativen sowie Kooperationen mit lokalen, kantonalen und nationalen Alters-Organisationen.
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Beim Durchforsten der diversen Altersthemen bin ich wieder einmal am Titel des Threads" Alt werden ist ein herrliches Ding", hängen geblieben und ich frage mich zum wiederholten Male, weshalb hier die "Konversation" abgebrochen ist, was die Aussage des Titels anbelangt.
Herrlich würde ich das Alterwerden zwar nicht herade bezeichnen, aber es hat durchaus auch viele Vorteile, nicht mehr so ganz jung zu sein. Das schwierigste überhaupt ist, meines Erachtens, zu definieren, wann Alter wirklich anfängt. Dies dürfte, wie vieles auch, personenabhängig sein, da sind sicher fast alle der gleichen Ansicht.
Aber wo fängt denn nun diese Herrlichkeit an? Weiss das jemand? Ich meine da nicht nur die Alltäglichkeiten, die man meistens anführt, was Arbeit und ähnliche Situationen betrifft. Hat da jemand eigene Erfahrungen machen können?
Answers
Dein Alter fängt dann an,
Dein Alter fängt dann an, wenn Du Dich alt fühlst.
Kurt
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Nicht nach dem Anfang des Alters lautete meine Frage, jedoch nach dem "Anfang der Herrlichkeitdes Alters!"
Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)
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Gibt es eine Herrlichkeit des Alters? Ist sie begrenzt?
Genau genommen haben wir ja in jeder Lebensphase "ein Alter", auch in der Kindheit und Jugend.
Immer wieder gibt es Momente der Herrlichkeit, doch sie halten nicht an. Sie kommen und gehen. Sie lassen sich nicht halten.
Ich glaube nicht, dass die Frage so beantwortet werden kann. Weil nichts bleibt. Was heute ist, kann morgen wieder ganz anders sein.
Es ist doch einfach
Nicht nach dem Anfang des Alters lautete meine Frage, jedoch nach dem "Anfang der Herrlichkeitdes Alters!"
etna, die Herrlichkeit des Alters fängt an, wenn man alt und trotzdem noch gesund ist.
Ich denke........
da gäbe e noch viel mehr als nur die Gesundheit. Aber das sind meist so kleine Kleinigkeiten, dass man sie meist gar nicht wahrnimmt als Herrlichkeiten. Ich habe vor einiger Zeit angefangen, mich zu achten, was ich für mich als herrlich empfinde. Und ich muss sagen, dass ist eine ganze Menge, auch wenn von anderer Seite darüber gelacht würde, wollte ich eine solche "Liste" aufstellen. Dennoch es wäre wertvoll für jeden einzelnen Menschen ganz nur für ihn allein.
Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)
Da hast Du Recht
etna, natürlich haben wir alle im Stillen solche "Listen" von Herrlichkeiten! Nur denke ich, dass ich sie besser wahrnehme und geniessen kann, solange mein Körper mitmacht und die Boboli nicht Überhand nehmen und ich mich nicht ausschliesslich um sie kümmern muss.
Das stimmt..........
dummy, aber gerade für die Zeit der "Boboli" sind diese Herrlichkeiten sehr oft Trost und Ansporn, sich für das zu wehren, was noch da ist, es als Belohnung zu sehen, als "Schleckstenge"l für den inneren Menschen, während der äussere Körper blokierter ist als früher.
Si on n'a pas ce qu'on aime, on doit aimer ce qu'on a!
Auch wenn es nicht immer einfach ist und man oft dasteht, wie vor einer Hürde, die man meint, nicht überwinden zu können.
Freut Euch des Lebens...................
Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)
Herrlichkeit im Alter
Eben las ich eine Antwort auf einen Leserbrief in unserer Tageszeitung, der sich in etwa auf die Herrlichkeit im Alter bezieht. Da schreibt eine junge Frau, wie ein männlicher Senior ihre kleine Tochter unsanft und unter wüstem Schelten im Bus zur Seite geschoben hat, um vor ihr aussteigen zu können. Eine weibliche Seniorin entschuldigte sich heute für all die alten Leute im Bus, die immer meckern, sich bein Ein- und Aussteigen stets vordrängeln würden, um ja zuerst einen Platz zu ergattern und auch zuerst wieder draussen zu sein. Sie schreibt: "Aufruf an alle Mitsenioren, wir sind doch pensioniert und haben Zeit, alles ein weniger gemütlicher anzugehen!"
Ich frage mich schon, warum diese hässigen und rechthaberischen alten Menschen gerne und hauptsächlich dann und dort anzutreffen sind, wo ein Gedränge ist. Auf meinen ruhigen Waldspaziergängen treffe ich auf friedliche und zufriedene Senioren, die ihre Zeit und auch die stille Natur noch geniessen können. Das ist für mich die gewonnene Herrlichkeit im Alter. Man muss sie eben auch sehen wollen und sie leben und nicht am falschen Ort suchen, und ihren Frust an unschuldigen Nachkommen ausleben. Sie würden besser in einem Wald an einen Baum ginggen und so abreagieren. Langmut und Zeit, das ist heute vielen Senioren fremd geworden. Man sieht es doch auch hier im Forum, wo viel zu oft gemeckert wird und viel zu viel Unzufriedenheit herrscht.
aa
Diese Schreibefrau ist offenbar der Meinung, dass die sich vordrängenden Jungen Anspruch auf die Sitzplätze haben. Da müssen halt die Alten nachziehen und ebenfalls drängeln.
Ich kann mir das auch so vorstellen :
Wenn man älter wird, wird man ängstlicher. Man hat Angst, in den _Bus oder die Straßenbahn nicht mehr reinzukommen oder nicht mehr raus. Und je älter man wird, usw. Und wer im Wald spazieren geht, ist freilich ruhig und zufrieden, muß er ja vor nichts bange sein.
Vordrängeln tun sich in Winterthur
eigentlich die Jungen, sehr wenig die Alten, schon allein, weil sie es gar nicht mehr können. Ausserdem ist es für alle viel sicherer, wenn die Älteren, meistens auch unsicher auf den Beinen, so schnell wie möglich einen Sitzplatz haben. Genau so wie kleine Kinder, welche sich nirgends mehr halten können.
Aber das ist ja nicht die Frage von etna. Im Moment sehe ich für mich zwei Herrlichkeiten: erstens, dass ich trotz Boboli noch die Fähigkeit habe mich über vieles zu freuen, eigentlich fast mehr als früher. Todernst war gestern.
Zweitens, heute kann ich nett und frendlich zu männlichen Unbekannten sein, ohne dass sie sich falsche Hoffnungen oder Ängste (??) machen müssen. Das ist eigentlich etwas sehr Befreiendes und denke mir immer, ach ist es schön alt und grau zu sein. Jetzt erlebe ich Nettigkeiten, Freundlichkeiten vom anderen Geschlecht ganz anders, einfach echt und ungekünstelt, einfach, weil ohne "Hintergedanken".
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *
lange Pause
Als noch nicht AHV-fähiger Jungspund - Jg 1948 - freuen mich obige Beiträge sehr. Sie spiegeln oftmals Gelassenheit aus. GELASSENHEIT ist auch etwas, das ich im zunehmendem Masse spüre und sie bewusst wahrnehme und geniesse. Je länger je mehr bin ich dem MOMENT "verpflichtet" und lasse die Fünfe gerade sein. Wenn "man" sich bewusst wird, dass "man" niemandem mehr "verpflichtet" ist, so ist das sehr befreiend - obwohl ich meine, auch bis anhin ein recht freies Leben geführt zu haben.
en herzliche Gruess, Rolf
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ja genau Rolf...
...und deshalb kann man auch ein Kleinkind, das sich zum Ausgang drängelt mit Gelassenheit begegnen und es grosszügig vorlassen. Es ging im Leserbrif um ein Kleinkind, das noch im "Aufbau" der Erziehung ist. Exgüsi iloma, wenn das nicht die richtigen Antworten auf Etnas Frage sind.
Nimm bitte meine
Worte, liebe Zwirbel, (keine Kritik, masse ich mir nicht an) nicht sooo ernst. Mir fehlen halt manchmal die "richtigen" Worte. War mehr so als Einleitung zu etnas Frage gedacht.
Aber beim Nachlesen fiel mir etwas auf: Wie meinst du das mit den hässigen Menschen (Senioren). Solche Menschen trifft man doch bei allen Generationen. Wenn man mir sagt: "Alti gang doch hei..." wenn ich höflich darum bitte, vorbeigehen zu dürfen. Ist das nun freundlich? Mir begegnen sowohl freundliche Alte und Junge, als auch hässige, unfreundliche Alte und Junge. Das ist doch mehr Charaktersache, als eine Frage des Alters.
Was mir noch so einfiel beim Spaziergang: Wenn ich manchmal realisiere, dass ich heute gelassener mit meinen Enkeln umgehe oder mich über Kleinigkeiten freuen kann, dann spielt bei mir im Hinterkopf noch ein anderer Gedanke mit: Genau heute, genau jetzt, könnte ja mein letzter Tag sein, da lohnt es sich frohgelaunt dort anzukommen, egal ob unten oder oben... ;-) (wer weiss wer mir dort begegnet... die erste Liebe vielleicht...)
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *
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da lohnt es sich frohgelaunt dort anzukommen, egal ob unten oder oben... ;-) (wer weiss wer mir dort begegnet... die erste Liebe vielleicht...)
Diese Worte, iloma, tun der Seele gut. Jetzt auch meiner.
Wusst ich's doch
Kaninchen... gross, blond, blaue Augen... stimmts? Bei mir auch, aber es ist ein anderer... zum Glück ;-)))
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *
Die Gedanken,
die mein Alter glücklich machen, sind groß, braun und grünäugig. Auch wenn es nur Gedanken sind und es kein Happy End gab, die Erinnerungen sind schön im Alter - was heißt Alter, man ist ja noch mittendrin im Leben, erlebt immer noch schöne Stunden - aber ich möchte sie nicht missen. Ich kann sogar herzhaft vor mich hinlachen, manchmal, wenn ich dran denke, und grade heute abend denke ich besonders viel. Das liegt an Deiner oben zitierten Bemerkung, liebe iloma. Fast tun mir die Menschen leid, denen solche Erinnerungen fehlen.
So kann man sich täuschen
ich dachte in deinem Fall "meer" an "weisse Möve flieg' nach Helgoland..."
Was diese Erinnerungen anbelangt, denke ich heute auch so. Das war jedoch nicht immer so. Erst schmerzt es und viele Jahre danch werden es zu schönen Erinnerungen. Das ist auch so ein Punkt, was einem das Alter vielleicht nicht gerade als herrlich erscheinen lässt, aber doch irgendwie als schön und als Bereicherung. Was dir jetzt geschehen ist, ging mir vor einiger Zeit auch so. Plötzlich kommt so viel Vergrabenes ans Tageslicht, was einen ganz schön durcheinander bringen kann. Aber eben, doch sehr schön. Vielleicht wird man sensibler, ob herrlich oder nicht herrlich, ist eine Frage der Interpretation. Eine Kollegin meinte kürzlich dazu, das sei nichts anderes, als pure "Gefühlsduselei..."
Schöne Träume, kaninchen,
LG, iloma
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *