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QWERTZUIOPÜ
Geheimcode von Fort Knox, wo alles Gold lagert? Hab ich doch schon mal gesehen? Aber wo? – Ja, es ist die erste Buchstabenzeile auf der Tastatur der Schreibmaschine, des Computers. Jetzt, da die Meldung kommt, die letzte Fabrik mechanischer Schreibmaschinen habe ihre Tore geschlossen (NZZ am Sonntag, 22.5.2011), ist der geeignete Anlass, einen Blick zurück zu werfen – nein, nicht auf die Geschichte der Schreibmaschine, die wäre zu umfangreich, sondern nur auf die der Tastatur. Woher kommt die merkwürdige Anordnung der Buchstaben? Wer hat’s erfunden? Diese Frage ist fast die einzige, die klar beantwortet werden kann. Der Rest sind Mutmassungen, Behauptungen, die oft leicht zu widerlegen sind.
In der Geschichte der Schreibmaschine gibt es viele Erfindungen, so dass es nicht einfach ist, einen bestimmten Erfinder zu benennen. Die Schreibmaschine, wie wir sie heute kennen, oder besser sagt man wohl kannten, ist von der USA-Waffenfabrik Remington entwickelt worden. Waren bisher die Tastaturen alphabetisch angeordnet, so rangierte 1868 Christopher Latham Sholes die Buchstaben nach ergonomischen und mechanischen Gesichtspunkten. Ergonomisch bedeutet, den menschlichen Bedürfnissen angepasst. Die häufigsten Buchstaben sollten rasch zu erreichen sein. Mechanisch musste darauf geachtet werden, dass häufig aufeinanderfolgende Buchstaben wie (im Englischen HR, TH oder ND) nicht auf nah beieinander liegende Typenhebel kamen, weil diese sich beim schnellen Schreiben oft verhakten.
Soweit die „offizielle Geschichtsschreibung“. Einige Zweifel sind doch angebracht. Eine gute Ergonomie würde bedeuten, dass die Lage der häufigsten Buchstaben den für das Schreiben wichtigsten Fingern, Zeigefinger , Mittelfinger und Ringfinger, angepasst wären. Es stellt sich auch die Frage, ob es 1868 schon Untersuchungen über die Häufigkeit der Buchstaben gab. Heute lautet die Häufigkeitsfolge (Englisch): E,T,A,O, I,N,S. Man lege beide Hände auf die Computertastatur. Sind diese Buchstaben ohne Verschieben der Hand zu erreichen (as echte Ergonomie bedeuten würde.)? Kaum, jedenfalls nicht bei rascher Schreibweise. Zudem müsste ja für jede andere Sprache eine neue Anordnung getroffen werden, da andere Häufigkeiten vorliegen. Im Deutschen z.B: E,N,I,S,R,A. Tatsächlich unterscheidet sich die deutsche von der englischen Tastatur nur in einem Punkt, das Y wurde durch das Z ersetzt, das im Deutschen häufiger ist als im Englischen. – Die Reihenfolge der Buchstabe in der zweiten Zeile lautet: F,G,H,J,K,L,, ist also alphabetisch, was nicht auf Ergonomie schliessen lässt.
Ein weiterer Vorbehalt gegen die Anordnung von Sholes lautet: 60 Prozent der Zeichen müssen mit der linken Hand geschrieben werden, während die meisten Menschen doch Rechtshänder sind. Die Behauptung, er habe die Zeichen in der ersten Reihe so angeordnet, dass das Wort typewriter (Deutsch: Schreibmaschine) drin liege, ist eine Vermutung, kann aber nicht verifiziert werden.
Es hat auch nicht an Verbesserungsvorschlägen gefehlt, verschiedenfarbig Tasten z.B. sollten anzeigen, welcher Finger zu benützen sei. Mit wirklich ergonomisch angeordneten Tastaturen wurden nach kurzer Einübungszeit denn auch höhere Schreibgeschwindigkeiten erzielt. Vor Jahrzehnten hat die Firma Paillard, Produzentin der „Hermes“ Schreibmaschine, mit der herkömmlichen Tastatur Schnellschreiben mit erstaunlichem Tempo vorgeführt. Allerdings wurde gemunkelt, die Sätze seien so konstruiert, dass abwechslungsweise die Finger der linken und die rechten Hand zum Einsatz kämen, was natürlich eine höhere Geschwindigkeit erlaubte.
Letztlich konnte sich aber kein Änderungsvorschlag durchsetzen. Die Anordnung von Sholes war zu weit verbreitet und damit Standard geworden. Und so schreiben wir heute, wenn auch nicht mehr ,mit der Schreibmaschine sondern mit dem Computer, aber immer noch mit seiner Buchstabenverteilung von 1868, obwohl sie nicht optimal ist. Sholes ist zweifellos der Erfinder, aber über die Beweggründe für die Anordnung kann man nur spekulieren.
Ernst Wolfer
22.5.11
Answers
eigene Tastatur
Der Computer sollte es eigentlich jedermann erlauben, sich seine eigene Tastatur zu konstruieren.
Kurt
Drücke ich bei meinem Laptop
Drücke ich bei meinem Laptop auf die Z schreibt sich ein Y und umgekehrt. Mit meinen kleinen Finger der linken Hand kann ich auch die öüä finden, auf der Tastatur sind allerdings ganz andere Zeichen abgebildet. Alle sich im Bereich vom linken Kleinfinger befindenden Tasten stimmen überhaupt nicht überein mit dem was tatsächlich sozusagen anschlägt. Ich habe mich daran gewöhnt, meine erste Schreibmaschine war eine Olivetti in Florenz, später kam ich eine deutsche Tastatur vorgesetzt obwohl ich vorwiegend italienisch schreiben musste, heute habe ich eine, weiss ich was englisch/portugiesische Tastatur, die deutsch angepasst wurde. Von fliessend schreiben keine Spur.
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Liebe Elsamaria,
die Misere mit der Olivetti kenne ich von früher auch! Aber das ist ja längst vorbei. Bei mir passiert aber immer wieder, dass ich meine, einen Buchstaben angeschlagen zu haben, und wenn ich nachlese, dann hat derjenige nebendran getippt. Und manchmal passiert es sogar, dass ich nachprüfe, alles richtig stelle, und dass dann der geschriebene Text trotzdem ankommt, als wäre er nicht korrigiert worden. Ich finde das äusserst mühsam, denn es verurteilt zum ziemlich langsamen Schreiben. Ich habe beim Tastatureinstellen schon etliche Stellungen und Geschwindigkeiten ausprobiert, ohne Erfolg.
Weiss jemand dazu einen Rat?
PS Wenn ich schnell schreibe, werden einfach immer wieder Buchstaben ausgelassen.
Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)
Y bzw Z bzw Y
@elsamaria: Dein Problem bzw. das Deines Laptops ist folgendes: die Tastatur ist auf "USA/englisch" eingestellt, während Du gern "Deutsch" schreiben würdest. In den USA ist das "Y" sehr häufig, weshalb es unter dem "Z" platziert ist. Suche doch jemand in Deiner Umgebung - vielleicht jemand aus einer Computeria? - schildere das Problem und die Person wird Dir einfach und schnell die entsprechende Umstellung in der "Steuerung" vornehmen können. Dann würde für Dich die Schreibwelt wieder stimmen.
PS: es gibt "Deutsch" für Deutschland - es gibt "Deutsch Schweiz", dann sind die éèà usw auch gleich richtig. Dies alles, sofern Du die korrekt angeschriebene Tastatur hast. Beim Laptop lässt sich das ja nicht austauschen - beim Desktop PC oder MAC kannst Du eine korrekte Tastatur gemäss Deinen Bedürnissen kaufen/austauschen.
Viel Erfolg!
Grüessli, Rolf
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tastatur
danke Rolf für deinen Beitrag. Zum Glück weiss mein linker Kleinfinger inzwischen ziemlich gut wo er die öäü findet. Ausrufzeichen und ähnliches suche ich oder lasse sie einfach weg. Meine Schreibereien sind so oder so fehlerhaft. Deinen Ratschlag werde ich dann beim nächsten Kauf zu Herzen nehmen. Eine Computeriea? Keine Ahnung ob es so etwas gibt hier in der Nähe. Also dann, qwertzuiopü!
Tastaturlayout
Hallo Elsamaria,
du kannst deine Tastatur über die Systemsteuerung, Regions- und Sprachoptionen richtig einstellen. Auf dem Reiter Sprachen findest du unter Textdienste und Eingabesprachen die Schaltfläche Details. Wenn du dort klickst, kannst du die Sprache Schweiz (Deutsch) hinzufügen, falls sie nicht vorhanden ist. Falls die Sprache installiert ist, musst du sie als Standart-Eingabegebietsschema definieren.
Ich nehme jetzt einmal an, du hast eine Tastatur mit einem Schweizerdeutschen Tastaturlayout.
Computeria
danke Rolf für deinen Beitrag. Zum Glück weiss mein linker Kleinfinger inzwischen ziemlich gut wo er die öäü findet. Ausrufzeichen und ähnliches suche ich oder lasse sie einfach weg. Meine Schreibereien sind so oder so fehlerhaft. Deinen Ratschlag werde ich dann beim nächsten Kauf zu Herzen nehmen. Eine Computeriea? Keine Ahnung ob es so etwas gibt hier in der Nähe. Also dann, qwertzuiopü!
Hallo elasamaria, ja das ist alles nicht mehr so, wie es früher einmal war... . Es ist und bleibt ein ewiges Suchen. Was solls? Du hast es richtig erkannt, es ist einfach wirklich egal. ..., so irgendwann im Laufe des Lebens. Ob deine Schreibereien so oder so fehlerhaft sind, bleibe dahingestellt, mir ist noch nicht Derartiges aufgefallen. Vielleicht, weil du dich so selten meldest? Und wenn auch "fehlerhaft" (?), egal... was solls. Entscheidend ist doch die Aussage...
Ihr habt noch keine Computeria? Dann mach' eine auf! Beziehungsweise, suche nach "Gleichgesinnten". Der Versuch ist es wert. Vielleicht macht irgendeine Schule mit... Bei uns ist das so. Das ist halt abhängig vom Wohnort und vielen anderen Rahmenbedingungen, die auch stimmen müssen.
Bleib dran und viel Glück,
LG, iloma
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *
Tastenbelegung
Im Wikipedia ist die Belegung der Tasten bei den verschiedenen Tastaturen sehr gut beschrieben.
Gruss jubi
Elsamaria
Eine Computeria in der Algarve, das wäre doch ein Novum, oder nicht? ;-)))
Liebe Grüsse und herzlich auf Wiedersehen, gell!
Wann stellst du dein nächstes Föteli ins Forum?
Willy
Aus meiner Fotowerkstatt Mein Fotoalbum
ola und vielen Dank für das
ola und vielen Dank für das tolle Echo. Ich nehme mir alle Vor- und Ratschläge zu Herzen. Ob, was und wie ich dann umsetzten kann zeigt die Zukunft. Zum Föteli Willy, da lass ich nun sogleich wiedere einen Schrei los................ Willy, es sind die Farben die ganz selten korrekt erscheinen auf dem Bildschirm vom Laptop. Es ist alles so grün und violett gepünktelt. Schreeeeecklich. Ich schaue nun noch manchmal ob post da. Ich spare fleissig für einen neuen, werde dann aber das allerbilligste kaufen. Aber Schluss mit chlönä, qwertzuiopü¨und farbprobleme hin oder her, fötälä und malen kann man auch ohne lappitop. ciao, ciao elsamaria
Aha
Algarve! Grün und violett gepünkelt, das "schmöckt" doch nach Malen! Malen, fötele und ins SW stellen?!
Wie wärs, elsamaria?
LG, iloma
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *