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Wir geben uns Mühe, mit Energie sinnvoll umzugehen und diese nicht zu verschwenden. Und dann lesen wir das:
Sie schreiben, als Trucker denke man besser nicht über die Sinnfrage nach. Trotzdem: Was für sinnlose Transporte sind Sie gefahren?
Als erste Auslandstour fuhr ich 24 Tonnen Altpapier von Hamburg nach Bordeaux – nur weil Altpapier dort ein paar Cents mehr wert war. Sinnlos sind Leerfahrten, oft als Folge der Just-in-time-Produktion der Industrie. Mein absoluter Hit ist Rouen–Istanbul, 2900 Kilometer, leer. Oder ich fuhr deutsches Joghurt zum Abfüllen nach Verona und wieder zurück. Kaffee zum Rösten von Bremen nach Montpellier und zurück. Sinnlos. (http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Dank-Urlaubsschein-kam-ich-nicht-selten-zu-24StundenSchichten-/story/30985029 9.
da packt mich einfach die grosse Wut!
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da packt mich einfach die grosse Wut!
Was aber hat es mit "Energieverschleuderung" zu tun?
Ich sehe im Tagi-Artikel eher ein "arbeitsrechtliches Problem". Sklaventreiber, kommt mir in den Sinn. Das müsste wohl so nicht sein?
Je teurer der Treibstoff, je höher die Gebühren und Abgaben - so muss ich vermuten - desto mehr werden die "Disponenten" die eigentlichen Leistungserbringer, die Truckers, wie ein Zitrone auspressen und auch vor klarer Illegalität nicht Halt machen. Je frecher, desto erfolgreicher.
Das ist wirklich nicht schön, aber man sollte es nicht unbedingt am "Energieproblem" festmachen. Und wie wir jetzt wissen, haben wir gar keines, ein Energieproblem, es ist eine Riesenchance. Packen wir sie, nicht die Wut, "wir" packen die Chance...
weder ökologisch noch ökonomisch
Ich wiederhole, was der Lastwagenchauffeur wortwörtlich im TA-Interview gesagt hat:
Sie schreiben, als Trucker denke man besser nicht über die Sinnfrage nach. Trotzdem: Was für sinnlose Transporte sind Sie gefahren?
Als erste Auslandstour fuhr ich 24 Tonnen Altpapier von Hamburg nach Bordeaux – nur weil Altpapier dort ein paar Cents mehr wert war. Sinnlos sind Leerfahrten, oft als Folge der Just-in-time-Produktion der Industrie. Mein absoluter Hit ist Rouen–Istanbul, 2900 Kilometer, leer. Oder ich fuhr deutsches Joghurt zum Abfüllen nach Verona und wieder zurück. Kaffee zum Rösten von Bremen nach Montpellier und zurück. Sinnlos. (http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Dank-Urlaubsschein-kam-ich-nicht-selten-zu-24StundenSchichten-/story/30985029 9.
Das ist weder ökologisch noch ökonomisch, sondern einfach sinnlos. Wenn Rosano Verde das nicht nachvollziehen kann, so ist das sein Problem...
ökologisch nein, ökonomisch?
Nach herrschender Meinung ist das Herumkarren von Gütern, vor allem aber ausgedehnte Leerfahrten, sicher nicht "ökologisch". Ob es die Umwelt tatsächlich derart negativ belastet, wie immer wieder behauptet wird, wird zumindest in Frage gestellt, z.B. durch die Erdölvereinigung.
Klar ist, dass das "sinnlose Herumkarren" auf unseren Autobahnen offenbar ökonomisch ist, obwohl man es sich vom Schiff aus nicht unbedingt vorstellen kann. Transporte sind billig, relativ gesehen und das Lohngefälle in Europa sehr gross. Das sieht man auch in der Schweiz: Grenzgänger aus Deutschland, die in der Schweiz arbeiten, hatten in den letzten 6 Monaten eine Lohnerhöhung von über 20% - in Euro gerechnet, und Grenzgänger aus Deutschland rechnen nun mal in Euro. Klar, dass die UNIA solche Dinge ausblendet und munter 5% mehr fordert, in CHF. So wird sich das Herumkarren noch besser rentieren. Es muss ja nicht nach Deutschland sein, Bulgarien, Rumänien etc. bieten sich da mit einer weit besseren Marge an - und tatsächlich rentiert es, eine Ladung Jeans dorthin zu karren, um einen Reisverschluss einzunähen. Wenn nicht, würde es nicht gemacht.
Darüber kann man wütend werden oder im Tagi einen Artikel schreiben oder den besagten Lastwagenfahrer für eine Fernsehsendung einladen (Aeschbacher). Ändern kann man es kaum, jedenfalls so lange nicht, wie es sich rechnet.
und F1
Und die blödsinnigen Auto und Töff Rennen die sollte verboten werden und es gibt noch Politiker die
auch wieder diesen Blödsinn in der Schweiz eunführen möchten da sagt keine Politiker etwas dagegen
Sinnlose Energieverschleuderung
Auch ich habe früher schon über diese Rennen nachgedacht, konnte mich aber nicht zu einer Meinung durch finden, denn wie weit finden sich da nicht doch neue Erkenntnisse für weiterführende Techniken?
Die Zeit ist der Herrscher über die Wirtschaft geworden.
Nicht der Mensch, die Arbeit, nicht die Qualität, nicht die Bedarfsdeckung mit Gütern steht heute im Mittelpunkt. Sondern die Stunde, Minute, Sekunde.
Sie bestimmt unseren Tag, unser Verdienst. Sie ist das Mass aller Dinge.
- Der Arzt z.B. muss pro Minute abrechnen via Taxpunkte. Er hat darum keine Zeit mehr für den Patienten. Die Krankenkasse würde es ihm nicht zahlen. (Mit der Zeit werden wohl wir die Krankheit gleich mit Diagnose mitbringen müssen).
- Wenn einst ein Rheinschiffer seine Fracht Weizen von Rotterdam nach Basel fuhr, hatte er einen festen Verdienst. Heute macht er zwar dasselbe, aber nicht immer gleich. Einmal fährt er direkt. Einmal wird er aufgerufen irgendwo zu warten, bis das Börsengeschäft oder der Terminhandel den besten Preis bringt. Es geht also nicht um die Bedarfsdeckung der Schweiz mit Weizen, sondern um den höheren Gewinn mit dem gleichen Weizen. Der Gewinn kann für den Auftraggeber so hoch sein, dass das Rheinschiff auch gut bezahlt werden kann, wenn es irgndwo auf Wartestellung liegt.
- Der Niedergang der Bündner "Gross"-Sägerei, war eine grosspuriges Projekt vorausgegangen. Der Kt. Graubünden gab noch 20 Mio Subvention dazu. Man hoffte auf Arbeitsplätze und Produktion.Aber die Schweizer Waldbesitzer konnten oder wollten nicht 300'000 Kubikmeter Holzlieferung pro Jahr garantieren. Fazit: Geld, Zeit, Arbeitsplätze verloren. Fabrik wird abgebrochen. Maschinen gehen nach thüringen. Das Land :schwer verkäuflich, wegen Auflagen. Da hätte man gescheiter den früheren Naherholungswald mit geschützten Erika-Föhren gleich stehen lassen können. Oder man hätte dem Projekt eben "etwas mehr Zeit" geben sollen. In der Industrie kommt der Gewinn nicht schon nach 4 Jahren. Das wissen normalerweise Unternehmer, auch die Sägereien.
Wenn keine Subvention zu
Wenn keine Subvention zu erwarten gewesen wäre, hätte man vielleicht genauer gerechnet und das Werk möglicherweise gar nicht gebaut.
Kurt
Der Niedergang der Bündner "Gross"-Sägerei...
Alles nur halb so schlimm. Ein Grossunternehmer der Holzwirtschaft aus Thüringen, vormals DDR, hat sich der Sache angenommen. Alles wird demontiertiert und an einem neuen Standort frisch aufgebaut, niedrigere Löhne, neue Subventionen, bessere Absatzmärkte, niedrigere Preise für angeliefertes Holz, etc. Da kann man nur gratulieren, denn unternehmerischer Weitblick wird auch in der Schweiz an Führungsseminarien in extenso doziert, natürlich gegen Bares, sogenanntes Kursgeld.
Das ist nur der Anfang.
Wenn die Strompreise - der Umwelt zuliebe - in der Schweiz jenes Niveau erreicht haben werden, das unsere Politiker (nach den Wahlen) realisieren möchten, werden wohl auch noch andere Produktionsbetriebe ihre technischen Installationen ins Ausland verkaufen müssen. Besser der Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Auch Tauben fliegen dorthin, wo es billigeres Futter gibt. Und das ist demnächst jenseits der Schweizergrenze, nicht unbedingt für Tauben. Aber wie sagte schon Roger S.: Who cares.