Lebensfragen - Lebenshilfe

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Alters WG mit Betreuung

15 Antworten [Letzter Beitrag]
15. Juni 2011 - 10:56
Verein für Alte...

Wir entwickeln ein Konzept für eine Alters WG und sind interessiert an Ihrer Meinung zum Thema.

Answers

mupli

Gute Idee

Eigentlich eine gute Idee wenn alle zueinander tolerant sind.

Ruth Suter

Ideen für betreute Alters-WG

Wenn ich ein Konzept für eine betreute Alters-WG ausarbeiten müsste, würde ich bei Google "Alters-WG" eingeben und erhalte dann eine ganze Anzahl solcher Institutionen.  Auch die Pro Senectute Schweiz hat Projekte für Wohnen im Alter. Wenn man nicht selber in einer Alters-WG lebt, kann man nur Theoretisieren.  Mit der kurzen Anfrage kann man kaum eine Auskunft geben (vorgesehene Anzahl MitbewohnerInnen, vorhandenes Haus oder Wohnung, Privatinitiative oder im Auftrag der Gemeinde,  Ergänzung zu bestehendem Altersheim oder Alterswohnungen, Synergien bezüglich Pflegepersonal, usw.?)

Kurt Engelbrecht

Ich möchte nicht in eine

Ich möchte nicht in eine Alters WG, falls damit eine Gruppe Personen in einer Wohnung gemeint ist.

Kurt

rita amalin surber

verein für alte

könnte sich der verein vielleicht umfassender vorstellen? das sähe ich als ein absolutes muss. vielen dank.

Verein für Alte...

VAOF und Alters WG

Der Verein für Altersbetreuung oberes Fricktal (VAOF) (das im Kanton Aargau liegt) bietet den Menschen in der Region im Alter eine Begleitung von hoher fachlicher und menschlicher Qualität. Zusätzlich bezweckt der Verein die Errichtung und den Betrieb von 2 Alters- und Pflegeheimen sowie von Alterswohnungen auf gemeinnütziger Basis. Als einen nächsten Schritt planen wir eine Alters WG (Wohngemeinschaft) für 4 Personen mit zusätzlicher Betreuung und Service (das Ausmass and Betreuung und Service ist noch nicht definiert). Die Wohnung ist altersgerecht gebaut und liegt in der Nähe eines unserer Alterszentren. Sie bietet ein privates Zimmer für jede Person und Wohnzimmer, Küche und Bad werden geteillt. 

Wir haben einige Recherchen gemacht, sind aber intressiert was in der Praxis auf uns zu kommt. Wir würden gerne erfahren was für Sie wichtig wäre im Zusammenleben mit anderen? Was für Faktoren richtig gemacht werden müssen um Komfort, Sicherheit und Soziales Wohlbefinden sicherzustellen? Oder auch was für Grundregeln Sie in einer Wohngemeinschaft auftstellen würden?

Vielen Dank für weitere Rückmeldungen

Kurt Engelbrecht

Es gibt eine Studie der

Es gibt eine Studie der Universität Basel (http://humgeo.unibas.ch/publications/publikationen-einzelseiten/staedtis...) zum Thema Wohnen, ebenso des Kantons Baselland.

Das Wohnen in Wohngemeinschaften wie oben beschrieben, wird von 90% der Befragten (in Basel: 2900 Personen) als nicht geeignete Wohnform bezeichnet. Fragen Sie sich selbst, ob Sie das Bad, die Küche (wer kocht?) und das Wohnzimmer mit andern (fremden) Leuten teilen möchten.

Kurt

 

 

 

 

wels

AA

Ich möchte auch nicht in eine solche Wohnung. Alte Leute werden oft unhygienisch. Sie lassen den Kühlschrankinhalt verschimmeln und hinterlassen schmutzige WC's, wechseln die Kleider nicht häufig genug, werden inkontinent etc.

Das geht nur dann gut, wenn alle etwa gleich "vertrottelt" sind. Die traditionelle Form mit eigener Kleinwohnung (grosses Zimmer mit Kochnische und eigenem Bad und eigenem PC) und gemeinsamem Ess- und Aufenthaltsraum der von externen Personen betreut, gereinigt und kontrolliert wird finde ich einzig richtig.

 

 

 

Draht

12 000 Fr./Monat

Eine pflegebedürftige Frau aus meiner Umgebung kostet im Heim 12 000 Fr. pro Monat. Das dürfte doch ein Grund sein, sich in einer betreuten Alters - WG etwas anpassungsfähiger zu verhalten.

Kurt Engelbrecht

Wenn die Heimkosten 12'000

Wenn die Heimkosten 12'000 Franken betragen, bedeutet das "höchste Pflegestufe". Das ist in einer WG, was die Pflegeleistung betrifft, nicht zu schaffen.

Kurt

iloma

Anpassungsfähiger?

Draht a écrit :

Eine pflegebedürftige Frau aus meiner Umgebung kostet im Heim 12 000 Fr. pro Monat. Das dürfte doch ein Grund sein, sich in einer betreuten Alters - WG etwas anpassungsfähiger zu verhalten.

Wie ist das gemeint mit dem Apassen, draht? Vielleicht kann man sich eine gewisse Zeit "anpassen", aber das kann ja schon am nächsten Tag grundsätzlich schon wieder anders aussehen.

@ wels

"gleichvertrottelt" geht nicht. Jeder ist anders vertrottelt und jeder regt sich über das Vertrottelte der anderen auf.... Und wenn es dann um Demenz geht, sieht es nochmal anders aus.

Pflegebedürftig ist nicht gleich pflegebedürftig. Das kann mal nur körperlich bedingt sein, mal geistig. Oder beides zusammen.

Etwas Allgemeingültiges gibt es da nicht und einfach nur eine Rechnung aufstellen, was sinnvoller oder praktischer wäre, geht schon gar nicht.

 

 

 

 

Gruss, iloma

* * *  Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse  * * * *

 

nepomuk

Warum nicht in eine

Warum nicht in eine Alterswohnung? Da hat man alles, wenn man es braucht, Spitex, Essen, Putzen, Arzt, Apotheke, Handwerker,  einfach alles. Braucht man es nicht, so ist's auch gut. Und die Nachbarn sind alle ungefähr im gleichen Alter - aber in ganz verschiedenem "Zustand". Der einzelne Bewohner kann sich eines anderen annehmen, ihm in gewissen Dingen helfen, kleinere Hilfen annehmen -  oder ganz allein wursteln. Nachdem ich jetzt 7 Jahre so wohne, bin ich zu der Auffassung gelangt, dass dies die beste Wohnform von allen ist.

Ich habe nur Positives erlebt, gute Begegnungen und interessante Ereignisse, weil in der Alterssiedlung für jeden Geschmack  sehr viel geboten wird. Auch hier: wer will, kann da mitmachen und profitieren, wer nicht, wird nicht scheel angeschaut. Für Fr. 50.- pro Monat ist das alles abgedeckt: Turnen, Gedächtnistraining, Handwerken, Handarbeiten, Ausflüge und 4x jährlich ein feines Essen. Die Wohnungen sind bezahlbar, liegen am Stadtrand in einem ruhigen Quartier, der Bus fährt alle 10 Minunten bis vor die Anlage. 

Jeden Tag bin ich dankbar, früh genug mein grosses Haus geräumt zu haben, um in der kleinen Wohnung über soviel Platz und Freiheit verfügen zu dürfen...

nepomuk

Draht

iloma, anpassen

Ja, das Anpassen ist schwierig, Lauter alte Leute ringsum, Kletten, Abgestumpfte, schlecht Gekleidete, Nachtessen um fünf Uhr, zu zweit mit einem Schnacher im Zimmer, hilfsbedürftig auf dem WC, ungewohnter Schlangenfrass. Verzweiflung, weil man die Worte nicht mehr findet. Langeweile.  Ich habe vieles mitangesehen. Wer nicht das Glück hat, zur rechten Zeit sterben zu können, steigt viele Stufen abwärts auf dem letzten Weg.  Vielleicht müsste sich jemand  darauf spezialisieren, für alte Menschen die jeweils noch passende Umgebung zu finden, statt  Anpassung der Bewohner zu fordern. 

rita amalin surber

alters-wg

den sinn von alterswohngemeinschaften sehe ich darin: in einem möglichst langen zeitraum noch unter befreundeten oder zumindest "gmögigen", verständnisvollen menschen leben zu können.

ich stelle mir nämlich vor, dass man auch in einer alterswg gelegentlich an einen punkt kommt, wo externe hilfe angefordert werden muss und/oder der zustand der alters-wg-bewohnerin die mitbewohnenden so überfordert, dass eine andere platzierung gesucht werden muss. ich nehme an, das wird in den regelungen selbst festgehalten sein.

 

Veilchen

Alters WG

Betreffs "betreutes wohnen" habe ich 10-jährige Erfahrung gesammelt mit meiner Mutter. Mit 90 Jahren ist sie in diese Wohngemeinschaft, welche 5 Häuser von mir entfernt liegt, eingetreten, da sie sehr sehbehindert war. Dort habe ich viele Aufgaben, auch zur Freude des Personals, übernommen. So habe ich meine Mutter geduscht, ihre Kleider und Bettzeug gewaschen. Als Friseurin agiert. Jeden Abend habe ich sie ins Bett gebracht. Das hat sie sehr genossen und so hatte sie noch einen schönen Lebensabend. Ich muss aber sagen, dass, wenn ich einmal ausfiel, jemand da war und überhaupt wenn sie Gesellschaft wollte, konnte sie ihr schönes, grosses Zimmer mit eigenen Möbeln verlassen und hatte Anschluss bei anderen Hausbewohnern. Von den vielen Betreuerinnen hatte sie natürlich ihre Favoritinnen. So lastete nicht alles auf mir. Meine Mutter wohnte 10 Jahre da und starb 4 Wochen nach ihrem 100. Geburtstag. Ich bin froh, dass ich das alles für sie gemacht habe. Ich habe auch etwas zurück bekommen und viel gelernt.

Veilchen

etna

@Veilchen

Das gute Gefühl, das Du Dir durch Deine zusätzliche Hilfe für Deine Mutter durch all diese letzen Jahre "erworben" hast, das kann Dir niemand nehmen. Es ist schön, auch von guten Seiten des Alters zu erfahren und ich denke, dass dies für Dich sowie für Deine Mutter eine, wenn auch für Dich strenge,  Zeit war,  die noch viel an persönlichen Befriedigungen brachte. Ich sage dies nicht nur "so" hin, denn ich weiss, um was es da gegangen ist.

 Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)