Fragen zu Gesundheitsproblemen im Alter.
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Am Sonntag begleite ich meine Frau zu einem ökumenischen Berggottesdienst auf das Mistlibühl – es war recht windig und immer wieder kamen einzelne Tropfen himmlisches Nass runter.
Ich war viel zu sommerlich angezogen für so eine Gipfelmesse – trotzdem genoss ich den Super organisierten Anlass der sowohl vom reformierten wie katholischen Pfarrer für Gross und Klein hervorragend inszeniert wurde.
Es kam wie es kommen musste:
Trotz einem (oder waren es zwei?) Zweierli, einer Grillwurst und einem Kaffi Fertig fror ich jämmerlich – und ein leises Kratzen im Hals machte sich bemerkbar.
Zwar versuchte ich die Bazillen fleissig mit einigen Gläschen Wiskhy am Abend zu killen – doch es nutzte nichts: Am Montag ging es mir noch einigermassen – doch dienstags waren die Mandel so geschwollen, dass ich kaum mehr sprechen konnte. Dazu Ohrenschmerzen beidseitig, starkes Schluckweh und leichte Fieber.
Am Dienstagabend dann blies ich zum Generalangriff: Ich kann es mir einfach nicht leisten, auszufallen und mich krank „schreiben“ zu lassen: Immerhin fröne ich dem hektischen aller Berufe: Dem Rentnerdasein!
Erst mixte ich mir einen besonderen Heilsaft:
In einem Glas kalte Milch legte ich 2 Blüten von meinem Hibiskus Tee sowie etwas Fenchelkraut und einen rechten „Gutsch“ flüssigen Honig (den ganz speziell flüssigen aus Nicaragua den wir von einer Wildbiene ernten und der dort rund 5x soviel kostet wie Honig von Beutenbienen): Dann stellte ich das Glas unter den Dampfwirbler vom Kaffiautomat und erwärmte das Ganze; Vorsichtig fügte ich dann in einem dünnen Faden Wiskhy in das Gemisch – bis es mich genug dünkte (brauchte recht viel – doch bitte nicht meinem Doc und meiner Frau verraten)
Da mir das Ganze „uheimlich“ schmeckte und ich mich wirklich mies fühlte, wiederholte ich die ganze Übung noch 1 oder 2 Mal (Genau konnte ich das ohnehin nicht mehr zählen)
Kurz vor dem ins Baum gehen (wer raunt da was von taumeln?) setzte ich eine mittelgrosse Kartoffel auf den Herd und schwellte diese halb weich. Doch dampfend heiss zerdrückte ich sie dann und legte sie auf ein Tuch – eine Windel unserer Enkelin. Diese Windel mit der heissen Kartoffel wickelte ich um meinen Hals – auch wenn es diesen fast zu verbrennen schien.
Heute Mittwoch jedenfalls ging es mir bedeutend besser: Die Ohrenschmerzen sind weg, die Mandel nur noch wenig geschwollen, kein Fieber mehr und ich kann wieder fast so wie gewohnt reden – wenn es auch in der Stimme und im Hals noch etwas kratzt.
Fazit: Werde mich heute Abend nochmals gleichermassen verarzten und bin sicher, morgen bereits wieder Bäume ausreissen zu können.
Eigentlich fast ein wenig schade – bei dieser Art Behandlung könnte ich glatt noch eine Woche krank sein – doch wie gesagt: Mein „Beruf“ lässt das nicht zu!
Answers
super
diese Eigeninitiative finde ich super. So können Arzt und Apotheker gespart werden. Und die Heilung macht Spass. (Und die Einnahme der selbsthergestellten Medizin auch).
Wenn alle nach Möglichkeit so handeln würden, dann müsste das ganze Gesundheitssystem wieder neu definiert werden. Die Ärzte hätten nicht den Zulauf, und die Pharmaindustrie nicht den Absatz, den sie brauchen. Wäre auch wieder ein Dilemma...
Hexenschuss
Ein Freund von mir behandelt auf vergleichbare Weise seinen ab und zu stattfindenden Hexenschuss. Das Schlimmste ist jeweils am anderen Morgen - nach tiefem Schlaf und viel entspannender Wärme - ausgestanden.
(die Behandlung findet aber logischerweise nicht um seinen Hals statt... - aber DURCH den Hals muss eben schon "etwas"...)
Gruess, Rolf
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ich meine nicht,
dass Alkohol im Spiel sein muss. Manchmal wirkt schon ein warmes Bad Wunder, ein ander Mal viel Schlaf oder eine entspannende Massage. Das Wichtigste ist, dass wir etwas machen für uns, etwas, das im Moment gut tut. Dazu braucht es etwas Gespür für uns selbst. Und dann noch die Umsetzung.
Immer Pharma?
Ja, ich bin sehr dafür. Meinetwegen kann man erste Schritte mit altbewährten Hausmittelchen machen, aber nicht zu lange. Wenn es sich aber wie bei einem „Hexenschuss“ um Knochenverschiebungen und eingeklemmte Nerven handelt, gehört die Behandlung zwingend in die Hände eines spezialisierten Fachmannes.
aa
Ida
Ich habe gelesen, dass Hexenschuss gar kein eingeklemmter Nerv ist sondern ein Schmerz, der von einem Wirbelgelenk kommt.
Hanspeter
Das war vielleicht gar keine Angina. Daher dein Behandlungserfolg. Bei Angina hat man 40° Fieber und ohne Penicillin eine Eiterbeule auf den Mandeln.
Ich habe versucht eine Woche
lang keine Medikamente zu nehmen bei meinen Hüftschmerzen, stattdessen herumzulaufen. Gestern Abend waren die Schmerzen so gross, dass ich zu einer Dafalgantablette griff.
Das Wetter ist im Moment Gift für allerlei Schmerzen. Feucht und heiss und dies auch nachts.
Heute morgen sind die Schmerzen erträglicher.
Schöns wucheendi und gruess
muriel
schmerzfrei ohne medikamente
Statt ihren Rücken von blitzartig auftretenden Schmerzen, die hauptsächlich bei nassen und kühlen mit viel Wind verbundenen Sommertagen auftreten, mit Tabletten zu helfen, legt sich meine Freundin zum Liegen und Schlafen Lammfelle ins Bett. Das hilft ihr rasch, die Schmerzen zu besänftigen.