Dieses Forum umfasst unser ganzes Leben. Mit dem hochgesteckten Ziel, Lebenshilfe zu bieten. Dabei geht es weniger um philosophische oder wissenschaftliche Abhandlungen, als viel mehr um echte Hilfeleistung, die aus eigener, manchmal bitterer, Erfahrung kommt.
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Sternstunde Philosophie (DRS1 + 3sat), 14. 08. 2011
Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist vielleicht die philosophischste aller Fragen: "Weshalb sind wir hier?", "Was hält die Welt im Innersten zusammen?", "Was wollen wir, und lohnt das, was wir wollen?", "Ist das Leben wert, gelebt zu werden?" und: "Welche Rolle spielt, falls es ihn gibt, Gott?". Diese und ähnliche Fragen beschäftigen die Philosophen seit Jahrtausenden - und sie beschäftigen früher oder später jeden Menschen. In der Gesprächsreihe "Sternstunde Philosophie" will Barbara Bleisch von der Philosophin Ulla Wessels wissen, welche Antworten Philosophen geben, und vom Psychoanalytiker Peter Schneider, inwiefern die Sinnfrage überhaupt sinnvoll ist.
Hat jemand diese oder andere Sendungen zu diesem Thema gesehen? Welche Gedanken habt ihr hierzu?
(Man könnte auch einen Link einfügen, würde man den richtigen finden...!)
Answers
Den entsprechenden Link zu der Sendung habe ich nicht gefunden.
Es wurde über dieses Buch gesprochen und welche Gedanken sich U. Wessels und P. Schneider sich persönlich vom "Sinn des Lebens" gemacht haben.
Christoph Fehige (Hrsg.), Georg Meggle (Hrsg.), Ulla Wessels (Hrsg.)
Der Sinn des Lebens
Philosophische und andere Texte
dtv, München 2000
ISBN-10 3423307447
ISBN-13 9783423307444
Taschenbuch, 570 Seiten, 24,54 EUR
Nicht ohne Grund belächelt der aufgeklärte Mensch die Suche nach dem "Sinn des Lebens". Doch Sinnfrage und klares Denken schließen einander nicht aus. Dies zeigt dieses Buch. Herausgekommen ist ein Sammelwerk mal streng, mal weniger streng philosophischer Texte, die das Leben in den Blickpunkt rücken. Da finden sich Texte von Woody Allen und den Monty Pythons neben Abhandlungen von Hans Blumenberg und Bertrand Russel.
Ulla Wessels (* 1965) ist eine deutsche Philosophin analytischer Ausrichtung und Inhaberin einer Professur für Praktische Philosophie an der Universität des Saarlandes.
Peter Schneider (* 20. September 1957 in Dorsten) ist ein Schweizer Psychoanalytiker und Schriftsteller.
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *
Einige Gedanken anderer Personen, aus dem Internet:
Wer keinen Sinn im Leben sieht, ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig. Albert Einstein
Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche. Dietrich Bonhoeffer
Die wahren Lebenskünstler sind bereits glücklich, wenn sie nicht unglücklich sind. Jean Anouilh
Leben muss man das Leben vorwärts, verstehen kann man es nur rückwärts. Sören Kierkegard
Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben - aber es hat ganz genau so viel Sinn, als wir ihm zu geben imstande sind. Herman Hesse
... über das und dies und jenes macht man sich doch seine Gedanken, aber eigentlich so ganz klar ist die Sache doch nicht!???
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *
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Suche nicht nach des Lebens Sinn
gebe ihm lieber einen selber
Goethe
Liebe iloma,
vor einigen Tagen sah ich auf br alpha eine Sendung mit Wissenschaftlern, also keinen diesbezügichen Scharlatanen, über dieses Thema . Man befaßte sich dort , um den Sinn des Lebens zu erkunden, mit der Wiedergeburt, wo der Sinn des Lebens darin besteht, in jedem neuen Leben den Sinn darin zu sehen, durch beständiges 'Ansicharbeiten schließlich ins Nirwana einzugehen.
Video der Sendung
(Man könnte auch einen Link einfügen, würde man den richtigen finden...!)
Auf dem SF-Videoportal kann die Sendung abgerufen werden.
Sternstunde Philosopie vom 3. Juli 2011 - Hat das Leben einen Sinn!
Auf 3Sat war die letzte Wiederholung der Sendung.
Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst. Seneca, röm. Philosoph
Meine Homepage Mein Fotoalbum
Danke nekosan
wieder einmal verpasst, wie das meiste im Leben, leider.... da frage ich mich lieber nicht, ob das der Sinn meines Lebens ist, alles zu verpassen? Oder: vielleicht war es gut so? Und, für was war es gut so?
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *
Aber wie?
vor einigen Tagen sah ich auf br alpha eine Sendung mit Wissenschaftlern, also keinen diesbezügichen Scharlatanen, über dieses Thema . Man befaßte sich dort , um den Sinn des Lebens zu erkunden, mit der Wiedergeburt, wo der Sinn des Lebens darin besteht, in jedem neuen Leben den Sinn darin zu sehen, durch beständiges 'Ansicharbeiten schließlich ins Nirwana einzugehen.
Oh ja, liebes kaninchen! An sich arbeiten... wie oft hört man das! Doch wie tut man das? Ich arbeite und arbeite, aber woher weiss ich, dass ich das richtig mache...? So individuell ist das, das kann ich nun allen Ernstes machen oder mit Humor versuchen (ist ja beides nicht schlecht), doch wie mach ich es richtig? Schliesslich habe nicht mehr "alle Zeit der Welt"?!
@ panchito
das hat der Geheimrat gut gesagt, aber der war halt schon etwas weiter als ich, und ich habe nicht mehr viel ganz so viel Zeit wie er... ;-)
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *
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Manchmal bezweifle ich, dass das Leben so einen "greifbaren" Sinn hat. Ich glaube, jeder muss "seinen eigenen Lebenssinn" herausfinden. Und diese Suche bei sich selbst gestaltet sich schon recht schwierig. Ist aber auch sehr spannend, das gebe ich zu.
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? Schliesslich habe nicht mehr "alle Zeit der Welt"?!
Ich denke schon, iloma, daß Du alle Zeit der Welt hast, denn Du wirst ja immer wiedergeboren. In dieser Sendung kam auch ein ernsthafter Hypnotiseur zu Wort, der Ereignisse rekonstruiert, die ihm Menschen aus einem früheren Leben erzählen und Menschen, die bewußt, wenn überhaupt sie etwas tun, nur Gutes zu tun, das sie im nächsten Leben weiterbringt.
Das hingegen
kaninchen, macht mir fast ein wenig Angst! Gutes tun ja, doch manchmal denke ich, dass es da auch eine Rolle spielt, wie ich im Diesseits mit den Finanzen gestellt bin. Ideale Vorstellungen hätte ich zur Genüge, aber so wie diese Gesellschaft ist... Es reicht ja nicht, wenn ich mit meinen ganzen, noch so liebevollen Gedanken, dem nächsten Strassenmusikanten ein wenig mehr spendiere, als ich das vielleicht früher getan hätte...Gute Gedanken helfen ja auch nicht weiter. Albert Schweizer oder Karlheinz Böhm oder die, welche mir jetzt nicht einfallen, werde ich ja nie sein. Alles andere ist doch "fudimangeugis" (wie wir früher mal gesagt haben... (soll ich das übersetzen? ;-)
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *
Ich denke mal
, einen Straßenmusikanten zu unterstützen oder Karl Heinz Böhm nachzueifern, ist nicht gemeint. Ich habe diese Frau so verstanden, daß man im Herzen gut sein soll. Ist das nicht eine große Leistung ? Du brauchst kein Geld dafür.
Gutes zu tun.......
muss nicht dringend materiell sein, z.B. mit Geld zu tun zu haben, oder mit all den vielen Spenden, zu denen immer wieder aufgerufen wird. Nicht alle sind pekuniär so gut dran, dass sie dauernd Moneten verteilen können. Und auch der reichste Mann der Welt könnte, so er überhaupt wollte, kaum alle Mängel und schwierigen Situationen für alle beheben.
Es gibt so viele Möglichkeiten, Gutes zu tun, und das besteht manchmal auch darin, etwas NICHT zu tun, woraus anschliesssend Gutes erwachsen kann. Gutes Einvernehmen, Ehrlichkeit, Hilfe durch Verstänndnis, Hilfe wenn jemand mit einer Sache überfordert is, ein gutes Gespräch oder auch nur ein Zuhören........ die Vielfältigkeit für Gutes ist ohne Grenzen vorhanden. Und so etwas zählt oft mehr als einfach Geld. Sich je nach dem passiv verhalten, anstatt militant zu werden, kann auch seine sehr guten Seiten haben und zum Frieden beitragen......
Und es wird selten sein, dass der einzelne Mensch in seinem Leben gerade mit allem, was passieren kann, konfrontiert wird. Manchmal ist es vielleicht nur eine einzige Aufgabe, die einem gestellt wird in einem langen Leben, und viele finden es schon schwierig, diese einzelne Sache - als Gutes - anzupacken und zu Ende zu bringen. Daher brauchen wir viele Leben, um wenigstens einen Teil all des Guten abarbeiten zu können, damit wir unser Bemühen vorzeigen können. Auch hier können wir kaum eine vollständige Liste aller Möglichkeiten, die uns begegnen können, vorlegen müssen. Das Bemühen zählt und der Wille und die Zielrichtung, dann kann auch so etwas wie Gnade und Erlass weiterer Aufgaben stattfinden.
Mir gefällt es, mir den Sinn des Lebens - aller Leben - so vorzustellen.
Aber vielleicht ist ja alles ganz anders!
Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)
"nur" ein lächeln
Beim Einkaufen: Ich fahre die Rolltreppe hinunter. Eine andere Frau fährt empor. Wir schauen uns an. Ich lächle sie an. Sie lächelt zurück und sagt: ich danke Ihnen für Ihr liebes Lächeln.
Das war ein gegenseitiger "Aufsteller des Tages". Was braucht es mehr?
es liebs grüessli
quelle
Der Sinn des Lebens ist doch
Der Sinn des Lebens ist doch in jedem Alter verschieden. Zuerst müssen wir wachsen und in die Schule gehen. Wir möchten so sein wie alle anderen auch. Dann kommt die Berufsausbildung und der Beruf, da geht es um Leistung und den Unterhalt der Familie. Später kehrt es; man hat Zeit und muss sich überlegen, was eigentlich ohne all das Vorherige wesentlich an einem selbst ist. Keiner spurt mehr den Weg, man muss es selber tun. Jetzt geht es darum, sich von anderen zu unterscheiden und das Ureigene zu verwirklichen d.h. ungenutzte Anlagen zu verwirklichen, damit man am Lebensende ohne Reue gehen kann. Der Sinn des ganzen ist wohl die Erlangung von Reife und ein Beitrag an die Evolution. Das sind in etwa Gedanken von C.G.Jung, den ich sehr schätze.
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Das Ureigene
ist das, was ich schon von Jugend an wollte. Aber es wurde verdeckt, von dem was Eurydike sagt, vom ganzen nachfolgenden Leben, was man so als seine Aufgabe und seinen Sinn des Lebens ansieht, und im nachinhein als ein Trugbild daherkommt. Es gibt einfach nichts mehr her, dieser Sinn so für mich. Es sei denn ein Beitrag an die Evolution, so hab ich es noch nie gesehen. Doch vielleicht hilft das weiter...
Gruss, iloma
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Das Ureigene
Das Ureigene auszuleben, wird unmöglich gemacht, weil es zu viele äußere Zwänge gibt. Die Menschen lassen Dich nicht das sein, was Du bist. So erlebt in diesen Tagen bei meinem kleinen Enkelkind, das in der Schule von den Mitschülern gleichgemacht wurde, und letztendlich auch nachgegeben hat. Nun stehen wir vor der mühsamen Aufgabe, ihm das wieder "auszutreiben". Ob die sogenannten Aussteiger es schaffen, kann ich nicht beurteilen, ich kenne keinen einzigen. Nun meine Frage : Warum kann der Sinn des Lebens nicht darin bestehen, einfach nur zu leben ? Nichts verändern wollen, sondern das Leben, das einem geschenkt wurde, nützen, so lange es geht ?
Auch das Ureigene.....
braucht, so wie ich es betrachte, Koppelung an gewisse Normen und Beachtung von Regeln, sonst artet es zu Chaos aus. Diese Regeln könnten im Prinzip ziemlich einfach sein, würde das Ego der einzelnen Menschen nicht Anspruch auf "Führung" erheben. Durch diesen Umstand, weil jeder auch etwas dazu sagen will, entsteht so ein riesiger Berg von Geboten und Verboten. Für jede Sparte separat. Das Zusammenleben hat solche Regeln, das Geschäftsleben auch, die Religionen, einfach jede Gruppierung.
Leider bleibt es nicht bei einfachen Regeln, die jedem eben erlauben würden, so zu bleiben, wie er ist, die Bindungen daran werden immer straffer, vielfältiger, und so geht das Individuelle, das gelebt werden sollte, zuletzt in einem Einheitsbrei unter. Und auch das wieder aufgeteilt, in unendlich viele Sparten.
Und dann ist für viele das Leben nicht mehr bunt und freudig, sondern eine Einzwängung und ein Gefangensein in etwas, das schwierig wird.
Weil es fast künstlich wird, weil so viele "Muss" im Wege stehen, die, beachtet und befolgt man sie nicht, zum Stolperstein werden.
Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)
Ewiges Muss ?
Sicher meinte ich nicht, dass man in der 2. Lebenshälfte alle Regeln aufgeben sollte. Gemeint ist, dass man nicht immer dasselbe tut bis ans Lebensende. Wenn man z.B. sehr gut war als Lehrer, könnte man in der 2. Lebenshälfte etwas ganz anderes machen, vielleicht etwas, worin man vorher nicht so gut war aber Freude daran gehabt hätte. Es bedeutet einfach, dass man seine Persönlichkeit abrundet, dass man vollständiger wird. Das ewige "Muss" ist doch in der 2.Lebenshälfte nicht mehr so gross!?
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***
Mein "Muss" bezieht sich auf Regeln, aufgestellt für das Zusammenleben in den Gemeinschaften, nicht jedoch auf die Änderung gewisser Tätigkeiten, die vorher vielleicht Jahrzehnte lang ausgeübt wurden. Dort sehe ich überhaupt kein Muss. Änderungen im eigenen Leben kann man immer vornehmen, sofern man sich nicht von der Meinung seiner Mitmenschen abhängig macht, resp. sofern man den Mumm hat, zu den eigenen Überzeugungen zu stehen und sie durchzuziehen.
Dort ist manchmal ein falsch verstandenes Muss versteckt, das viele meinen, einhalten zu müssen, um nicht in gewissem Sinne verunglimpft zu werden.
Das Leben ist oft recht schwierig, und am besten ist es, man richtet sich so ein, dass man wenigstens selber mit sich zufrieden ist. Da ist schon ein schöner und groser Schritt vorwärts im sog. Sinn des Lebens. Das jedenfalls denke ich persönlich von dieser Sinnfrage.
Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)
Sinn und Ziel des Lebens
Dunkel erinnere ich mich an die Aussage eines meiner Lehrer zur Frage des Lebenssinnes und des erfüllten Lebens. Ungefähr sagte er folgendes: Vermutlich wünschen alle Menschen ein erfülltes Leben, wobei offen bleiben muss, was man darunter wirklich meint und versteht. Die meisten werden allerdings zufrieden sein müssen, wenn es einigermassen rund und ungestört abläuft.
Als ich diese Aussage hörte, war ich noch recht jung und äusserte mein Unverständnist vermutlich recht temperamentvoll. Wie der Mann darauf reagierte, dessen erinnere ich mich nicht mehr. Mit dem Älterwerden begann ich aber mehr und mehr zu verstehen, was er meinte: Ich denke, es gebe so viele Einflüsse auf unser Denken und Fühlen, die wir kaum beeinflussen können, so dass wir zufrieden sein können, wenn wir auf einen Tag zurückblicken können, der einigermassen erträglich abgelaufen ist.
Goethe sagte es so:
Eines schickt sich nicht für alle.
Sehe jeder, wie er's treibe.
Sehe jeder, wo er bleibe,
und wer steht, dass er nicht falle.
Gute Mischung
Giovanni, vielleicht eine gute Mischung von Wohlfühlen und Herausforderung?
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Geniesse jeden Tag
Geniesse jeden Tag im Leben, wie wenn es dein letzter Tag sein könnte. Dies sagte mir einmal eine alte Frau welche über 90 war, als ich noch ein Kind war.
Sie jammerte nie jemanden an, obwohl sie auch ihre Altersgebrechen und für meine Begriffe ein recht mühsames hartes Arbeitsleben hatte. Sagte auch, man müsse vom Gift Abstand halten. Damit meinte sie einige Mitmenschen welche einem nur ständig anjammern, nur immer klagen sei es über Krankheiten oder zu wenig Geld und nie von etwas Erfreulichem berichten können.
Denke manchmal wie Recht sie doch hatte.
ein musikalischer Beitrag zum Sinn des Lebens
http://www.fine-vibrations.at/allerlei/Wohltuend.pps
Rosemary Huber
Gutes tun?
Gutes tun? Jeden Tag eine gute Tat, das forderte eine Jugendorganisation von ihren Mitgliedern. Einer alten Frau die schwere Tasche abnehmen, eine Schnecke in Sicherheit bringen, einem Bettler seinen Znüni schenken, in der Sonntagsschule einen Batzen in die Missionarskasse legen, einen Mitschüler nicht vertäfeln, Verletzungen einstecken statt austeilen, einem Alkoholiker Geld schenken, der Tochter Arbeit abnehmen, entgegenkommende Autofahrer vor einer Radarkontrolle warnen, Afrikanern Geld spenden für den Bau von Brunnen und ihnen gebrauchte Kleider schenken, --- alles kann auch ungewollt schlechte Folgen haben oder als schlecht ausgelegt werden. Und man kann etwas dankbar als gute Tat empfinden, was vom Geber gar nicht so gemeint war.
Ich vermute, dass es gut wäre, einem anderen Menschen auf dessen Wunsch zu helfen, selbstständig zu werden.
aa
Draht
Dein Text gefällt mir. Tun und Nichtstun kann immer verschiedene Folgen haben.
mupli
Das wäre mir doch zu anstrengend und ich würde mich ja selbst belügen, wenn ich einen sehr schlechten Tag auch noch geniessen würde. Das ist halt so ein typischer Kalenderspruch ohne grossen Sinn und reichlich unüberlegt.
aa
Der Mensch wird ungefragt geboren und muss sich dann gezwungenermassen damit arrangieren. Dass man ihn dann noch zwingen will, darin einen Sinn zu sehen, ist schon eine ungerecht harte Forderung.
"Sinn" kann man doch allenfalls selbst (gedanklich) erarbeiten. Je nach Religion ist das aber mehr oder weniger vorgegeben. Moslems oder entsprechend vorsehungsgläubige Christen brauchen sich da keine Gedanken zu machen, die Religion nimmt ihnen das Denken ab.
"Sinn" kann sein, sich eigene Ziele zu setzen. Man empfindet das ja dann als "sinnvolle Ziele" mit dem Zweck, dass man sich gut oder besser fühlt. Aber auch hier gibt es so blöde Sprüche wie "man kann alles erreichen, wenn man will" (wieso bin ich dann nicht gesund, allseits geliebt und verehrt, superreich und übermächtig und kann alle Ungerechtigkeiten auf der Welt beseitigen ??)
Sinn macht es dann
wenn ich nicht sinnlos lebe... (wie erreich' ich das?). Reicht es, dass ich einfach lebe... ist das der alleinige Sinn... oder will ich mit diesem Leben noch etwas anfangen, was Sinn macht (ausser essen, trinken, den lieben Gott einen guten Mann sein lassen?). Ich bin einfach, also lebe ich sinnvoll? Ist das genug?
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *
Was willst Du denn sonst, iloma ?
Das große Universum hat keinerlei Interesse an kleinen Menschlein. Sie können sich noch so bemühen, sich zu verbessern, dazuzulernen und was dergleichen Dinge und Bemühungen des Einzelnen mehr sind. Was soll das also bringen und wem soll es vor allem nützen ? Sei ehrlich, was nützt es Dir, wenn Du ständig an Dir arbeitest ? Es es nicht besser, einfach zu leben und das Leben zu genießen entsprechend den persönlichen Möglichkeiten ? Ich wollte das schon immer wissen
Was willst Du denn sonst, iloma ?
Das
Da ich noch an..............
andere Welten glaube, mindestens konkret an eine, die man oft als "Geistige Welt" bezeichnet, sehe ich meine Bemühungen, wenn schon, in diesem Sinne. Ich kann es mir materiell so gut gehen lassen als möglich, aber unter Berücksichtigung von Prinzipien, die hier weniger gewürdigt werden und gefragt sind, als wie ich es mir in einer geistigen Welt vorstelle. Was auch einfacher sein dürfte, da man sich vielleicht nicht mehr um das Leben, wie es hier stattfindet, kümmern muss. Nicht in einem religiösen Sinne, sondern als eine Wesenheit, die andere Bedürfnisse hat, als man sie hier braucht.
Ich kann einfach nicht akzeptieren, dass es NUR DAS HIER gibt. Es würde keinen Sinn ergeben und wir müssten demzufolge gar nicht nach einem Sinn fragen und suchen.
Und wenn es ganz anders ist - dann schaue ich weiter wenn es aktuell ist - und wenn gar NICHTS ist, dann ist der Fall sowieso gelaufen..............
Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)
Sinnvolle Synchronizitäten
Ich glaube auch, dass es einen höheren Sinn gibt, der liegt in uns selbst verborgen. Durch sogenannte Synchronizitäten ( unwahrscheinliche Zufälle, die die Aussenwelt mit der Innenwelt sinnvoll aber akausal verbinden) werden wir darauf hingewiesen, falls wir achtsam sind. Wenn wir diesen Fingerzeigen folgen, entwickeln wir uns weiter und staunen über neue Möglichkeiten. Das ist sehr befriedigend, mehr als nur gemütlich vor sich hinleben.
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Liebe Eurydike,
muß ich aus Deiner Antwort folgern, daß Du ein gemütliches Vorsichhinleben als Stumpfsinn bezeichnest ? Solche Menschen sind garnicht mal unglücklich und gehören gewiß nicht zu jenen, die psychologische Hilfe in Anspruch nehmen oder Selbstmordkandidaten sind, weil sie keinen Sinn im Leben sehen.
Sich wundern
Musst Du nicht draus folgern, Kaninchen. Wer auf diese Weise glücklich ist, muss gar nichts machen. Wer aber staunt und sich wundert, der darf jedoch versuchen, dahinter zu kommen. Das hat nichts mit Psychiater zu tun.
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Gemütlich vor sich hinleben?
Durch sogenannte Synchronizitäten ( unwahrscheinliche Zufälle, die die Aussenwelt mit der Innenwelt sinnvoll aber akausal verbinden) werden wir darauf hingewiesen, falls wir achtsam sind. Wenn wir diesen Fingerzeigen folgen, entwickeln wir uns weiter und staunen über neue Möglichkeiten. Das ist sehr befriedigend, mehr als nur gemütlich vor sich hinleben.
Ich bin so eine “Spezies”, die gemütlich vor sich hinleben und das gar nicht so schlecht. Ein einfaches Gemüt, das sich bemüht, ein einigermaßen anständiges Leben zu führen. Ich genoss während meinen beruflichen Tätigkeiten das Privileg, in fernen Ländern sinnvolle Aufbauarbeit zu leisten, die der einheimischen Bevölkerung auch etwas brachte. Rückblickend ziehe ich eine positive Bilanz. Auch als Rentner lebe ich "HEUTE", lasse mich jeden Tag überraschen, manchmal positiv, manchmal auch negativ und mache mir keine grossen Gedanken was passiert, wenn ich unseren (noch) schönen Planeten zu gegebener Zeit verlassen muss. Und mit Synchronizitäten, die die Außenwelt mit der Innenwelt sinnvoll und akausal verbinden, kann ich nichts anfangen. Ich bin kein Jünger der Esoterik und habe dafür nur ein mitleidiges Lächeln. Bedingt durch meine Ausbildung und meinen ehemaligen Job halte ich mich an die “exakten Wissenschaften“.
So, genug der Schreibe. Morgen geht es einmal mehr an die blaue Küste und werde dort, nein nicht gemütlich vor mich hinleben, sondern mit einem Fischkutter auf Fang auslaufen und anschließend die provenzalische Küche genießen.
Und weiterhin gilt für mich das, auch in diesem Thread erwähnte treffende Zitat von Hermann Hesse: “Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben - aber es hat ganz genau so viel Sinn, als wir ihm zu geben imstande sind“.
Kobold
"Exakte Wissenschaft"
Hallo Kobold, nur ein kleiner Nachtrag: Bin eine exakte Wissenschaftlerin und nicht unbedingt Esoterikerin. :-))
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"Wahrheiten"
und Meinungen gibt es soviele wie es Menschen auf der Erde gibt.
Hier das 3. Beispiel einer 6-teiligen Gesprächsrunde (ZDF). Die Teilnehmer werden im ersten Teil vorgestellt. (youtube: zdf nachtstudio: Ich und die Welt - Was ist der Sinn des Lebens?)
Zum Thema: Gemütlich vor sich hinleben, denke ich dass das wohl die wenigsten Menschen immer können. Oder gibt es tatsächlich solche, welche nie in ihrem Leben einen "Tiefschlag" erlitten haben? Körperlich, seelisch? Spätestens dann fängt man doch an über den Sinn des Lebens (über DAS Leben oder oder über das eigene Leben) nachzudenken und kann dann, wenigstens in diesen Momenten, nicht einfach so vor sich hinleben. Deswegen muss man noch nicht suizidgefährdet sein und/oder einen Psychiater aufsuchen. Wichtig ist es wohl die Balance zu halten. Aber das ändert noch nichts daran, dass das Rätsel gelöst worden ist.
Thema Esoterik: Wer kann denn genau definieren, was das überhaupt ist? Auch da gibt es soviele Wahrheiten und Unwahrheiten wie es Meinungen darüber gibt. Entscheidend ist wohl zu erst, was ein Mensch erlebt hat, erst dann kann er gewisse Dinge nachvollziehen oder zumindest daran glauben, dass es zwischen Himmel und Erde mehr gibt, als wir wissen oder zu wissen glauben.
* * *
Das Sonnenstäubchen fern im Raume,
Das Tröpfchen das im Grase blinkt,
Das dürre Blättchen, das vom Baume
Im Hauch des Windes niedersinkt -
Ein jedes wirkt an seinem Örtchen
Still weiter, wie es muss und mag,
Ja, selbst ein leises Flüsterwörtchen
Klingt fort bis an den Jüngsten Tag.
Wilhelm Busch
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *
...................
Zum Thema: Gemütlich vor sich hinleben, denke ich dass das wohl die wenigsten Menschen immer können. Oder gibt es tatsächlich solche, welche nie in ihrem Leben einen "Tiefschlag" erlitten haben? Körperlich, seelisch?
Kannst Du es ändern ? Spätestens dann fängt man doch an über den Sinn des Lebens (über DAS Leben oder oder über das eigene Leben) nachzudenken und kann dann, wenigstens in diesen Momenten, nicht einfach so vor sich hinleben. Du sollst ja auch nicht vor Dich hinleben, sonst wird es wirklich stumpfsinnig, Du sollst einfach nur leben. Das Leben ist ein Geschenk, es zu hinterfragen, mag eine schöne Beschäftigung sein, mehr nicht.
Natürlich kaninchen
so denke ich ja manchmal auch, aber halt manchmal doch wieder anders und eine "schöne Beschäftigung" ist es ja leider für mich gar nicht (eher eine lästige...). Dieses ewige Hinterfragen hindert einen ja auch manchmal daran, sich an den schönen Dingen des Lebens einfach nur zu erfreuen. Du sagst es: Ändern kann man ja sowieso nichts. Ein guter Satz so für den Wochenanfang... ;-)))
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *
Über den Sinn des Lebens : ändern kann man ja sowieso nichts....
„Lebe so wie du kannst, da du eh nicht so leben kannst, wie du willst.“
Caecilius Statius
altrömischer Komödiendichter
Rosemary Huber