Fachsimpeln, Fragen und Erfahrungen austauschen, Bilder besprechen.
>>> Beachten Sie bitte die Netiquette!
Die Freiburger Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) organisiert im Rahmen des Europäischen Jahres der Freiwilligenarbeit und parallel zu den Aktivitäten des RéseauBénévolatNetzwerk (RBN) einen Fotowettbewerb unter dem Motto: Auch das ist Freiwilligenarbeit!
Ziel des Fotowettbewerbes ist es, die unterschiedlichen Facetten der Freiwilligenarbeit kennenzulernen und die Freiburgerinnen und Freiburger für die Freiwilligenarbeit zu begeistern.
Die beiden Siegerfotos werden im Dezember 2011 auf Plakaten in den Freiburgischen Verkehrsbetrieben (regionale Busse und Züge) zu sehen sein.
Der Wettbewerb läuft vom 26. September bis zum 21. Oktober 2011. Während dieser Zeit werden die eingereichten Fotos auf www.fr.ch/gsd zu sehen sein.
Bitte beachten:
Der Wettbewerb steht allen begeisterten Hobbyfotografinnen und Hobbyfotografen offen, unabhängig ihrer Nationalität oder ihres Wohnortes, aber das Foto muss im Kanton Freiburg geschossen werden.
Answers
Fotowettbewerbe
Tja... Jein... Nja... Ihr bemerkt meine "gemischten Gefühle" ?
Bei Fotowettbewerben jeder Art kommen immer sehr gemischte Gefühle in mir hoch. Jetzt auch speziell bei diesem Wettbewerb, bei dem ich die Konditionen und Bedingungen allgemein, die "Preise" usw sehr genau durchlas. Ich persönlich mache bei Wettbewerben grundsätzlich nicht mit. Die Art, wie ich fotografiere, reicht mir völlig.
Aber für manchen engagierten "Amateur" bedeuten Wettbewerbe eine Teilnahme mit Publikationsmöglichkeiten. Gern zeigt man seine besten Bilder und vergisst dabei, dass die Ausschreiber von Wettbewerben zum Nulltarif profitieren, während die am Wettbewerb teilnehmende Person viel Zeit, Kosten für die Ausrüstung, Material, Transport, usw einsetzen.
Der Architektur-Foto-Wettbewerb bei Wikipedia ist etwas von allgemeinem Interesse, das ganze Internetgebilde von Wikipedia basiert auf Gratisarbeit aller Beteiligten. OK.
Der jetzt ausgeschriebene Wettbewerb weicht insofern davon ab, als mehrere Institutionen mit einer gewissen Kapitaldecke dahinter stehen. Die Verkehrsbetriebe auf jeden Fall, die ausschreibende Organisation meines Erachtens auch zu einem gewissen Teil.
Meiner Meinung nach werden die Freizeitfotografierenden "ausgenützt", weil man genau weiss, dass viele dieser Personen Oeffentlichkeit suchen mit Ihren Arbeiten.
Die Konditionen der Ausschreibung sind sehr einseitig abgefasst. Lediglich die Gewinner bekommen etwas. Aber alle Bilder und Arbeiten können gezeigt werden. Und das auf 5 Jahre hinaus - in diversesten Medien und Präsentationsarten.
Ganz schlimm sind Wettbewerbe hochkommerzieller Firmen. Hier geht es in der Regel um GRATIS-IDEEN - nicht um das Bild, welches in der angelieferten Qualität verwendet wird. Eine Werbeagentur und professionelle Fotografen/Gestalter setzen dann diese Gratis-Idee hochwertig um. Die Idee dazu kam gratis und franko - oder fast gratis und franko, denn die wenigen hundert oder tausend Franken Preisgeld sind ein Klacks. Auf professionelle Art und Weise Ideen entwickeln in Werbeagenturen kostet zehntausende von Franken - und ob dann die Idee der Agentur so gut ist bzw überhaupt gefunden wird, stellt sich erst später heraus, nachdem ein Riesenaufwand dafür betrieben wurde.
Ich meine, dass alle an Wettbewerben Teilnehmende sich diese Gedanken durch den Kopf gehen lassen sollten, bevor sie Ihre Arbeiten einreichen.
Gruess, Rolf
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Lernen und Entdecken macht mir Freude. Es ist spannend für mich, Neuem zu begegnen. Gern gebe ich mein Wissen weiter an Menschen, die danach fragen. * * * * * * * * * * * * * * *
Fotowettbewerbe
Rolfs Gedanken sind auch meine Gedanken.
Hans Jörg
Meine Website
Carpe diem
Ideen, gratis
Dass Amateure eingesetzt werden, um gratis nicht nur zu guten Fotos, aber auch zu neuen Ideen zu kommen scheint ein Trend zu sein, wie dieser Artikel aus der Zeit deutlich macht.
Vom König zum Knecht
Den Nagel auf den Kopf getroffen...
... hat Rolf. Vielen Dank für Deine Worte, denn diese Sichtweise ist vielen Hobbyfotografen gar nicht bewusst. Einmal sprach eine Firma meinen Mann an, weil ihr ein Greifvogelmotiv gefallen hat. Alle Rechte abtreten für einen Pappenstiel und dann das grosse Geld machen - nein danke!
Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst. Seneca, röm. Philosoph
Meine Homepage Mein Fotoalbum