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Wir hatten ein unglaubliches Wetterglück für die Foto-Tage mit Andreas Meier (er gibt Kurse zu Photoshop Elements, siehe sein Inserat im Seniorweb). Die 10 Teilnehmer mussten sich ja früh entscheiden, wer noch einen Platz ergattern wollte. Und so fieberte ich in den schönen, warmen Tagen dem Termin entgegen und hoffte, es bleibe so. Schwein gehabt! Einige Tage vorher fiel die Temperatur und es schneite bis zu 40 cm oder mehr in den Bergen. Aber auf den 13. 10. schmolz die Herbstsonne das meiste wieder weg. Unser Glück.
In einem grossen, recht feudal gebauten Hotel im Unterengadiner Dorf Zernez waren wir für die nächsten vier Tage untergebracht und wurden perfekt verwöhnt mit allem, was nötig war. Unterkunft in grosszügigen Arvenzimmern, jeden Tag Wäschewechsel, das Pijama gefaltet, das Zmorgenbüffet aufgefüllt, ein famoses 4-Gang-Menü zum Abendessen und einen Werkstattraum für unsere Fotoarbeiten am Laptop. Es fanden sich mir bekannte und einige noch nicht bekannte TeilnehmerInnen aus den ehemaligen Einführungs- und Fortbildungskursen ein.
Zernez war denn auch das Thema des ersten Nachmittages. Wir streiften durchs Dorf, zur Kirche hinauf und zum Nationalpark-Haus, das als moderner weisser Block mit schwarzen Schiessscharten am Rand des Dorfes an der Ofenpass-Strasse liegt. Wir trafen sehr schöne Motive an, bemalte Fassaden, typische Tore und tief eingelassene Fenster in den dicken Mauern, wundervoll verziert mit Malereien. Es gibt allerdings nicht viele solche alten Häuser in diesem Dorf, das 1872 fast vollständig niederbrannte. Von daher kommt es, dass der Grossteil der Gebäude im städtischen schnörkellosen Stil mit flachen Dächern neu aufgebaut wurden. Das fällt einem sofort auf. Hier eine Übersicht über das Schloss Planta-Wildenberg und zur Kirche mit dem romanischen Turm, am frühen, eiskalten Morgen nach Sonnenaufgang aufgenommen - mit der kleinen Nikon übrigens!
Ich stelle diese Reportage hier ins Fotoforum, weil es ja um das Bildermachen ging und wir wie immer in diesen WKs mit PSE versuchten, das Beste aus den Motiven zu machen. Bis heute habe ich nun alle sehenswerten so einigermassen zwäg und stelle sie in vier Teilserien in das Adobe-Schaukästchen.
Der erste Teil ist eine Zusammenstellung zu unserem Rundgang in Zernez. Klicke aufs Bild und die Schau geht ab. Wähle wo möglich Vollbildschirm (Taste F11) und steure den Ablauf mit den weissen Pfeilen unter den Bildern von Hand. So kannst du in aller Ruhe auch die Bildtexte lesen und allfällige Bearbeitungsfehler entdecken ;-) Zum Beenden einfach das Fenster oder Register schliessen.
Viel Vergnügen und bis zur Fortsetzung: Allegra
WillY
Answers
Danke WillY
Du hast mich mit deinen Bilder in das schöne Dorf Zernez und Umgebung entführt das ich bis jetzt noch nicht kenne. Es ist für mich immer wieder ein Genuss, Bilder von Könnern und Kennern anzusehen. Nun warte ich gespannt auf die Fortsetzung.
Herzliche Grüsse
kornblume
Danke Willy. Da wäre ich auch
Danke Willy. Da wäre ich auch gerne dabei gewesen. Schade, dass ich es nicht vorher entdeckt habe! Die Bilder gefallen mit gut.
Gruss
Acquamarin
Danke euch für die Rückmeldungen!
Heute gehts weiter, zum zweiten Fototag. Das letzte Bild der vorherigen Serie von Zernez ist eigentlich das erste des zweiten Tages, als wir nach ausgiebigem Frühstück im Barockspeisesaal des Hotels mit drei Privatautos über S-chanf zum Parkplatz Prasüras am Rand des Nationalparkes fuhren. Dort trafen wir den Parkführer Martin, der uns an diesem Tag begleitete.
Ziel war die Alp Trupchun auf ca. 2000 Metern hinten im Val Trupchun. Martin machte uns darauf aufmerksam, dass wir wohl kaum Wild sehen werden. Den letzten Hirsch sah er am Vortag noch Richtung Süden wandern. Gämsen und Steinböcke seien sehr hoch oben, die Murmeli wahrscheinlich schon am Schlafen. Aber der Nationalpark sei nicht nur für die Tiere da, sondern allgemein ein Naturschutzgebiet, wo alles der Natur überlassen wird. Der Schnee, der noch vor zwei Tagen hier bis zu 40 cm lag, habe viel morsches Holz geknickt und Nadeln der Goldenen Lärchen heruntergerissen.
Für uns Föteler stellte der wolkenlose, strahlende Himmel eine besondere Herausforderung dar. Die gleissende Sonne verwandelte das Bachbett, die Steine und Felsen in helle, weisse Objekte, während andere Teile im schwarzblauen Schatten lagen. Man wusste nie, welche Einstellungen vernünftige Bilder bringen werden. Eher zu dunkel als zu hell, riet uns Andreas.
Als Beispiele zeige ich zwei verschiedene Situationen hier in der Vorschau. Extremsituationen mit zu heller Belichtung und trotzdem tiefen Schatten. Die Aufnahme ohne Bearbeitung, mit der SONY A-350, 200 ISO, 1/80 Sek. Blende 6.3, 26 mm (bzw. 39 mm):
Der Klick aufs Bild führt zur bearbeiteten Version mit ausgeglichenen Lichtern und Tiefen, wie die Ausdrücke bei Photoshop Elements heissen. Die weissen Schneefelder hinten sind immer noch etwas überstrahlt.
Das zweite Beispiel ist ebenfalls viel zu hell, aber zum Glück auch mit RAW aufgenommen. So konnte ich die ideale Belichtung nachträglich korrigieren, wie der Klick aufs Bild zeigt.
Die gegenteilige Situation, ein zu dunkel geratener Schatten bei eigentlich idealen Lichtverhältnissen in den hellen Bereichen. Hier das Original, unbearbeitet, ebenfalls mit der SONY mit 1/125 Sek. und Blende 8 aufgenommen.
Ein Klick auf das Bild zeigt die mit dem RAW-Konverter bearbeitete Version mit aufgehelltem Schatten der Vordergrundpartie.
Tiere haben wir dann doch noch entdeckt. Unterwegs begleiteten uns Dohlen und Häher und auf dem Rastplatz Alp Trupchun konnte ich dank meinem grossen Tele, die von Martin mit dem Spektiv ausgemachten Gämsen und Steinbockhörner und sogar einen Bartgeier einfangen.
Die Bilder sind auf meinem Adobe-Schaukästchen hier zu sehen. Wenn möglich auf Vollbild umschalten (Taste F11) und den Ablauf mit den weissen Pfeilen unter dem Bild schalten, sonst läuft die Show automatisch auf und davon. Zum Beenden Vollbild wieder ausschalten (Taste F11) und Fenster schliessen.
Die Wanderung vom Parkplatz bis zum Ziel dauerte etwa vier Stunden und von dort wieder zurück nochmals drei. Meine Beine mochten am Schluss fast nicht mehr mit. Sie waren schwer und die Bremsen (sprich Gelenke) liefen heiss. Ich war froh, den letzten Kilometer mit dem Auto von Martin mitfahren zu dürfen.
Wünsche einen schönen Sonntag und grüsse herzlich
WillY
Aus meiner Fotowerkstatt Mein Fotoalbum
Indian Summer im Engadin
Willy, Du hast sehr stimmungsvolle Bilder aus dem Engadin heimgebracht. Traumhaftes Wetter und richtig aus dem Vollen geschöpfte Indian-Summer-Farben.
Deine Korrekturen finde ich sehr gelungen. Beim dritten Bild ist die Aufhellung des Vordergrundes meines Erachtens ein bisschen stark geworden. Aber das ist natürlich Geschmackssache.
Ja, die richtige Belichtung bei diesen extremen Verhältnissen ist in der Tat eine Herausforderung ... Dia-Fotografen aus analoger Zeit wissen davon ein Lied zu singen. Überbelichtung -> Ausgefressene Lichter -> Dia in den Papierkorb, unbrauch- und unkorrigierbar. Heute ist es ein bisschen einfacher durch die sofortige Kontrolle am Display (Histogramm)
Darum muss man Überbelichtung unbedingt verhindern und eher eine Unterbelichtung mit abgesoffenen Schatten in Kauf nehmen. Diese stören weniger und können in der nachträglichen RAW-Entwicklung meist noch gerettet werden.
Schöne Grüsse, Hans Jörg
Meine Website
Carpe diem
Der dritte Tag
begann wie jeder davor mit einem strahlend blauen Himmel. Als ich kurz vor 08 Uhr zum Hotelzimmer hinaus schaute, sah ich gerade den Mond untergehen, bzw. die Sonne bei ihrem Aufgang die Bergkuppe vergolden.
Es wurde tatsächlich wieder ein sehr schöner Tag. Heute war im Programm, vom Parkplatz Postautohaltestelle Champlönch aus die gleichnamige Alp (ein Hochplateau) zu bewandern, einen Abstecher zum Rastplatz auf die Alp Grimmels zu machen und dort Panoramaaufnahmen zu üben. Endziel war dann das Restaurant (völlig überlastet!) Il Fuorn an der Ofenpass-Strasse, von wo uns das Postauto wieder nach Zernez zurück transportierte.
Die Lichtprobleme waren dieselben wir am Vortag. Wir wanderten jedoch nicht so tief in einem Taleinschnitt. Die Schattenpartien waren erträglicher. Aber eiskalt war es! Auf dem schmalen Pfad trafen wir da und dort noch Schnee oder Eis an. Wollmütze und Handschuhe mit Fingerlöchern waren sehr zu empfehlen. Hingegen war es an der Sonne sofort warm und auch der relativ steile Aufstieg zur Hochebene Champlönch brachte uns recht ins Schwitzen. Hier sehen wir einen Teil unserer Paparazzis mit ganz unterschiedlichen kleinen und grossen schwarzen Chäschtli vor dem Bauch. Ich habe oft auch die kleine Nikon zum Einsatz gebracht. Ich wollte es einfach wissen, was sie leistet.
Mit im schweren Rucksack hatte ich für die SONY mit dem schon recht schweren Zeiss-Objektiv 2.8 / 24 - 70 mm ein Makroobjektiv mit 100 mm Festbrennweite (es kam nie zum Einstz) sowie das 1.5 kg schwere Tele 70 - 400 mm, plus ein Einbeinstativ und ein gschtabiges Dreibein von Manfrotto; zwar aus Carbon aber der Kopf war schwerer als die Beine!
Oben auf dem Plateau wanderte es sich gemütlich. Es fanden sich genug Motive, um Aufnahmen zu machen. Es wachsen aber auffallend weniger goldene Lärchen hier oben als unten in den Tälern. Dafür entdekcten wir einen alten Tränkebrunnen. Hier würde ich in der Nähe auf Tiere - zum Beispiel Hirsche - lauern, wenn sie sich zum Umtrunk versammeln ;-)
Auf der Alp Grimmels befindet sich wiederum ein sog. Rastplatz, genau abgesteckt, aber gross genug für viele Besucher und sehr aussichtsreich. Auch von hier aus lassen sich zu besseren Zeiten Tiere beobachten, jedoch ausschliesslich mit Spektiv oder starken Teleobjektiven. Die halbe Rundumsicht verleitete uns, Panoramaaufnahmen zu machen, die wir dann in der Werkstatt am Spätnachmittag zusammenstitchten.
Ein Müsterchen stelle ich euch hier vor. Es ist zusammengesetzt aus 7 Einzelaufnahmen quer mit dem Normalobjektiv 24 - 70 mm mit fix (manuell) eingestellten Werten ISO 200, 1/1000 Sek., Blende 4.5, Brennweite 24 und Fokus auf unendlich, auf genau horizontal ausgerichtetem Stativ. Das Zusammensetzen brachte so wirklich nur ganz kleine Niveauunterschiede, die ich problemlos auffüllen (Himmel) oder wegschneiden konnte.
Der Klick aufs das hier sehr kleine Pano führt auf die grössere Version in meinem fc-Album, wo auch bereits einige kritische Stimmen darunter zu finden sind.
Es ist natürlich immer die Frage, wo fange ich an und wo höre ich auf. Ich habe darauf geachtet, dass auf beiden Seiten einige Tannen das Pano beschliessen. Schade finde ich, dass in der Mitte kein Vordergrund ist. Hätte wohl Hochformat-Bilder machen müssen. Übergänge von einem Bild zum andern findest du bestimmt keine. Da macht das Programm unter PSE ganze Arbeit! Für mehr als 3 - 5 Aufnahmen braucht es jedoch recht grosse Ressourcen (vor allem Arbeitsspeicher, RAM) im Laptop, sonst wartet man sehr lange auf das Resultat - wie ich es selbst erlebte!
Zum Restaurant, Parkplatz und Postautohaltestelle Il Fuorn an der Ofenpass-Strasse führt der Pfad wieder steil in die Tiefe, vorbei an riesigen Felsabbrüchen, über Brücken und sogar an einem alten Kalkbrennofen vorbei. Ein geradezu lieblicher Abstieg, wenn man immer das Ziel vor Augen hat! Es war für mich eine Überraschung, dass ich keinen Muskelkater vom Vortag zu spüren bekam und mich einigermassen gut fühlte.
Im Restaurant bzw. auf dessen Terasse konnten wir zwar den Durst löschen, aber nur wenige den Hunger stillen. Der Kellner war völlig überfordert mit den vielen Besuchern an diesem Nachmittag. Dafür genossen wir dann beim Nachtessen das reichhaltige Menü und den erlesenen Wein um so mehr!
Die Tagesschau ist wiederum in einer Bilderserie in meinem Adobe-Schaukästchen zu sehen. Klick auf diesen Link, wähle wenn möglich mit der Taste F11 die Vollbildansicht und steuere die Bildfolge von Hand mit den weissen Pfeilen unter dem Bild, sonst läuft die Show auf und davon. Du kannst so genauer den Text lesen, Pixel zählen oder Tiere suchen - wenn du willst ;-)
Viel Vergnügen und bis zum letzten Teil, Allegra
WillY
Aus meiner Fotowerkstatt Mein Fotoalbum
Allegra WillY
...was soll ich Tiere zählen und Pixel suchen ?;-) Bär? Wann haben sie denn den wieder angesiedelt? Wunderschön! Der weisse Kasten ist das neue Nationalparkmuseum? Im Youtube gibts ein Video davon, aber nicht sehr aufschlussreich. Das Sonnenauf-Monduntergangs-Photo ist ja megagigahochsowieso! Das sind ja nur Sekunden diese Momente... da warst du mit der Kamera aber wahnsinnig schnell. Überhaupt solche Stimmungen sind für mich die schönsten Momente in der Natur.
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *
RAW Bearbeitung
Hallo Willy,
ihr habt wirklich Prachtstage erwischt und du hast die goldene Pracht des Engadins sehr schön eingefangen. Ich habe überhaupt keine Erfahrung mit dem RAW-Format und mich würde interessieren, ob die Korrekturen an den Bildern, die du im RAW-Format aufgenommen hast an Bildern im JPEG-Format nicht möglich wäre. Ich bin wirklich erstaunt, was du aus den Bildern herausgeholt hast.
eben im PCTIPP erschienen :
ein Artikel zum Fotografieren im RAW-Format
http://www.pctipp.ch/data/fileserver/heftarchiv/2011/11/1138RAW_abo.pdf
Ich hoffe, jeder Möchte-gern-Leser kann's öffnen ...
Jean-Pierre
Artikel im PC-Tipp
Danke für den Link zu diesem Artikel.
Er wäre eine gute und übersichtliche Zusammenfassung zum Thema RAW, wenn der Verfasser im Bereich der RAW-Software (im zweiten Teil) nicht einen kleinen «Chrüsi-Müsi» gemacht hätte.
Ich finde sicher noch eine Stunde, um das ein wenig auseinander zu fädeln.
Vielleicht gibt es hier schon ein paar Antworten.
Aber jetzt wieder zurück zum Thema "Goldene Fototage im Engadin"
Hans Jörg
Meine Website
Carpe diem
Guarda, der letzte Tag
unserer Fototage im Engadin. Diesmal kein Morgenbild. Aber es war genauso wie an den anderen Tagen, strahlend blauer Himmel, herrliche Sonne, das Gold in den Lärchen.
Um 09.30 Uhr starteten wir bereits wieder mit einigen Privatautos, um etwas weiter das Unterengadin hinunter das kleine Dörfchen Guarda zu besuchen. Es liegt auf einer Terrasse 1650 Meter über Meer auf der linken Seite des Tales. Ins Dorf hinein darf man nicht fahren. Der Gebühren pflichtige Parkplatz liegt einige Schritte unterhalb des Ortes.
Die Herausforderung dieser Fototour bestand wie jeden vorherigen Tag im grellen Licht und den starken Schatten. Zu einem kleinen Teil konnte man profitieren, dass die Schattenseite eines Hauses von der hell angestrahlten Frontseite des gegenüberliegenden Hauses "aufgehellt" wurde! Man musste also die Motive sorgfältig suchen und etliche Mühe für die Bearbeitung aufwenden. Einige Highlights:
Das "Schällenursli"-Haus? Klickbild zum grösseren Format in der fc.
Oder diese Grafik, ein echtes Handwerk in allen Belangen, bis zu den Häckeldeckeli an den Scheiben!
Auch dies ist auf der fc-Seite grösser und auf dunklem Hintergrund zu sehen.
Es ist auffällig, wie sorgfältig die Häuser renoviert und gepflegt sind. Wohltuend ist aber auch, dass es kaum Läden oder Butiken gibt, die den sicher zahlreichen Touris Souveniers, Postkarten und weiss was alles andrehen wollen.
Es ist halt klein und eng. Da gerät so manche Ecke eines Hauses oder eines Daches in den Fokus - und bildet zusammen mit den anderen Kanten, Linien, Farben, Schrägen ein Gewirr von Perspektiven. Dies hat mich hier gereizt, damit ein Bild zu machen. Wer den Hausspruch lesen will, klicke auf das Bild.
Angenehm war, dass es kaum Leute hatte in den schmalen Gassen, kaum Besucher, aber auch keine Bewohner. Es war ja Sonntag. Die Kirche war geschlossen. Im Grunde schon etwas trostlos, oder gar ausgestorben? Aber für uns natürlich ideal. In den zwei Stunden hatten wir wirklich gut Zeit, all die herrlichen Winkel aufzustöbern und ins rechte Licht zu rücken.
Auch von diesem Tag gibt es wieder eine Bilderserie im Adobe-Schaukästchen hier unter diesem Link.
Wie immer wenn möglich mit der Taste F11 auf Vollbild schalten und den Ablauf mit den weissen Pfeilen unter dem Bild von Hand steuern. Zurück zum Seniorweb mit der F11 Taste und Fenster schliessen.
Die Heimfahrt mit dem Polo mit ganz wenigen Unterbrechungen führte mich dann auf Empfehlung von anderen Teilnehmern ÜBER den Flüelapass nach Davos / Klosters und dort wie schon oft, auf die Sunnibergbrücke. Ich konnte auch diesmal nicht widerstehen, am Ende des Tunnels schnell anzuhalten und dieses schwungvolle Bauwerk mit dem Gold im Hintergrund mit der kleinen Nikon festzuhalten.
Klickbild.
Die paar Tage im Teilnehmerkreis mit Gleichgesinnten haben mir wieder Auftrieb gegeben und viele Motive beschert. Das Wetter hat natürlich einen hohen Anteil daran geleistet. Die Wanderungen in diesen Dimensionen werden für mich je länger je rarer werden. Darum war ich dankbar, heil wieder nach Hause kehren zu dürfen.
Für alle Echos, Ergänzungen und Erfahrungen danke ich euch und freue mich, wenn dieser Thread noch einige Zeit "obenauf schwimmt" und beachtet wird.
Mit herzlichem Allegra
WillY
Aus meiner Fotowerkstatt Mein Fotoalbum
Guarda
Die langen Bergtouren werden für uns alte Kracher immer seltener, gell Willy, umso schöner sind die Erinnerungen an früher gemachte. Für mich ist Guarda ein solcher Ort der Erinnerung.
Guarda wurde 1938-1945 von einem Architekten in seiner Gesamtheit sorgfältig restauriert und erhielt 1975 den Wakkerpreis. Das postkartenidyllische Dorfbild gereicht den Einwohnern aber nicht unbedingt zum Vorteil. Wie man unschwer bei einem Besuch entdecken kann, ist die Abwanderung der Einwohner mangels genügender Erwerbsmöglichkeiten das grosse Problem. Es fänden sich genügend Käufer ( italienische) für die Liegenschaften, die wie in Schuls z. B. ihre schwarzen Euros investieren möchten. Zweischneidig ist auf der einen Seite das "Museumsdorf" und andererseits das wirtschaftliche Überleben. Den richten Weg um sanften Tourismus und mehr sesshafte Bürger zu finden ist nur zu wünschen.
Hier noch ein Link zur Geschichte von Guarda
Fototage im Engadin
Willy, bin begeistert von Deiner Engadiner Fotoreportage und geht man in Deine Bilderserie im Adobe-Schaukästchen kann man sich zurücklehnen und nur geniessen, einfach herrlich. Wenn's für Euch auch sicherlich eine Plackerei war mit dem schweren Fotogepäck, aber es hat sich gelohnt.
Ganz herzlichen Dank dafür
und lieben Gruss
gundi
Foto Tage im Engadin,
Danke Willy für die schöne Fotoreportage aus dem Engadin mit den goldenen Herbstfarben. Einen guten Kontrast zu meinen Touren im Winter nach Guarda und Umgebung. Da ich gleichzeitig auf Gotland auf den etwas langsameren 3G-Anschluss angewiesen war, habe ich deine Schaukästchen jetzt noch einmal genossen – beeindruckend und zum nachmachen lockend!
Liebe Grüsse, hrjung
Guarda - Schau!
Es heimelet scho aah, lieber WillY. Im Schaukästchen Bild 37, dort wo das rote Auto vor dem Haus steht... das war jahrelang "unsere" Ferienwohnung - im Herbst, aber auch im Winter und mal im Frühling. Wunderschöne Erinnerungen an alles - auch an unsere damals noch kleinen Kinder, die in Guarda und oben am Waldrand viele, viele Sachen erlebten und entdeckten - Feuern, Holzhacken, Klettern, Baumfischen (mit einer Schnur mit vorne angebundenem Stein in die trockenen Aeste der Lärchen verfangend werfen, und so den Ast herunterholen. Lärchenäste brechen ganz leicht am Stamm, sofern sie zappentrocken sind)
usw usw...
Gruess und Dank, Rolf
* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * Lernen und Entdecken macht mir Freude. Es ist spannend für mich, Neuem zu begegnen. Gern gebe ich mein Wissen weiter an Menschen, die danach fragen. * * * * * * * * * * * * * * *