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Die Wogen gehen hoch. Presse, Leserbriefschreiber und Stammtischrunden finden, die vorgesehene Lohnerhöhung sei zu grosszügig und undifferenziert oder etwas härter ausgedrückt -- Abzockerei in Reinkultur! Um was geht es eigentlich? Die Berner Regierungsräte wollen schlicht und einfach ihr “Salärchen” von heute mickrigen 275’000 “Fränkli” auf 308’000 “Fränkli” anheben. Gleichzeitig will man auch die Saläre des Topkaders von lächerlichen 239,000 auf 267’000 “Fränkli” erhöhen. Allerdings mit fast unzumutbaren Einschränkungen. Der Regierungsrat verzichtet auf seine Treueprämien und das Kantonskader darf keine Überstunden mehr aufschreiben. Dabei geht es nicht nur um Überstunden im trauten Heim oder im Büro. Ich denke dabei auch an Sitzungen während meinen beruflichen Tätigkeiten mit Kantonskader ausserhalb von Bern. Mit dem Frühzug um 06 30 Uhr an die Sitzung. Dauer der Sitzung bis 18 00 Uhr, lediglich unterbrochen mit einem kurzen Mittagslunch. Anschliessend zum gemeinsamen gemütlichen Teil -- Dinner in einem Gourmetlokal, selbstverständlich alles auf Spesen. Mit dem letzten Zug zurück nach Bern. Das gibt locker 18 Stunden, also rund 10 Stunden Überzeit, die ohne wenn und aber aufgeschrieben wurden. So gesehen liegen die 3,700 Überstunden, die ein Kadermann des Kantons während 10 Jahren angehäuft und sich beim ausscheiden aus dem Staatsdienst mit lächerlichen 300’000 “Fränkli” auszahlen liess absolut im Rahmen!
Als Steuerzahler bin ich gerne bereit, unserer Regierung und dem Topkader etwas unter die Arme zu greifen, um weitere Sozialfälle zu vermeiden. Schliesslich tragen diese nur an das Wohl des gemeinen Volkes denkenden Regierungsräte eine grosse Verantwortung. Wie ist es sonst zu erklären, dass der Regierungsrat im Rahmen der Entlastungspakete beschlossen hat, im Jahr 2012 bei den Alters- und Pflegeheimen zu sparen und im Spitexbereich eine Patientenbeteiligung für Pflegeleistungen an über 65-jährige Personen sowie eine Erhöhung der Klientenbeteiligung in der Hauswirtschaft einzuführen!
PS
Sollten die „edlen Herren von Bern“, respektive die selbstherrlichen Mitglieder vom Anzién Regime, also unsere heutigen Berner Regierungsräte oder Topkader diese Zeilen lesen, was allerdings nicht anzunehmen ist, habt Verständnis mit einem Kobold, der aus seiner, vielleicht etwas eingeschränkten Perspektive, despektierlich und ohne Respekt über die Berner Regierung herzieht.
Kobold
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Google sei Dank
PS
Sollten die „edlen Herren von Bern“, respektive die selbstherrlichen Mitglieder vom Anzién Regime, also unsere heutigen Berner Regierungsräte oder Topkader diese Zeilen lesen, was allerdings nicht anzunehmen ist, habt Verständnis mit einem Kobold, der aus seiner, vielleicht etwas eingeschränkten Perspektive, despektierlich und ohne Respekt über die Berner Regierung herzieht.
Kobold: Wahrscheinlich werden die Regierungsräte und Topkader diese Zeilen sehr wohl lesen, denn wenn man das Thema googelt, dann erscheint Dein Forumsbeitrag gerade an erster Stelle. Google sei Dank!
Der Regierungsrat muss wenigstens noch fragen...
.. da haben es die Verwaltungsräte und CEO von Grossbanken einfacher. Sie beschliessen ihre Gehälter gleich selber und fragen niemanden. Dagegen sind Gehälter von unter 400 000.- von Regierungsräten geradezu portokassenverdächtig.
Neulich hat sich Roger Federer ein Landstück von 5700 m2 am Zürisee gepöstelet. Es soll ca 20 oder "etwas mehr" Milliönli Franken gekosten haben. ob es wohl für eine Häuschen darauf noch reicht ...?
So rufe ich nach Bern: "Sammelt für die Regierungsräte!" Die Bodenpreise steigen !
Verantwortungslast muss entschädigt sein
Noch haben die neuen Regierungsräte wahrscheinlich keinen Mist gebaut und können sich deshalb auf ihre grosse Verantwortungslast berufen. Und so haben sie eben wegen ihrer grossen Verantwortung, die sie tragen, schon sehr, sehr viel mehr Geld zugut... Seid gnädig mit ihnen, damit sie Euch gnädig sein können...
Grues, Rolf
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Sehr wohl, dem ist so ...
Beispiel gefällig?
Unsere hohe Baudirektorin des Standes Bern war derartig überlastet, dass es ihr nicht gelang, bei der Einweihung einer neuen Umfahrungsstrasse im Frutigland persönlich anwesend zu sein. Nicht so schlimm, meinst Du? Eigentlich ja, nur handelte es sich um das Ende einer mehr als 20-jährigen politischen Leidens- und Projektierungsgeschichte zur Aufhebung des Engpasses und Gefahrenherdes nach Kandersteg im Emdthal.
Grund der Überlastung von Frau Regierungsrätin war die nicht ablehnbare Einladung an das Endspiel eines Fussballevents in Wien (Schweizer oder Berner spielten, meine ich, dort nicht mit).
Da mussten wir doch wirklich Verständnis haben, oder öppe nid?
Ich werde daher mit Überzeugung meine Stimme abgeben, wenn denn die Lohnerhöhung vors Volk kommt
Ohren können das Gute hören, Augen das Schöne sehen, wenn das Hirn dies zulässt
Sind Gehälter unter 400 000.- wirklich portokassenverdächtig?
Regierungsräte in einer kantonalen Exekutive sollen anständig bezahlt sein. CHF 400'000, oder auch etwas weniger, erfüllen dieses Kriterium, jedenfalls gibt es immer genügend Bewerber, wenn da wieder mal ein Sitz frei wird - und dies nicht nur im Kanton Bern. Was man nicht vergessen sollte, ist die Tatsache, dass diese Jobs voll pensionsberechtigt sind, in den meisten Kantonen bereits nach einer oder zwei Amtsperioden. Das ist aus privatwirtschaftlicher Sicht "einmalig", weil es bei einem 60-jährigen Rentner (als Beispiel) die Pensionskasse mehrere Millionen kostet. Dies ist denn auch der Hauptgrund, weshalb diese Pösteli derart begehrt sind, denn Politiker leben - das ist statistisch erwiesen - mehrheitlich von der Hand in den Mund und zahlen in ihren "besten Jahren" nur unzureichend in die zweite Säule ein. Fazit: Der Lohn eines Regierungsrates ist nur die Spitze des Eisbergs - und mit Roger Federer sollte man diese "No-names" schon gar nicht vergleichen.