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Vielleicht nur ein Sturm im Wasserglas...

53 Antworten [Letzter Beitrag]
7. Januar 2012 - 12:36
iloma

meinte Peter V. Kunz, Professor für Wirschaftsrecht an der Uni Bern,

vielleicht auch meine Irritation im Hinblick auf folgendes Zitat:

Frage Thomas Münzel in "Der Landbote": Wieweit muss sich Herr Hildebrand moralische Verfehlungen vorhalten lassen?

Antwort Peter V. Kunz: Ich vermute, dass Herr Hildebrand seinen eigenen Haushalt nicht ganz im Griff hat - sprich seine Ehefrau. Noch viel wichtiger dünkt mich aber seine Einsicht, dass er es damals verpasst habe, die heikle Devisen-Transaktion seiner Frau gleich wieder rückgängig zu machen..... usw.

Was meint man/frau hierzu?

 

 

Gruss, iloma

* * *  Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse  * * * *

 

Answers

Markus

Schmierenkomödie

Herr Hildebrand hat seinen moralischen Fehler eingesehen, bereut und den Gewinn der Berghilfe gespendet. Wenn die Presse wirklich juristisch belastende Dokumente besitzt, soll sie diese entweder sofort publik machen oder schweigen. Weitere unbelegte Anschuldigungen oder Rücktrittsforderungen schaden der SNB (und der Schweiz) mehr als Herrn Hildebrand. Der SVP-nahe Chefradaktor der BaZ - Markus Somm - hat sich in er heutigen Ausgabe für seine überstürzte Rücktrittsforderung gegen Herrn Hildebrand entschuldigt.

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Nur-ein-Teil-der-SVP-fordert-den-Ruecktritt-Hildebrands/story/15610779

>>  Was das, was gewisse Politiker und Journalisten zur Zeit aufführen, von einer Schmierenkomödie unterscheidet, ist der Umstand, dass eine Komödie im allgemeinen nach zwei, drei Stunden zu Ende ist.  <<

 

etna

Es ist ja gut..........

dass die heutige Zeit - dank den modernen Medien - so transparent geworden ist und es noch mehr werden wird. Da kann wirklich (fast) nichts mehr unter dem Deckel gehalten werden. Aber es gibt leider auch immer mehr Raum, alles Hässliche und die eigenen Interpretation dazu, bis ans Gehtnichtmehr auszumalen, zu illustrieren und zu verdrehen bis am Schluss niemand mehr weiss, wo der Hund wirklich begraben ist.

Zuerst trompetet die eine Seite monatelang von Lügen, bis diese Lügen, wie ein Bumerang in die eigenen Reihen zurück driftet und Scherben ins hochgelobte Glashaus schmettert. Da wäre doch ein wenig weniger sicher mehr für Menschen und Land. Ganz zu schweigen vom noch unschöneren Eindruck, den all diese Intrigen auf die Nachbarländer auslösen. Von nichts kommt ja bekanntlich nichts: In den Vierziger Jahren konnte man in der Schweiz überall auf Plakaten lesen:Wer nicht schweigt schadet der Heimat. Heute wären wieder einmal eine solche Art Plakate angebracht, finde ich, für die ominösen "Kreti und Pleti".

 Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)

Peter Fuchs

«Moralische Verfehlungen»

Erstaunlich finde ich in dieser Sache vor allem, wer sich am meisten über die «moralischen Verfehlungen» von Herrn Hildebrand aufregt.

Wie der selbsternannte «Briefträger» sagt, habe er nur «in Interesse der Schweiz gehandelt», als er die geklauten Bankdaten an die Öffentlichkeit brachte. Herr Hildebrand sei ein Spekulant und als Präsident der Nationalbank nicht mehr tragbar, liess er verlauten.

Er selber, ehemals Bundesrat und jetzt wieder Nationalrat lässt sich natürlich nur von den höchsten moralischen Grundsätzen leiten! Spekulationen sind ihm fremd und bei all seinen Handlungen hat er vor allem die Interessen des kleinen Mannes, des Stimmbürgers und Steuerzahlers im Auge.

Wer's nicht glaubt, darf es gerne in einem Artikel vom 26. Dezember 2011 im «Bund» nachlesen...

Gott gebe allen, die mich kennen, doppelt so viel wie sie mir gönnen...

Kurt Engelbrecht

"Der Briefträger" (gemeint

"Der Briefträger" (gemeint ist C. Blocher) hat die Information nicht an die Öffentlichkeit gebracht, sondern der Bundespräsidentin übergeben. Kann man nachlesen.

Zweitens: Der Präsident der NB ist so gut bezahlt, dass er keine Fehler machen darf, unter keinen Umständen. Seine Position verlangt das. Ich habe in meinem Beruf viel weniger als er verdient und durfte auch keine machen.

Kurt

 

Giovanni

Doppelt genäht?

Gehört diese Diskussion nicht eher in die Arena? Oder ist die Sache so wichtig, dass sie auch im Seniorweb nicht breit genug ausgeschlachtet werden muss? Wenn dem so wäre, so wären unser Land und unser Volk eigentlich weltweit zu beneiden.

Kurt Engelbrecht

In der New York Times on line

In der New York Times on line gibt es einen ausführlichen Bericht über die Affäre. In der Frankfurter Allgemeinen on line gibt es allein am 6.1. drei Artikel. Es ist also nicht eine Angelegenheit, die nur die Schweizer interessiert.

Kurt

Georg Borer

Kommentare

iloma schrieb:
meinte Peter V. Kunz, Professor für Wirschaftsrecht an der Uni Bern,

vielleicht auch meine Irritation im Hinblick auf folgendes Zitat:

Frage Thomas Münzel in "Der Landbote": Wieweit muss sich Herr Hildebrand moralische Verfehlungen vorhalten lassen?

Antwort Peter V. Kunz: Ich vermute, dass Herr Hildebrand seinen eigenen Haushalt nicht ganz im Griff hat - sprich seine Ehefrau. Noch viel wichtiger dünkt mich aber seine Einsicht, dass er es damals verpasst habe, die heikle Devisen-Transaktion seiner Frau gleich wieder rückgängig zu machen..... usw.

Was meint man/frau hierzu?

Offenbar ist es eine moralische Verfehlung, wenn man seine Frau nicht im Griff hat. (Jeder Kommentar erübrigt sich.)

Offenbar können viele (SVP?) Männer auch nicht begreifen oder verstehen, dass eine Frau eine Finanztransaktion machen kann, ohne ihren Ehemann (womöglich auf Knien) um Erlaubnis zu bitten.

iloma

Könnte man meinen

Giovanni schrieb:

Gehört diese Diskussion nicht eher in die Arena? Oder ist die Sache so wichtig, dass sie auch im Seniorweb nicht breit genug ausgeschlachtet werden muss? Wenn dem so wäre, so wären unser Land und unser Volk eigentlich weltweit zu beneiden.

Giovanni, und ich habe auch mit deiner Frage insgeheim gerechnet. Es ging mir tatsächlich um die Bemerkung "seine Frau nicht im Griff" hat und das gehört irgendwie doch zu den Lebensfragen. Vielleicht bin ich da etwas zu empfindlich, was solche Bemerkungen anbelangt. Denke aber daran, dass wir a) schon seit 1971 das Frauenstimmrecht haben und b) dass es auch um das geht, was Georg geschrieben hat.

ooo

Kommt heutiger Kommentar im "Der Landbote" von Politikwissenschaftlerin Regula Stämpfli hinzu:

...Bei dem "verheerenden Exkurs zu seiner Ehefrau", habe ihr der Atem gestockt und interpretiert seine Aussagen folgendermassen: "Hampelmänner united, aufgepasst! Falls Sie eine echte Mackerkarriere anstreben, dann bitte Finger weg von starken, selbstständigen Frauen!" (sda)

Gruss, iloma

* * *  Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse  * * * *

 

dummy

Deal or no deal

Anscheinend verlangte die Bank Sarasin per mail die Unterschrift von Philipp Hildebrand, bevor der deal autorisiert werden konnte, da er über das Konto von PH ablief. Wäre sich PH damals bewusst gewesen, was diese Unterschrift als Folge haben würde, hätte er den deal noch rechtzeitig sistieren können, indem er seine Unterschrift verweigerte.

wels

aa

man weiss ja nicht, ob seine Frau eine Vollmacht hatte über dieses Konto.

Ich denke, dass hier ein ähnliches Problem vorliegt wie bei Frau Kopp: Ehepartner/-partnerin mit eigenem Geschäft und keine konsequente Trennung der beiden Tätigkeiten während der Amtszeit.

Vielleicht auch eine Parallele zu Botschafter Borer: Amerikanerin als Ehefrau.

 

Sterngucker

Sturm im Wasserglas - Und der Preis dafür ?

Die Schweiz ist dem grössten politschen Ablenkungsmanöver auf den Leim gekrochen. Die Datenklaugeschichte blockiert jetzt das Land. Die Realpolitik macht jetzt Pause. Dabei wäre der Rats-Kalender in Bern übervoll mit wichtigen Geschäften. (Bildung, Wirtschaft,  Arbeitslosigkeit, Verkehr, Eurokrise, Schweizerefranken, Krankenkassen, Rentenfinanzierung, AHV, Militär).

Wegen etwas Währungsgewinn von ca 50 000.- einer Geschäftsfrau folgen jetzt  Bundesratssitzungen, Nationalbanksitzungen, Sondersessionen in den Räten. Immer die selben Parlamentarier bevölkern die Arena. Der Moderator stellt der Bundespräsidentin dreimal die gleiche Frage und merkt nicht, wie sie ihm mit der Geduld einer Heilpädagogischen Lehrerin zu erklären versucht, was er nicht recherchiert hat. 

Das alles kostet. Revisionfirmen kosten wahnsinnig viel. Es folgen Kosten bei der Staatsanwaltschaft, bei mehreren Anwälten, und vielleicht noch bei Gerichten ,  und schlieslich gibt es noch Kosten bei Psychiatrischen Einrichtung wenn dann alle an dieser Hexenjagd krank geworden sind. Den ersten in der unheiligen Kette - den Datendieb - hat es schon erwischt.  

Rechnen wir alles zusammen .  Vieleicht hätten wir mit dem verlochten Geld 100 Landärzte oder 120 Maschineningenieure  ausbilden können. Leute, die dringend gesucht werden.

mupli

Rücktritt SNB Präsident

Nun ist also SNB Präsident P. Hidebrand zurückgetreten per sofort.

Der ehemalige BR CB kann sich jetzt neue Opfer suchen wo er wieder "dreckeln" kann. Zum Glück hat man ihn aus dem Bundesrat geworfen, d.h. nicht wieder gewählt. Erreicht hat er ja ohnehin nichts in 4 Jahren.

Vielleicht müsste CB einmal selber in der SVP für Ordnung sorgen. Wollte doch diese Partei einen kriminellen SVP Bundesrat "Z" in Bern in dieses Amt wählen. 

dummy

Vollmacht

wels schrieb:

man weiss ja nicht, ob seine Frau eine Vollmacht hatte über dieses Konto.

Ich denke, dass hier ein ähnliches Problem vorliegt wie bei Frau Kopp: Ehepartner/-partnerin mit eigenem Geschäft und keine konsequente Trennung der beiden Tätigkeiten während der Amtszeit.

Vielleicht auch eine Parallele zu Botschafter Borer: Amerikanerin als Ehefrau.

In der Presse hiess es mehrmals, dass Frau Hildebrand eine Vollmacht für das Konto ihres Mannes hatte und deshalb musste PH den Devisenhandel unterschreiben. Warum sie nicht ein eigenes Konto eröffnete für ihren Kunsthandel, ist mir allerdings schleierhaft.

Mich hat diese ganze leidige Affäre von Anfang an an die Kopps erinnert. Ich begriff damals und auch heute noch nicht, dass die telefonische Warnung an ihren Mann Frau Kopp den Bundesratsitz kosten sollte.

Borki

mupli

mupli schrieb:

... Der ehemalige BR CB kann sich jetzt neue Opfer suchen wo er wieder "dreckeln" kann. Zum Glück hat man ihn aus dem Bundesrat geworfen, d.h. nicht wieder gewählt. Erreicht hat er ja ohnehin nichts in 4 Jahren.

Vielleicht müsste CB einmal selber in der SVP für Ordnung sorgen. Wollte doch diese Partei einen kriminellen SVP Bundesrat "Z" in Bern in dieses Amt wählen. 

Solche Worte erwarte ich eigentlich nur von einem dummen Ploderi.
Bist du einer?

Rosano Verde

Von dummen Ploderi und andern besorgten Mitbürgern

Um die Diskussion wieder auf das von Borki so arg vermisste Niveau anzuheben, gebe ich zu bedenken, dass es sich beim erzwungenen Abgang von Philipp Hildebrand um einen Pyrrhussieg der SVP handeln dürfte.

Pro memoria:

Ein Pyrrhussieg ist ein zu teuer erkaufter Erfolg.

Im ursprünglichen Sinne geht der Sieger aus dem Konflikt ähnlich geschwächt hervor wie ein Besiegter und kann auf dem Sieg nicht aufbauen.[1] Der Ausdruck geht auf König Pyrrhus von Epirus (319/318–272 v. Chr.) zurück. Dieser soll nach seinem Sieg über die Römer in der Schlacht bei Asculum (Süditalien) 279 v. Chr. einem Vertrauten gesagt haben: „Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!“[2]

iloma

Wie es euch gefällt...

anderes Thema anderer Spielort, auch gut :-)

Ein (vielleicht) gut durchdachter Schachzug kam mir in den Sinn, ganz im Sinne von dem was Rosano Verde schreibt. So was soll vorkommen in der Politik. Wäre ganz interessant zu wissen, wie und wer solche Spielchen sich ausdenkt und ob sie (immer) den gewünschten Erfolg haben.

Aber das ist nun wirklich nicht mehr mein Bier !;-))

Gruss, iloma

* * *  Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse  * * * *

 

Rosano Verde

Wird Hildebrand jetzt Steuerberater?

Dem Doppelverdiener Philipp Hildebrand - seine Frau Kashya betreibt erfolgreich eine Kunstgallerie in Zürich und befindet sich zur Zeit auf Einkaufstour in Singapur - dürfte wohl auch eine Karriere als Steuerberater offen stehen. Mit einem Bruttoeinkommen von knapp einer Million CHF versteuerte er 2009 (definitiv) netto bescheidene 96'200 Fränkli (!) und ein durchaus überblickbares Vermögen von CHF 2'827'000.

Und das steht (noch nicht) in der Weltwoche, sondern bloss in der AZ heute auf Seite 6.

Es gebe dafür wohl eine einfache Erklärung, so die Zeitung. Da sind wir mal gespannt.

mupli

Niveau

Borki schrieb:

mupli schrieb:

... Der ehemalige BR CB kann sich jetzt neue Opfer suchen wo er wieder "dreckeln" kann. Zum Glück hat man ihn aus dem Bundesrat geworfen, d.h. nicht wieder gewählt. Erreicht hat er ja ohnehin nichts in 4 Jahren.

Vielleicht müsste CB einmal selber in der SVP für Ordnung sorgen. Wollte doch diese Partei einen kriminellen SVP Bundesrat "Z" in Bern in dieses Amt wählen. 

Solche Worte erwarte ich eigentlich nur von einem dummen Ploderi.
Bist du einer?

Ein gewisses Niveau sollte schon vorhanden sein. Alles was ich geschrieben habe stand auch in der NZZ und ich stehe zur meiner Meinung. Schreiben bei der NZZ   auch dumme Ploderi's ? Wohl kaum, sie recherchieren sehr gut ! Diese Journalisten haben die Augen und Ohren ganz offen. Die Affäre "Z" ist noch nicht vorbei. Dieser kriminelle "Z" wurde als Bundesratskandidat ja von der SVP aufgestellt. Oder etwa nicht ??????????

tim

"Nötigung"

Kurt Engelbrecht schrieb:

Zweitens: Der Präsident der NB ist so gut bezahlt, dass er keine Fehler machen darf, unter keinen Umständen. Seine Position verlangt das. Ich habe in meinem Beruf viel weniger als er verdient und durfte auch keine machen.

Da hast du aber einfach etwas unbedacht hingeschrieben, es kann sicher nicht dein Ernst sein diese deine Forderung einem Menschen gegenüber aufrecht zu erhalten denn das wäre eine Nötigung, es gibt keinen Menschen der noch nie einen Fehler begangen hat, auch du nicht obwohl du es so darlegen möchtest.

Für mich ist die Weltwoche und die SVP das grösste Lügengebilde der Schweiz !
Die Weltwoche gehört ja mit Mann und Maus, mit Haut und Haar dem Blocher - -, alles nur Lüge und Versteckspiel wie mit der Basler Zeitung !

Sidea

.

Kurt Engelbrecht schrieb:
Der Präsident der NB ist so gut bezahlt, dass er keine Fehler machen darf, unter keinen Umständen. Seine Position verlangt das. Ich habe in meinem Beruf viel weniger als er verdient und durfte auch keine machen.

Als ich als junge Zeichnerin aufgeregt in die Werkstatt stürzte um zu schauen, ob der Fehler den ich soeben in meinen Plänen gefunden hatte noch verbessert werden könne, tröstete mich der Werkstattchef: "Beruhige Dich. Wer arbeitet macht Fehler. Wer viel arbeitet macht viele Fehler. Und diejenigen, die keine Fehler machen, haben die grössten Löhne." Er hatte übrigens den Fehler selber entdeckt und ohne Aufhebens verbessert. 

Und sogar Ärzte, bei denen man sich Fehlerfreiheit wünschen würde, machen leider manchmal Fehler. So sie denn arbeiten...

"Man fällt nicht über seine Fehler. Man fällt immer über seine Feinde, die diese Fehler ausnutzen." Tucholsky

Gruss Sidea

Zu akzeptieren, dass etwas anders läuft als ich es mir gedacht habe, bringt innere Freiheit. Daniel Schönbächler

 

 

 

Sterngucker

Brett vor dem Kopf in der Schweizer Innenpolitik

 

NZZ vom 10.1.12  Zitat: "Jetzt fehlt nicht nur in der Schweizersichen Nationalbank ein hervorragender Finanzspezialist.  Auch das Financial Stability Board (FSB), welches in Basel zur Plenarsitzung zusammenkommen wollte, verliert seinen Vize-Vorsitzenden. Der Vorsitzende des FSB, und Gouverneur der Canadischen Centralbank (Bank of Canada) bezeichnete die Beiträge von Hildebrand "instrumental" für die Bewältigung der globalen Finanzkrise und die Entwicklung von Reformen, um die Widerstand standsfähigkeit und Stabilität des internationalen Finanzsystems zu stärken.

Die via FSB ausgedrückte Wertschätzung für Hildebrands Arbeit in diesem Gremium ist bedeutungsvoll, nehmen im FSB doch die internationalen Zentralbanken, Aufsichtsbehörden und internationalen organisationen im Finanzbereich teil." Zitat Ende.

Was bleibt zurück?

- Wenn Köppel und Blocher "für Ordnung " sorgen wollen, bleibt ein Chaos zurück. Nach dem Motto: Für die "Wahrheit" ist alles erlaubt. Für die zwei ein persönlicher "Erfolg" mit Schadenfreudepotential an SVP-Stammtischen. Man hört sie grölen: "Wer ist die Nächste ? Klar die BDP Bundespräsidentin! Und dann alle übrigen da "oben" in Bern!"

- Die Hoffung, dass sich unterdessen keine Schwierigkeiten mit dem Franken ergeben haben.

- Die teure Suche nach einem neuen Präsidenten.

- Verlorene Arbeitszeit auf allen Ebenen.   

- Und bei mir eine Wut auf Politiker, welche ihre Stellung für etwas ganz anderes gebrauchen, als für das , wofür sie sich vor der Wahl "eingesetzt" haben.

 

 

Rosano Verde

Man hört sie grölen:...

Weil ich mich nicht ins SVP-Zelt zu begeben pflege, auch mir ist es wöhler so, höre ich es nicht "grölen", kann es mir aber lebhaft vorstellen. Einen Vorgeschmack davon übermittelte SF1 am Tag des Rücktritts, als sich eine Reporterin im Anwaltsbüro des Herrn Hermann Lei, SVP Kantonsrat Kanton Thurgau, um eine Stellungnahme aus erster Hand bemühte.

Offenbar war aber während des Interviews die Kunde vom Rücktritt Hildebrands über den News Ticker gelaufen, und die Reporterin konfrontierte deshalb den ominösen Schulkollegen des Datendiebs mit dem aktuellen Stand der Dinge. Was jetzt geschah, war nun tatsächlich sehenswert und durchaus im öffentlichen Interesse. Was sagte der feine Herr Rechtsanwalt in dieser für ihn überraschend neuen Situation? "Sie wänd mech wohl verarsche. Nei, das glaub i ned. Ich seich id Hose, nei, nei, ich seich id Hose..."

Ob der Herr Lei seine Harnblase tatsächlich nicht mehr unter Kontrolle hatte, ist nicht aktenkundig, denn es folgte die offizielle Stellungnahme zu den bedauerlichen Vorfällen bei der SNB, mit ernster, besorgten Miene, wie es sich gehört - und dann wechselten die Darsteller, so wie immer im Fernsehen, nach knapp einer Minute.

Da ich mit der Thurgauer Mundart nicht aus erster Hand vertraut bin, stelle ich mir die Frage, ob die Ausdrucksweise des Blocher-Intimus Lei, dem bodenständigen Lokalkolorit Mostindiens entspricht oder doch eher den Gemütszustand der wählerstärksten, politischen Kraft der Schweiz widerspiegelt. Sollte dies tatsächlich zutreffen, dann wäre es wenigstens eine Erklärung dafür, weshalb Pampers in der Schweiz doppelt so teuer sind, wie bei Lidl in Waldshut. Wirtschaftsfachleute, auch solche der SVP, sprechen in diesem Zusammenhang von "Angebot und Nachfrage", die Preis bestimmend sein können.

Andreas Kühner

Auch wenn ...

... wir beide ja wissen, Rosamo Verde, dass die spontane Reaktion auf eine Überraschung eines Einzelnen noch lange nicht gültig sein kann für die Charakterisierung einer ganzen Volksgruppe,

so darf ich Dir doch gratulieren zu dieser hervorragenden Glosse. Etwas vom Feinsten, was ich in letzter Zeit hier in der Arena lesen durfte.

Chapeau!

Ohren können das Gute hören, Augen das Schöne sehen, wenn das Hirn dies zulässt

Hans Jörg Klemenz

Mostindien

Rosano Verde a écrit :
Da ich mit der Thurgauer Mundart nicht aus erster Hand vertraut bin, stelle ich mir die Frage, ob die Ausdrucksweise des Blocher-Intimus Lei, dem bodenständigen Lokalkolorit Mostindiens entspricht oder doch eher den Gemütszustand der wählerstärksten, politischen Kraft der Schweiz widerspiegelt.

Letzteres, Rosano Verde, ganz sicher letzteres :)

Hans Jörg (Moschtindier)

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Carpe diem

Brigitte Poltera

Aussage Lei leider keine Glosse

Ich habe dieses Interview auf SF1 auch gesehen, die Aussagen von Lei sind leider keine Glosse. Das ist es auch, was mich so sehr beschäftigt: Wir sind in der Schweiz daran, politisch auf ein sehr tiefes Niveau zu sinken - im Verhalten und in der Sprache. Bloss, wiewiel braucht es noch, damit das die Mehrheit der Bürger merkt?

Ich habe immer mehr Mühe, mich zu solchen Schweizern zu zählen. Ich habe mir schon überlegt, dass ich gerne auswandern täte, wenn es in diesem politischen Stil weiter geht.

Wer übrigens mehr wissen will über die Gründe, warum Frau Hildebrand Geld anlegen wollte und ihrem Mann vorschlug, das in Dollars zu tun, der kann das über Google mit Interviews einer Tessiner Reporterin mit Frau Hildebrand lesen. Die Ursache war der Verkauf eines Chalets.

Die ganze Affäre hätte wirklich nicht so stattfinden und auch nicht so ausgehen müssen.

etna

Leider ist das so........

wer "Dreck" finden will, der wird immer etwas finden, das sich, hundertmal gedreht und gewendet, zu Dreck machen lässt. Und da sind leider in der Schweiz seit einiger Zeit etliche Spezialisten am Werk, die leider auch an Hebeln ziehen können, welche für gewöhnliche und ehrliche Bürger unerreichbar sind. Sonst wären die schon längst abgestellt worden. Aber ich denke, dass auch immer mehr 150-Prozentige merken, was da gespielt werden soll. Denn diese 150-Prozentigen sind das Herdenvieh, das so manierlich gelenkt und in der Spur gehalten wird/wurde. Aber deren Augen werden auch aufgehen, denn für immer kann man auch die getreuesten Nachplapperer nicht an der Leine führen. Der "Chef" hat es ja selber prophezeit: Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch an die Sonnen! Auch der eigene Dreck. Es gibt ja Mühlen, die mahlen einfach etwas langsamer........

 Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)

Borki

Aus erster Hand

Hier wieder einmal Informationen aus erster Hand und nicht aus dem journalistischen Einheitsbrei:

http://www.teleblocher.ch/new/

Denkt was ihr wollt - wie bis anhin.

Hans Jörg Klemenz

Denken

Borki a écrit :
Denkt was ihr wollt - wie bis anhin.

Ja, Borki, wir denken weiterhin, was wir wollen ... das machen nicht alle so ;)

Schönen Abend und nüt für uguet, Hans Jörg (oder habe ich das jetzt wieder nicht verstanden?)

Meine Website

Carpe diem

wels

aa

Brigitte schrieb "Wer übrigens mehr wissen will über die Gründe, warum Frau Hildebrand Geld anlegen wollte"

Vielleicht ist auch das nur wieder eine andere Version . Wir kennen nun ja verschiedene davon.

 

zu "Ich habe mir schon überlegt, dass ich gerne auswandern täte" : Dann wärst du einfach in einem andern Land wo nochgrössere Gauner regieren und profitieren. Ringsum nur Lügen, Korruption und Abkassieren.

 

Borki

Hans Jörg Klemenz

Hans Jörg Klemenz schrieb:

... Ja, Borki, wir denken weiterhin, was wir wollen ... das machen nicht alle so ;)

...

Zum Denken brauche ich kein Wir, da genügt mir das Ich.

Draht

Teleblocher

Drei Sprichworte kamen mir in den Sinn, während ich Teleblocher über Hildebrand reden hörte: 

1. Was ich selber denk und tu, trau ich auch dem andern zu. 2. Wer den anderen hinter dem Miststock sucht, verrät sein eigenes Versteck. 3. Man braucht viele Worte, um ein Wort zurückzunehmen.

Und ein Bibelwort, das ungefähr sagt: Da verurteilt er jemanden, der einen Holzsplitter im Brunnen verfaulen lässt, während er selbst in seinem eigenen Brunnen einen morschen Balken liegen hat. Ein anderes warnt: Richtet nicht, auf dass ihr nicht selbst gerichtet werdet.

Da verrät ein Zauberer die Tricks eines Kollegen, damit aber auch seine eigenen. 

 

 

Kobold 70

Fertig luschtig -- ich wandere aus!

Brigitte Poltera schrieb:

... Wir sind in der Schweiz daran, politisch auf ein sehr tiefes Niveau zu sinken - im Verhalten und in der Sprache. Bloss, wiewiel braucht es noch, damit das die Mehrheit der Bürger merkt?

Ich habe immer mehr Mühe, mich zu solchen Schweizern zu zählen. Ich habe mir schon überlegt, dass ich gerne auswandern täte, wenn es in diesem politischen Stil weiter geht.

Die grosse Mehrheit der Bürger hat das sehr wohl gemerkt. Aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit gebetsmühlenmässig zu wiederholen, dass man mit der politischen Kultur Mühe hat oder etwas härter ausgedrückt, sich schäme Schweizer zu sein und dieses Land am liebsten für immer verlassen möchte, zeugt von engstirniger Überheblichkeit. Zugegeben, die Wortwahl und Handlungsweise gewisser Politiker lässt zu wünschen übrig. Ich denke dabei nicht nur an einen frustrierten alten Mann über den Gestaden des Zürichsees mit seinen mehr oder weniger schlitzohrigen Trabanten. Aber ich weiss woran ich mit dieser “Spezies” bin. Ganz im Gegensatz zu Politikern, die mit Stil politisieren und mit salbungsvollen Worten verkünden was gut und was schlecht. Zum Glück wissen wir nicht alles was diese Ehrenfrauen und Ehrenmänner schon alles verbrochen haben. Für viele Bürger würde ihre kleine heile Welt wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Ob es uns passt oder nicht, Geld und Macht regiert nun mal die Welt. Das war immer so und das wird auch so bleiben. Und ich wiederhole mich zum x-ten mal -- niemand wird am Auswandern gehindert. Nur sollte man nicht nur drohen, sondern auch mal handeln. Und dann in einigen Jahren frustriert wieder zurückkehren und erstaunt feststellen, dass unser “Ländli”, trotz politisch tiefem Niveau bezüglich Verhalten und Sprache immer noch ein lebenswertes Land ist.

Kobold 

Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.
Kurt Engelbrecht

Bleiben wir auf dem Teppich

Bleiben wir auf dem Teppich ...

Der Präsident der Nationalbank macht Geschäfte, die er in seiner Position nicht machen darf, Reglement hin oder her.

Information darüber gelangt an einen Politiker, der seinerseits diese Information unter Stillschweigen an eine Bundesrätin weiterreicht, die ihrerseits Stillschweigen gegen aussen bewahrt. Der Bundesrat veranlasst eine Untersuchung. Bis dahin gelangt nichts an die  Öffentlichkeit. Erst als die Nationalbank selbst zwei Sonntagszeitungen informiert, nimmt die Geschichte ihren Lauf, wie wir ihn kennen.

Kurt

P.S.

Der Wind dreht sich:

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Raggenbass-ist-nicht-zu-hal...

mupli

Ploderi

mupli schrieb:

Borki schrieb:

mupli schrieb:

... Der ehemalige BR CB kann sich jetzt neue Opfer suchen wo er wieder "dreckeln" kann. Zum Glück hat man ihn aus dem Bundesrat geworfen, d.h. nicht wieder gewählt. Erreicht hat er ja ohnehin nichts in 4 Jahren.

Vielleicht müsste CB einmal selber in der SVP für Ordnung sorgen. Wollte doch diese Partei einen kriminellen SVP Bundesrat "Z" in Bern in dieses Amt wählen. 

Solche Worte erwarte ich eigentlich nur von einem dummen Ploderi.
Bist du einer?

Ein gewisses Niveau sollte schon vorhanden sein. Alles was ich geschrieben habe stand auch in der NZZ und ich stehe zur meiner Meinung. Schreiben bei der NZZ   auch dumme Ploderi's ? Wohl kaum, sie recherchieren sehr gut ! Diese Journalisten haben die Augen und Ohren ganz offen. Die Affäre "Z" ist noch nicht vorbei. Dieser kriminelle "Z" wurde als Bundesratskandidat ja von der SVP aufgestellt. Oder etwa nicht ??????????

 

Soso dummer Ploderi... man hört nichts mehr von Ihnen! Nun ist sogar herausgekommen, dass der CB falsche Belege an die Bundespräsidentin CMR ablieferte. Sicher haben Sie die Medienberichte von heute auch gelesen ? Seriöse Medien berichteten soeben darüber. Oder sind dies auch etwa dumme Ploderi's ?

Gottseidank ist CB als Bundesrat abgewählt worden, nach nur einer einzigen Amtszeit von 4 Jahren. Immer mehr Wähler brechen den CB Altar daheim ab, werfen es in den Müll - wo es hingehört auch.

Lügen haben manchmal zwar lange, anstatt kurze Beine ! Das Oberhaupt hat ja schon viel gelogen, wie er unlängst öffentlich mit dem üblichen grossem Showlachen sagte... Immerhin sagte er einmal doch die Wahrheit.

In Bern haben es aber die meisten Politiker nach 4 Jahren gemerkt und ihn buchstäblich vor die Bundeshaustür gesetzt. "Plodere" kann er jetzt noch als Nationalrat - und in seinen "gekauften Medien".

Aber dumm ist das CH-Volk ja nicht. Bald ist auch er auch Geschichte. Die übrig geblieben "Altare" kommen vielleicht mal ins Landesmuseum ?

 

 

 

 

 

Borki

Mupli

Du bleibst deinem Stil treu - mach weiter so ... !

mupli

Jawohl

Borki schrieb:

Du bleibst deinem Stil treu - mach weiter so ... !

So ist es.

 

Andreas Kühner

Welches sind denn die seriösen Medien?

mupli schrieb:
...  Nun ist sogar herausgekommen, dass der CB falsche Belege an die Bundespräsidentin CMR ablieferte. Sicher haben Sie die Medienberichte von heute auch gelesen ? Seriöse Medien berichteten soeben darüber. Oder sind dies auch etwa dumme Ploderi's ?

Weder im SF DRS noch in der unabhängigen Berner Tageszeitung, selbst in der NZZ fand ich irgend einen Hinweis darauf, dass NR Blocher gefälschte Dokumente an die Bundespräsidentin weitergab.

Danke Mupli, jetzt weiss ich endlich, dass ich mich mit diesen Medien nur mit unseriösem Zeug informiere.

Ohren können das Gute hören, Augen das Schöne sehen, wenn das Hirn dies zulässt

Georg Borer

Gefälschte Dokumente

Herr Lei hat die Dokumente gefälscht. Hier wäre z.B. der Bericht in der NZZ zu finden.
Die Dokumente sind inhaltlich nicht geändert worden, aber laut Strafrechtsprofessoren handelt es sich doch um Urkundenfälschung.

Rosano Verde

laut Strafrechtsprofessoren...

Als Freund des famosen "Hosennässers" möchte ich mich nicht outen. Allerdings gebe ich - einmal mehr - zu bedenken, dass überall, wo sich zwei Juristen treffen, drei Meinungen vertreten werden. Auch Hermann Lei ist Rechtsanwalt, und dieser gibt zu Protokoll, pro domo muss man wohl vermuten, dass er den Screenshot nicht verfälscht, sondern lediglich "bearbeitet" habe, damit die einschlägigen Angaben auf einer A4-Seite Platz fänden.

Stellt sich übrigens auch die Frage, ob ein "Screenshot" eine "Urkunde" im Sinne des Gesetzes sei. Valentin Landmann wird es richten. Auf Grund seines reichen Erfahrungsschatzes mit Zuhältern und Dirnen, die er regelmässig erfolgreich gegen die Justizia - die mit der Augenbinde - verteidigt hat, stehen die Chancen ausgezeichnet.

Fazit: Die ich rief die Geister, werd ich nun nicht los (Zauberlehrling).

Borki

Draht und Gleichgesinnte

Hier könnt ihr euch aus erster Hand informieren u.a. zur Übernahme der EMS-Werke durch Herr Blocher, über den Draht diesbezüglich oft rufschädigende Vorwürfe verbreitet:

http://www.teleblocher.ch/new/

Nützen wird es wohl nichts, da man dem bösen Milliardär ja kein Wort glaubst. Nützt's nüt, so schad's nüt.

etna

Nur eine Frage:

Wer finanziert diese teleblocher News?

Wenn es so ist, wie ich denke, dann gilt wohl hier der Spruch, dass man die Hand, die einem füttert, nicht beisst.

 Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)

Kurt Engelbrecht

Die Bundespräsidentin hätte

Die Bundespräsidentin hätte es in der Hand gehabt, diese ganze Affäre im Keim abzuwürgen, wenn sie ihrem früheren copain im Conseil Fédéral gesagt hätte: "Ecoute, mon cher, lass' mich mit solchen conneries in Frieden, je ne veux pas dass wir ausgerechnet jetzt mit dem président de la banque nationale suisse Krach anfangen, wir brauchen den noch wegen unserem franc suisse oder willst Du, dass wir den Euro übernehmen müssen wenn wir die banque nationale destabilisieren?"

Kurt

 

 

 

Rosano Verde

Ecoute, mon cher...

Ich denke schon, dass im Bundesrat der Wunsch bestand, Hildebrand zu stützen und die Sache unter den Tisch zu wischen. So war denn auch das Communiqué der SNB vom 23. Dezember 2011 gemeint, worin unsere Nationalbank die Öffentlichkeit, sozusagen als Weihnachtsgeschenk, informierte, dass der Vorwurf gegen Hildebrand in Bezug auf unstatthafte Devisengeschäfte abgeklärt werden konnte, und zwar durch zwei unabhängige, externe Prüfinstanzen. Diese seien nach eingehender Prüfung nunmehr zum Schluss gekommen, die beanstandeten Geschäfte seien unproblematisch gewesen.

Diese Mitteilung entpuppte sich für den SNB-Präsidenten als Danaergeschenk, für den Journalisten Urs Paul Engeler und Roger Köppels Weltwoche hingegen als Neujahrsrakete mit nachhaltigem Knalleffekt.

Tempi passati. Schwamm drüber. Thomas Jordan wird das SNB-Schiff auf Kurs halten und Devisen für den Eigenbedarf nur noch am Bankomaten beziehen.

Und die Weltwoche wird „neue Opfer“ finden müssen; neben dem Dauerbrenner Eveline Widmer-Schlumpf hat sie neuerdings Johann Schneider-Ammann ins Visier genommen. Dafür hat nach 4 untauglichen, kläglich versandeten Versuchen wenigstens Frau Karin Keller-Sutter Schonfrist erhalten; dass sie zur Politikerin des Jahres gewählt wurde, hat die Weltwoche nur schwer verkraftet.

Fazit: You can’t win them all. Zum Glück.

Draht

Klare Antwort

Borki, frage ihn: Herr Dr. B,: "Wann genau erfuhren die Oswald-Söhne, dass Sie die Werke an sich selbst verkaufen würden?"  Du wirst einen unterhaltsamen Wortschwall hören und es am  Schluss doch nicht wissen. Er wird sagen, das wäre ja strafbar gewesen und man könne das im Büch von Lüönd ja genau nachlesen. Und übrigens sei dieser Zeitpunkt unwichtig. Er könne das auch nicht mehr auf den Tag genau sagen. Er wird nie klar antworten, höchstens vielleicht um Verständnis bitten, weil ihm dazumal das Riesengeschäft doch viele schlaflose Nächte bereitet habe. Möglich, dass er ganz einfach zurückfragt: Borki, warum willst du das wissen? Eine rhetorisch übliche Technik wäre auch, zuerst noch einen Satz zum andern Thema sagen zu müssen und dann die Frage zu vergessen. Wenn es dir ginge wie dem Stichwortgeber, könntest du deine Frage schon gar nicht stellen, so temparamentvoll und vernebelnd  redet er dir drein.

Kurt Engelbrecht

Hier wird ein Sohn Oswalds

Man soll auch die andere Seite hören. Hier wird ein Sohn Oswalds zitiert:

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/EmsChe...

Kurt

 

Andreas Kühner

Besten Dank, Kurt

Lange suchte ich nach diesem Artikel, der irgendwo in meinen Gehirnwindungen verborgen blieb. Ich hoffe im Sinne der Sachlichkeit, da es sich um das Leibblatt von Draht handelt, dass diese Darstellung über den Verkauf der EMS Chemie an Blocher hier als Fakt anerkannt wird und alle widersprechenden Behauptungen und Vermutungen zum Schweigen bringt.

Ohren können das Gute hören, Augen das Schöne sehen, wenn das Hirn dies zulässt

Draht

Andreas

Frau Martullo hat diesen Artikel im Tagesanzeiger erscheinen lassen. Sie ist eine Tochter von CB. Ich glaube ihr, was sie schreibt, aber sie schreibt nicht alles. Das ist ihr gutes Recht.  Sie sagt nicht, dass er die Werke auf  übliche, einwandfreie Weise gekauft hat. Sein Wort "schlitzohrig" klingt nach.

Kurt Engelbrecht

Ist da noch etwas, das wir

Ist da noch etwas, das wir nicht wissen: Ist CB der heimliche Besitzer des Tagi?

Kurt

Draht

Kurt

Die Darstellung von CBs Berufslaufbahn kannst du vielleicht noch nachlesen unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Christoph_Blocher

Zur Sicherheit die Stelle:

1969 trat Blocher in die Rechtsabteilung der Ems-Chemie AG ein (vormals Emser Werke), wo er ab 1972 Direktionsvorsitzender und Delegierter des Verwaltungsrates war. Nach dem Tod des Firmeninhabers Werner Oswald verkaufte Blocher in einer Vertrauensposition der Erbengemeinschaft die Aktienmehrheit um 20 Mio CHF an sich selber. Dies dürfte einem Viertel des Werts entsprochen haben.[8] Dieses Vorgehen wurde schon damals, lange vor der erst viel später geforderten Transparenz von Firmen, kritisiert:[9][10][11] Nach der Übernahme der Aktienmehrheit 1983 avancierte Christoph Blocher 1984 zum Präsidenten und Delegierten des Verwaltungsrates der Ems-Chemie Holding AG. Daneben behielt er auch in den Verwaltungsräten verschiedener Unternehmungen der Ems-Gruppe weiterhin Einsitz und präsidierte bis Juni 1998 den VR der Pharma Vision 2000 AG.[12]

Die Ems wurde erster Kunde von Martin Ebners BZ Bank und fand fast jedes Jahr ein neues Instrument, um den Firmengewinn steuerfrei an die Besitzer abzuführen. Blocher gelangte zu einem Privatvermögen von schätzungsweise zwei bis drei Milliarden Schweizer Franken, wobei vermutet wird, dass der überwiegende Teil dieser Einkünfte nicht aus Gewinnen der Ems-Chemie, sondern aus Finanzgeschäften mit Martin Ebner stamme. Alleine für sein VR-Präsidium in Ebners Pharma Vision (die ein riesiges Depot an Roche-Aktien hielt) bezog er in den Jahren 1991–1996 ein Salär von 67 Mio. Franken (mehr als 1 Million pro Sitzung). Solche Bonizahlungen waren zuvor in der Schweiz nicht üblich.[13][8] Damit zählte Blocher zu den reichsten Schweizern.

Kurt Engelbrecht

Ein Delegierter des VR kann

Ein Delegierter des VR kann nicht die Aktien seiner Firma verkaufen, das  können nur die Aktionäre.  Er kann aber sehr wohl die Aktien von den bisherigen Besitzern kaufen und damit neuer Eigentümer werden. Das kommt gar nicht so selten vor, man nennt es "management buy-out". Oft tut man das, um die Firma vor der Liquidierung mangels Nachfolger zu bewahren.

Soviel zur Qualität der Information in wikipedia.

Kurt