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Der Unglücksrabe
Hier sieht man Fritz, den muntern Knaben,
Nebst Huckebein, dem jungen Raben.
Und dieser Fritz, wie alle Knaben,
Will einen Raben gerne haben.
Beinahe hätt" er ihn ! - Doch ach !
Der Ast zerbricht mit einem Krach.
In schwarzen Beeren sitzt der Fritze,
Der schwarze Vogel in der Mütze.
Der Knabe Fritz ist schwarz betupft ;
Der Rabe ist in Angst und hupft.
Der schwarze Vogel ist gefangen,
Er bleibt im Unterfutter hangen.
"Jetzt hab ich dich, Hans Huckebein,
Wie wird sich Tante Lotte freun !"
Die Tante kommt aus ihrer Tür ;
"Ei!" spricht sie, "welch ein gutes Tier!"
Kaum ist das Wort dem Mund entflohn,
Schnapp! - hat er ihren Finger schon.
"Ach!"ruft sie, "er ist doch nicht gut !
Weil er mir was zuleide tut !!"
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Heinrich Christian Wilhelm Busch
(* 15. April 1832 in Wiedensahl; † 9. Januar 1908 in Mechtshausen)
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Weil mich mitten in der Stadt ein Kolkrabe auf einem Hausgiebel unentwegt und lautstark von oben herab beschimpft (?) hat (vielleicht weil ich im schwarzen Kapuzenmantel ihm so ähnlich sah?) und weil ich vor Tagen einen sehr gut gemachten Dokumentarfilm von Adreas Moser (Gefällt mir!) über die Rabenvögel gesehen habe...mache ich hier mit dem ersten Teil einen Anfang.
Answers
Der Unglücksrabe - Zweiter Teil
Hans Huckebein, die schwarze Seele.
Den Knochen, den er Spitz gestohlen,
Will dieser jetzt sich wieder holen.
So ziehn mit Knurren und Gekraechz
Der eine links, der andre rechts.
Schon denkt der Spitz, dass er gewinnt,
Da zwickt der Rabe ihn von hint'.
O weh! Er springt auf Spitzens Nacken,
Um ihm die Haare auszuzwacken.
Der Spitz, der aergert sich bereits,
Und rupft den Raben seinerseits.
Derweil springt mit dem Schinkenbein
Der Kater in den Topf hinein.
Da sitzen sie und schaun und schaun.--
Dem Kater ist nicht sehr zu traun.
Der Kater hackt den Spitz, der schreit,
Der Rabe ist voll Freudigkeit.
Schnell fasst er, weil der Topf nicht ganz,
Mit schlauer List den Katerschwanz.
Es rollt der Topf. Es kruemmt voll Quale
Des Katers Schweif sich zur Spirale.
Und Spitz und Kater fliehn im Lauf.--
Der groesste Lump bleibt obenauf!!--
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *
Der letzte Teil
und somit die letzte Schandtat, eines unglückseligen Raben.... (siehe Schreibweise: hat da die "Neue deutsche Rechtschreibung" schon gewütet, oder war Wilhelm Busch seiner Zeit weit voraus?)
Hans Huckebein, der Unglücksrabe
von Wilhelm Busch
Jetzt aber naht sich das Malör,
Denn dies Getränke ist Likör.
Es duftet süß. - Hans Huckebein
Taucht seinen Schnabel froh hinein.
Und läßt mit stillvergnütem Sinnen
Den ersten Schluck hinunterrinnen.
Nicht übel! - Und er taucht schon wieder
Den Schnabel in die Tiefe nieder.
Er hebt das Glas und schlürft den Rest,
Weil er nicht gern was übrig läßt.
Ei, ei! Ihm wird so wunderlich,
So leicht und doch absunderlich.
Er krächzt mit freudigem Getö'n
Und muß auf einem Beine stehn.
Der Vogel, welcher sonsten fleucht,
Wird hier zu einem Tier, was kreucht.
Und Übermut kommt zum Beschluß,
Der alles ruinieren muß.
Er zerrt voll roher Lust und Tücke
Der Tante künstliches Gestricke.
Der Tisch ist glatt - der Böse taumelt -
Das Ende naht - sieh da! er baumelt.
"Die Bosheit war sein Hauptpläsier,
Drum" - spricht die Tante - "hängt er hier!"
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Und die Moral von der Geschicht... nasche nicht vom Liköre nicht! (Das ist von mir... *<);-)
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *