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Ein technisches Fachbuch kostet
bei der USKA "Union Schweizerischer Kurzwellen Amateure" Fr. 89.00
im schweizerischen Buchhandel Fr. 64.90 + Fr. 6.90 Zusatzgebühr da es ein spezielles Buch ist.
in Deutschland im Buchhandel, Euro 49.90 und das auch alles via Internet inkl. Porto und Verpackung.
Da spricht man jahrelang über das Buchmonopol in der Schweiz, aber eben alles leere Worte und keine Taten.
Darum darf es einen auch nicht wundern, in Deutschland werden Zeitschriften von Nord nach Süd und umgekehrt herumgekarrt und in ganz Deutschland an jedem Kiosk zum gleichen Preis verkauft.
In der Schweiz kostet dann die gleiche Zeitschrift = 1 Euro = 2 sFr. angeblich ist es der Transport der alles so verteuert, alles masslos übertrieben und voll gelogen.
Demnach würde der Transport von Lörrach über die Rheinbrücke, oder mit der DB nach Basel das Produkt um fast 100% verteuern.
Wann wachen die in Bern endlich auf und schützen auch den Konsumenten ?
Da kann ich nur sagen Bravo an alle die im Ausland einkaufen !
Answers
Zeitschriften in der Schweiz
Habe ein Fotoheft (Sonderausgabe) gekauft ... blöderweise nur auf den Euro-Preis geschaut ... dann hat es mich fast umgehauen:
Kommentar wohl überflüssig.
HJK
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Carpe diem
Buchpreise / Buchpreisbindung
Im März 2012 können wir über die Buchpeisbindung, welche das Parlament im 2011 wieder einführt, abstimmen.
Ein interessanter Link hier
Die Buchpreisbindung hat meiner Meinung nach zumindest indirekt mit den Buchpreisen zu tun, als der freie Markt und der freie Handel damit eingesschränkt werden und mit Sicherheit die Preise "oben" belässt.
Ursprünglich wurde die Buchpreisbindung eingeführt, um "literarisch wertvolle Bücher" und deren Autorinnen und Autoren zu schützen. Das prozentual heute viel grössere und wichtigere Segment aller anderen Bücher (Anleitungsbücher, Fachliteratur, Unterlhaltungsliteratur, zB, usw usw) wurde dabei nicht berücksichtigt.
Gruess, Rolf
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Und jetzt die Frage
Wird diese unhaltbare und konsumentenfeindliche Preisgestaltung ändern, wenn die Buchpreisbindung angenommen wird?
Bis jetzt überzeugen mich weder die Argumente der Befürworter noch die der Gegner.
Ist es wirklich nötig, gerade im Buchhandel, den freien Markt zu verbieten?
Ist es nachhaltig, in der modernen, leseunwilligen Gesellschaft, kleine Buchhandlungen à tout prix am Leben zu erhalten.
Soll man durch die preissteigernde Buchpreisbindung noch mehr Menschen vom Lesen eines guten (aber teuren) Buches abhalten?
Soll man die unternehmerische Freiheit und die verkaufsfördernden Massnahmen einzelner Buchhändler mit einer vorgeschriebenen Tarifordnung unterbinden?
Was meint Ihr dazu?
Ohren können das Gute hören, Augen das Schöne sehen, wenn das Hirn dies zulässt
.................
Ob es in Deutschland eine Preisbindung für Bücher gibt, weiß ich nicht. Ich darf ja auch nicht mit abstimmen in der Schweiz. Aber dürfte ich, so würde ich Andreas das Wort reden - bis auf eine Ausnahme : Die kleinen Buchläden sind die feinen. Deren Sterben würde ich sehr sehr ungern sehen.Sie machen auch mit die Mischung aus in der "city" und gehören für Bücherwürmer zur Lebensqualität. Sollte eine Preisbindung mithelfen, ihr Überleben zu sichern, gibt es nur eines : Preisbindung
Buchpreisbindung
@Andreas & Kaninchen: JETZT haben wir wieder die Buchpreisbindung. Die Abstimmung im März 2012 stellt die Frage, ob die Buchpreisbindung beibehalten werden soll oder nicht. Ich kenne derzeit die exakte Ausgestaltung der Frage noch nicht und kann deshalb nicht sagen, ob ein JA oder ein NEIN zur Aufhebung der Buchpreisbindung führen wird.
Die "richtige" Antwort ob JA oder NEIN wird sich dann stellen, und die abstimmende Person muss sich vorab überlegen "will ich die Buchpreisbindung aufheben" oder "will ich die Buchpreisbindung beibehalten".
Als gelernter Verlagskaufmann habe ich auch nach bald 50 Jahren immer noch eine emotionelle Beziehung zum Buch und Verlagswesen und verfolgte deshalb die ganzen Diskussionen seit Jahren.
Die kleinen mit hohem Engagement geführten und teils oder ausschliesslich sehr spezialisierten Buchhandlungen sind etwas sehr Wertvolles. Im Gesamtmarkt erwirtschaften sie aber fast vernachlässigbare Umsätze. Die Abräumer sind die Grossbuchhandlungen, eine davon ist in ausländischer Hand - die Gewinne verbleiben naheliegenderweise nicht in der Schweiz. (PS: das Land der Besitzer ist hier nicht wichtig!)
Daneben werden immer noch viele Bücher via Internet bei Vertreibern mit Sitz im Ausland bestellt und geliefert - günstiger als in der Schweiz erhältlich. Ursprünglich wurde fürs Buchpreisbindungsgesetz vorgesehen, dass diese ausländischen Lieferanten zu Schweizer Inlandpreisen zu liefern hätten. Ob dieser Passus derzeit noch im abzustimmenden Gesetzt so lautet, weiss ich derzeit nicht. Die in der Schweiz Kaufenden hätten also die Schweizer Preise ins Ausland zu zahlen... Das hilft den kleinen Spezialbuchhandlungen in der Schweiz überhaupt nichts. Man sagt, dass davon ganz allgemein die wenigen Grossbuchhandlungen profitieren würden, während die Kleinen leer ausgingen.
Gerade in diesen wenigen vergangenen Wochen wurde publik, dass in der Altstadt von Zürich eine Spezialbuchhandlung für Reiseliteratur so gut wie sicher wird schliessen müssen mangels Wirtschaftlichkeit. Eine hochangesehene Buchhandlung, die in teuren Lokalitären sein muss. Viele werden sie vermissen.
In diesem Sinn schwebt mir mehr der Gedanke im Kopf, dass eigentlich gezielt Kleinbuchhandlungen durch - sagen wirs mal so - Fördergenossenschaften unterstützt werden könnten/sollten, und der Buchpreis frei dem Markt überlassen werden sollte. Denn warum sollte ich für ein Buch - ein Fachbuch, geschrieben durch einen angestellten Autoren oder eine Autorin, einen fixen hohen Preis bezahlen, wenn der Markt das Buch günstiger anbieten könnte und der Hersteller des im Buch beschriebenen Artikels (beispielsweise Kamera, ein PC-Programm, usw) vor allem an der Verbreitung des Buches interessiert ist und nur zweitrangig am möglichen Gewinn durch den Buchverkauf?
Gedanken - ein paar davon. Ich würde mich freuen, wenn sie zu weiteren Gedanken anregen würden.
Gruess, Rolf
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Bücherkauf
Wenn es nur um den günstigsten Preis geht, dann können alle Schweizer Buchhandlungen schliessen. Ein Kauf übers Internet ist viel billiger. Der Link hier gibt einen Vorgeschmack. Wenn jetzt noch das Erlebnis vom Stöbern in der Buchhandlung gegeben wäre, warum sollte ein Buchhändler ein umfassendes Warenangebot mit den neusten Erscheinungen und Bestsellern aufbauen. Rein wirtschaftlich gesehen wird mit dem relativ kleinen Betrag der mit dem Buch zu gewinnen ist, kein überlebensfähiges Einkommen erzielt. Das Fachwissen des Personals, die Beratung, dieSortimentspflege und die Lokalitäten an bester Lage sind nicht mehr zu bezahlen. Es wird auch mit einer Preisbindung fürs Buch immer weniger kleine Buchläden geben. Leider.
Stöbern und Schmökern in Büchern...
...wird auch in der "Nach-Buchhandlungs-Zeit" noch möglich sein: die zahlreichen öffentlichen Bibliotheken sind wahre Fundgruben und bieten Unterhaltung und mehr für viele Stunden und Tage!
Gruess, Rolf
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Lokalitäten an bester Lage nicht mehr zu bezahlen
Das ist so, ganz klar.
Auch dürfte es stimmen, dass Buchpreisbindung in der Schweiz, Ja oder Nein, daran nichts ändern dürfte, denn "die Kunden", die da vergnüglich "schmökern", die fachkundige Inhaberin des Ladens in ein wissenschaftliches Gespräch verwickeln oder einfach ein paar banale Fragen stellen, sind - aus rein kommerzieller Sicht - wenig rentabel. Man liebt die Ambiance, die Musse, den Geruch - alles Dinge, die heute zwar sehr wertvoll, aber "unbezahlbar" geworden sind.
Es ist so wie mit dem Stammtisch-Jass. Wo gibt es denn noch Beizen, wo vier Sportler auf einem Sporplatz geruhsam ihrem Vergnügen nachgehen können und vielleicht ein Mal pro Stunde eine Stange bestellen oder einen sauren Most? Auch das rentiert nicht - weshalb wir landesweit die McDonaldisation registrieren - und trotzdem hin und wieder hingehn und einen Big Mac mit Pommes verdrücken. Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten. Leider.
DAS nennt sich Fortschritt ?
[..] weshalb wir landesweit die McDonaldisation registrieren - und trotzdem hin und wieder hingehn und einen Big Mac mit Pommes verdrücken. Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten. Leider.
definitiv nicht !
Jean-Pierre
Die Margen im Buchhandel
Vermutlich sind die inetwa noch gleich wie früher: Normalrabatt ist/war 35%; bei einer Neuerscheinung und Verlagsvertreterbesuch werden/wurden 40% gewährt, bei Bestellung von 10 identischen Exemplaren werden/wurden 11 für 10 geliefert. Versandkosten werden durch den Besteller (nicht Best-Seller) bezahlt. Früher gab es vergünstigte Posttarife für Bücher, das fiel längst weg, meine ich.
In der Schweiz besteht das Buchzentrum in Olten. Das ist eine Art Grossist für die Verlage, wo die Buchhandlungen Bücher verschiedener Verlage "gesammelt" bestellen können. Das ergibt weniger Versand-; Verpackungs- und Administrationskosten. Die Wiederverkaufsrabatte bei Bestellungen im Buchzentrum waren dadurch aber etwas tiefer für die Buchhandlungen. Soviel ich mich erinnern kann waren's dann 30% statt 35%. Und die Verlage gewährten dem Buchzentrum 50%. Längst werden die Bücher in der Regel nicht mehr per Post versandt sondern durch den Camion des Buchzentrums täglich auf Rundtouren an die bestellenden Buchhandlungen geliefert.
Die Kalkulation im Verlagswesen war, dass die Herstellungskosten eines Buches x4 gerechnet werden mussten. Also CHF 10.00 Herstellungskosten = CHF 40.00 (fixer) Verkaufspreis. Mit der Autorin/dem Autoren wurde jährlich einmal abgerechnet. 10% des Verkaufspreises stand dem Autoren/der Autorin zu. Eine Auflage eines Normalbuches betrug minimalst 3'300 Exemplare, meistens 4'400 oder 5'500 Ex. Bei absoluten "Spitzenwerken" mit grosser und berechtiger Hoffnung auf Erfolg waren's auch mal 11'000 Exemplare in der (Erst)-Auflage. Das aber als absolute Ausnahme. Weshalb die 10% über dem Tausender in der Auflage? Diese 10% waren Tantiemen-Freie-Exemplare, welche gratis für Rezensionen an Zeitungen, Zeitschriften usw verteilt wurden.
Dem Verlag und dem Autoren/der Autorin kann es eigentlich egal sein, zu welchem Endpreis das Buch die Käuferschaft erreicht, denn die 10% Autorenhonorar werden - in unserem Beispiel - von den CHF 40.00 gerechnet, auch wenn das Buch günstiger den Endkunden erreicht. Meiner Meinung nach könnte für die Autorenschaft wie den Verlag eine freie Preisgestaltung im Wiederverkauf interessanter sein als heute, denn es würden vermutlich mehr Bücher verkauft. Die Leidtragenden in der ganzen Preisbindungspolitik sind die (kleinen) Buchhandlungen.
Die %-Sätze erscheinen traumhaft hoch. Aber die absoluten Franken, die damit beim Buchhändler verbleiben, also der Bruttogewinn, ist in Franken beziffert klein. Bei einem Verkaufspreis von CHF 40.00 bleiben CHF 14.00 beim Buchhändler. Da müssen sehr viele Bücher verkauft werden, bis die (tiefen) Löhne bezahlt werden können - ganz zu schweigen von den Mieten der Ladenlokalitäten an Passantenlage...
Gruess, Rolf
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Lieber Rolf,...
... besten Dank für deine sachkundigen Ausführungen.
Bis jetzt kümmerte ich mich nicht darum, wenn ich ein Buch kaufte - es waren zeit meines Lebens sehr viele -, ob sein Preis gebunden oder vom Buchhändler frei festgelegt worden war.
Ich werde es weiterhin so halten. Wichtiger als der Preis eines Buches ist mir sein Inhalt, und der ist für meinen Kauf massgebend. Wenn sein Autor für seine Leistung etwas bekommt, so mag ich ihm seinen Anteil wohl gönnen.
aa
Rolf
toller Beitrag. Wenn nun also ein Buch 30.- kostet und die autorenhonorarberechtigte Auflage 4000 Stück ist, dann erhält er/sie durch seinen 10%-Anteil Fr. 12000.- für seine riesige Arbeit. Das ist aber wohl in vielen Fällen weniger wegen kleinerer Auflagen. Diese 12000.- müssen als Einkommen versteuert werden und davon sind auch AHV- und Penionskassenbeiträge zu zahlen. Davon kann ja niemand leben, es müssen wohl in der Regel andere Einkommen vorhanden sein. Ich würde die existierende Preisbindung einmal beibehalten und die räuberischen Praktiken der Zeitschriftenverlage bekämpfen. Es werden kaum mehr Bücher gekauft bei tieferen Preisen weil die meisten Bücher verschenkt (und dann nicht gelesen) werden und da schaut man nicht so auf den Preis - im Gegenteil. Taschenbücher verschenkt man weniger gern weil sie zu billig erscheinen als Geschenk.
Rolf: Kennt man diesen Prozentsatz der für Geschenkzwecke gekauften Bücher?
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Ich bin mir nicht sicher, was die Buchpreisbindung bezweckt. Aufgehoben wurde sie damals auf Grund des Kartellgesetzes. Ich bin sehr für kostendeckende Preise und angemessene Löhne. Dass es vor allem mit den Löhnen im Buchhandel schlecht bestellt ist, weiss ich. Ob aber die Buchpreisbindung etwas daran ändert, bin ich mir nicht sicher. Ob das Autorenhonorar davon abhängt, weiss ich nicht.
Ich selber werde von Buchhandlungen wie magisch angezogen. Je grösser der Laden, umso spannender. Wenn ich da etwas entdecke kaufe ich es halt (meist) gleich. Natürlich schaue ich auch in "meinem" kleinen Buchladen vorbei, wenn ich dort bin und natürlich finde ich dauch dort meist etwas Interessantes. Aber Tatsache ist doch, dass ich, unabhängig vom Preis, öfter in grossen Läden, oder online, kaufe. Dass die Buchpreisbindung etwas an der Situation der kleinen Buchhandlungen ändert, bezweifle ich. Ich glaube eher, dass damit die Rendite der Grossen und der Onlinebuchhandlungen verbessert wird.
Gruss Sidea
Zu akzeptieren, dass etwas anders läuft als ich es mir gedacht habe, bringt innere Freiheit. Daniel Schönbächler
Sidea hat recht
Ich teile die Meinung von Sidea. Auch ich werde von Buchhandlungen magisch angezogen, doch in kleinen auf dem Land (ausser den Fachbuchhandlungen) ist der Erfolg meist gering, weil da oft einfach alte Schunken lagern, kaum Neuerscheinungen zu finden sind (oder dann sind sie schon weg). Da liegt wohl viel Verantwortung, Aktualitätsbezug und Einfallsreichtum bei den Buchhändlerinnen.
Ich orientiere mich oft an den Urteilen der Tagespresse und sehe mir die Bücher darauf in einer Buchhandlung an, bevor ich sie kaufe. Berurteilen will ich auch die Schriftgrösse und die Gliederung, damit ich sie auch lesen kann (heute hilft mir der E-Book-Reader).
Ebenso suche ich in einer grösseren Buchhandlung, ob ich das Buch, das ich lesen möchte, in der Originalsprache finde. Ist es englisch oder französisch erhältlich, dann entscheide ich mich oft für die Originalsprache, auch wenns etwas mühsamer zu lesen ist. Darum finde ich getrennte deutschsprachige, französische und englische Buchhandlungen etwas mühsam: Ich muss dann an mehrere Orte hingehen. Auf gute Funde bin ich jeweils sehr stolz.
Bleibt das Internet als gute Informationsquelle. Ja, und dann kaufe ich das Buch oft auch dort, wo es günstiger ist, wenn es im grossen Ganzen Sinn macht.
Wir schenken uns an Weihnachten nur noch Bücher, oft Taschenbücher, da man die auch im Fauteuil sitzend und im Bett sehr gut handhaben und lesen kann (bei genügend grosser Schrift und guter Gliederung!). Diese Bücher tauschen wir aus im Kreise unserer Familie und unserer Freunde. Keiner von uns ist verpflichtet, ein geschenktes Buch auch zu lesen. Wir diskutieren über die Bücher und schätzen es, wenn wir ein Urteil bekommen, auch das Urteil, es habe nicht gefallen.
Im Zeitalter der Globalisierung (und ich zähle mich nun mal zu Europa und zur Welt und lese auch Autoren aus aller Welt) bin ich gegen die Buchpreisbindung (und hoffe, dass ich dann das Nein oder Ja am richtigen Ort setze).
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Das kann ich nicht unbedingt bestätigen, mit "meinem" Buchhändler in Thusis bin ich eigentlich sehr zufrieden, er organisiert auch Lesungen hat ein gutes Sortiment und auch Neuerscheinungen. Nur kann er platzbedingt natürlich nicht die Auswahl haben, die eine grosse Buchhandlung z.B. in Zürich bietet. Die Riesenbuchhandlung dort ist eines meiner Paradiese ;-) Ausserdem, wenn ich schon runter muss, dann fahr ich gleich nach Chur, dann wäre Thusis zwar kein Umweg, aber eine zusätzliche Stunde müsste ich veranschlagen.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen die Buchpreisbindung. Ich habe mich noch nicht mit den Gründen beschäftigt, warum die wieder einzuführen wäre. Aber ich glaube einfach, dass das kleinen Buchhandlungen nicht sehr viel bringen würde.
Was aber WillY angesprochen hat, die horrenden Preisaufschläge für Zeitschriften in der Schweiz, das ärgert mich auch gewaltig. Und soviel ich gesehen habe, werden auch grosse, langfristige Wechselkursschwankungen nicht berücksichtigt. Da frage ich mich, wer dann so viel verdient? Müssten meiner Meinung nach die Verlage sein, die sind es ja auch, die den Preis gleich festlegen und aufdrucken. Oder sind da so hohe Zölle drauf? Jedenfalls sind die Preise diktiert und der Verkäufer hat gar keine Möglichkeit eine Anpassung vorzunehmen.
Gruss Sidea
Zu akzeptieren, dass etwas anders läuft als ich es mir gedacht habe, bringt innere Freiheit. Daniel Schönbächler
Feste Preise
Das die kleinen Buchläden Schwierigkeiten haben und haben werden, ist Tatsache.Auf der anderen Seite machen sich viele keine Gedanken das von diesem Problem auch andere Berufe schon lange betroffen sind.Staatliche Vorschriften und Gesetze sind bei uns noch genügend vorhanden und werden auch noch mit Hilfe der Lobbyisten auf anderen Gebieten gefordert.Das über eine Buchpreisbindung der Bürger an die Urne gerufen wird ist mit Verlaub gesagt nicht mehr zeitgemäss.
Die Rendite der Onlinebuchhandlungen
Die Buchpreisbindung gab es schon damals, als man Bücher bereits über das Internet kaufen konnte, in der Schweiz bequem gegen Rechnung mit Einzahlungsschein. Die Bücher waren zwar nicht billiger, aber für Versandkosten wurde bei den meisten Anbietern auch nichts verrechnet, als "Aktion" oder "ab 20.- Franken".
Als die Buchpreisbindung aufgehoben wurde, kam es im Versandhandel zwar zu "Hammerpreisen", aber für den Versand wurde regelmässig zusätzlich kassiert, z.B. CHF 7.80 pro Bestellung.
Buchpreisbindung Ja oder Nein? Ich denke, dass es für den Normalverbraucher, der nur so viele Bücher kauft, wie er dann auch liest, so oder anders nicht ins grosse Geld gehen wird. Wer wirklich billig kaufen will, der kauft in Deutschland; wer bequem kaufen möchte, lässt sich das Buch per Post nach Hause schicken und wer gerne schmöckernd den Geruch einer Buchhandlung in der Innenstadt einatmet, kann sich auch diesen Luxus leisten, vorläufig noch.
Rolf .Danke für den Überblick und Einblick in den Buchhandel
Rolf, jetzt weiss ich mehr über das Funktionieren im Buchhandel. Es wäre gut, wenn die Räte in Bern auch so viel darüber wüssten. Interessant wird sein, was vor der Abstimmung den Bürgern alles aufgetischt wird. Dann werde ich es mit Deinen Ausführungen vergleichen und dann - abstimmen.
Dass die gelernten Buchhändler, welche einen Buchladen führen, wegen den überpropotinal steigenden Mietzinsen nicht überleben können, ist mir schon vor 20 Jahren begegnet. In Locarno gab es beim Bahnhof einen fachlich gut geführten Buchladen.Der einzige im Locarnese. Dann haben die Besitzer die Miete so angehoben, dass die Frau den Laden gleich zumachen musste. Von da gaben sich dort verschiedene Kleiderläden und Boutiquen die Klinke in die Hand. Es ist wie Du beschrieben hast: Die kleine Marge auf Büchern deckt den m2/Mietpreis nicht ab, den die Immobilienbesitzer "ums verrecken" haben wollen.
Überleben könnte vielleicht ein Bücherladen, wenn ihm die Immobilie gehört. Aber eben: Geld kommt vor Geist.
Buchhandel
@Wels Beitrag #12: Der Prozentsatz der für Geschenkszwecke gekauften Bücher ist meines Wissens nicht erforscht, lässt sich wohl kaum genau erforschen. ABER: Die Umsätze der Buchhandlungen im 4. Quartal sind inetwa gleich hoch wie in den ersten 3 Quartalen vorher zusammen. Natürlich ist dabei noch zu bedenken, dass winters eher mehr gelesen wird als sommers.
@alle: Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen. Die freuen mich sehr, danke!
Gruess, Rolf
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Anders gemeint als geschrieben
Einmal mehr scheint es für den Stimmbürger kompliziert zu werden:
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/anders_gemeint_als_geschrieben_1.14511657.html
Ich jedenfalls bin gegen ein Preisdiktat im privaten Internet-Buchhandel.
HJK
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Carpe diem
Buchpreisbindung
Danke Hans Jörg für Deine Zusatzinformationsvermittlung via Link.Eben las ich den Beitrag durch.
Mit aller Ueberzeugung bin ich GEGEN DIE BUCHPREISBINDUNG, denn sie ist einerseits nicht durchsetzbar und andererseits schadet sie dem CH-Buchhandel und würde das Sterben der CH-Buchhandlungen und der CH-Verlage nur noch beschleunigen.
Gruess, Rolf
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Hinweis für die Aficionadas von Büchern
Der Link kommt mir zwar etwas spanisch vor. Aber der Inhalt ist durchaus bedenkenswert, Buchpreisbindung hin oder her.
http://www.youtube.com/v/YhcPX1wVp38Bücher
Herrlich, Rosano Verde, es lebe das Buch!
Gruess, Rolf
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Preisdiktat
Ich jedenfalls bin gegen ein Preisdiktat im privaten Internet-Buchhandel.
und ich bin gegen jedes Preisdiktat, nicht nur für Bücher.
Buchpreisbindung
Das Chaos in den Diskussionen unter den Parlamentariern inkl. Bundesrat und allgemein...
Hier der TagiOnline-Artikel inkl. die Kommentare - die Abstimmung darüber findet im März 2012 statt.
Gruess, Rolf
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Heute habe ich erste Abstimmungsplakate gesehen ...
... zur Initiative "Buchpreisbindung". Das Plakat war gross und rief "nein". Eigentlich interessant, dass die Jung-SVP und FDP den Buchläden (und damit auch den Kleinverlagen) also KMU-Betrieben so in den Rücken fallen. Aber warten wir noch ab!
- Für mich bedeutet die Buchpreisbindung nicht dasselbe wie z.B. Butterpreisbindung. Es geht ja hier um die kulturelle Vielfalt, welche jetzt dann bald nur noch in Städten vorhanden sein wird. Lesen ist das Tor zur Welt, heisst es doch. Ohne Buch keine Bildung, keine Kultur, kein Wissen, keine Geschichte etc.
( gelesen in der WOZ: " Seit 2007 die festen Ladenpreise für Bücher aufgehoben wurden, sind allein in der Deutschweiz rund 70 Buchhandlungen geschlossen worden. Zuletzt Strub in Chur, Goldenes Kalb inAarau, Travel-book shop in Zürich, Buechladen in Cham (ein stark gewachsene Gemeinde).
Das bedeutet eine Verarmung des Angebotes. In den meisten Ländern Europas gilt heute ein gesetzliches Fixpreissystem. In der Schweiz wurden die Bücherpreise über hundert Jahre von der Branche selbst bestimmt. Nach dem Wettbewerbsgesetz wurde 1999 diese Absprache für unzulässig erklärt und in der Folge 2007 vom Bundesrat aufgehoben.
Beispiel Grossbrittanien: Dort ist der Buchmarkt seit 1995 dereguliert. Allein in den letzten sechs jahren sind von 4000 Buchhandlungen 2000 verschwunden. Rund 600 grosse Gemeinden und Städte stehen ohne Buchhandlung da. Alleinige Profiteuere sind Discounter, die mit Unmengen billig eingekauften Bestseller und immensen Rabatten die Kundschaft in ihre Läden lenken. Zit. Ende.
Die Debatte verfeinert sich hoffentlich noch bis zum 11.März
Wenn ich ein Buch lesen will ...
- dann interessiert mich der Autor;
- eine Rezension hat mich neugierig gemacht;
- Bekannte erzählen mir, das musst Du unbedingt lesen.
Nimmt mich doch wunder, wieviele SW User hier erzählen, sie kauften Bücher, sie lesen Bücher, weil sie den Buchhändler unterstützen wollen.
Die Vielfalt der Angebote in den grossen Buchhandlungen, im Online-Shop, in den Gemeinde-Bibliotheken reichen mir bis heute aus.
Sicher ist allerdings auch, dass unbekannte, und dennoch begabte Schriftsteller, es sehr schwer haben, einen Verleger zu finden. (ausser, sie seien Bestseller verdächtig). Sicher ist auch, dass diese Schriftsteller auch mit der Buchpreisbinduing,. oder dann erst recht, mit (zu) hohen Selbstkosten rechnen müssen, wenn sie ein Werk auiflegen wollen.
Sicher ist auch, dass die Buchpreisbindung schief in der Schweizerischen Wirtschaftslandschaft stehen würde. Wenn in einer Gemeinde zwei oder drei Gewerbler untereinander Preisabsprachen tätigen, werden sie (hoch) bestraft.
Wird die Buchpreisbindung angenommen, ist das Risiko gross, dass die Online-Verlage die grossen Gewinner sein werden, und dass unser Geld für Bücher zu weit über 50% ins Ausland abfliesst, denn diese Handelsware unterliegt nicht der Buchpreisbindung..
Wer kann mir belegen, dass die Buchpreisbindung das Lesen von Büchern so weit beleben wird, dass die kleinen Schweizer Verlage überleben können? Sieht die Realität nicht ganz anders aus? Ist das Lesen noch ein "Volkssport"?
Ich bin gespannt auf das Abstimmungergebnis.
Ohren können das Gute hören, Augen das Schöne sehen, wenn das Hirn dies zulässt
ist doch überall und immer dasselbe !
Vor drei Tagen hörte ich im Fitness-Center ein Gespräch mit, in dem sich ein Mann beklagte, dass in seinem Dorf (Worb, glaube ich) der Käseladen und die Metzg nächstens zugehen werden. Und in der letzten Zeit hätten diese und jene Läden bereits dichtgemacht. Einfach eine Schweinerei !
Ich bat um Entschuldigung, dass ich ihr Gespräch mitgehört hätte und mich nun einmische und fragte den Mann, wie häufig er in diesem Käseladen und dieser Metzg denn eingekauft habe. "Kaum bis selten" lautete die (ehrliche !) Antwort. Es sei mehr Migros-Kunde, da habe man ja alles unter einem Dach.
"Eben" war mein Schlusswort !
Und dasselbe gilt für die Buchläden, mit oder ohne Preisbindung.
Jean-Pierre
Wenn ich.........
ein Buch gerne hätte, dann ist es mir egal, ob ich ein paar Franken mehr oder weniger hinlegen muss.... ich will es so rasch als möglich und in meinr Nähe kaufen können. Und mein Buchhändler gibt sich alle Mühe, mir meine Wünsche auch zu erfüllen. Ich lese eben nicht (nur oder meist) die neuesten Bücher, sondern suche auch ausgefallene, ältere Exemplare mit Inhalten, die nicht jedermanns Sache sind. Und da ich nicht immer in den Laden gehen kann, hauptsächlich bei Winterwetter, bringt mir der Buchhändler den Lesestoff auch noch gratis vorbei, ob zu Fuss, per Velo oder Auto.
Ich hoffe, dass die Bücherläden mit persönlicher Bedienung und Beratung noch lange "am Leben" bleiben.
PS. Und zwecks Auswahl ist mir auch schon angeboten worden, mich per Auto zu holen und wieder nach Hause zu bringen. Das geht ONLINE halt auch nicht.
Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)
Buchpreisbindung (Abstimmung 2012-03)
Ich rufe in Erinnerung, was ich in früheren Beiträgen schrieb:
Deshalb bin ich gegen die Buchpreisbindung, denn sie suggeriert etwas, das nicht erreichbar ist und ist in Reinkultur (alle Verkäufe ausschliesslich via Buchhandlungen) gar nicht erreichbar. Aber die Preise sind höher, als sie sein müssten.
Gruess, Rolf
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Amazon macht Thalia kaputt
Wie es scheint, haben nicht nur kleine Buchhändler Existenzprobleme. Auch die grosse Thalia wird von Amazon bedrängt.
http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE81E06720120215
Für mich ist eine Buchpreisbindung unnötig.
>> Buch = Nichtperiodische Publikationen mit einem Umfang von 49 Seiten und mehr. <<
Buch, Bücher am büchersten
Auch heute noch, wenn ich da herumtöggela, muss ich aufstehen und in einem Buch herum suchen. Immer wieder denke ich, dass so ein zu blätterndes Buch nicht zu übertreffen ist.