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Als Kind und Jugendliche holte ich mir alle Bücher ausschliesslich in der sehr nahe gelegenen Bibliothek. Es hatte dort auch allerlei Zeitschriften in verschiedenen Sprachen, die mich total faszinierten, denn zu Hause gab es weder Radio noch Fernsehen damals. Somit verbrachte ich oft Stunden in der Stille der Bibliothek und brachte dann einen "Fund" nach Hause.
Jetzt mag ich keine Bücher mehr aus der Bibliothek. Ich sehe vor mir, wer alles zuvor dieses Buch gelesen hat, unter welchen Umständen, und wurde eventuell nach dem Nasbohren gleich umgeblättert oder bei einer Bronchitis ins Buch gehustet? Die öffentliche Bibliothek kommt mit dem Bibliobus einmal pro Monat in ein Nachbardorf. Man kann Bücher bestellen, auch in Fremdsprachen, aber es ist mir zu umständlich und bis zum Buchladen in der Stadt ist auch ein stundenlanger Weg per öV. So bestelle ich mir das Gewünschte über´s Internet, hole es aus dem Briefkasten und bin damit total zufrieden.
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Mir ging es früher.......
ganz ähnlich, liebe dummy. Hinter dem Lesen lauerten auch bei mir ähnliche Fragen wie bei dir. Und in der öffentlichen Bibiothek musste man sogar noch monatelang auf ein Buch neuerer Ausgabe warten.
Aber es gab einen Ausweg: Die Magazine zum Globus hatten ebenfalls eine Leihbibliothek, die sehr günstige Preise hatte, und dort waren auch die allerneuesten Bücher gleich in 3 bis 4 Exemplaren vorhanden, also konnte man sie fast immer sofort ausleihen. Es hatte dort auch viel weniger "Kunden" und die Bücher sahen stets sauber aus.
Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)
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Bibliotheksbücher mag ich nicht gerne, denn ein Buch muß mir gehören, es muß in meiner "Bibliothek" stehen, damit ich es immer wieder anschauen kann, auch zur Hand nehmen kann und mich daran erinnern, was damals alles war, als ich es dereinst gelesen habe
Bibliothek
kaninchen, diese Liebe zum Besitz des Buches verstehe ich sehr gut! So ging es mir auch während langer Zeit, aber dann nahmen die Büchergestelle Überhand, ich wusste nicht mehr wohin mit den neuen Büchern, alles war doppelt eingereiht und es wurde schlicht zu viel des Guten. Was tun? Zuerst mal ausmisten, denn da waren auch viele Bücher dabei, geschenkte und gekaufte, die uns nicht mehr interessierten. Das lockerte, Staubsauger her, alles wieder sauber. (Herr dummy, merci, ich habe eben meinen Mann "im Griff", wie Du siehst) Ein Mann vom Bücherflohmarkt kam vorbei und nahm alles mit. Nun können wir wieder neu posten und bald sind die Löcher in den Büchergestellen wieder aufgefüllt *smile* und es geht von vorne wieder los. Das Rad dreht sich....
diese Liebe zum Besitz ...
... verstehe ich nicht und geht mir ab.
Ich "durfte" mich mal um den Nachlass eines Onkels kümmern - ein Horror ! - grosse Mulde bestellen, alles aus den Fenstern reinwerfen und abtransportieren.
Überflüssig zu betonen, dass u.a. Tonnen von Büchern und Laufmeter von sorgsam erstellten und beschrifteten Foto-Albens gab. Weder die Heilsarmee noch Emmäus bot sich zum Ausmisten an ! Das hat mich geheilt !
Jean-Pierre
Die Liebe auf den letzten Blick...
...jene zum Buch, vor allem bei der Auflösung eines Haushalts. Bücher sind in der Tat wenig begehrt, Fotoalben noch weniger. In die Mulde werfen mochte ich sie trotzdem nicht. So habe ich nun selbst zahlreiche Bücher in Kartonkisten gelagert, welche ich wohl nie lesen werde; andere ruhen in Büchergestellen, setzen Staub an - und werden wohl auch nicht mehr gelesen. Es ist nicht "Liebe zum Besitz", sondern so was Komisches wie "Ehrfurcht vor dem gedruckten Wort".
Noch bin ich nicht geheilt. Trotzdem, Illusionen habe ich keine. Am Ende wartet ein Container.
überzählige Bücher
In Thalwil haben wir jeweils jährlich einmal im September Samstag/Sonntag den sogenannten BRING- und HOL-TAG. Bis Samstagmittag können Bücher abgegeben werden, welche dann ab sofort und vor allem am Sonntag zum Gratis-Mitnehmen fein säuberlich geordnet ausgestellt werden. Was bis Sonntagabend nicht weggeht wird in Mulden als Altpapier entsorgt.
Erkundigt Euch doch, ob so was in Eurer Gemeinde oder Eurem näheren Gebiet auch besteht.
Falls diese sehr praktische Sache noch nicht bestehen sollte, so macht doch den Vorschlag in der Wohngemeinde (Abeilung Abfall und Recycling oder so). Wär' doch was!
Gruess, Rolf
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Ich kann es.......
nicht mehr zählen, wie viele Male ich schon Bücher weggeräumt und verschenkt habe. Früher haben sich die Leute meist darum gerissen, weil sie ja wussten, woher die Bücher kamen. Heute ist Lesen in meiner Umgebung nicht mehr so gefragt. Nun mache ich das aber so: Ich stelle die Bücher in der Garage auf einen Tisch und wenn ich alles zusammen habe, was weg muss um Platz zu schaffen, telefoniere ich einem bekannten Ehepaar.
Diese nehmen dann die Bücher mit, behalten was sie gerne selber lesen möchten, und den Rest bringen sie in ein Antiquariat. So ist allen geholfen. Mir, weil ich keine zu grosse Mühe habe nach dem Aussortieren, ihnen, weil sie so zu Büchern kommen, und der Rest wird dann durch das Antiquariat an die Leser gebracht.
Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)
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... verstehe ich nicht und geht mir ab.
Bücher , lieber jipégé, sind kein Besitz im eigentlichen Sinne, sie sind ein "Schatz".
Bring- und Holtage ..
.. gibt's auch in Bern und den umliegenden Gemeinden. Und trotzdem wandert am Samstag-Spätnachmittag der grosse Teil der Ware in die Mulden.
Früher gab's auf dem Markt auf dem Waisenhausplatz in Bern einen Stand, bei dem man Occasion-Bücher für einen kleinen Betrag kaufen konnte. Später konnte man sie zurückbringen und im Verhältnis 3:1 neue Bücher nehmen. Den Stand gibt's nicht mehr, denn der Halter wusste nicht mehr wohin mit all den gebrachten Büchern.
Bei uns in der Nähe entstand eine Büchergarage, die ähnlich funktionierte - leider auch nur kurz.
Ich habe auch schon, vor meinen diversen Umzügen, u.a. Bücher rausgestellt mit der Anschrift "servez-vous" oder "gratis" - das Meiste ging rasch weg, Bücher kaum.
Jean-Pierre
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Man hätte eben nie den Fernseher erfinden dürfen.
Aus der Zeit .......
ohne Fersehen und speziell für kaninchen:
Ich stellte mein Buch so auf den Tisch, dass ich lesen konnte, aber dazu auch noch stricken. Für nur Lesen oder nur Stricken reichte mir die Zeit früher nicht, also musste ich für mich eine Kombination daraus machen, um mit beiden Tätigkeiten voran zu kommen. Denn daneben war ich ja auch noch berufstätig. Das LESEN hätte ich aber deswegen nie aufgegeben.
Mein Begriff von Reichtun: Wenn ich 2-3 noch ungelesene Bücher zu Hause hatte, dann war ich "reicher als ein Millionär". Das gilt auch heute noch.
Die beste Art, sich zu wehren, ist sich nicht angleichen. (Marc Aurel)
Und deswegen,
liebe etna, bin ich heute wieder in meinen kleinen, aber feinen, Buchladen spaziert und habe gestöbert, das gehört dazu, und mir das Buch "Die Maske" von Siegfried Lenz geholt. So läßt sich´s lebn mit den derzeitigen Wetterverhältnissen. Morgen darf ich schon wieder gehen, denn das Büchlein ist doch etwas dünn
Und gerade deswegen
kaninchen (du wirst es verstehen) habe ich mir gestern "Ehrenwort" von Ingrid Noll gekauft. Im Bus bin ich nur bis Seite 7 gekommen, aber es scheint wieder mal sehr spannend und sehr blutig zu werden!
Den Siegfried Lenz lese ich auch sehr gerne und ich werde mich nach "Die Maske" umsehen, ich danke dir!
Bücher sind in der Tat ein "Schatz" den man hüten sollte, aber auch immer wieder mal hervorholen, denn Schätze sind schnell mal im Versteck verschwunden.
In unserem Haus darf man ganz offiziell alles abstellen, was man nicht mehr braucht. "Sie" nehmen sogar Bücher. Wir sind halt doch sehr belesen in Winterthur, Kulturhauptstadt des Kantons Zürich! (Das war jetzt ein Scherz... *<:-))))
@ Jean Pierre
"Gratis" anschreiben, ist in unserer Stadt verboten, da herrscht Ordnung auf dem Trottoir !;-)
@ dummy
Fährst du hin und wieder mit dem ÖV? Lieber nicht, dann siehst du nämlich das, was du dir in Gedanken gar nicht vorzustellen wagst... (ehrlich, da wurde mir auch schon schlecht!)
Gruss, iloma
* * * Flügelt ein kleiner blauer Falter vom Wind geweht, sah ich das Glück mir winken, glitzern, flimmern, vergehn. Hermann Hesse * * * *
aa
Ich behalte nur noch Sachbücher weil ich aus Erfahrung keine Bücher zweimal lese. Die restlichen Bücher hole ich in der Bibliothek, lasse sie mir schenken oder hole sie im Brockenhaus. Nach meinem Geschmack schlecht geschriebene Bücher vernichte ich um die Welt von ihnen zu entlasten, den Rest gelesener eigener Bücher bringe ich ins Brockenhaus oder gebe sie jemandem zum Lesen mit der Bemerkung, dass ich sie nicht wieder zurückhaben will. So vermeide ich, dass ich gute Bücher selbst vernichten muss. Die sind für mich auch ein "Schatz", den ich aber nicht bei mir lagern will.
Das ...
"Gratis" anschreiben, ist in unserer Stadt verboten, da herrscht Ordnung auf dem Trottoir !;-)
... ist doch wohl eine Witz, oder ?
Übrigens, es gibt ja noch diese geniale Möglichkeit
Jean-Pierre
Bibliotheksbücher
Dummy
Ich mag Bibliotheksbücher. Dabei geht es fast immer um Fachbücher, die leider ein "Vermögen" kosten. Der Gang in die Zentralbibliothek lohnt sich deshalb. Nur dann, wenn das ausgeliehene Buch mich anspricht und ich es auch zukünftig wieder zur Hand nehmen werde, kaufe ich es.
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Übrigens, es gibt ja noch diese geniale Möglichkeit
jipégé, diese geniale Möglichkeit hat mir gefallen, ich habe mich sogar angemeldet, aber dann doch einen Rückzieher gemacht, weil ich dem Frieden nicht getraut habe. Trotzdem geht es mir nicht aus dem Kopf, es ist eine Sache, die meinem Temperament entspricht
Diese Einrichtung gibt's seit Jahren ..
.. und ich war vor vielen Jahren, als ich in Basel lebte, ein eifriger Benutzer, denn in Basel war ich nicht der einzige "Anhänger". Auf der Homepage besteht die Möglichkeit anzugeben, wo man ein Buch liegengelassen hat. Und jener, der's findet, kann eintragen, wo er's gefunden hat und wo er's nach dem Lesen wieder liegenlässt.
Eines meiner Bücher konnte ich 1 1/2 Jahre lang verfolgen - richtig spannend.
Ich weiss nicht, wo Du welchem Frieden nicht trauen konntest. Es ist eine witzige und spannende Angelegenheit und passieren kann Dir gar nichts!
Jean-Pierre