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und immer noch hat es Renter und Senioren welche meinen, dass sei alles kein Problem :-(
wenn man das Rentenalter verschiebt arbeiten die Alten (wie ich) zwei Jahre länger.
Für den Staat vielleicht eine finanzielle Verschnaufspause.
Die Jungen müssen dann aber zwei Jahre länger warten bis es grössere Abgänge gibt.
Fazit; mit 67 Pensionieren bringt nichts! Nur zitternde Hände welche das Bier ausschütten :-)
Answers
Die Jungen müssen dann aber zwei Jahre länger warten
Ich denke nicht, dass dies die Praxis sein wird, denn die Jungen werden nicht warten. Bedenke: Wer rastet, rostet. Das Problem scheint mir vielmehr, dass "die Alten", unabhängig vom gesetzlichen Rentenalter, mit 55 in der Privatwirtschaft keine gute, festbezahlte Stelle mehr finden, als Arbeitnehmer mit Pensionsanspruch etc. Und das hat sehr wenig mit deren Leistungsfähigkeit zu tun, sondern vor allem mit der Art und Weise wie heute die Arbeitgeber legitime Pensionsansprüche finanzieren können. Junge sind immer billiger als Männer und Frauen über 55.
Wenn das Rentenalter höher angesetzt wird, ist bei einer vorzeitigen Entlassung das "Rentenloch" einfach noch grösser. Man müsste somit mit der Heraufsetzung des Rentenalters als flankierende Massnahme auch einen gewissen Kündigungsschutz einführen, z.B. so, dass Arbeitgeber, welche ältere Mitarbeiter ohne triftigen Grund entlassen, die fehlenden Beitragsjahre in die Pensionskasse einzahlen müssten.
Ein solcher Vorschlag ist kaum mehrheitsfähig. Bleibt aber die Tatsache, dass von einem höheren Rentenalter vor allem ältere Arbeitnehmer negativ betroffen sind, weder die Jungen, noch die selbständig Erwerbenden und schon gar nicht die Politiker - die auch noch mit 71 Lenzen in den Natinalrat gewählt werden, auch dann, wenn sie "es eigentlich nicht nötig" hätten.
Wie immer man das steuern
Wie immer man das steuern will, es wird immer zum Nachteil des Arbeitnehmers sein. Der Arbeitgeber soll fehlende PK-Jahre überbrücken (das gab es einmal bei der "Chemie")? Da werden sie die Alten eben entlassen, bevor die Überbrückung fällig wird.
Man wird wieder darauf kommen, dass Sparen für das Alter eine Notwendigkeit ist. Wer das nicht kann, mangels Substanz, wird dem Staat zu Last fallen. Man mache sich besser keine Illusionen. Dazu passt auch ein Artikel von Schirrmacher (Chefredaktor der FAZ): In zehn Jahren wird der Mittelstand in Deutschland kein Geld mehr haben. Aber das ist ja weit weg ...
Kurt
Was die Politik tut, betrifft die ganze Gesellschaft
Im System Wirtschhaft gibt es mehrere Webfehler. Der erste heisst Solidarität und Verantwortung. In unserer Wirtschaft sind die Arbeitnehmer dafür verantwortlich, dass ihre Arbeit von solider Qualität ist. Der Arbeitgeber ist dafür veranwortlich, dass er die Arbeitsmittel richtig einsetzt und die Arbeitnehmer richtig instruiert, damit das Produkt hohe Qualaität aufweist. Beide sind der Garant für das gute Produkt. Wer die Mitarbeiter gut anleitet , hat gute Chancen langjährige , solide Geschäfte zu machen. Dies hebt den guten Ruf und sichert die Pensionskassen.
Der Dritte "Partner", das sind die Aktionäre. Sie treten, wenn sie nicht gleich Firmengründer oder Firmeninhaber sind, meist anonym auf. Und leider interessiert viele davon gar nicht, was eine Firma oder ein Produkt ist, sondern sie kommen und gehen. Sie kaufen und verkaufen auf Grund von "Börsengerüchten". Eine Solidarität oder Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, scheint nicht zu bestehen. Sogar in den Räten in Bern gibt es solche Leute. Die lassen sich nur wählen, um in Bern die Politik nach ihren Wünschen zu beeinflussen. (Die heeren Absichten auf den Wahlplakaten ...."verheiratet, drei Kinder, Absolvent der Hochschule St. Gallen, katholisch, Naturfreund, Marathonläufer, Parteimitglied x, fühlt sich dem Handwerk und den Bauern verpflichtet , steht für eine freie, saubere, wohlhabende Schweiz ein"... scheinen in der ersten Session in Bern schon Schall und Rauch. Denn es geht vorallem - oh weh - um das eigene Portemonnaie! Da haben Renten und das gewöhnliche Volk keinen hohen Stellenwert.
Nein, es gibt auch anständige Aktionäre, welche sich für die firmen einsetzen.
Es gibt auch anständige Aktionäre, leider sehr viele...
Natürlich gibt es sie, sie sind sogar in der Überzahl: Das Schweigen der Lämmer.
Dank Depotstimmrecht der Banken haben sie, die lammfrommen Aktionäre, an den Generalversammlungen zwar viel zu sagen, aber nichts zu bestimmen. Sie nehmen die Almosen, die da vom Tische des Herrn fallen - das heisst, vom Konferenztisch des Managements, und dieser Tisch ist gross. Immerhin sind es 3 bis 4% Dividendenrendite, mehr als auf dem Sparheft. Dafür sind die Aktien an der Börse wieder mal um 10% im Minus. Die Banken empfehlen den Kauf trotz allem. Jetzt erst recht (buy low):
Die freie Marktwirtschaft ist wohl das schlechteste aller Systeme. Leider habe ich noch kein besseres kennen gelernt. Insgeheim wünsche ich mir aber, dass die Aktionäre etwas weniger anständig wären.
Fazit: Die Botschaft (meine eigene) hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube;
Rosano Verde
...
Die freie Marktwirtschaft ist wohl das schlechteste aller Systeme. Leider habe ich noch kein besseres kennen gelernt. ...
Überleg dir mal, was du hier geschrieben hast. Merkst du es?
Ich denke ...
rosano verde wollte ein anderes Zitat etwas abgeändert anwenden, das richtigerweise heissen müsste, die freie Marktwirtschaft ist von allen schlechten ("ungerechten") Wirtschaftssystemen das am wenigsten schlechte. Ein besseres habe ich noch nicht entdeckt.
Ohren können das Gute hören, Augen das Schöne sehen, wenn das Hirn dies zulässt
Systeme sind das theoretische Gerüst zu einem Tun
Jede Firma funktioniert erst, wenn die Menschen darin arbeiten. Die "Firmenkultur" bestimmt danach auch den Ruf der firma nach aussen und nach innen. Nehmen wir einmal die Menschen, welche die Nestle oder einen Oelkonzern leiten. Sie wurden meist in demokratischen Ländern ausgebildet, haben die Freiheit erlebt und , sind Schweizer oder dürfen in der Schweiz wohnen. Sie verdienen gut und leben gut.
Darum kann ich nicht verstehen, warum gerade solche Schweizer sich dann in ärmeren Ländern aufführen, wie die Kollonialherren der vergangenen Jahrhunderte. Sie kaufen sich Politiker, lassen durch diese die eigenen Landsleute enteigenen und verjagen. Dann wird z.B. Mais für Biodiesel, Rindfleisch für den Export gezüchtet, Gemüse und Früchte nur für den Export angebaut. Oder - es wird nach Oel gebort, der eigentlich Reichtum verheissen könnte für eine Land. Aber nichts bleibt dort. Die Institutionen dieser Länder haben das Wissen nicht, um den fremden Herren paroli zu bieten und für ihr Land einen langersehnten kleinen Aufschwung zu ermöglichen. Wenn das Oel fertig abgepumpt ist, bleiben die Anlagen einfach stehen und die Landschaft ist weitherum mit Oelrückständen verseucht, dass nichts mehr angebautr werden kann. Oder denken wir an die Giftmüllentsorgung der Industrieländer. Obschon es Verträge und Konventionen gibt, landet unser Elektronikschrott (falsch deklariert) auf afrikanischen Müllhalden, wo es unsachgemäss behandelt wird, sodass die Menschen dabei krank werden. Und schliesslich; was treibt einen Schweizer Textilfabrikbesitzer an, in ihren Fabriken in Asien, Indien etc. Löhne zu zahlen, welche nicht einmal den täglichen Hunger stillen hilft, obschon sie es mit einem Franken pro Tag könnten?
Dies sind nur Beispiele einer langen Liste von moralisch-kriminellen Verfehlungen von "Fabrikherren" aus westlichen Demokratien. Darum meine zwei Fragen:
- Welche westliche Ausbildung macht die Menschen so schlecht, dass sie andernorts zu Tyrannen und Sklavenhaltern werden.
- Und, warum sollten diese ausgenutzten Menschen westliche Demokratien gut finden, welche ihnen keine Demokratie bringt?
Gutes Artikel Sterngucker, wie fast immer :-)
Du schreibst sehr oft das was ich auch denke aber wir müssen uns damit abfinden, dass wir die Welt nicht verändern können. Die Mächtigen entscheiden für uns, wir können höchstens unseren Frust in der Arena den freien lauf lassen ohne anzuecken :-) Die welche etwas verbessern können hören nicht auf uns Besserwisser. hi hi Es ist einfach Himmeltraurig das Spekulanten und Hedgefonds mit Rohrstoffen und vorallem Agrarprodukte spekulieren können. Es darf einfach nicht sein das etwas (wie z.B. Kaffee oder Baumwolle) aufgekauft und gelagert wird nur um den Preis hoch zu treiben. Wie wurde doch der Ackermann (Deutsche Bank) bewundert wenn er sagte wir werden 25% Gewinn anstreben und jetzt siehe:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,812214,00.html
Es darf auch nicht sein, dass
Es darf auch nicht sein, dass Lebensmittel zu Treibstoff verarbeitet werden (z. B. Mais). Aber gerade die Guten und Edlen verkaufen uns diese Idee als Öko-Treibstoff, mit dem das Klima zu retten sei (.s auch heutigen Artikel in der NZZ).
Kurt