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Hygiene und Schönheit von -3900 bis +2012
Dank Ausgrabungen in archäologischen Fundstellen der Bodenseeregion sind die hygienischen Verhältnisse und der Gesundheitszustand der damaligen Bevölkerung nachvollziehbar. In den Schichten der Pfahlbausiedlungen rund um den Bodensee, in der römischen Siedlung TASGETIUM (Eschenz) sowie Fundstellen des Mittelalters und der Neuzeit blieben Schmuck, Kämme und Parasiten erhalten. Brunnen, Latrinen und Bäder zeugen von der früheren Wasserversorgung und der einstiegen Badekultur. Die Körperpflege war auch in römischer Zeit nicht nur luxuriöser Zeitvertreib, sondern aus hygienischen Gründen notwendig. In Eschenz kamen Haarkämme aus Buchsbaumholz zum Vorschein. Bei Konservierung entdeckte man zwischen den feinen Zähnen die Überreste von römischen Kopfläusen! Kaiser Titus Flavius Vespasianus erhob – um seine leere Staatskasse zu füllen – eine Steuer auf das Sammeln von Urin. Vor seinem Sohn soll er diese Einnahmequelle mit dem Spruch „pecunia non olet“ (Geld stinkt nicht) gerechtfertigt haben!
Ob wir wollen oder nicht – Fragen rund um Schönheit und Hygiene begegnen und beschäftigen uns täglich. Wie veränderten sich Schönheitsideale durch die Zeitalter und wie wichtig sind Schönheit, Hygiene, Wasser und Körperpflege für uns heute?
Das KULTURAMA präsentiert in dieser Ausstellung zahlreiche archäologische Fundstücke, kulturhistorische Raritäten und spannende Geschichten zum Thema Hygiene und Schönheit von -3900 bis +2012. Setzen Sie sich mit Ihren eigenen Vorstellungen von Hygiene und Schönheit auseinander, schnuppern sie an den Duftbausteinen eines modernen Parfums und riechen Sie, wie Napoleon Bonaparte geduftet hat!
KULTURAMA Museum des Menschen, Englischviertelstr. 9, 8032 Zürich
Tel. 044 260 60 44, www.kulturama.ch, mail@kulturama.ch
Gut erreichbar mit dem ÖV: Tram 3 und 8 bis Hottingerplatz, Tram 15 bis Englischviertelstrasse
Answers
Kulturama
hallo Hannes, der link den Du hier bringst ist höchst interessant. Ich habe mich schon ein wenig umgesehen. Die Bilder machen einem gluschtig,in dieser Form gibt es glaub noch keine Dokumentation in der Schweiz.Ich denke dass ich diesen Winter mal hingehen werde. Mit Dank und Gruss ruth-erika
Vorlieben für:
Katzen,Musik,Florenz,Kochen
Basteln und Einrichten