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Griechenland wohin?

25 Antworten [Letzter Beitrag]
7. Februar 2012 - 16:30
Ruth Suter

Heute hörte ich im Radio einen Bericht von Werner van Gent über die aktuelle Situation in Griechenland.  Den Griechen ist einmal mehr das Geld ausgegangen, das Wasser steht dem Staat bis zum Hals. Auf weitere Hilfe der EU und anderen Geldgebern ist man dringend angewiesen. Seit der Unterstützung vom Ausland ist innenpolitisch praktisch nichts geändert worden. Die dringend erforderliche Steuerrevision fand nicht statt, so dass die reichen Griechen auch heute noch keine Steuern bezahlen. Es fanden keine Versuche statt, die Wirtschaft neu zu beleben. So gibt es sehr viele Arbeitslose, die keine Perspektiven haben. Menschen die noch Arbeit haben, bekommen ihren Lohn nicht, da die Arbeitgeber ihre Beiträge vom Staat nicht bekommen und insolvent sind, usw.usw. Ist es denn nicht möglich, dass die EU Griechenland quasi unter Vormundschaft stellt und nur dann noch Geld gibt, wenn diese strategische Hilfe von Dritt-Staaten akzeptiert bei der Revision des Steuergesetzes, der effizienteren Arbeitsweise von Staatsbeamten, inovativen Ideen für neue Arbeitsplätze usw. Offenbar sind die griechischen Politiker und auch die Bevölkerung nicht in der Lage ihren Finanzhaushalt in den Griff zu bekommen. Jede finanzielle Hilfe von Drittländern ist ohne Auswirkungen. Wo sind die Millionäre, die Reeder, die ihr Heimatland unterstützen könnten, damit es nicht vor die Hunde geht!

Answers

Rosano Verde

Wo sind die Millionäre?

Diese sind "mobil" und flexibel, so wie überall. Millionäre - davon gibt es viele - etwas weniger als Milliardäre. Ubi bene, ibi partia. Und wirklich gut ist es in Griechenland schon seit einiger Zeit nicht mehr, daher sind New York, London, Paris, ja sogar Genf valable Alternativen.

Woran es Griechenland mangelt, das haben wir in diesem Forum schon des öftern diskutiert. Ergebnis: Die Griechen machen zu wenig aus dem, was sie haben, denn an sich wären sie "kein armes Land".  Das aktuelle Problem ist aber ein anderes: Die Banken wären bereit, auf 70% ihrer Forderungen zu verzichten. Die restlichen 30% würden vorgetragen und zu einem relativ niedrigen Zinssatz verzinst, wobei auch dieses Geld zuerst vorgeschossen werden müsste. Ein Teufelskreis. Damit wird erreicht, dass die Banken, vor allem solche der EU, ihren Abschreiber auf ein paar Jahre verteilen können. Schliesslich wird es aber in Griechenland keine privaten Banken mehr geben. Der Staat hat keine andere Wahl, als die maroden Institute zu übernehmen und die Verluste indirekt selbt zu tragen, die er durch seine Zahlungsunfähigkeit verursacht hat.

Keine schönen Perspektiven, auch für Merkel/Sarkozy nicht. Verzweifelt sind sie alle. Die einen bangen um ihre Wiederwahl und die andern um die nächste Mahlzeit. Alles ist relativ.

wels

aa

und wieder sollen die andern Staaten Milliarden in mehrfacher Höhe der ganzen Schweizer Bundeseinnahmen für 1 Quartal schenken. Alles verschwindet im Griechenlandfsumpf. Wer soviel geschenkt bekommt hat sofort Appetit auf ein Mehrfaches davon, die Geberländer zeigen mit ihren Geschenken, dass sie unbeschränkt Geld haben.

 

ricky

Die Griechen sind im Würgegriff der EU und...

...verlieren bald ihre Souveränität, ja mann könnte sagen sie werden nächstens bevormundet.

Sie haben ein falsches bürokratisches Finanzsystem. So dachte man z.B. wenn die Auszahlungen an 63.000 tote Rentner gestoppt werden kommt es wieder besser. Das ist aber nur ein Teil des Puzzles. Es müssen weiter 150.000 Staatsangestellte entlassen werden. 15.000 bis Ende Jahr oder sofort. Ja was haben denn die alles gemacht in den letzten Jahren, wenn sie doch jetzt überflüssig sind? Dann wird der Inland-Konsum noch mehr einbrechen. Ich frage mich ab wie die Schweiz reagieren würde wenn man die Löhne (inkl. Renten) um 20% kürzen würde? Ausserdem noch den Mindestlohn runter und die Mwst. rauf setzen würde :-(

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,812081,00.html

Mein persönliche Gedanken ist, dass es nicht bei Griechenland bleiben wird. Zuviele Länder haben sich nicht nach der Decke gestreckt wie man so sagt. Gruss

 

wels

aa

Staatsangestellte in Griechenland

Ich habe gelesen, dass ca. 30000 zusätzlich angestellt wurden vor Wahlen um die Arbeitslosenstatistik zu schönen zwecks Wiederwahl der alten Partei. Arbeit haben die wahrscheinlich kaum gross zu erledigen gehabt.

Auch bei uns läuft allzuviel auf Pump, z.B. die NEAT die das Geld nimmer einbringen wird, ist ein blosses Prestigeprojekt und eine Kriecherei vor der EU. Deutschland und Italien bauen nun die zugesicherten Zubringerlinien nicht, aber unsere Helden in Bern haben denen ohne Grarantien geglaubt statt den Ausbau des Loches zu stoppen bis die Linien gebaut sind.

 

rigirama

also

Griechenland hat etwa 750'000 Staatsangestellte. Österreich, mit etwas kleinerer Bevölkerungszahl, kommt mit etwa 150'000 aus. Die Griechen sind nicht faul, aber für so viele Beamte gibt es einfach keine Arbeit.

Rosano Verde

Auch bei uns läuft allzuviel auf Pump

Stimmt.

Nur sind wir eben noch "kreditwürdig". Wir bezahlen unsere Schulden regelmässig an die Gläubiger zurück, teilweise auch durch die Aufnahme neuer Kredite, die uns aber die gleichen oder andere "Investoren" liebend gern ausleihen. Das ist nun mal der Unterschied zwischen AAA und Schrott. Oder wie die Amis sagen: I have no money, but I still got credit.

wels

aa

auch heute fällt mir wieder auf, dass nur von Kürzungen bei Rentnern und Mindestlöhnen die Rede ist, nicht aber davon, dass die Superreichen endlich Steuern zahlen und nachzahlen müssen. Dass das Merkozy's nicht realisieren?

 

Draht

Regierungen singen das Lied derer,

das Lied derer, die ihnen den Wahlkampf bezahlt haben.  Wer  seinen Regierungssitz  den Superreichen verdankt, lässt seine Sponsoren in Ruhe und  presst das nötige  Steuergeld aus den Lohnabhängigen.  (Auch ein Grund, unseren Bundesrat nicht direkt durch das Volk wählen zu lassen.)

kaninchen

Die arbeiten sich

gegenseitig in die Hand, weil sie einander brauchen. Das Volk braucht niemand, und man denke nicht, daß Wahlen etwas bewirken, denn würden sie etwas bewirken, wären sie längst verboten !

ricky

kommt jetzt die wahre Demokratie auch in der EU?

Damit endlich wieder das Volk mitbestimmen kann über wichtige Finanz-Entscheidungen!

http://www.n-tv.de/politik/Seehofer-will-Volk-fragen-article5477081.html

Also wenn ich einen Freund immer wieder Geld auslehne, welches NIE zurück bezahlt wird dann ist plötzlich mal Schluss.

Zumindest werden wir in der Schweiz noch befragt :-)

Sterngucker

Demokratie wird in der Finanzkrise der EU abgebaut

- Die „Troika“ bestehend aus EZB (Europäische Zentralbank) IWF (inernat. Währungsfond und des  EU-Kommissariates in Brüssel  machen Druck auf die Schuldnerländer. Im Moment sind Griechenland, Rumänien, Portugal, Irland, Italien überschuldet und entsprechen nicht den Vorgaben der EU. Das sieht dann so aus, dass die Länder ihre Budgets zusammenstreichen müssen, die Mindestlöhne, und Renten gesenkt werden und das Rentenalter erhöht. Zu dieser neoliberalen Ideologie gehört auch die Meinung, dass Staatbetriebe immer uneffizient seien, die Mindestlöhne möglichst tief sein sollten, die Rechte der Gewerkschaften nicht vom Staat geschützt gehören, und die Energiekosten auf ein "Marktniveau" angehoben werden müssen. Das Spardiktat für Griechenland gilt aber nicht für die Armee, welche die höchste Quote pro Kopf hat in Europa. (Deutschland beliefert Griechenland noch jetzt).

Griechenland ist von der EU (gesetzeswidrig) gedroht worden, dass die EU das Land in den Konkurs treiben will, wenn die  Finanz- Forderungen nicht sofort eingelöst werden. Neue Hilfsgelder wurden auf ein Sperrkonto einbezahlt.  Portugal, Italien, Spanien und Irland sind auch verschuldet und ihnen könnte dasselbe passieren. Denn, wenn die sog. „Troika“ aufmarschiert, haben weder das Volk noch die Regierungen mehr das Sagen, sondern Aussenstehende, welche eigentlich nur „Vertreter“ der Gläubigerbanken sind. Wie die Völker, ihr Leben unter dem Diktat gestalten können, wird nicht gesagt.

In Brüssel werden Gesetze an den Völkern vorbei gemacht.  Die Demokratien sind also in grosser Gefahr ihre Selbständigkeiten zu verlieren. Die betroffenen Länder werden zu Fassadendemokratien, bei welcher das Volk zwar noch wählen darf. Doch es ist praktisch egal wer an die Macht kommt. Die Gewählten müssen sowieso nurausführen was ihnen von vom IWF und der EU diktiert wird. Darum sind in kurzer Folge die Ministerpräsidenten von Griechenland, Rumänien und Italien zurückgetreten. Jetzt managen sog. Technokraten die Finanzen. Das Volk konnte sie nicht wählen.

(Inhalt aus einem Artikel von Daniel Stern "Europäisches Spardiktat im Dienste der Banken".

 

rigirama

also

diesen Artikel finde ich etwas seltsam.

Wer hat denn diese Schulden angehäuft? Das war doch nicht die EU sondern das mafiöse griechische System. Und wenn man dann immer wieder weitere Kredite haben will, muss man entweder die Bedingungen der Gläubiger akzeptieren oder Konkurs anmelden.

Dass diese Bedingungen so hart sind (und die Falschen treffen), liegt wohl daran, dass die griechische Regierung in der Vergangenheit reichlich gemogelt hat und grosse Zweifel daran bestehen, dass sie ihre Zusagen einhalten will oder kann. 

Also sollte das griechische Volk darüber abstimmen, ob sie diese Bedingungen akzeptieren oder aus dem Euro-Raum ausscheiden wollen.

 

 

 

 

 

Sterngucker

Ein Volk ist keine Firma ....

rhigirama, ob es sich Europa wirtschaftlich politisch und menschlich leisten kann, Griechenland in den Konkurs gehen zu lassen, das steht auf einem andern Blatt. Die Folgen davon könnte niemand verantworten. Ein Volk ist keine Firma. Die Gläubiger (die Banken Europas) werden einer Umschuldung zustimmen müssen, damit das ganze Paket überhaupt möglich wird. Wenn es uns betreffen würde, könnten wir Schweizer darüber (schon in einer frühen Phase) abstimmen. Aber jetzt die Griechen darüber abstimmen lassen, ob sie lieber mit oder ohne EU verarmen wollen, halte ich deswegen für verfehlt, weil in den EU-Demokratien das Volk ja nur alle vier Jahre wählen aber nicht über Sachgeschäften abstimmen kann.  (Es gibt in Deutschland Stimmen, welche im Zusammenhang mit dem Bhf.Stuttgart sagten: "Wir wollen ja nur ein Bischen Schweiz".Sie möchten auch etwas dazu zu sagen haben..)

Schauen wir aber zurück auf den Fall Irland. Das Prachtsexemplar einer neoliberalen Wirtschaftpolitik, welche sich nicht um Volkwirtschaft, Länder Menschen  kümmert, sondern nur um den Gewinn.  Irland hatte gut ausgebildete Landsleute. So kamen denn Grossindustrielle ins Land (Nokia, .. etc), verlangten von Irland 10 Jahre Steuerfreiheit für ihre Konzerne. Dafür sollten Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Steuern sollten dann nur von den Arbeitnehmern kommen. Irland investierte in die Infrastruktur (Strassen, Energie, Verkehr, Bildung). Sie musste dafür Kredite aufnehmen und hoffte auf einen Verbleib der angereisten Firmen.  Nach 10 Jahren zügelte Nokia nach Rumänien weiter. Sie sagten, dass es in Irland nicht mehr rendiere. Jetzt  läuft das gleich Nomaden-Spiel in Rumänien -  10 Jahre steuerfrei produzieren - dann weiter nach x-wo. Zurück bleiben Schulden, zahlungsunfähige Gemeinden, arbeitslose Menschen. Und dann fährt der IWF und die EU ins Land ein und macht "Druck" auf den hintergangenen Staat, dass er die Bankschulden subito zurückzahlt.

 

Rosano Verde

Beat Kappeler schreibt in der NZZ am Sonntag vom 12.02.2012

...über die Parallelen zu den Praktiken des John Law um 1720. Tatsächlich erschreckend und unbedingt lesenswert.

„In Papiergeld wollte John Law 1720 die französischen Staatsschulden ertränken. Die Europäische Zentralbank versucht das Gleiche heute mit den südeuropäischen Schulden. Die Parallelen sind verblüffend - und auch erschreckend.

Frankreichs Staatshaushalt glich nach den Kriegen des Sonnenkönigs, Ludwigs XIV., jenem Griechenlands. Der Schotte John Law überredete 1716 den Regenten des jungen Nachfolgers zu einer Papierwährung. Die Papierscheine seiner Banque Générale sollten durch Gold gedeckt sein, die Aktien der Bank konnte man durch im Kurs gefallene Staatsschuldpapiere kaufen. Dann gründete er die Mississippi-Gesellschaft als Kolonialfirma. Für deren Aktien konnte das Publikum die Staatsobligationen zu vollem Wert einlegen. So landeten Schulden des bankrotten Frankreich als Aktiva in den zwei Gesellschaften.

Weil alles so schön lief, gab John Laws Bank dann viermal mehr Noten aus; als Staatspapiere und Gold im Keller waren, dann vierzigmal mehr. Das lief besonders gut, weil die Mississippi-Gesellschaft, jetzt als Compagnie des Indes, die Münzstätte kaufte. Dann gab die Compagnie erneut riesige Mengen an Aktien aus und übernahm alle Staatsschulden. Das Publikum konnte Darlehen der Gesellschaft erhalten, um deren Aktien zu kaufen. „

....

Dass dies nach weiteren „Ränkespielen“ nicht gut rauskommen konnte, ist klar. Auch die Parallelen zur heutigen Situation liegen auf der Hand. Kann man noch hoffen?

Kappelers Schlussfolgerung: Man lernt aus der Geschichte, dass man aus der Geschichte nichts lernt.

 

Sterngucker

Was fehlt der Finanzwelt?

Danke Rosano für Deinen Hinweis zu Kappelers Aufsatz in der NZZ.  Nach Deiner geschichtlichen Rückschau auf frühere Finanzprobleme habe ich mich gefragt,  ob denn in der ganzen Finanzbranche nur Gewinn-theorien vermittelt werden? Aber keine, welche das Vorgehen vorzeichnen bei Ereignissen die einen Gewinnrückgang anzeigen oder eine längere "Talsole" betreffen?

Wenn man die Aktienverläufe etwas betrachtet, sieht man, wie Aktonäre schon bei jedem "gesträuten" Gerücht gleich davonlaufen und nicht bereit sind, eine  gut laufende Firma mit ihren Produkten zu stützen, wenn nur schon minimal weniger Gewinn angesagt wird.  Industrielle hielten die vierteljährlichen Finanzberichte schon immer für überzogen. Eine Produktion braucht manchmal mehr als ein Jahr, bis es zu laufen beginnt. Kraftwerke, Lokomotiven, hochtechnisierte Präzisionsgeräte dauern. Da kann man nicht schon nach drei Monaten nach dem "Gewinn" fragen.

 

Sterngucker

Griechenland: Hilfe vielleicht , Panzer ja

Die EU drückt Griechenland. Das "Volk" soll sparen. Weniger Rente, Absenkung der Mindestlöhne, Befriedigung der Gläubigerbanken mit den Hilfgeldern. Sonst gibt es kein neues  Geld. Ein Mitgleid des Europaparlamentes hat dieses Vorgehen als "neoliberale Taliban-Attacke" betittelt.

Jetzt aber kommts:   Frau Merkel sagte: "Deutschland besteht selbstverständlich auf die Einhaltung von laufenden Rüstungsverträgen mit Griechenland".  Griechenland hat in Europa die grösste Armee (pro Kopf der Bevölkerung). Ihre Bewaffnung besteht aus Luftwaffe, Marine mit Unterseebooten und 600 Panzern (200 mehr als in Deutschlands Heer).  Alles aus Deutschland eingekauft. Das wahnsinnige daran ist, dass die EU keine Einsparung beim griechischen Militär erlaubt. Denn -  es sind weitere Panzer in Deutschland bestellt. Notabene für ein Land, das wegen seiner gebirgigen Topografie gar keine Panzer brauchen kann. Und die Lieferverträge sollen "erfüllt" werden auch wenn Griechenland, wie jeder weiss gar nicht zahlen kann. 

Wie  soll das denn gehen?

Rosano Verde

D besteht auf Einhaltung der laufenden Rüstungsverträge mit GR

Das ist leider richtig. Und wir haben schon früher unter einem andern Thread darüber diskutiert. Fazit: Gerettet werden nicht nur die EU-Banken, sondern auch die EU Schwer- und Rüstungsindustrie. S'hät solangs hät. Und am Montag hat es vermutlich wieder 130 Milliarden mehr...

Quote

Hochgerüstete Armee. Viele Protagonisten des Establishments konnten sich bei staatlichen Investments bereichern. So flossen selbst über die Immobiliengeschäfte der Mönche des Klosters Vatopedi auf dem Berg Athos rund 90 Millionen Euro über ein Netzwerk von zypriotischen Offshore-Firmen in unbekannte Kanäle ab. So wirft man dem Ex-Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos vor, beim U-Boot-Kauf in Deutschland mitkassiert zu haben.

Korruption war wohl auch die Trieb­feder der exorbitanten Rüstungskäufe, die sich militärisch selbst mit den Türken-Konflikten nicht begründen lassen. In Relation zu seinen elf Millionen Einwohnern gab das Land weit mehr für Rüstung aus als jedes andere Land Europas. 1612 Kampfpanzer meldete die Regierung Anfang Juli dem Waffenregister der Vereinten Nationen. Die Armee verfügt über dreimal so viele Leopard-Kampfpanzer wie die deutsche. Noch im vergangenen Jahr importierte sie aus Deutschland 223 Panzerhaubitzen, ein weiteres U-Boot und Raketen aus den USA. Das Friedensforschungs-Institut Sipri beziffert für 2010 die Militärausgaben auf 9,3 Milliarden Dollar – mehr als doppelt so viel wie jene der Schweiz. So schuf die schwache, korrumpierte Politik einen hochgerüsteten, mächtigen Militärapparat, der Erinnerungen an die Notfallzeiten unter einer Militärdiktatur wachruft.

Die triste Bilanz: Das Kapital ist abgeflossen, die Politik ist zerstört, das Militär bleibt.

unquote

Ganzer Artikel unter:

http://www.bilanz.ch/unternehmen/griechenland-akropolis-adieu

 

ricky

Die kranke griechische Kuh gibt keinen Milch mehr!

Deine Bilanzlink war sehr interessant Rosano, ich habe es sogar ausgedruckt merci!

Jetzt sind sie wieder am verhandeln und das schon seit zwei Jahre! hier ein sehr gute Link:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,816369,00.html

Man könnte sie Kredite in Raten zahlen oder? Zumindest bis nach der Wahlen :-)

Oder man schenkt die Griechen ihre Schulden dafür müssten sie Finanziell selber wursteln :-)

Offenbar wird mit den Abzahlungen der Schulden immer noch gut verdient :-(

dummy

Aufschub

Es muss doch jeder vernünftigen Person schon längstens klar sein, dass diese verschiedenen Hilfspakete frisch ab der Notenpresse nur ein langwieriger und zäher Aufschub bis zum Staatsbankrott bedeutet. Und wenn es dann endlich so weit ist, und davon bin ich überzeugt, wem wäre dann geholfen und wem ginge es dann besser als jetzt?

kaninchen

Das ist Politik, dummy, wo

Das ist Politik, dummy, wo jeder Beteiligte bis zu seiner Nasenspitze denkt. Getreu dem Motto von Kaiser Franz : "Schau mer mal".

dummy

Politik

Deshalb bin ich nie Politiker geworden, Kaninchen, denn wo kämen wir dabei hin?

Ich möchte ja nur "Oornig mache" und aufräumen, und wen interessiert das schon?

ricky

So gewonnen so zerronnen

Ja nun kaum beschlossen kommen schon zweifel

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Vorerst-gerettet-article5553981.html

Es sind alles NUR Vorschläge und Pläne, warten wir mal bis das alles Schwarz auf Weiss umgesetzt ist. Die EU-Bürger tun mir Leid denn ihre Steuergelder und ihre Pensionsgelder....ob die noch sicher sind? Die Gedanken sind frei :-)

Sterngucker

Eu verlangt mit den Krediten ein Angleichung an ihre Normen

Griechenland soll nun (Nord) Europäische Verwaltungsstrukturen aufbauen, die bis jetzt nur teilwiese vorhanden sind. Z.B:

 1. - Aufbau eines Immobilen- und Landkatasters. > Da werden noch Überraschungen kommen. Wem gehören all die Inseln. Wie wurde ländliche Bauernhöfe vererbt? Gibt es dazu Unterlagen? Sind all die Hotelanlagen an Meeresstränden je bewilligt worden. Wem gehören sie? Und in welches (Deutsche) Land fliessen die Gewinne ab?

 2. - Einrichten einer wirkungsvollen Steuerbehörde, welche alle Bürger umfasst, besonders die reiche Oberschicht, welche sich bis jetzt um die Steuer drücken konnte. > Aus Deutschland will eine Gruppe von freiwilligen Steuerfachleuten den Griechen dabei unentgeltlich helfen.

3. Die Renten - erst gerade auf 2/3 gedrückt, sollen nochmals kleiner werden. > Das schürt eher Unruhe und vermehrt die Armut sehr rasch.

4. Herr Schäuble möchte, dass die Greichen auf Neuwahlen im Frühling verzichten. > Wahrscheinlich aus Furcht, die neue Regierungsmannschaft könnte ihre Meinung zu den Auflagen des IWF ändern.

Viel Fragen - wenige Antworten. Wie sagt man doch:  "Das Volk zahlt die Zeche ".

Rosano Verde

Griechenland wohin?

Die Frage ist wieder top-aktuell.

Die Stimmen mehren sich, die dem Land eine totale Pleite noch vor Jahresende prophezeien. Weigert sich Griechenland, die strengen Auflagen der EU umzusetzen, dürfte man dem schlechten Geld kein gutes nachwerfen. Das könnte sich wohl nicht einmal die EZB und die "Allianz des Südens" leisten.

Viel eher denke ich, würde man der Sache ihren Lauf lassen, um ein Exempel zu statuieren, so wie damals bei "Lehman Brothers" in den USA. Kein Geld aus dem grossen Topf der EU bedeutet für Griechenland, dass über Nacht alle griechischen Banken pleite wären und keine Renten und an die Staatsbeamten keine Löhne mehr bezahlt werden könnten. Man würde dann vermutlich zur "guten alten" Drachme zurückkehren und diese bei grassierender Inflation jedes Jahr um 10% abwerten. Wenigstens könnte man das Geld wieder selbst drucken, beziehungsweise drucken lassen, zum Beispiel in der Schweiz (bei Orell Füssli).

Ein "Königsweg" scheint mir das nicht. Aber es würde wohl "das Volk" in den andern gefährdeten Ländern - Portugal, Spanien, Italien - zur Vernunft bringen. Teilweise essen dort schon heute die Rentner aus Mülltonnen. In Griechenland müsste nach der Staatspleite selbst diese "Kantine" wegen zu grosser Nachfrage geschlossen werden. Immerhin gäbe es noch das Rote Kreuz.

ricky

Bis der Geduldsfaden reisst

Spüre ich da ein Bisschen Ironie Rosano? :-) Nun glaube mir wenn die Renten in der Schweiz nur Teilweise oder gar nicht mehr ausbezahlt werden, dann kommt der Revolution so sicher wie das Amen in der Kirche! Aber Spass beiseite; wie lange kann man dann das Kind (Griechenland) noch bemuttern? Von al das EU-Geld sieht der Arbeiter rein gar nichts in seine Lohntütte oder auf ihren noch existierenden Bankkonto :-) Gruss

http://de.nachrichten.yahoo.com/bundesbank-warnt-athen-lockerung-sparkur...

Ich dachte das Sprichwort heisst; besser ein Schrecken mit Ende als ein Schrecken ohne Ende?