Fröhliches Geplauder über Freuden, Sorgen, (virtuelle und reale) Zusammenkünfte und Erlebnisse.
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Voll ausgebucht mit über 40 TeilnehmerInnen von nah und fern begann gestern in Bern am Bubenbergplatz die von langer Hand geplante Besichtigung der Schweizerischen Landestopografie, kurz SwissTopo genannt. Im Restaurant Cavallo Star an der Sonne über den Tramschienen war genügend Platz für die grosse Gruppe und der Service klappte vorzüglich! Wirklich speditiv; kaum verplatzt und bestellt, war schon der Salat auf dem Tisch; Salat kaum fertig, bereits das Menü vor sich; Kaffee-Expressi zum Schluss und bezahlen - alles im unbernischen Tempo.
Bekannte Gesichter, Krausköpfe, Glatzköpfe, noch unbekannte Ehefrauen, Bäre-Höckler, Zürisee-Schwimmer, Raetia-Kletterer u. a. m. Eine wirklich tolle Zusammenwürflete von allen Seiten. Toll, dass ihr der Einladung von Erwin Weigand gefolgt seid. Er hat den Termin für die Führung bei SwissTopo lange vorher reservieren müssen (ca. 1 Jahr), sonst wäre der Anlass nie zustande gekommen. Der Andrang ist gross!
Dort, wo 's Nünitram eine Kehrtwende macht, also an der Endstation in Wabern, befindet sich der riesige Gebäudekomplex, offiziell das Bundesamt für Landestopografie, eine Abteilung des Eidgenössischen Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. Also quasi ein "Bundeshaus".
Der Eingangsbereich lässt darauf schliessen, dass hier täglich Besucher empfangen und Führungen veranstaltet werden. Die Gruppe wird digital begrüsst. Der Name ist angepasst. Die Batches sind abgezählt.
Wer dieses warme Halstuch gestrickt hat, kennt den Namen des Visiteurs Nr. 176!
In einer ersten Inforunde bekamen wir durch den Verantwortlichen für unseren Besuch, Herrn Hanselmann, einen ausgezeichneten Ein- und Überblick über die Geschichte -
(General Guillaume Henri Dufour spielte da eine wesentliche Rolle: "Von 1817 bis 1850 war er Kantonsingenieur in Genf und unterrichtete ab 1821 an der Genfer Akademie gelegentlich in den Fächern Mathematik, Geometrie, Vermessungskunde und Hydraulik. In den Jahren von 1845 bis 1856 war er für die Erarbeitung des Katasters des Kantons Genf zuständig. Als Leiter des Eidgenössischen Topographischen Bureaus war er von 1832 bis 1864 für die Erstellung der so genannten Dufourkarte verantwortlich, einer für jene Zeit herausragenden topographischen Karte der Schweiz im Massstab 1:100'000." Zitiert aus Wikipedia )
- und den Auftrag von SwissTopo: "swisstopo vermisst die Schweiz, erhebt und dokumentiert Veränderungen der Landschaft (geologische, geodätische und topografische) und stellt Karten der Schweiz her.
Die Landeskarten (Papier und digital) in verschiedenen Massstäben werden regelmässig aktualisiert und veröffentlicht. Dank ihrer Qualität und Genauigkeit geniessen sie schweiz- und weltweit ein hohes Ansehen" Zitiert aus der Webseite von swisstopo. Absolut interessant und hochaktuell, was da alles erarbeitet, gemessen, untersucht und an Informationen zusammengetragen und in die Produkte, eben Karten und sog. Geodaten verarbeitet wird!
Aufgeteilt in drei Gruppen schnupperten wir anschliessend in der Druckerei, die zwar leider gerade nicht in Betrieb war -
aber eine rege Diskussion auslöste über Papier (kein Sintosil mehr!!), Druckfarben, Stapel zuschneiden, präzises Einrichten und lupenreine Kontrolle der Druck- und Farbqualität, usw.
Ich war froh, einige Wochen vorher eine Druckmaschine in Betrieb gesehen und dokumentiert zu haben; hier in Wabern gab es fotografisch davon kaum wesentlich Neues zu sehen. Die Maschinen waren hingegen viel jünger als die damalige Heidelberger!
Zurück im Eingangsbereich orientierte uns ein Geologe über die Entdeckungen und Untersuchungsmethoden von geologischen Formationen in der Schweiz, deren Resultate selbstverständlich auch in Übersichten auf Karten und andere Planwerke gedruckt und zur Verfügung gestellt werden.
Die Fülle der detaillierten Kenntnisse der lokalen Gegebenheiten werden durch eine Vielzahl von beauftragten Geologen vor Ort zusammengetragen.
Im sog. Shop konnten wir uns die verschiedensten Produkte ansehen und uns erklären lassen. Das sind in erster Linie Landeskarten in den verschiedenen Massstäben, Ausschnitten und Zusammensetzungen. Wir erinnern uns vielleicht noch gut an die früheren schwarz-weissen Karten, die noch von Hand gezeichnet wurden, wie dieses Beispiel einer Druckvorlage in einer Vitrine zeigt. Die folgenden 3 Kartenbilder sind Klickbilder, damit man auch einige Details erkennen kann.
Dieses letzte Kartenbild könnte glatt als Schnittmuster herhalten. Es lässt sich leicht erraten, was die Linien bedeuten, oder?
Im Shop konnten wir uns bedienen mit Material, das wir für unsere nächste Wanderung oder unsere nächsten Ferien (in der Schweiz) benötigen. Die Preise sind wesentlich billiger.
Da habe ich doch zufällig regionale Kartentitel entdeckt, deren Namen mir bekannt vorkommen ;-))
Zum Abschluss unserer Besichtigung trafen wir wieder im Plenarsaal zusammen, wo uns der Shop-Chef über zwei Produkte informierte und auch gleich an der Leinwand vorführte, die wirklich praktisch und phänomenal gemacht sind.
Da ist einmal ein Abonnement von "Swiss Map online", das via Internet immer die aktuellsten Karten in allen möglichen Zoomverhältnissen und Angaben liefert. Siehe diesen Produkte-Link.
Oder die andere fantastische DVD mit dem "Atlas der Schweiz 3", der einzigartige 3 D Ansichten, Sternbilder und Simulationen von selbst gewählten Standorten aus liefert. Ist allerdings nicht billig! Ein Screenshot eines Beispiels:
Der Link auf dieses Angebot findet sich hier.
Zum Schluss noch ein sehr herzlicher Dank an Erwin Weigand. Wir sind sehr schnell auseinander geflattert und haben uns gar nicht so recht voneinander verabschieden können. Gerne hole ich dies jetzt hier nach und grüsse alle TeilnehmerInnen herzlich. Die LeserInnen des Berichts möchte ich natürlich gluschtig machen, an solchen Unternehmungen der Regionalgruppen teil zu nehmen. Es sind immer Gelegenheiten für interessante Begegnungen und Entdeckungen.
Mit lieben Grüssen
WillY
P.S. Die Bilder konnte ich nur mit Glück machen. Auf dem Batch war auf der Rückseite ein Verbot für's Fotografieren aufgedruckt. Auf meine entsprechende Rückfrage an den Chef der Führung meinte dieser, davon wisse er nichts; ich solle ruhig meine Aufnahmen machen, sie hätten ja keine Geheimnisse zu verbergen! Mein bester Dank!!
Answers
swisstopo
Danke WillY, Dein Bericht ist auch topo !! Die " Erlaubnis" zum Fotografieren entbehrt nicht der Komik, frei nach dem Prinzip - was ich nicht weiss macht mir nicht heiss - stell Dir vor Du wärest in China oder der früheren DDR ! Mit Dank und Gruss, auch an Erwin, ich freue mich schon auf die nächste Besichtigungstour unseres Bärehöck. ruth-erika
Vorlieben für:
Katzen,Musik,Florenz,Kochen
Basteln und Einrichten
Swoss-Topo
Danke Willy für den ausführlichen und wie immer tollen Bericht. Es war zwar saukalt draussen, aber drinnen war es gemütlich uns sehr interessant.
Hier mein Foto von den letzten Eiszeit wie sie die Schweiz erlebt haben soll. Wann kommt wohl die nächste?
Danke Erwin für die Organisation
pablito
Danke
Auch aus dem Kanton Zürich ein ganz herzliches Dankeschön für das gewährte Gastrecht beim Bäre-Höck zum Besuch von Swisstopo. Einen speziellen Dank an Werner für die Organisation und Willy für den umfassenden und bebilderten Bericht. Die in jeder Hinsicht gelungene Unternehmung hat uns noch auf der ganzen Bahnfahrt zurück nach Zürich Gesprächsstoff geliefert. Als Steuerzahler sind wir stolz auf eine solche Unternehmung wie Swisstopo!
Hans Rutz
Swiss Map
Danke für den intertessanten Bericht. Hätte mich auch interessiert, da hatte ich aber was schon was anderes, tant pis!
Die swisstopo Karten sind auch als APPs für Smartphones und Tablets erhältlich > Swiss Map Mobile. Einfach eine super Sache.
>> Ein dreieckiges Rad ist gegenüber dem viereckigen Rad ein Fortschritt, da es pro Umdrehung einen Hopser weniger gibt. <<
An WillY ein herzliches Dankeschön
...für Deinen bildhaften Bericht aus Wabern von den Züriseeschwimmern (brrrrrrrr)