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Die Exportweltmeister verkaufen nicht nur Autobestandteile nach China, sondern neuerdings auch Strom nach Frankreich. Das freut die AKW-Gegner. Im Originalton liest es sich so:
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Dass die französischen Energieversorger nun ausgerechnet aus der Bundesrepublik Stromhilfe benötigen, ist für die Regierung in Paris, aber auch für deutsche Atomlobbyisten bitter. In Frankreich war Deutschland für die überstürzte Stilllegung von acht Atommeilern etwas belächelt worden. Nach dem GAU in Fukushima führten deutsche Energiemanager Stromimporte aus Frankreich als Beleg dafür an, dass die Energiewende ein Irrsinn sei.
Nun leuchtet auf den Seiten der europäischen Übertragungsnetzbetreiber fast zu allen Tageszeiten Deutschland gelb - das bedeutet, es gibt einen Exportüberschuss beim Strom. Ein Teil geht stets nach Frankreich, das fast die ganze Zeit blau eingefärbt ist - der Bedarf kann nicht mehr mit eigenen Kraftwerken gedeckt werden, trotz derzeit 55 Atomkraftwerken, die eine Leistung von rund 60.000 Megawatt haben. Frankreichs Energieminister Eric Besson betont, dass die aktuelle Lage eine Ausnahmesituation sei. „Über das Jahr gesehen sind wir Stromexporteur“, ließ er mitteilen.
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An sich ist der deutsche Stromexport nach Frankreich kein Grund zum Jubeln, denn er ist nur möglich, weil veraltete CO2-Schleudern, vor allem Kohlekraftwerke, mit Blick auf den drohenden Zusammenbruch des Stromnetzes, reaktiviert wurden. Die Windmühlen im Norden stehen still und Solarstrom wird sowieso fast keiner geliefert. Wenn Europa einzufrieren droht, ist der Klimaschutz zweitrangig, dies umso mehr, als wir bis anhin gegen die Klimaerwärmung ankämpften, wenigstens politisch, vor allem mit zusätzlichen Steuern.
Dass es trotz wärmeren Sommermonaten im Winter bei uns eher kälter wird, hängt offenbar mit den Luftströmungen zusammen: Wir kriegen den Wind (und die "Fronten") vermehrt von Nord-Osten und weniger von Süd-Westen. Klimawandel oder Wetter? Neuderdings ebenfalls eine "politische Frage".
Answers
Es geht also auch fast OHNE Atomkraftwerke
Interessantes Artikel Rosano aber vergiss unsere Oesterreicher nicht, die haben nicht nur eine gut funktionierende Gastronomie (Preis/Leistung) sondern exportieren auch noch Strom :-)
http://derstandard.at/1301874012383/Oesterreich-exportiert-Strom-nach-De...
Gruss
Interessanter Artikel, Ricky, etwas rot-weiss-rot eingefärbt...
Was sicher stimmt ist dieser Satz:
"Die größere Gefahr gehe von Netz-Instabilitäten aufgrund der Lücke durch die deutschen AKWs aus",
Und das stimmt vor allem auch für Deutschland, selbst dann, wenn die Windräder im Norden normal funktionieren, weil die Winde wehn und die heisse Sommersonne auf die mit Photovoltaik-Panelen besetzten Dächer brennt. Zur Zeit eher nicht der Fall.
Es fehlen in Deutschland zur Zeit die Starkstromleitungen, um die Elektrizität vom "Produktionsstandort" zum "Kunden", vor allem der Grossindustrie, zu befördern. Starkstromleitungen kann man bauen, Siemens kann es, ABB könnte es und GE auch. Aber die dürfen nicht. Ist auch in der Schweiz ein Problem. Aber wer will denn schon "Elektrosmog" über dem Hausdach, Fluglärm ist schlimm genug, vor allem wenn er in Richtung Schweiz verhallt. Es gibt somit jahrelange Einsprachen für jede Starkstromleitung, und "unterirdisch" kommt in Deutschland nicht in die Tüte, da sind die Distanzen zu gross.
Man bräuchte mehrere tausend Kilometer neue Starkstromleitungen im Land; realisiert werden pro Jahr - wenn's hoch kommt - gerade mal 100 km. Im Übrigen hat die Politik die "Versorger" (E.On, RWE) ohnehin hintergangen: Zuerst neue Steuer für die Entsorgung von alten Brennstäben gegen längere Laufzeiten der AKWs, dann abrupte Kehrwende: 7 AKWs werden abgestellt. Gebrannte Kinder fürchten das Feuer. In Deutschland fürchten sie vor allem gut funktioierende AKWs im Inland, jene an der französischen Grenze etwas weniger, Dank sei Merkozy.
Kurz: Ich frage mich, was es wirklich bringt, wenn wir immer mehr Elektrizität verbrauchen (neuerdings Elektroautos), diese aber nolens volens mit einem immer grösseren Anteil an fossilen Brenstoffen (Erdöl, Kohle, Erdgas) produzieren, mal ganz abgesehen von der CO2-Problematik.