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Senioren am Steuer!

42 Antworten [Letzter Beitrag]
7. Dezember 2012 - 16:15
Kobold 70

Da ich zur Zeit keine Lust habe, mich vor oder um das Haus herum im Schnee zu wälzen, sitze ich vor dem PC und wähle wieder einmal ein Thema, das die Gemüter erhitzt. In einem anderen Forum bin ich auf die nachstehenden Einträge eines Users gestossen:

<<Ich bin sehr dafür, dass eine Altersgrenze angesetzt wird für Senioren am Steuer. Ab 60 sollen verschiedene Tests gemacht werden bei einer neutralen Stelle. Die Tests müssen auch dem Alter entsprechend angepasst werden, je älter der Senior ist. Ab 70 sollte generell nicht mehr Auto gefahren werden, dafür die GA deutlich billiger im Angebot sein für Senioren>>.

<< ... ich bin jemand der aufs Auto angewiesen ist für meinen Arbeitsweg und ich kann dir sagen, ich sehe Sachen.......... mein lieber Mann. Ich kann dir aber auch sagen wer vor mir fährt ob Senior oder ungeduldiger Jugendlicher...>>

Schmunzelnd habe ich die Statements des Users konsumiert und konnte es nicht verkneifen, nachstehende Antwort in den Thread zu stellen:

Während meinen geschäftlichen Tätigkeiten im Auftrag eines CH-Unternehmens in Venezuela, traf ich per Zufall in Caracas einen sympathischen Schweizer Touristen im selben Hotel. Prüfungsexperte beim Strassenverkehrsamt. Ich konnte es nicht verkneifen, anlässlich eines gemeinsamen Trips während den Hauptverkehrsstunden quer durch Caracas, dem Profi-Experten das Steuer meines Ford-Geschäftswagens zu überlassen. Nach einigen Kilometern parkte er den Wagen entnervt und schweissgebadet in einer Seitenstrasse und übergab mir das Steuer mit den Worten: “In diesem grauenhaften Chaos fahre ich keinen Meter weiter”.

Im Gegensatz zu unzähligen Touristen liebe und schätze ich den, zugegeben etwas chaotischen Fahrstil von vielen Einheimischen in südamerikanischen Ländern, der sich aber wohltuend von der sturen “ich bin im Recht!” Fahrweise in unseren Breitengraden unterscheidet. Beherzigen sollte man lediglich zwei, aber überlebenswichtigen Regeln:

Regel Nr.1

Der stärkere (Laster, Bus, Geländewagen usw. hat immer Vortritt und ist immer im Recht!

Regel Nr.2

Vertraue nur dem eigenen Fahrstil und berücksichtige, dass weitere Verkehrsteilnehmer ohne böse Absicht, sämtliche bei uns geltenden Regeln missachten können.

PS

Ich bin ein 75 plus “Grufti” -- und während einem Aufenthalt vor nicht allzu langer Zeit in Venezuela, bin ich wieder einmal durch den prodelnden und chaotischen Verkehr in Caracas gekurvt. Zugegeben, nicht jedermanns Sache -- aber es macht Spass und das mit dem “ab 70 sollte generell nicht mehr Auto gefahren werden“ sehe ich etwas anders!

 

Das zu meiner Antwort, die vielleicht einigen Lesern sauer aufstossen könnte. Solange Verkehrsteilnehmer von Jung bis Alt Boliden fahren, die schneller sind als sie Denken können -- und wenn schon periodische Fahrtests, dann für alle Verkehrsteilnehmer, egal ob Jung oder Alt -- werde ich weiterhin als „Grufti“ durch unser „Ländli“ kurven und mich bemühen, die Vorschriften einzuhalten.

Kobold 

Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

Answers

Hermes

Also betr. Fahrstil in unseren Breitengraden...

Kobold 70, wir bewegen uns in etwa auf gleicher Alterstufe, egal, die Gedanken die da aufgelistet werden haben Hand und Fuss. 

Regel Nr. 1 der stärkere hat immer Vortritt

Völlig korrekt, selbst auf Fussgängerstreifen wäre diese Regel super, Postautos, Gesellschaftsbus, Lastwagen sollten IMMER VORTRITT haben. Da sind rollende Gewichte unterwegs die ein sofortiges stoppen extrem gefählich werden lassen. Ein Postauto hat immerhin an die 100 und mehr Personen on Bord, ein Stop rüttelt extrem die Insassen durcheinander, Lastwagen sind beladen mit Gewichten unterwegs wovon der Fussgänger keine Ahnung hat.

Soll mir jemand sagen warum ein Fussgänger so schnell auf die andere Seite muss? Wenn möglich noch mit Händy am Ohr, oder ein SMS schreibend über die Strasse.

Wir hatten mal als erste Sicherheit : Lose, luege, laufe

Warum das abgeschafft wurde ist mir ein Rätsel, es war gut, man musste Augenkontakt mit dem/der Autofahrerin oder Autofahrer haben. Leider wurde nie ein glaubhaftes gegenüberstellen von Lose, luege, laufe und dem sogenannten Vortritt für Fussgänger an Fussgängerstreifen veröffentlicht.

Ganz besonders hat mir gefallen:

 

Solange Verkehrsteilnehmer von Jung bis Alt Boliden fahren, die schneller sind als sie Denken können -- und wenn schon periodische Fahrtests, dann für alle Verkehrsteilnehmer, egal ob Jung oder Alt -- werde ich weiterhin als „Grufti“ durch unser „Ländli“ kurven und mich bemühen, die Vorschriften einzuhalten.

Prima.
iloma

Individuell

muss das angesehen werden. Genauso, wie nicht mehr jeder in jedem Alter seinen  früheren sportlichen Aktivitäten frönen kann, kann es auch sein, dass jemand mit 70 (oder füher sogar, oder später) lieber nicht mehr Auto- oder ein anderes Fahrzeug führen sollte,  andere jedoch keine Schwierigkeiten, auch im späteren Alter, damit haben.  Das Alter allein ist nicht massgebend, sondern die anderen, vielfältigen Fähigkeiten, welche man noch haben sollte. Hier irgendwo die Vernunft walten zu lassen (meinstens merkt man es ja selber, oder sicher die Beifahrer) ist sehr schwer. Oft sind es ja auch Krankheiten und nicht das Alter, welches einem vernünftigerweise sagen sollte, dass man aufhören soll, weil man für sich und andere ein Risiko darstellt. Ehrlich mit sich selber sein, ist wohl das Wichtigste. Ich weiss von einer Person, noch unter 70 (an einer Krankheit leidend mit viel Medis), welche verantwortungsvoll und aus eigener Entscheidung heraus, den "Brief" abgab.


*** Es gibt Augenblicke, in denen man nicht nur sehen, sondern ein Auge zudrücken muss. Benjamin Franklin ***




 

Rosano Verde

GA deutlich billiger im Angebot für Senioren?

Ich frage mich warum?

Welche zwingend notwendigen Fahrten, quer durch die Schweiz, möglichst in der 1. Klasse, haben denn Senioren regelmässig zu unternehmen? Und dies auch zu den "Rush Hours"? Der ÖV ist heute bereits zu 50% subventioniert, müsste deshalb, vor allem für Senioren, doppelt so teuer sein.

Die SBB wird nicht darum herum kommen, die GA zu verteuern - und zwar massiv. Ein Senioren GA für Fahrten zwischen 09.00 und 16.00 Uhr wäre demgegenüber durchaus sinnvoll. Dieses Zeitfenster reicht vollends, um ein Käffeli in Genf oder Romanshorn zu trinken, wenn die Nespressokapseln zuhause gerade ausgegangen sind.

Abschliessend ein grosses Lob für die Autofahrer über 70, die alle zwei Jahre aus dem eigenen Sack beim Hausarzt 150 Franken bezahlen, damit dieser ein Formular für das Strassenverkehrsamt ausfüllt, mit Angaben über den erfolgreich absolvierten "Gruftitest", den die meisten Senioren, bei bester körperlicher und geistiger Gesundheit, als zutiefst beleidigend empfinden.

ricky

Der öV ist heute schon 50% subventioniert.

und müsste deshalb, vor allem für Senioren, doppelt so teuer sein. EINSPRACHE!

Sag mal Rosano bist du Verwand mit Doris Leuthard? Sie redet genauso über Kosten usw. Auch die Zeiten für Senioren zwischen 09.00 und 16.00 Uhr sind nur Theorien. Was ist denn wenn ein Senior irgendwo sein muss um 09.00 Uhr? Muss man dann nachzahlen wie im Schwimmbad nach drei Stunden? Ich finde das Gelafer über Kostendeckend ganz schön Nervend! Und die Ideen kommen komischerweise immer von Grossverdiener. Frau Leuthard wollte auch die Vignette auf 100.- Fr. erhöhen. Zuerst soll man mal schauen ob bestimmtes Geld nicht Zweckentfremdet wird. Es fehlt nur noch das man wieder von eine Erhöhung der Mw.St. redet und dann auch noch das der Stromkunde für den Abbau der A-Werke bezahlen muss. Der grösste Preistreiber ist heute der Staat, hast du das noch nicht gemerkt? Die Bahn ist übrigens schon jetzt VIEL zu teuer und vielleicht nimmst du mal zur Kenntnis, dass nicht alle Senioren so Wohlhabend sind wie Du. :-) Gruss

 

Rosano Verde

Wohlhabend?

Die Mobilität hat mit arm bzw. reich nichts zu tun, oder fast nichts. Wie auf fast allen Gebieten gilt auch hier: Die einen bezahlen für die andern, die profitieren. Bei der Mobilität bezahlen vor allem die Automobilisten: Steuern auf dem Benzin, dem Diesel, zusätzlich Mehrwertsteuer auf allem und selbstverständlich auch Kauf des Transportmittels. Dazu kommt in der Tat die Vignette, welche allerdings auch mit 100 Franken noch einigermassen günstig wäre. Wer das Gegenteil behauptet, dem empfehle ich mal eine Autofahrt z.B. nach Valencia oder Rom - und zurück (falls das Auto nicht bereits auf dem Hinweg gestohlen wurde). Das kostet heute an "Maut" schon fast so viel wie ein Flug mit Easy Jet; viele behaupten sogar mehr.

Demgegenüber ist der ÖV relativ billig, relativ deshalb, weil unsere Bahnen ihre Kapazitäten auf den Berufsverkehr ausrichten müssen und zwischen 09..00 und 16.00 halb leer herumfahren, d.h. hohe Fixkosten produzieren. Eine Auslastung mit verbilligten Billetts ausserhalb der Stosszeiten wäre deshalb "billig" und würde betriebswirtschaftlich Sinn machen. Heute wird jedoch - entgegen jeder betriebswirtschaftlichen Logik - der Berufsverkehr während den Spitzenzeiten verbilligt; wir nenen es GA, Monatskarten, Streckenabos etc. Folge davon ist, dass bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes nur noch selten ein Wohnungswechsel in Betracht gezogen wird, denn das wäre teurer als ein Abo für eine noch längere Bahnfahrt an den neuen Arbeitsplatz zur Stosszeit.

Wir müssen uns fragen, ob subventionierte Mobilität tatsächlich ein unabdingbares Menschenrecht bleiben soll. Viele Fahrten mit dem ÖV dienen dem reinen Vergnügen, ohne trifftigen Grund. Das gilt natürlich auch für viele Ausflüge mit dem Auto. Diese allerdings  werden vom Verursacher voll bezahlt, ob reich oder arm. Dagegen ist nichts einzuwenden. Man gönnt sich sonst ja nichts.

Geniesser

An den Vorschriften soll es nicht liegen

Ich denke, Senioren gehören nicht mehr ans Steuer. Der Privatverkehr soll den Berufstätigen vorbehalten sein, bei welchen ein PW unumgänglich ist - also mit Bedarfsnachweis. Nur so könnte man diese ungesunden Abgase reduzieren. Dies würde echt was bringen und man müssten nicht immer auf die Raucher eindreschen. Ihre Abgase machen nur einen Millionstel oder gar noch mehr aus.

jipégé

ausserdem ...

Rosano Verde schrieb:

... Heute wird jedoch - entgegen jeder betriebswirtschaftlichen Logik - der Berufsverkehr während den Spitzenzeiten verbilligt; wir nenen es GA, Monatskarten, Streckenabos etc. Folge davon ist, dass bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes nur noch selten ein Wohnungswechsel in Betracht gezogen wird, denn das wäre teurer als ein Abo für eine noch längere Bahnfahrt an den neuen Arbeitsplatz zur Stosszeit.

.. können ja auch die Kosten für den Arbeitsweg zu einem rechten Teil von den Steuern abgezogen, auch dies ist eine Subvention, geht also auf Kosten der Allgemeinheit.

Würde dieser Steuerabzug wegfallen, würden alle Beteiligten ernsthaft über die schon lange mögliche Telearbeit diskutieren. Aber dazu brauchts halt, wie für alles, zuerst den Griff ans Eingemachte, sprich ans Portemonnaie.

Ansonsten teile ich Deine Ansichten voll und ganz, Rosano.

Jean-Pierre

dummy

Käfeli

Also wenn ich im Westend wohne und in Romanshorn ein Käfeli trinken möchte mit dem GA, reichen mir die 7 Stunden von 9 - 16 Uhr nicht aus, Rosano Verde. crying

Und wenn wir schon die Luftverunreinigung vom Autoverkehr und kostendeckende Transporte diskutieren, könnten wir mal den Flugverkehr unter die Lupe nehmen. Es kann doch nicth sein, dass z.B. ein Flug Westend - Oslo für 50 Franken oder nach Brno zu weniger als 10 Fr zu haben ist und das Kerosin steuerlich überhaupt nicht belastet wird. Brauchen wir alle diese Flugreisen? Schulreisen per Flugi? Überhaupt nicht. Sie können ruhig teurer werden, wie anno dazumal und Geschäftsmeetings können durch Videokonferenzen ersetzt werden, genau wie Heimarbeit am Compi für die Firma, die Jean-Pierre befürwortet.

Rosano Verde

Privatverkehr den Berufstätigen vorbehalten

Sehr gute Idee.

Die Beruftätigen fahren in unserer Landschaft herum und die Rentner geniessen ihren Lebensabend als Selbstversorger. Frage mich nur wo? Am besten im Pflegeheim. Dort können sie dann von den berufstätigen Autofahrern mit Speis und Trank versorgt und abends zu Bett gebracht werden. Nun sollte man dies nur noch finanzieren, am besten zu Lasten der Berufstätigen. Keine Abzüge für die Fahrt zum Arbeitsplatz - sehr gute Idee - höhere Mehrwertsteuer, CO2-Abgabe verdoppeln, Vermögen und Renten steuerfrei aber Erwerbseinkommen mit mindestens 35% besteuern.

Ein Leben für Geniesser. Wir freuen uns schon heute.

Kobold 70

Mit Interesse ...

... habe ich die diversen Statements von: „Ich denke, Senioren gehören nicht mehr ans Steuer“ über „Ein Senioren GA für Fahrten zwischen 09.00 und 16.00 Uhr wäre durchaus sinnvoll“ bis zu „Der Privatverkehr soll den Berufstätigen vorbehalten sein, bei welchen ein PW unumgänglich ist - also mit Bedarfsnachweis“ -- zur Kenntnis genommen. Mobilität ist für mich wichtig -- rund um die Uhr und unabhängig des Wochentags oder der Jahreszeit.

Auf die Gefahr hin, einmal mehr scheel angeschaut zu werden, oute ich mich jetzt zusätzlich zum “qualmenden Luftverpester“ und kulinarischen Geniesser mit Bauch, noch als Umweltsünder, respektive als ein Montags- bis Sonntagsfahrer, der den dritten Lebensabschnitt, mehr oder weniger klapprig zwar, aber mobil geniesst. Wohnhaft an traumhafter Lage vor den Toren Berns, 100 Meter von einer Posthaltestelle entfernt, verabschiede ich mich jeweils von den weidenden Kühen, Rindern, Pferden und weiteren vierbeinigen “Tierlein” in unserem Dörfchen und fahre bei schönem bis weniger schönem Wetter mit meinem rollenden Untersatz regelmässig an die Gestade des Murten- Bieler- oder Neuenburgersees zum Apéro. Einen süffigen und spritzigen Mont Vully, Twanner oder Neuenburger, manchmal begleitet mit mehreren exzellent zubereiteten “Fischlein” aus dem See in meinen Stammlokalen, ist Balsam für meine Seele. Zugegeben, man könnte auch den ÖV benutzen, für mich aber viel zu umständlich. Ziehen dann die ersten Herbstnebelchen über das Land, bevorzuge ich sonnige höhere Lagen. Es gibt weltweit keine schönere Gegend als das Bernbiet mit seiner gemütlichen Hauptstadt, obwohl gewisse Politiker unter der Kuppel mit den 7 Weisen und ihren Trabanten (Berner und Nichtberner!) das Bild etwas trüben. Aber das ist eine andere Geschichte!

Und noch etwas -- ohne mein Portabel-Radio geht nichts. Höre ich mal -- Regenschauer sind für die nächsten Tage angesagt -- packe ich meine Standby-Reisetasche, dauert in der Regel etwa 30 Minuten und dann mit dem Ding auf 4 Rädern via Genf ab an die Sonne, vorzugsweise an die traumhafte Côte d’Azur, wenn nicht gerade die Invasion der Feriengäste beginnt. Aus zwei Tagen werden dann plötzlich eine bis zwei Wochen. Stattet der Regen auch dieser Gegend einen Besuch ab -- Radio einschalten, Wetterbericht Europa konsultieren und ab an die Sonne nach Italien, Spanien bis Portugal. Aus einer Woche Andalusien wurden einmal ohne Vorwarnung drei Monate.

Zugegeben, ich bin ein Funfahrer, belaste die Umwelt, zahle heute und voraussichtlich auch morgen knirschend die horrenden Benzinpreise in unseren Breitengraden und freue mich, dass es noch Länder wie Venezuela gibt, mit Benzinpreisen von 5 Rappen pro Liter!

Sorry, ich bin nun mal ein etwas egoistisches “Umweltsünderlein“, der auf sein Vehikel, solange es die Gesundheit zulässt nicht verzichten will und so wie es aussieht, werde ich mich in meinen noch verbleibenden Jahren nicht mehr ändern.

Kobold 

Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

Rolf Löber

Unterwegs im Pensionsalter

Wunderbar, Kobold, so kommen wir uns unterwegs sicher nie in die Quere, und ein Platz mehr steht mir im öV zu Verfügung.

Im Beizlein mit Fischli in der Grossregion 3-Seen könnte allerdings ein Zusammentreffen schon möglich sein. Aber diese Oertchen erreiche ich bekanntlich bestens mit dem öV (und zu Fuss) und - ich geniesse dort jeweils erst abends nach der Wanderung. Mein Vorteil: ich brauche die Gläsli mit dem Weissen nicht zu zählen...

Und so geniesst eben jeder auf seine Weise - und das ist gut so. Leben und eben lassen.

Gruess, Rolf

 

Lernen und Entdecken macht mir Freude. Es ist spannend für mich, Neuem zu begegnen. Gern gebe ich mein Wissen weiter an Menschen, die danach fragen /  Meine Webseite: www.loeber.ch (Portraitfotografie & Einrahmungen) - Administrator GA-CLUB

iloma

Fragen, nichts als Fragen...

Rosano Verde schrieb:

 Heute wird jedoch - entgegen jeder betriebswirtschaftlichen Logik - der Berufsverkehr während den Spitzenzeiten verbilligt; wir nenen es GA, Monatskarten, Streckenabos etc. Folge davon ist, dass bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes nur noch selten ein Wohnungswechsel in Betracht gezogen wird, denn das wäre teurer als ein Abo für eine noch längere Bahnfahrt an den neuen Arbeitsplatz zur Stosszeit.

Wir müssen uns fragen, ob subventionierte Mobilität tatsächlich ein unabdingbares Menschenrecht bleiben soll. Viele Fahrten mit dem ÖV dienen dem reinen Vergnügen, ohne trifftigen Grund. Das gilt natürlich auch für viele Ausflüge mit dem Auto. Diese allerdings  werden vom Verursacher voll bezahlt, ob reich oder arm. Dagegen ist nichts einzuwenden. Man gönnt sich sonst ja nichts.

Erster Absatz:

Wie soll das denn heutzutage gehen, Rosano Verde; Wohnungswechsel bei jedem Arbeitsplatzwechsel? Heutzutage wo man, auch ohne eigenes Verschulden, den Arbeitsplatz von jetzt auf nachher verlieren kann. Weisst Du was das Zügeln kostet? Und was ist mit den eingeschulten Kindern? Weisst Du wie lange man suchen muss, bis man eine geeignete Wohnung findet? Früher konnten wir auswählen, ob und wann man Arbeitsplatz und Arbeitsort wechseln wollten. Diese Zeiten sind schon lange vorbei.

Zweiter Absatz:

Ja, ich fahre nur zu meinen reinen Vergnügen, meistens wenigstens. Leider belaste ich damit das Portemonnaie der Allgemeinheit. Und ich habe jetzt dabei ein furchtbar schlechtes Gewissen und ich weiss gar nicht, ob ich ab sofort das Zugfahren, meine Stadtreislein, die Ausstellungen überhaupt noch geniessen kann. Vielleicht doch, denn ich fahre ja kein Auto, welches mit seinen Abgasen unser aller Atemluft belastet und verursache auch keinen Stau auf der Autobahn (Frau am Steuer!). Warum wohl wird gepredigt, den ÖV zu benutzen? Gibt es da vielleicht noch andere Überlegungen?

>  >  >

gerade entdeckt:

Beizli mit Fischli! Richtig Rolf, so machen wir es auch. Auf diesen Geschmack bin ich dieses Jahr gekommen (auf der Petersinsel). Da bin ich mal gespannt, ob wir bei einer Wiederholung im nächsten Sommer uns mal begegnen. Wer weiss, es soll ja Zufälle geben. Dann schauen wir mal, ob wir einen Kobold antreffen, dort im Birkenwäldli.


*** Es gibt Augenblicke, in denen man nicht nur sehen, sondern ein Auge zudrücken muss. Benjamin Franklin ***




 

Kobold 70

@iloma & Rolf -- noch etwas zu den "Fischli"

iloma schrieb:

Beizli mit Fischli! Richtig Rolf, so machen wir es auch. Auf diesen Geschmack bin ich dieses Jahr gekommen (auf der Petersinsel). Da bin ich mal gespannt, ob wir bei einer Wiederholung im nächsten Sommer uns mal begegnen. Wer weiss, es soll ja Zufälle geben. Dann schauen wir mal, ob wir einen Kobold antreffen, dort im Birkenwäldli.

Danke für das Interesse an “Pays des Trois-Lacs“, um auf den Status der Zweisprachigkeit hinzuweisen. Noch etwas zu den Fischbeizli. Was man wissen muss:

Steht auf der Speisekarte: „Boisson du Lac“, respektive „Fisch vom See“, mag das zutreffen auf Felchen, Zander und Hecht.

Bestellt man im Restaurant jedoch frische Egli-Filets, respektive filets de perche vom See, des Schweizers liebster Fisch, so kommt der Fisch schon aus dem See, aber mit ganz wenigen Ausnahmen nicht aus den heimischen Gewässern, sondern aus dem benachbarten Frankreich, Polen, Norwegen oder Dänemark.

Aus meinem Lieblingsbeizli am Neuenburgersee ruft mich der Chef jeweils an, wenn er frische Egli aus dem See, direkt vor der Haustüre anbieten kann. Kommt ein bis zweimal pro Jahr vor. Alternativ beschafft man sich die Egli direkt vom Fischer und dann mit dem ÖV oder als Umweltsünder mit dem Wagen ab nach Hause. Jetzt stellt sich die wichtigste Frage: Die „Fischlein“ gebraten oder gebacken? Die Frage stellt sich selbstverständlich auch im Restaurant. Wer über Eglifilets diskutiert, sieht sich unvermittelt verstrickt in einer hitzigen Auseinandersetzung. Nicht der viel zitierte Röstigraben trenne das Welschland von der Deutschschweiz, sondern ein Eglifiletgraben teile das Land. <<Bei uns schwimmen die zarten Filets in Butter, nicht im Öl einer Friture>> sagen Freunde aus der Romandie. Á la meunière, also gebraten, lieben die Compatriots und auch ich die Fischlein.

bon appétit!

Kobold 

Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

dummy

******

Kobold 70 schrieb:

Steht auf der Speisekarte: „Boisson du Lac“, respektive „Fisch vom See“, mag das zutreffen auf Felchen, Zander und Hecht.

bon appétit!

Kobold 

Pass´mal auf Kobold, denn wenn tatsächlich "Boisson du Lac" auf der Speisekarte steht,  gibt´s ein Glas Seewasser zu Deinen Fischli.....

39076

iloma

Senioren weg vom Steuer...

und ran an die Gratängform! Meine Fische schwimmen im Wasser, nein im Philosphentee. Selbstverständlich müssen es Einheimische sein, einheimische Fische, meine ich. Das Backfischzeitalter ist vorbei. und die meunièrereteten liegen so schwer im Magen. Da braucht es zuviel Marc nachher (der sowieso nichts nützt).


*** Es gibt Augenblicke, in denen man nicht nur sehen, sondern ein Auge zudrücken muss. Benjamin Franklin ***




 

Kobold 70

Oh, la, la!

dummy schrieb:

Pass´mal auf Kobold, denn wenn tatsächlich "Boisson du Lac" auf der Speisekarte steht,  gibt´s ein Glas Seewasser zu Deinen Fischli.....

39076

 

Das mit dem "P" ging gewaltig in die Hosen. Kann sein, meine Gedanken beschäftigten sich bereits mit der Beilage "WEIN"!

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mupli

Autofahren bis 100 Jahre.....

Ein Blick über den grossen Teich in die Staaten würde reichen. Vom 16 Altersjahr an, muss man alle paar Jahre zum praktischen und theoretischen Autofahrtest.

Eine Verwandte von uns wohnt seit Jahrzehnten in Santa Barbara und ist bis 96 Auto gefahren. Sie kurvte noch zackig auch in LA herum, auch in den Hauptverkehrszeiten, wenn es mal nicht anders ging.

Dort hat es auch Leute, kenne selber zwei (76 und 82-jährig) und die fliegen noch selbständig mit ihrer kleinen Propellermaschine. Diese werden alle 2 Jahre auf Herz und Nieren durchgeprüft inkl. Schulungen um den Pilotenschein zu verlängern.

Wenn schon müssten alle von Zeit zu Zeit auf ihre Auto-Fahrtauglichkeit geprüft werden.

Welche Alterskategorie baut wohl am meisten Unfälle ?

Fährt man innerorts vorschriftsgemäss 50 Km wird man oftmals von diesen Ungeduldigen überholt. 

 

 

 

 

Rosano Verde

Wohnungswechsel bei jedem Arbeitsplatzwechsel?

@ iloma

Scho guet. Dass das nicht geht, ist völlig unbestritten. Tatsache bleibt: Ein Wohnungswechsel heute ist schwieriger und teurer als eine längere Fahrt an den Arbeitsplatz. Früher war das anders. Damals, als ich noch ein Kind war, war es gerade umgekehrt. Als mein Vater eine Stelle in der Region Baden antrat, war es keine Frage, dass die Familie aus Zofingen wegzog. Heute würde dies niemandem mehr in den Sinn kommen. Und warum? Die Mobilität ist sehr viel billiger und das Wohnen, relativ und absolut, sehr viel teurer geworden; das Zügeln auch.

Und die armen Kinderlein? Aus Gespächen meiner Mutter, die ich mithörte, durfte ich schliessen, dass mir in Baden grosses Unheil drohen würde. Was nach Baden? Das können sie dem armen Kind doch nicht antun. Ich hab's überlebt. Zum Glück.

Fazit: Wir sollten die spottbillige Mobilität mit dem Auto und dem öV geniessen. Die Welt wird zwar am 21.12. untergehen - sagt offenbar der Maya-Kalender - aber nicht wegen einem Museumsbesuch mit Halbtax in der Schweiz. Da sind wir völlig unschuldig ;-)

iloma

Du sagst es

Rosano Verde... früher, und früher war sowieso alles anders und besser. Früher geschah es freiwillig, mal überlegt, mal auch unüberlegt. Doch heute geschieht das oft nur aus einem Zwang von aussen heraus, und dann leiden eben die armen Kinderlein auch mit. Allerdings noch viel früher, geschah es aus Angst vor Armut und aus Angst vor Hunger. Aber da bekam man wenigstens vom Staat noch etwas Geld auf den Weg mit. Heute kriegst man einfach nur den Schuh.... und ein Burnout als Zugabe. Sollen doch die Kinderlein sehen, wie sie damit fertig werden. Aber geht zurück zum eigentlichen Thema...


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dummy

Mobilität

Als ich 12 Jahre alt war, zog unsere Familie um, von Baden - vielleicht traf ich dort Rosano Verde? - ins Ausland. Ganz freiwillig, ohne Schuh, mein Vater hatte sich für eine neue Stelle beworben. Es war für mich absolut schrecklich! crying crying crying Ich bemühte mich um die neue Sprache, die Umgebung, neue Schulkameraden und weinte mich abends in den Schlaf. Aber ich wurde nie gemobbt als einzige Ausländerin der Schule. Und ich wusste, ich will wieder zurück in die Schweiz, sobald ich Schule und Ausbildung hinter mir habe. So kam es denn auch und wenn ich jetzt an diese Auslandzeit zurückdenke, weiss ich, das es das Beste war, das mir je passieren konnte. Ich betrachte seither das Geschehen in der Schweiz mit anderen Augen und kann vergleichen.

Kobold 70

Mobilität

dummy schrieb:

Ich betrachte seither das Geschehen in der Schweiz mit anderen Augen und kann vergleichen.

Genau so ist es. Wer längere Zeit im Ausland gelebt und gearbeitet hat, sieht alles mit anderen Augen an, als Schweizer, die ebenfalls ihre Nasen über die Grenze gesteckt und fremde Länder „nur“ als Touristen besucht haben.

Und einmal mehr stelle ich fest, trotz vielen Unzulänglichkeiten in unserem „Ländli“, Vorschriften bis zum geht nicht mehr, einem ÖV der an die Grenzen stösst, Staus auf Autobahnen während den Hauptverkehrsstunden, Flexibilität, die heute von Arbeitnehmern/Innen bezüglich Wohnort und Arbeitsort gefordert wird (in den USA eine Selbstverständlichkeit) und einer manchmal etwas fragwürdigen Regierung, nicht nur die in Bern, geniessen wir immer noch das Privileg, in einem lebenswerten „Ländli“ zu leben, zu arbeiten und wenn es soweit ist, den dritten Lebensabschnitt zu verbringen. Zugegeben, die direkt Betroffenen sehen das vielleicht etwas anders -- aber die Zeiten haben sich geändert und das Rad der Zeit kann man nicht zurückdrehen. Und das ist auch gut so.

Kobold 

Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

Rosano Verde

Und früher war alles anders und besser?

It depends.

Anders auf jeden Fall. Besser, da habe ich mehr als ein Fragezeichen. Bleiben wir bei der Mobilität. Und natürlich eng damit verbunden die Möglichkeiten der Kommunikation über die Landesgrenzen hinaus.

Anfangs 60iger-Jahre hatte ich "mein England-Jahr". Da war ich für 365 Tage mehr oder wenig abgemeldet. Bei ganz speziellen Gelegenheiten mal ein Telefon von 3 Minuten in die Schweiz. Natürlich musste man Briefe schreiben, die dann eine Woche später ankamen, wenn alles gut ging. Man konnte dem Brief auch ein Foto beilegen, das man beim Fotografen entwickeln liess, sehr fortschrittlich sogar in Farbe, Kodak machte es möglich (wo sind die eigentlich heute noch?).

Reisen kostete in Vermögen. Ein Flug nach New York zum Beispiel CHF 10'000.-. So what. Bedenke: 1960 war ein Monatssalär von CHF 1'000.- ganz okay. Man zahlte das zum Beispiel für Doctores der Jurisprudenz und der Betriebswirtschaft, "die zwar viel gelernt, aber wenig Erfahrung hatten". Mobilität hatte ihren Preis, vor allem jene über die Landesgrenzen hinaus. Da blieb man besser zuhause, auch im Winter, wenn es schneite. Immerhin gönnten wir uns eine Woche Skiferien im Berner Oberland in einem Hotel in Grindelwald für 20 Franken pro Person/pro Tag, Halbpension und ein Skiabo auf der Wengeneralp Bahn für weniger als 50 Franken für 7 Tage. Der Lauberhornlift war extra. Da musste man sich das schon überlegen, gönnte es sich aber bei besonders guten Schneebedingungen wenigstens 1 Mal für die Talfahrt über die Hanegg bis nach Innerwengen. Golf in Phuket war noch kein Thema, Tsunami auch nicht. War es wirklich besser? Anders war es auf jeden Fall.

 

Kobold 70

Früher war es anders ...

Rosano Verde schrieb:

War es wirklich besser? Anders war es auf jeden Fall.

Früher war es anders -- da stimme ich dir zu, Rosano Verde. Um nach ÖV, GA, Monatskarten, Streckenabos, Wohnort, Arbeitsort etc, wieder auf die Kernproblematik: „Senioren am Steuer“ zurückzukommen -- damals waren diese „Spezies“ kein Sicherheitsproblem. Die wenigen Senioren, die sich ein Auto leisten konnten, wurden von den noch im Arbeitsleben stehenden, die sich auch ein Auto leisten konnten voll akzeptiert. Es war eine schöne gute alte Zeit, ohne Autobahnen und ohne Staus. Gut, es gab schon damals einige „Raser“. Ich erinnere mich an die Formel 1 - Rennen zwischen 1950 bis 1955 auf der legendären Bremgarten-Rundstrecke in Bern. 1955 erwarb ich meinen Führerausweis, ein „Muss“, weil ich von Fussmärschen mit Sack und Pack nicht allzu viel hielt und deshalb die Rekrutenschule bei den Panzertruppen absolvierte.

Mit meinem sportlichen AMX-Panzer habe ich Strassen umgepflügt und Gartenzäune aufgerollt, mit einem benzinfressenden MG-TC Modell 1947, Hühner auf der Strasse aufgescheucht, in fernen Landen mit 4-Rad Jeeps über Stock, Stein und Flüsse getuckert, im Laufe der Jahrzehnte einige Bussen für Parksünden erhalten und obwohl ich den Ausweis nie abgeben musste, finden jugendliche Tempobolzer, jetzt ist es genug!

Fahre ich mal strikte mit den vorgeschriebenen und zusätzlich individuell signalisierten Höchstgeschwindigkeiten über Autobahnen, Inner- und Ausserortsstrecken, werde ich nicht selten mit Lichthupen von drängelnden Verkehrsteilnehmern, hin und wieder auch von Lasterpiloten attackiert, schneller zu fahren. Ein sonst sympathischer Junge, stolzer Besitzer eines VW Golf GTI, sagte mir mal, diese pensionierten Schleicher mit Hut, provozieren uns Junge und sind Schuld, wenn wir riskante Überholmanöver durchführen müssen und es deshalb zu Verkehrsunfällen führt. Und mit dieser Auffassung ist er nicht allein. Na ja, man kann es auch so sehen.

Auf die Gefahr hin, als senilen Schleicher, der sein Billet schon lange abgeben sollte, tituliert zu werden, werde ich mich weiterhin bemühen, die Geschwindigkeitsvorschriften einzuhalten, auch wenn ich von weiteren Verkehrsteilnehmern (zum Glück nicht von allen) mitleidig belächelt werde.

Kobold

 

Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

Rosano Verde

Geschwindigkeitsvorschriften

Ich bemühe mich auch, diese einzuhalten, z.B. auf der Strecke  Chur - Zürich in den Tunnels am Walensee. Dort ist zuerst 100 km/h signalisiert, später 80 km/h. Daran hält sich fast keiner. Selbst Busfahrer ziehen locker mit 100 in der 80-Zone auf der Überholspur vorbei. Was sie sich dabei denken - beispielsweise seniler Schleicher - weiss ich nicht. Riskant sind solche Überholomanöver nicht. Geschwindigkeitskontrollen gibt es offenbar keine oder doch nur sehr selten. Das dürfte damit zusammenhängen, dass Bussen wegen Übertretungen ausserorts finanziell für Kanton und Gemeinden wenig bringen.

Anders in den 50 km/h-Zonen oder noch interessanter in der 30 km/h-Zone auf einer leicht abfallenden Quartierstrasse, wo es tatsächlich schwierig ist, die Höchstgeschwindigkeit einzuhalten und deshalb rund die Hälfte der Automobilisten - alles Raser, auch ältere - mit 40 km/h erwischt werden. Die Bussen sind budgetiert und ein integrierender Bestandteil der Gemeinderechnung. Gerade jetzt, so gegen Jahresende, müssen diese Soll-Werte noch erreicht werden, weshalb vermehrt Radarfallen an den notorischen Orten aufgestellt werden. Damit erwischt man allerdings keine Raser, Senioren schon, aber auch andere. Den Führerschein dürfen alle behalten, fast alle. Fazit: Ein einig Volk von Gebüssten...

dummy

brave new world

Rosano Verde schrieb:

It depends.

Anders auf jeden Fall. Besser, da habe ich mehr als ein Fragezeichen. 

Ich auch. Ich ertappe mich dabei, öfters an die 50er und 60er Jahre zurückzudenken. Wir hatten nichts und vermissten und verlangten nichts, denn es ging allen Bekannten und Freunden so etwa gleich.

Ist es ein besser, in NY als im Westend die Weihnachtseinkäufe zu machen? Man findet doch auf der ganzen Welt dieselbe Ware.  Oder auf Phuket Golf zu spielen, wenn es doch nebenan einen perfekten Club hat? Es scheint mir, dass wir von der materiellen Welt besessen sind, immer mehr, immer smarter, immer neuer, neue Versionen, mehr Pixel, neue Downloads, andere Compis und Telefönli, der letzte Schrei. Die Kleider passen schon gar nicht mehr in den Schrank, wo früher ein paar hübsche, selbstgenähte Röckli hingen. Wir sind gehetzt von Terminen, die wahrgenommen werden müssen, check-ups, von denen früher niemand träumte. Wir leben im Versicherungswahn. Um keinen Preis ein Risiko eingehen, keine Selbstverantwortung übernehmen. Schuld sind gottlob immer die Anderen. Wir studieren die Reiseprospekte der billigsten Ferienanbieter: an die Sonne über Weihnachten, auf die Malediven mit dem ganzen Klan für eine Woche, in die Antarktis mit einem Atomgetriebenen Eisbrecher. Die Zeitungen sind voller Erlebnisvorschläge für jedes Wochenende, wo gibt´s noch ein Fest, noch eine Disco? Wohin könnte man sonst noch, wo noch niemand war? Wo in der Welt sind zur Zeit die besten Restaurants?

Sonst könnte man sich ja eventuell langweilen.

Iunas

Korrekt

dummy schrieb:

Also wenn ich im Westend wohne und in Romanshorn ein Käfeli trinken möchte mit dem GA, reichen mir die 7 Stunden von 9 - 16 Uhr nicht aus, Rosano Verde. crying

Und wenn wir schon die Luftverunreinigung vom Autoverkehr und kostendeckende Transporte diskutieren, könnten wir mal den Flugverkehr unter die Lupe nehmen. Es kann doch nicth sein, dass z.B. ein Flug Westend - Oslo für 50 Franken oder nach Brno zu weniger als 10 Fr zu haben ist und das Kerosin steuerlich überhaupt nicht belastet wird. Brauchen wir alle diese Flugreisen? Schulreisen per Flugi? Überhaupt nicht. Sie können ruhig teurer werden, wie anno dazumal und Geschäftsmeetings können durch Videokonferenzen ersetzt werden, genau wie Heimarbeit am Compi für die Firma, die Jean-Pierre befürwortet.

Eben da muss ich dir Recht geben. Wegen von aufwendigen Flugreisen. Das kostet doch nur Zeit und für eine Stunde Meeting extra wo hinfliegen finde ich totaler Quatsch auch wenn es einige gibt die da großen Wert drauf legen.

Rosano Verde

Für eine Stunde Meeting extra hinfliegen

Quatsch oder Lifestyle, das ist die Frage.

Vielflieger sind bessere Menschen. Das wird uns jeden Tag am TV gezeigt. Natürlich fliegt es sich besser in der ersten Klasse nach einem kurzen Aufenthalt in der VIP-Lounge mit der Platin-Karte (Gold war gestern). Ach diese Armen. Auch das ist doch schon lange passé. Wer etwas auf sich hält, nutzt einen der zahlreichen Privatflieger, die da im Angebot stehen, z.B. ExecuJet, Jet Aviation etc. - oder noch besser, seinen eigenen Learjet.

Die Wirtschaftsführer machen es vor, die Politiker ziehen nach und wir schauen begeister zu und diskutieren den Preis des GA. Jedem das Seine...

Kobold 70

Erlebnisbericht!

Iunas schrieb:

Eben da muss ich dir Recht geben. Wegen von aufwendigen Flugreisen. Das kostet doch nur Zeit und für eine Stunde Meeting extra wo hinfliegen finde ich totaler Quatsch auch wenn es einige gibt die da großen Wert drauf legen.

Was heisst da totaler Quatsch. Man muss das Ganze aus einer anderen Perspektive sehen. Also man fliegt mit dem Chef schnell mal über den grossen Teich nach New York. Die Sitzung dauert, nein, nicht eine Stunde, sondern zwei, manchmal auch etwas  mehr Stunden. Verhandeln in einer Fremdsprache, das Berner Mattenenglisch ist leider (noch) keine Weltsprache, macht Hunger und Durst. Deshalb begibt man sich anschliessend zum Lunch oder zum Dinner. Entgegen allen Unkenrufen von wegen Ami-Frass, selbstverständlich beim Franzosen oder Italiener! Bei Speis & Trank wird weiter auf höchstem Niveau diskutiert, nein, nicht über geschäftliche Belange, das ist abgehakt, sondern über Gott und die Welt und selbstverständlich über den amtierenden Präsidenten. Also den im Weissen Haus und nicht den im Kuppel Haus in heimatlichen Gefilden. Und dann, ganz wichtig, vor dem Rückflug ist Shopping angesagt. Die Ehefrau, die Kinderlein und die Sekretärin erwarten ein kleines Geschenk. Es darf auch ein grösseres Geschenk sein - ob für die Ehefrau oder die Sekretärin sei mal dahingestellt. Jetzt noch schnell Kauf einiger persönlichen Markenklamotten nach dem Motto: „Kleider machen Leute“ und dann ab zum Airport. Die Swissair (heute wäre es die Swiss in deutscher Hand) wartet, man ist schliesslich Patriot. Wieder zu Hause ist man sich einig, diese Reise hat sich auf der ganzen Linie gelohnt. Die Ehefrau ist zufrieden, die Kinderlein sind zufrieden, die Sekretärin ist zufrieden und die Protagonisten sind dank den günstig eingekauften persönlichen Markenklamotten zufrieden -- und da war doch noch etwas -- richtig, fast hätte ich es vergessen -- auch die Geschäftsleitung ist zufrieden, geschäftlich war die nicht ganz billige Reise ein Erfolg!

PS

Dieser etwas überspitzt geschriebene Erlebnisbericht eines Rentners aus grauer Vorzeit ist nicht die Norm, soll aber in etwa so vorkommen -- und das nicht nur in der Privatwirtschaft, sondern auch beim Staat! Mit dem kleinen Unterschied allerdings, beim Staat werden die Reise- und Unterkunftskosten von uns Steuerzahlern berappt! Ganz schön ins Geld gehen auch die „Businessreisen“ unserer obersten Regierung und das nicht selten für Meetings, die nicht länger als einige Minuten dauern, inklusive das obligate „shake hands“!

Kobold

 

  

Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

Rolf Löber

Erdball

Die von da gehen dorthin - und die von dort kommen dahin. Mal so, mal so.

Das WEF in Davos lässt bald wieder grüssen, und die dabei ausgehandelten Abkommen sind phänomenal und verändern die Welt von einer schlechten in eine bessere Welt...

Aber die Hoteliers und der Verkehrsverein sind zufrieden, sehr zufrieden sogar. Das Militär ist auch beschäftigt, die Flieger sind im Aktiv-Einsatz.

usw usw...

Der Beispiele gibt's noch viele - UNO, EU und wie sie alle heissen ziehen alle am gleichen Strick.

Es wird viel geredet. Die von dort kommen dahin, die von hier gehen dorthin.

Die Welt wird besser - wir merken's ja.

Du nicht?

Ich auch nicht...

Gruess, Rolf

Lernen und Entdecken macht mir Freude. Es ist spannend für mich, Neuem zu begegnen. Gern gebe ich mein Wissen weiter an Menschen, die danach fragen /  Meine Webseite: www.loeber.ch (Portraitfotografie & Einrahmungen) - Administrator GA-CLUB

Ida

Erdball

Ja, heute habe ich gehört, dass China  rasant, den Autoverkauf antreibt. Auch wenn sie einen umweltfreundlichen Antrieb garantieren, würde das Klima durch das viele hin und her noch zusätzlich aufgewärmt.

mupli

geschäftliche Flugreisen

Iunas schrieb:

dummy schrieb:

Also wenn ich im Westend wohne und in Romanshorn ein Käfeli trinken möchte mit dem GA, reichen mir die 7 Stunden von 9 - 16 Uhr nicht aus, Rosano Verde. crying

Und wenn wir schon die Luftverunreinigung vom Autoverkehr und kostendeckende Transporte diskutieren, könnten wir mal den Flugverkehr unter die Lupe nehmen. Es kann doch nicth sein, dass z.B. ein Flug Westend - Oslo für 50 Franken oder nach Brno zu weniger als 10 Fr zu haben ist und das Kerosin steuerlich überhaupt nicht belastet wird. Brauchen wir alle diese Flugreisen? Schulreisen per Flugi? Überhaupt nicht. Sie können ruhig teurer werden, wie anno dazumal und Geschäftsmeetings können durch Videokonferenzen ersetzt werden, genau wie Heimarbeit am Compi für die Firma, die Jean-Pierre befürwortet.

Eben da muss ich dir Recht geben. Wegen von aufwendigen Flugreisen. Das kostet doch nur Zeit und für eine Stunde Meeting extra wo hinfliegen finde ich totaler Quatsch auch wenn es einige gibt die da großen Wert drauf legen.

In meinem früheren Berufsleben musste ich zwangsweise auch längere Flugreisen in Kauf nehmen. Auch wenn die eigentliche Thematik mit dem Kunden glücklicherweise meistens nur eine knappe Stunde ging. Natürlich wurde man stets zum Mittag und Abendessen mit allem drum und dran eingeladen, den Mitarbeitern des Kunden und den Inhabern vorgestellt, smalltok  betrieben usw. Dann wieder 8 bis 12 Stunden Flug. Letzendlich war man ja mitverantwortlich, dass 400 Mitarbeiter in der Schweiz täglich Arbeit hatten und am Monatsende ihren Lohn erhielten. Das es Zeit kostet ist unbetritten, aber alleine über Telefon und Bildschirm kann man seine Produkte auch heute nicht verkaufen bei den Abnehmern im Ausland. Leider auch heute noch nicht wie mir vor 10 Tagen ein Geschäftsmann im Flugzeug sagte, welcher Schweizerische Präzionswerkzeuge  im Ausland verkauft und jede Woche 2 Tage im Flugzeug sitzt irgend wohin. So einfach geht es auch heute nicht, da die Abnehmer im Ausland die Schweizer Produkte auch anfassen wollen - und man eine professionelle Präsentation hinlegen muss.

Sollte man eines Tages mal Zangen und Maschinen, Luxusgüter oder sonstige Teile durch die Datenleitung senden können schicken können sieht es vielleicht anders aus. Die Quantenforschung wird es vielleicht in eine paar Generationen hinkriegen.

Heute müssen die Marktschreier / Anreisser wie früher jedenfalls immer noch den Flieger, die Bahn oder das Auto benutzen. Reist dann plötzlich der Kunde aus Überzeugung mit dem Flugzeug zu uns mit der Auftragsmappe  ist eine langjährige Geschäftsbeziehung angelaufen.

Der Betrieb hat volle Auftragsbücher alle MA liefern nebst Lohn ihre AHV und Pensionskassenbeiträge Beiträge jeden Monat ab.

Die Pensionäre kriegen auch monatlich ihre Renten und können bei Bedarf mit dem GA kreuz und quer durch die durch die Schweiz und den Rest der Welt reisen.

 

 

Sterngucker

Ab wann ist man denn Senior?

Was mir dazu in den Sinn kommt:

- Gerade habe ich meinem Bruder geholfen beim Umzug ins Alterheim. > Mit dem Auto.

- Ich war 6 jahre lang als Senior beim Fahrdienst vom Roten Kreuz. Die rund 1400 Fahrer im Kanton Zürich haben pro 2011 rund 1,2 Millionen Fahrkilometer geleistet und das unfallfrei. Beim Rotkreuzdienst darf man fahren bis zum 80 Altersjahr, dann wird man nochmals "zwangspensioniert". Man wird auch durch Fahrlehrer geprüft.

- Ich habe vor 10 Jahren - beim TCS - in Hinwil einen Fahrkurs besucht. Das kann ich jedem wärmstens empfehlen. Dort habe ich mein Auto kennengelernt. Wie es bei nassen Strassen in Kurven aller Art reagiert und wie man schwierige Sitationen meistert. Gelernt habe ich neben dem fahrtechnischen, die folgenden  "Leitsatz": 

> Jedes Fahrzeug von billig bis teuer hat nur vier handgrosse Flächen Gummi am Boden. Keine Rede von besseren Bremsen, weil teureres Auto. Beim Motor sind Autos verschieden - beim Bremsen alle gleich schlecht. Lieferwagen sind im Fahrverhalten am schlechtesten. Weil zu billige Technik für zu hohe  und meist ungesicherte Beladung.

- Bei der AHV ist man mit 64 Pensionär.

- In der Berufswelt wird man mit 55 Jahren  kaum mehr angestellt. Man sit also schon 10 Jahre vor dem AHV-Alter "zwangspensioniert".

- Ich fahre seit 1960 Auto.  Und hatte - ich gebs zu - 1975 einen Auffahrunfall - bei Bonaduz. Zum Glück nur leichter Blechschaden. Man konnte zwar weiterfahren. Aber das Geld für den Schaden hat mich sehr gereut.

- In den letzen paar Tagen gab es eine ganze Reihe schwerer Verkersunfälle , mit schlimmen Folgen für die jungen Fahrer. Bei allen war die Ursache: > "übersetzte Geschwindigkeit - nicht beherrschen des Fahrzeugs  (kein Führerausweis , Alkohol).

- Amerika wurde als Beispiel für das Fahren im Alter genannt. Ich wollte noch anfügen. In Amerkiak gibt es eine allgemein gültige Geschwindigkeitesbeschränkung auf Autobahnen.

- Die Forderung nach Ausschluss von Verkehrsteilnehmern zu bestimmten Zeiten, damit dem "Privatverkehr" (?) Platz geschaffen wird, darf man aus mehreren Gründen nicht zustimmen:

1. Dann würden wohl 70% der morgendlichen Autofahrten z. B. von der Goldküste ins Büro in die Stadt Zürich verboten. (Was soll denn der Porsche 4x4 des Advokaten xy daheim in der Garage?).

2. Wer noch glaubt, dass Senioren zuhause den Lebensabend im Lehnstuhl verbringen, scheint nicht gerade auf der Höhe der Informationszeit:

> Wenn wir unsere Enkel hüten, stehen wir um 0700 auf um sie abzuholen. Dann sind wir in Vereinen tätig. Leiten Seniorenkurse. Sind in der Politik tätig (aber nicht von 9-16) sondern abends. Dann arbeiten wir im Garten, helfen Nachbarn beim Einkauf oder zum Arzt. Wir spielen zum Beispiel in einem Theaterverein oder im Orschester und führen die Regie oder machen die Vereins-Buchaltung. Bei Aufführungen kommen wir dann erst um Mitternacht zurück.

Einige leiten noch ihren eigenen Betrieb oder werden wegen ihrem Fachwissen nochmals Teilbeschäftigt.

gruss sterngucker

 

 

 

Kobold 70

Nur noch dies zum Jahresende!

Mal losgelöst von Junioren und Senioren am Steuer, gilt immer noch: Weniger Verkehr = weniger Unfälle! Das ist eine Binsenwahrheit. Wie kommt man jetzt zu weniger Verkehr? Ich habe mich intensiv mit der Materie befasst und komme zu folgendem Schluss:

Motorisierte 4 - Rad und 2- Rad fahrbare Untersätze, also Autos und Motorräder, müssen ohne die Aufnahme von Krediten beim Kauf bar bezahlt und Leasing ohne wenn und aber abgeschafft werden.

Das Problem ist nur, plötzlich wären Autobahnen, Autostrassen, Überlandstrassen, Strassen und Strässchen in Städten und Dörfern wie leergefegt Und unzählige vom privaten Verkehr abhängige Unternehmen würden in Konkurs gehen. Und das wollen wir doch nicht. Also lassen wir es trotz Verkehrszunahmen so wie es ist.

Nicht wenige Senioren fahren weiterhin mehr oder weniger vorsichtig in der Gegend rum und nicht wenige Junioren fahren locker vom Hocker als “Möchtegern-Schumis” Boliden, die sie sich eigentlich nicht leisten können. Und kracht es mal, weil man die Kraftpakete nicht mehr unter Kontrolle hat und von Fahrphysik bei Kraftfahrzeugen nur Bahnhof versteht, ist das alles halb so schlimm. Im schlimmsten Fall muss man für kurze Zeit auf den Ausweis verzichten und weiterhin gilt: <<Wer später bremst ist länger schnell!>>

Periodische Fahrprüfungen, auch unter extremen Bedingungen würde ich begrüssen, vorausgesetzt sie gelten für alle ohne Alterslimiten. Ich wage mal schüchtern zu behaupten, dass nicht wenige 70 bis 80- plus “Gruftis” mit mehreren Hunderttausend gefahrenen km, vielen sich etwas überschätzenden Junioren bezüglich Fahrpraxis und beherrschen des Fahrzeuges auf Schnee, Pflotsch, Eis und Regen, noch einiges vormachen könnten. In diesem Sinne wünsche ich allen ein unfallfreies 2013. Gilt auch für “nur” ÖV Benutzer!

Kobold 

Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.

dummy

Fahrpraxis

Kobold 70 schrieb:

 <<Wer später bremst ist länger schnell!>>

oder wie mir ein alter Onkel, mit einem Augenzwinkern sagte, als ich die Fahrprüfung vor  50 Jahren bestand,

<<Wenn Du unendlich schnell fährst, kann Dir theoretisch gar nichts passieren>>

Kobold 70 schrieb:

Periodische Fahrprüfungen, auch unter extremen Bedingungen würde ich begrüssen, vorausgesetzt sie gelten für alle ohne Alterslimiten. Ich wage mal schüchtern zu behaupten, dass nicht wenige 70 bis 80- plus “Gruftis” mit mehreren Hunderttausend gefahrenen km, vielen sich etwas überschätzenden Junioren bezüglich Fahrpraxis und beherrschen des Fahrzeuges auf Schnee, Pflotsch, Eis und Regen, noch einiges vormachen könnten. In diesem Sinne wünsche ich allen ein unfallfreies 2013. Gilt auch für “nur” ÖV Benutzer!

Ganze einverstanden, Kobold. Wäre auch mein Vorschlag. Ganz abgesehen davon, dass ich bei Schneepflosch und vereister Fahrbahn jetzt zu Hause bleibe und diese Fahrpraxis gar nicht mehr benötige.

Giovanni

Lasst Goethe sprechen!

Ich habe die vielen Beiträge aufmerksam gelesen. Die Meinungen gehen weit auseinander. Da erinnere ich mich an eine Anekdote:


In einem Meinungsstreit sagte ein unbeteiligter Zuhörer zu einem, der gerade gesprochen hatte: «Du hast recht!»
Als der Gegenpart ebenfalls gesprochen und das Gegenteil des ersten gesagt hatte, meinte der Zuhörer: «Auch du hast recht!»
Ein Dritter, der den Disput verfolgt hatte, sagte nun zum Zuhörer: «Du kannst doch nicht beiden sagen, sie hätten recht, zumal sie ja durchaus gegenteilige Meinungen geäussert hatten!»
Darauf sagte der Zuhörer nur: «Auch du hast recht!»


Da kann man nur noch Goethe zitieren:

Eines schickt sich nicht für alle!
Sehe jeder, wie er's treibe,
Sehe jeder, wo er bleibe,
Und wer steht, daß er nicht falle!

 
Sterngucker

Gute Vorsätze ...

.... gibt es zwar.... aber motorisierte Menschen mögen saumässig rassige Untersätze.

- Ob der Spruch "wer später bremst fährt länger schnell"  stimmt, weiss ich nicht. 

Ich kenne eine andere Version:  "Wer zu spät bremst ist länger tot."  Hoffen wir es nicht.

 

Rosano Verde

Weniger Verkehr = weniger Unfälle? @ Kobold 70

Das ist eine Binsenwahrheit.

Binsenwahrheiten sind öfters, horribile dictu, leider Binsenlügen. Nicht einmal bös gemeint, aber trotzdem falsch.

Siehe unten:

39663

 

 

Andreas Kühner

Schade ...

... dass hier die Kurve der Zunahme der Verkehrsdichte nicht mit gezeigt wird.

Ohren können das Gute hören, Augen das Schöne sehen, wenn das Hirn dies zulässt

Rosano Verde

Tote gehen nicht zum Fahrtest - trotz Publikation im Amtsblatt

Das leistet sich der Kanton St.Gallen. Offenbar sei da ein Fehler passiert, sagt der zuständige Amtschef im 10vor10. Diese Vermutung teile ich voll und ganz.

In den aktuellen News:

"In seinen aktuellen Amtsblättern veröffentlicht der Kanton St. Gallen fortlaufend die Namen von säumigen Senioren, die dem verkehrsmedizinischen Gesundheitscheck keine Folge leisten. Nun haben Recherchen von «10v10» ergeben, dass darunter auch bereits verstorbene Personen sind."

jipégé

und das nennt sich ...

... Datenschutz - in der Schweiz dürfen eben Datenbanken der diversen behördlichen Institutionen nicht verknüpft werden

Jean-Pierre

Kurt Engelbrecht

Nicht nur die St. Galler,

Nicht nur die St. Galler, auch die Basler!

Wer hingegen eine alte Frau auf der Strasse beraubt, darf seine Datenschutzrechte geltend machen.

Kurt

ricky

Behörden-Datenschutz verhindert Aufklärung

Genau dort liegt der Hase im Pfeffer surprise denn die Behörde vom Sozialamt sind auf der Deklaration der Kunde (nach Glauben und Gewissen ha ha) angewiesen. Er kann vermutlich gar keine Abklärungen machen bei anderen Behörden. Egal ob das ums Strassenverkehrsamt oder andere Behörden geht! Zur Aufklärung von z.B. Sexualdelikte oder Sozialbetrug wäre einen Datenauskunft dringend notwendig.

Datenschützer sind heiliger als der heilige Kuh in Indien. no

Ich bleibe dabei Datenschutz ist Täterschutz, die Opfer lässt unsere Kuscheljustiz im Stich.