Denkt man an die Annabelle (Frauenzeitschrift) oder die Politik, so dürfte heute kein Einwohner der Schweiz eine Waffe zu Hause im Schlafzimmerschrank mehr haben. Alle sollten, besser, müssten diese im Eidg. Zeughaus deponieren. Wie Unsinnig solche Ansinnen sind, zeugen von kleinem Sachverstand. Bitte lassen Sie mich folgende Überlegung anstellen: zur Zeit sind in der Schweiz ca. 2,5 Mio. Schusswaffen unterschiedlichsten Kalibers vorhanden. Davon sind militärische Leihwaffen wie Stgw 90 oder Pistole 75 nur etwa 150 - 200'000 Stück bei den Wehrmännern vorhanden. Der Überwiegende Rest sind persönliche militärische Waffen, aber auch alle Jagdgewehre sowie Standard- und Freiewaffen, Pistolen Parabellum, Pistole 49 oder ordonnanzähnliche deutsche oder österreichische Produkte vorhanden. Selbstverständlich umfassen diese Zahlen auch alle anderen ausländischen Waffen, egal ob aus rechtem oder kriminellem Ursprung.
Also soll hier eine Minderheit 'bestraft' werden und ein solches Vorgehen trägt zur Lösung der Probleme in keiner Art und Weise bei. Trotzdem dürfen wir nicht von einem Sturm im Wasserglas sprechen um damit zur Verniedlichung der gefühlten Gefahr beitragen.
Hinweisen dürfen wir aber trotzdem darauf, dass es nicht die Waffe ist, die tötet - es ist immer der Mensch dahinter. Ob man diese Gedanken je erforschen kann, bleibe dahingestellt.
Ueli Stucki
Ueli Stucki
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