Wir teilen den Raum in vier Himmelsrichtungen, die Zeit in vier Jahreszeiten und das Wesen des Menschen in vier Temperamente. Seit der Antike ist auch die Idee der „Vier Elemente“ zur Einteilung der Materie lebendig. Auf welche konkreten Wahrnehmungen und Anschauungen diese Idee zurückgeht, welche Bedeutung dieses Thema in unserer Geistesgeschichte hat, wird von Prof. Dr. Helmut Bachmaier im Leitartikel dargelegt.
Download als Pdf
Wasser als Lebenselement in der chinesischen Medizin
Die Bedeutung der vier Elemente in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) zeigt Dr. med. Kurt Mosetter, ärztlicher Direktor am Zentrum für interdisziplinäre Therapien in Konstanz. Das Element Wasser zum Beispiel hat in der TCM eine zentrale Bedeutung. Ihm werden Lebensbereich wie Stabilität, Sicherheit und Halt zugeordnet.
Atemtherapie – mehr Luft, mehr Kraft, mehr Leichtigkeit
Wir brauchen Luft zum Atmen. Auch der Bedeutung dieses Lebenselementes ist sich die östliche Medizin besser bewusst als unsere westliche. Der von der Natur abgeschaute ruhige, tiefe Atem wurde für die Taoisten und Buddisten zum Ideal. Welche heilende Kraft von einer Atemtherapie ausgeht, zeigt Christa Krüger aus eigener Erfahrung. Sie betreibt eine Praxis für Atem- und Körpertherapie.
Der Glanz des Lichtes
Neben den vier Elementen sind das Licht und die Sonne lebensnotwendig. Der Sonne werden in Mythos und Dichtung ganz gegensätzliche Bedeutungen zugesprochen. Die Sonne als Bild für die Langeweile, die ewige Wiederkehr des Gleichen bei Samuel Beckett und Albert Camus z.B. oder als Symbol höchster Sinnen- und Lebensfreude angesichts der Schönheit göttlicher Schöpfung bei Adalbert Stifter. Anhand einer Fülle von Beispielen aus Poesie und Philosophie führt uns der Literaturwissenschafter Bachmaier die Bedeutung von Licht und Sonne im Denken der Menschen vor Augen und zeigt, dass wir – wie er selber sagt – „nur nachträglich etwas verstehen, hinterhergehend, geschichtlich und nach-denkend“.
Download als Pdf
Siehe auch „Späte Jahre. Das Alter in der Literatur“ von Prof. Dr. Bachmaier
Bezugsquelle die Zeitschrift „Tertianum“: www.tertianum.ch