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Pensioniertenprojekt „Innovage“ jetzt auch in Basel und Genf

Pensioniertenprojekt „Innovage“ jetzt auch in Basel und Genf

Hoch qualifizierte Pensionierte engagieren sich unentgeltlich für gemeinnützige Anliegen und entwickeln eigene Projekte zur Weiterentwicklung der Zivilgesellschaft: Das ist die  Idee des Projekts „Innovage", welches das Migros-Kulturprozent letztes Jahr lanciert hat.

Inzwischen sind schweizweit gut  50 „Innovage"-Berater/innen an der Arbeit und haben regionale Netzwerke gegründet. Neu Interessierte können im Spätherbst 2007 dazu stossen.

Das Projekt, dessen Name französisch ausgesprochen wird und auf die Begriffe „innovation“ und „age“ (Alter) verweist, ist als Ergänzung der bisherigen Angebote für Freiwilligenarbeit gedacht. Angesprochen sind pensionierte (oder teilpensionierte) Menschen ab 55 mit Führungs-, Management- oder Beratungserfahrung. „Innovage“ will ihr Erfahrungswissen erschliessen und Raum für die Entwicklung neuartiger, anspruchsvoller Freiwilligeneinsätze schaffen.

Ein Seminar als Plattform für Ideenentwicklung und Vernetzung

In den Pilotregionen Luzern, Lausanne, St. Gallen und Zürich absolvierten 53 Teilnehmende zwischen Herbst 2006 und Frühling 2007 ein Seminar, das insgesamt neun Tage umfasste. Dort tauschten sie Ideen aus, entwickelten Projekte gemeinsam weiter und klärten Bedarfe ab. Daneben gründeten sie die regionalen „Innovage“-Netzwerke, die sich als eigenständige Organisationen weiter entwickeln und neue Mitglieder gewinnen wollen. Bedingung zur „Innovage“-Zugehörigkeit ist die Teilnahme am Innovage-Seminar. Die neuen Seminare beginnen im November – geplant ist die Durchführung in den bisherigen Städten sowie neu auch in Basel und Genf. 

Neue Feiwillige – neue Aufgaben

„Es sind sehr interessante Projekte am entstehen“, meint „Innovage“-Projektleiterin Colette Peter, Dozentin an der HSA Hochschule für Soziale Arbeit Luzern, welche das Projekt als Partnerin des Migros-Kulturprozent mitentwickelt hat: „Jemand plant zusammen mit Gleichgesinnten einen generationenübergreifenden Begegnungsort, ein anderer will als ehemaliger Kleinunternehmer die Ressourcen pensionierter Handwerker fürs Gemeinwohl nutzbar machen. Manche bieten auch Beratungsdienste an, die sich eine gemeinnützige Organisation sich sonst nicht leisten könnte.“ Kein Wunder, dass schon eine gut dotierte Liste mit Anfragen entsprechender Organisationen da ist, welche die hoch qualifizierten Freiwilligen beiziehen wollen. Innovage leitet die Anfragen zwar an das entsprechende regionale Netzwerk weiter, bietet aber keine Vermittlungsdienste an, um die bestehenden Agenturen für Freiwilligenarbeit nicht zu konkurrenzieren. 

Innovage wird konzipiert und realisiert durch das Migros-Kulturprozent.  Weitere Informationen unter www.innovage.ch