Arbeit

Seniorale Un-Sinnsprüche

Seniorale Un-Sinnsprüche

  Freiwillig müssen dürfen

 

Wir haben’s von unseren Eltern gelernt:

Zuerst muss das Alte aufgebraucht

werden. Die Resten, die Konfi,

das Oster-Ei, bevor der Schoggi-

Samichlaus dran kommt.

Im Militär wurde im Kadervorkurs

viel zu viel Brot eingekauft, damit

man es den Soldaten vorsetzen konnte,

bevor das knusprige neue Brot

drankam. Von dem hätten nämlich

alle viel zu viel gegessen.

Und nun geht’s also uns so:

Zuerst soll man die Alten aufbrauchen.

„Grossmami, kannst Du nicht?“ Und

„Grosspapi, könntest Du mich morgen

nicht vertreten, ich hab’ einen

dringenden Termin!“

Ja, wir sind im „Gango-Club“.

„Gang go d’Zytig hole“,

„chasch nid nach em Ychaufe grad no

der Bueb a der Schuel abhole?“

„Gang go luege, s het glütet.“

Gango...

Natürlich, wir helfen doch gerne.

So lange wir freiwillig müssen dürfen.

Aber wir wollen auch einmal

Nein sagen können. „Oder darfsch nit?“

(im Sinn von getraust Du Dich nicht?)

„Gang go compüterle“, sagt

meine Frau, wenn ich ihr in der Küche

zu viel dreinrede. Ja, ich bin

Ganggo-Club-Mitglied 2 114 773.