Ein Anruf beim Rotkreuz-Kantonalverband des Wohnkantons genügt, und schon holt der Fahrer seinen Fahrgast ab und fährt ihn an den gewünschten Ort.
Mit 10'720'423 Kilometern erbrachten die 7162 freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer letztes Jahr eine beeindruckende Leistung im Dienst von älteren und kranken Menschen. Sie fuhren sie zum Arzt oder in die Therapie und sorgten damit dafür, dass sie sich nicht überanstrengen mussten. Ein grosser Teil dieser Freiwilligen ist pensioniert. Die Fahrtüchtigkeit von älteren Menschen, die immer wieder für Schlagzeilen sorgt, ist somit den Rotkreuz-Kantonalverbänden (RK-KV), die den Fahrdienst anbieten, ein wichtiges Anliegen.
Überprüfung der Fahrtüchtigkeit
Da die Sicherheit der Fahrgäste Priorität hat, lässt der Rotkreuz-Fahrdienst seine freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer ab 70 Jahren schon seit mehreren Jahren testen. Bevor sie zum Einsatz kommen, überprüft ein Experte ihr Verhalten im Verkehr (dies gilt auch für Freiwillige, die ihren Führerausweis vor weniger als drei Jahren erworben haben). Bei den 75- bis 80-Jährigen wird dieser Test jährlich wiederholt. Ab 80 Jahren werden Freiwillige nicht mehr im Fahrdienst eingesetzt.
Vorbeugen ist besser als heilen
Dieser Praxistest der RK-KV soll in keiner Weise diskriminierend sein. Selbstverständlich ist jemand kein schlechterer oder gefährlicher Autofahrer, nur weil er etwas älter ist. Doch wie auch die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) betont, wirken sich die mit dem Alter verbundenen Veränderungen negativ auf die Fahrtüchtigkeit und damit auf die Sicherheit aus. So nimmt beispielsweise die Sehschärfe im Alter ab, während 80 bis 90% der notwendigen Informationen im Strassenverkehr mit den Augen erfasst werden. Angesichts der hohen Verkehrsdichte und Hektik ist es für Automobilisten sicher empfehlenswert, regelmässig überprüfen zu lassen, ob alles in Ordnung ist.
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