Elektronik

BAKOM, ComCom, mein Radio, mein Fernseher, mein PC, mein Handy und ich...

BAKOM, ComCom, mein Radio, mein Fernseher, mein PC, mein Handy und ich...

Vom „Dampfradio Beromünster“ zum iPhone: Neue Technologie, neue Verfahren, ein neuer Markt und neue Gebühren...

 

Lesende hier erinnern sich: 2007 zeichnete die Jury des BAKOM unter den „Rittern der Kommunikation“ mit einer „Mention spéciale“ auch unser seniorweb.ch aus.

Gut ist vielleicht auch, zu wissen, was hinter gewissen Abkürzungen steht!

BAKOM, UVEK:

Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) ist ein Bundesamt im Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) und erfüllt Aufgaben sowohl für das UVEK als auch für die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom). Der Auftrag des BAKOM ergibt sich aus dem Fernmeldegesetz (FMG) und dem Bundesgesetz über Radio und Fernsehen (RTVG).

ComCom

Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) ist die unabhängige Konzessions- und Regulierungsbehörde im Fernmeldebereich und wurde durch das Fernmeldegesetz (FMG) vom 30. April 1997 ins Leben gerufen. Die Kommission besteht aus sieben von Bundesrat ernannten Mitgliedern. Die Kommission unterliegt in ihren Entscheiden keinen Weisungen vom Bundesrat und Departement. Sie ist von den Verwaltungsbehörden unabhängig und verfügt über ein eigenes Sekretariat.

Mediengespräch beim BAKOM in Biel

Das BAKOM hat zum jährlichen Mediengespräch eingeladen und über vier Themenkreise orientiert:

Radio, Fernsehen: Sicherung der Qualität und Analyse von Radio- und Fernsehprogrammen.

Telekommunikation: Stand des Telekommunikationsmarktes Schweiz im Vergleich zur EU.

Empfangsgebühren: Radio- und Fernsehempfangsgebühren in Zeiten internetfähiger Multimedia-Geräte.

eGovernment: Projekte des BAKOM.

Verständlicherweise ist die Tagespresse vor allem an den Verhältnissen auf dem Markt interessiert. Sie hat ihrer Leserschaft umfassend erklärt, warum die Mobiltelefonie in der Schweiz immer noch teurer ist als im EU-Ausland, vor allem die Gebühren für Anrufe vom einen ins andere Mobilnetz (Interkonnektionsgebühren, Terminierungsgebühren, dies die Fachausdrücke).

Hier lesen, wovon die Tagespresse nicht so ausführlich berichtet!

Wer sich – wie der Berichterstatter hier – nicht allzu gründlich täglich mit dem Thema Telekommunikation herumschlägt, lernt und erfährt recht Interessantes beim BAKOM.

Zum Beispiel Qualitätssicherung:

Der Absatz 2 von Artikel 93 der Bundesverfassung verpflichtet das Rundfunksystem als Ganzes, beizutragen zur Bildung und kulturellen Entfaltung, zur freien Meinungsbildung sowie zur Unterhaltung unter Berücksichtigung der Eigenheiten des Landes und der Bedürfnisse der Kantone.

Mittels Gesetzgebung ist auf nationaler und sprachregionaler Ebene (durch SRG) und auf regionaler Ebene (durch private Anbieter) der „Service public“ sichergestellt.

Qualitätsanforderungen sind in den Konzessionen festgelegt.

Diese Qualitätsanforderungen und Standards werden bei der SRG intern und durch „Aussensicht“, - wissenschaftliche Studien und Umfragen Dritter – kontrolliert.

Angestrebt ist eine lebendigere öffentliche Diskussion über die Qualität von Radio- und Fernsehsendungen. „Die Medienkritik in der Presse ist zur Zeit auf sehr tiefem Niveau!“, so der BAKOM-Direktor Martin Dummermuth in seiner Antwort auf die Frage, wer denn die Kontrolleure kontrolliere. Und: „Es gibt in der Qualitätskontrolle keine „letzte Instanz“ – wichtig ist die öffentliche Auseinandersetzung über die Qualität der Programme!“

Informationsgesellschaft und eGovernment

„Die Wirtschaft wickelt den Verkehr mit den Behörden elektronisch ab.

Die Behörden haben ihre Prozesse modernisiert und verkehren untereinander elektronisch.

Die Bevölkerung kann die wichtigen – häufigen oder mit grossem Aufwand verbundenen – Geschäfte mit den Behörden elektronisch abwickeln.“

Ausgehend von dieser Strategie des Bundesrates für eine Informationsgesellschaft in der Schweiz, ausgehend auch von den Schlussdokumenten des UNO-Gipfeltreffens über die Informationsgesellschaft und der EU-Ministererklärung von Riga ("IKT für eine integrative Gesellschaft") haben sich im Jahr 2007 Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Interessenorganisationen und Wirtschaft zu einem Netzwerk zusammengeschlossen und gemeinsam einen Aktionsplan im Bereich e-Inclusion erstellt (Federführung: BAKOM).

Seit Ende 2006 baut die Koordinationsstelle Informationsgesellschaft des BAKOM ein „Netzwerk Digitale Integration Schweiz“ auf. Das Netzwerk ist eine Vereinigung von Institutionen der öffentlichen Hand, Interessenorganisationen und Vertretungen aus der Wirtschaft, die sich verpflichten, Projekte und Initiativen im Bereich digitale Integration zu lancieren und deren Umsetzung zu unterstützen. Dazu gehört auch der Wettbewerb „Ritter der Kommunikation“. Pro Senectute ist im Netzwerk Digitale Integration Schweiz vertreten – die Stiftung SENIORWEB.CH (vorerst noch?) nicht.

Noch ein wenig Praxis gefällig – so zur Auffrischung?

Die technologische Entwicklung hat Zweifel über die Empfangsgebührpflicht von multifunktionalen Geräten geweckt, welche Radio- und Fernsehsendungen empfangen können. So wie es heute ungefähr 7 % Mobiltelefonnutzer gibt, die über keinen Festnetzanschluss mehr telefonieren (nach einer nicht repräsentativen Umfrage vom Sommer 2007), gibt es auch Haushalte, die nur noch mittels PC, Handy – und womit in Zukunft? – Radio- und Fernsehprogramme empfangen. Sofern diese Geräte einen gleichwertigen Empfang wie mit konventionellen Geräten gewährleisten, im technischen Bereich (Empfangsqualität) wie im Bereich des Programmangebots, muss für sie die Empfangsgebühr bezahlt werden. Doch noch immer gilt der Grundsatz: Ein Haushalt zahlt nur eine Gebühr; eingeschlossen sind dabei portable Geräte sowie solche in Autos, Ferienwohnungen oder Mobilheimen.

 

 

 

Links

Ritter der Kommunikation: Mention spéciale für SENIORWEB

Bundesamt für Kommunikation BAKOM

Kommunikationskommission ComCom

e-inclusion

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

 

 

 

Kommentare

Bild des Benutzers Rollerfritz

Anderer Link auf deutsch: http://iphone3g.swisscom.ch/ Das iPhone ist kurz gesagt ein "modernes Handy" mit vielen Zusatzfunktionen: Unterwegs ins Internet gehen und auch Mailen, I-Pod-Funtion (Musik drauf laden und hören per Kopfhörer), GPS-Empfänger (Strasse/Ortschaft/Weg usw. finden). Wer das alles braucht als Senior... der kann es jetzt haben. P.S.: Verbesserte Geräte, bei denen der Akku länger als einen Tag hält (...) sind in Vorbereitung!
Bild des Benutzers Fritz Vollenweider

Wem's gleich ergeht wie [B]hahnalv[/B]: Hier der hilfreiche Link: http://www.apple.com/iphone/
Bild des Benutzers Albert Hahn

iPhone und so

Sehr gut und super diese ganze Aufklärung für Laien. Nur weiss ich jetzt immer noch nicht, was ein iPhone ist und was es kann und kostet? Freundlichen Gruss ! Albert Hahn-Graf