„Ist mir noch zu helfen“ und schon öffneten sich Schleusen der Hilfsbereitschaft. Grüsse und gute Worte, so dass ich am Ende, tief erschüttert über mein Unvermögen, ernsthaft an die Dinge des Lebens zu gehen, nur noch im Staube vor Ihnen krieche. Sie - haben mich ja ernst genommen, auf alle Fälle gründlicher wie ich’s je beabsichtigt habe. Ärgern Sie sich nicht, sondern betrachten Sie es als Beweis dafür, dass Sie mir mit Ihrer Lebensweisheit weit voraus sind.
Das macht mich nun wieder neugierig, wie Sie Ihren Erfahrungsschatz so vervollständigen konnten. Ich komme Ihnen einfach nicht auf die Schliche, ob es nun eine bedeutende Anhäufung positiver oder negativer Erfahrungen ist.
Jetzt fantasiere ich einfach mal mit meiner Frage: breitet sich das Gelenkersatzteillager epidemisch unter uns aus, schneller, wie die gute Seele mithalten kann?
Ich stelle es mir in etwa so vor: ein Teil an unserm Körper schwingt sportlich die Krücken, ganz im Bewusstsein mit der modernen Technik Schritt zu halten. Und nun naht der innere Schweinehund mit seiner standhaften Weigerung, sich auf DU und DU mit dem Kunstwerk zu stellen.
Das weckt auch nach Jahren noch schmerzhafte Erinnerungen, die mich spontan in Ihre herzerfrischende Fürsorge hüllen.
Ja ich gestehe, mein Knie plagt mich und greift so langsam meine Geduld an. Flotte Strapse, hautenge Jeans, Federhut und ein Bewegungsablauf wie eine schiefe Acht, bringt auch meine ansonsten so fidele Gesichtsfaltenmimik seltener zum grinsen. Aber was von der chinesich-anthroprosophischen-phyto-homöopathischen-Neuraltherapie benötige ich, wenn ich meinen Heiri habe. Seine ferngesteuerte, medizinische Alternativtherapie ist Balsam für mein Knie und ein Aufsteller für die rebellische Seele.
Erinnern Sie sich an das Bild des ferngesteuerten Söpheli’s? Gället, das war ja eigentlich der Clou.
Ach eine Frage noch: hahnalv, Du Lieber, wieso liest Du immer so erfolgreich zwischen meinen Zeilen, wo Mann und Frau doch so unterschiedliche Gedankenmuster stricken?
Es grüsst alle herzlich mit einem grossen Dank, s’Söpheli
Gruss an einem Regentag