Neue Biomarker können mit hoher Zuverlässigkeit voraussagen, ob ein Patient mit leichten Gedächtnisproblemen später eine Alzheimer-Demenz entwickeln wird. Das berichten europäische und nordamerikanische Forscher unter der Koordination der schwedischen Universität Göteborg http://www.neurophys.gu.se/english im "Journal of the American Medical Association". Im Nervenwasser von 1.200 Patienten mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen konnten sie aufgrund dieser Werkzeuge mit 83-prozentiger Sicherheit vorhersagen, ob sich innerhalb mehrerer Jahre Alzheimer entwickeln würde oder nicht.
Trotz der hohen Vorhersagekraft der Marker empfehlen die Studienautoren die Anwendung nicht für den klinischen Alltag. "Solange es noch keine Medikamente gibt, die die Alzheimer-Erkrankung verhindern oder zumindest verzögern können, hat eine frühzeitige Diagnose keine klinische Konsequenz", so die Forscher. Für Screenings seien die Biomarker dennoch nützlich, um gefährdete Patienten weiter klinisch zu beobachten oder Patienten für Therapien mit neu entwickelten Medikamenten auszuwählen.
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