Foto oben: Konferenz © Stephanie Hofschläger, pixelio.de
Galten Altersfragen bis vor kurzem noch als Tabu-Thema, so spricht man heutzutage auf allen Ebenen der Öffentlichkeit darüber, in vielen Aspekten jedoch sehr kontrovers. Das notwendige Gewicht erhält dieser Diskurs jedoch erst, wenn die verschiedenen Organisationen in Kontakt treten, Synergien bilden und ihre Aktionen koordinieren. Prof. Dr. Helmut Bachmaier, Präsident der TERTIANUM-Stiftung, und Anton Schaller, Präsident des Verwaltungsrates von Seniorweb und des Zürcher Senioren- und Rentnerverbandes, haben die Initiative ergriffen und in Zürich zu einem Forum für Institutionen des Altersmanagements eingeladen. Regelmässiger Austausch und Vernetzung sind das Ziel einer solchen Plattform.
Zu den am "Forum" beteiligten Organisationen gehören so angesehene und etablierte Vereinigungen wie Pro Senectute, die mit drei kantonalen Organisationen anwesend war. Pro Senectute arbeitet seit 1917 sehr erfolgreich im sozialen Bereich, besonders in der Betreuung, Fürsorge und in Freizeitangeboten. Sie geniesst auch im Bildungsbereich (Zürcher Altersbibliothek) einen sehr guten Ruf.
Ganz der Bildung und der Alterskultur hat sich die TERTIANUM-Stiftung verschrieben. Veröffentlichungen wie "Der neue Generationenvertrag", "Lachen macht stark", "Wohnen im Alter", "Erfahrungswissen" u.v.a.m. liegen vor, viermal pro Jahr erscheint eine Zeitschrift, regelmässig werden Tagungen zu Fragen wie "Lernen und Bildung in der 2. Lebenshälfte" veranstaltet. Jährlich wird ein "Preis für Menschenwürde" an eine Person verliehen, die sich dafür in besonderer Weise verdient gemacht hat. 2010 wird der Preis zum 5. Mal verliehen.
Auf der politischen Ebene sind die VASOS-Vereinigungen tätig, Mitglied im Schweizerischen Seniorenrat (SSR), auch in der Romandie und im Tessin vertreten. Nach dem Grundsatz "Partizipation ist Prävention" setzen sich VASOS für eine bessere Vertretung der Belange älterer Menschen in allen politischen Gremien ein. Ebenfalls als politische Organisation bezeichnet sich der Zürcher Senioren- und Rentner-Verband (ZRV). Er präsentiert sich mit dem Magazin "50plus" und führt jährlich eine Alterskonferenz durch, im Jahr 2010 zum Thema Mobilität.
Gerade um die Problematik der Altersfragen im öffentlichen Diskurs zu halten, sind auch geeignete Partner im Bereich Public Relations gefragt. Im Kreise dieses Forums haben sich als Kontaktpartner zu Medien die Maurer Partner Communications sowie die powerAge Foundation vorgestellt. Während Maurer Partners Referenzen von verschiedenen Altersinstitutionen vorlegen können, baut die gemeinnützige Stiftung powerAge Foundation ein breitgefächertes Angebot auf, mit dem Ziel, ältere Menschen zu neuen Zielen hinzuführen, neue Rollen einzuüben, ihr Leben und seine Qualitäten neu zu bestimmen. Die powerAge Foundation richtet sich besonders an die Babyboomer-Generation, für die sie im November 2009 erstmals das Magazin "Boom" herausgegeben hat.
Eine wichtige Rolle nimmt unsere Internet-Plattform Seniorweb ein. Alfons Bühlmann stellte den aktuellem Relaunch vor, auf den wir uns alle schon freuen. Interaktivität wird ab Ende März bei Seniorweb noch stärker im Vordergrund stehen. Einer der wichtigsten Beiträge zu einer neuen Alterskultur besteht in der Bildung von offenen regionalen oder thematisch orientierten Gruppen, die sich über Seniorweb zusammenfinden. Geboten werden nicht nur wie bisher Informationen, Dienstleistungsangebote, verschiedene Expertenforen u.a., sondern auch ein neu konzipiertes Magazin zu zahlreichen aktuellen Themen.
Die noch junge terzStiftung versteht sich als Dienstleisterin für die ältere Generation. Sie bietet in ihrem Service-Center Beratung in Fragen zu Gesundheit und Prävention, Wohnen und Soziales, Finanzen, Recht und Mobilität an und führt auch Vorträge durch.
Die Gespräche im Forum fanden eine sehr gute Resonanz. Von allen Seiten wurde Interesse an einer Fortführung der Kontakte bekundet. Als Grundstein der Zusammenarbeit wurde ein Kodex vorgeschlagen, der die Verhaltensregeln aller Organisationen innerhalb dieses Forums definieren soll. - Dies wäre ein erster Schritt zur besseren Nutzung der vorhandenen Kompetenzen!
Links zu den Organisationen, die vertreten waren:
Zürcher Senioren- und Rentnerverband