Kultur

März-Gedicht: Gott segne mir (J. W. v. Goethe)

März-Gedicht: Gott segne mir (J. W. v. Goethe)

Gott segne mir den Mann In seinem Garten dort! Wie zeitig fängt er an ein lockres Bett dem Samen zu bereiten!

Johann Wolfgang Goethe

Gott segne mir

Gott segne mir den Mann
In seinem Garten dort! Wie zeitig fängt er an
ein lockres Bett dem Samen zu bereiten!
Kaum riss der März das Schneegewand
dem Winter von den hagern Seiten,
der stürmend floh und hinter sich aufs Land
den Nebelschleier warf, der Fluss und Au
und Berg in kaltes Grau
versteckt: da geht er ohne Säumen,
die Seele voll von Ernteträumen,
und sät und hofft.

 

 

 

Johann Wolfgang Goethe, geadelt 1782, geb. 28.8.1749 in Frankfurt am Main, gest. 22.3.1832 in Weimar. Gilt als der bedeutendste deutsche Dichter, war auch Staatsmann und Naturwissenschaftler.

www.de.wikipedia.org/wiki/Johann_Wolfgang_von_Goethe

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