Leben

Palmsonntag und der Esel

Palmsonntag und der Esel

"Du dummer Esel!" auch schon gesagt? - Was ist das einzige Tier, von dem unser Herr Jesus Christus sagt, dass er es braucht? Es ist der Esel!
Autor: 
Öhi-Martin

Foto oben: Jesus reitet auf dem Esel in Jerusalem ein. (Copyright: Dieter Schütz / pixelio.de)

Der Herr braucht uns Esel!

"Und es geschah, als er in die Nähe von Bethphage und Betanien kam, an den Berg, der Ölberg genannt wird, dass er zwei seiner Jünger voraus sandte und sprach:

Geht in das Dorf, das vor euch liegt, und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr einen jungen Esel angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet ihn los und bringt ihn her! Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr ihn los?, so sagt: Der Herr braucht ihn." (Lukas 19.29-31)

Also: Was ist das einzige Tier, von dem unser Herr Jesus Christus sagt, dass er es braucht? Es ist der Esel!

Esel sind für uns der Inbegriff von eigensinnigen, störrischen Wesen. Ich habe einmal vierzehn Tage lang mit Eseln gearbeitet. Wir haben Wasserleitungsröhren vom Tal auf eine Alp gebracht. Jeden Tag sind wir zweimal hinauf und hinunter. Jeden Tag? Nein, nur an den Tagen, an denen wir die Esel aus dem Stall locken konnten! Wenn sie nicht arbeiten wollten, dann ging gar nichts! Aber damals wusste ich auch noch nichts von diesen Tieren. Das gleiche im Militär mit den Mullis. Die wollte auch niemand führen.

Ein Esel ist schon bei der Geburt von Jesus dabei. Und jetzt beim Einzug nach Jerusalem, am Palmsonntag also, kommt dieses Wort: "Der Herr braucht ihn!"

Und wir teilen einander "Esel" als Schimpfwort aus und meinen, wer ein "Esel" ist, sei dumm und für nichts zu gebrauchen. Ausgerechnet! Und diese Esel braucht der Herr!

Ich bin froh, dass Jesus Christus mit Eseln umgehen kann, mit tierischen und uns menschlichen. Er weiss um ihren Wert. Er weiss um ihre Nützlichkeit. Er bedarf dieser Esel. Das ist tröstlich und macht Mut. Da steht nicht ein königliches Vollblutpferd im Mittelpunkt oder ein machtvoller Elefant. Nein, eben nur ein einfacher und manchmal störrischer, eigenbrötlerischer Esel - siehe Bild unten: "Ich bin der Esel."

Was für eine Chance für uns alle!

Einen gesegneten, friedvollen Palmsonntag.

Und „B’hüät Dii Gott“  Ihr Öhi-Martin

Beide Fotos: Copyright Dieter Schütz / pixelio.de

 

Kommentare

Bild des Benutzers rita amalin surber

palmsonntag

lieber Öhi-Martin,
dein palmsonntagsbild ist köstlich kostbar: mit dem esel zu beginnen und zu enden. vielen herzlichen dank.

Palmsonntag

ja, heute war ja der Palmsonntag.

Unser Pfarrer sprach genau auch vom Esel, den Jesus als Erster ritt.

Wir feierten goldene Konfirmation und hörten eine wunderbare Predigt!

 

Danke für den Guten Beitrag   Thesi

thesi

Bild des Benutzers bundalp

Palmsonntag und der Esel

Schöne Palmsonntag grüsse. Der Beitrag ist sehr gut geschrieben gratuliere.Herzlichen Dank und äs grüessli

Bild des Benutzers Marga

Öhi Martin.......

...schön hast du das geschrieben vom Esel, dass "der Herr ihn brauchr" und dass er schon bei der Geburt von Jesus dabei war.

Diese Verbindung habe ich nie gemacht, aber sie macht mich nachdenklich.

Ich wünsche dir eine besinnliche Karwoche und von Herzen frohe Ostern

Marga

Bild des Benutzers Peter Wirthlin

Palmsonntag und der Esel

Guten Palmsonntag-Morgen, lieber Öhi-Martin

herzlichen Dank für deinen Beitrag zum heutigen Palmsonntag. Er ist mir aus dem Herzen gesprochen.

Eine schöne "semaine sainte" wie man hier in den Freibergen sagt und lieben Gruss

 

Peter