Oft höre ich von Senioren und Seniorinnen, wenn am PC Komplikationen auftreten: „Mein Sohn hilft mir dann schon dabei“, oder „Ich frage dann meinen Sohn.“
Haben Sie auch so einen Sohn, irgendwo? So einen lieben, nachsichtigen Sohn, der genau weiss was zu tun ist, wenn der Computer uns Probleme macht. Und hat er immer Zeit, wenn der Papa oder die Mama am Telefon versucht zu erklären, was sie oder er grundsätzlich am Computer machen wollte, es dann einfach nicht klappte, der Computer immer eine Fehlermeldung anzeigte, obwohl alles richtig eingegeben wurde, und plötzlich nichts mehr da war?
Ich habe auch so einen Sohn irgendwo, den ich jederzeit fragen kann, aber oft hat er gerade keine Zeit, sich um dieses, für mich grosse, für ihn kleines Problem(-chen) zu kümmern. Ist ja verständlich, er hat ja noch seinen Beruf und die Arbeit, die erledigt werden muss. Wenn er am Wochenende mal zu Hause ist, dann schaut er, kurz bevor er wieder geht, noch schnell nach und vertröstet mich: Das nächste Mal habe ich mehr Zeit. Ok? Ja, ja, natürlich, ich bin ja nicht mehr im Stress, habe Zeit, bin pensioniert, kann warten.
Wenn er mir dann ein paar Wochen später zeigt, wo der Bug war, ihn ausgemerzt hat, alles wieder funktioniert und ich vorsichtshalber Punkt für Punkt aufschreiben will, was zu tun ist, wenn das Problem wieder auftauchen sollte, dann erklärt er mir, während er bereits am Zähneputzen ist und zugleich seine Kleider einsammelt, welche ich gewaschen und gebügelt habe, um sie in die Reisetasche zu stopfen, in zwei oder drei Sätzen wie das geht. Wunderbar, jetzt weiss ich Bescheid, wird mir nie mehr passieren....
Es kommt aber auch vor, dass er mir am Computer direkt zeigt, wie über die Taste X und der Taste XYῴ und anschliessend auf XçY°Z gespeichert wird, damit TS&RQ jederzeit unter NǣMLʮK wieder abrufbar ist, allenfalls als Kopie in einem Doc, oder mit Taste ᾁ und Tab als PDF abgelegt werden kann. Dies alles bei ständig vorbei flitzenden Fenstern auf dem Bildschirm. Ok? Ja natürlich, alles klar, nichts begriffen.
Ich frage mich, was passiert, wenn kein Sohn irgendwo ist, sondern eine Tochter? Ob eine Tochter das wohl auch könnte, oder würde dann diese Hilfsleistung automatisch an ihren Freund oder den Schwiegersohn übergehen ?
Wie haben wir eigentlich unseren Kindern damals das Lesen und Schreiben beigebracht? Natürlich haben sie das in der Schule gelernt, aber geübt haben sie zu Hause. Wir haben uns mit ihnen an den Tische gesetzt und sie bei den Hausaufgaben unterstützt. Heute ist es umgekehrt, sie unterstützen uns bei den Hausaufgaben, die uns unter anderem seniorweb aufgibt. Zwar setzen sie sich nicht unbedingt neben Mama oder Papa, sondern nehmen gleich den Platz vor dem Computer ein, und los geht's!
Aber wir Seniorinnen und Senioren schaffen es und sind diesen grossartigen, bewundernswerten Söhnen, die wir irgendwo haben, sehr dankbar!
Rosemary Huber
bei mir gibts weder sohn noch enkel ders richtet !
ich muss es selbst richten
hat gar schon zeiten in welchen man pc's noch selbst umbauen konnte und das auch gemacht hab erlebt!
aber auch BBS gabs Statt internet eher da musst man schon selbst erfindrisch sein beim betreiben eines solchen und wenn man nicht alles kaufen konnte wegen geldmangel
frohe ostern allen leserinnen und lesern wünsch
Urs
U.W.Schmidlin Fiechtenweg 27 CH4153 Reinach BL
Rosemary
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen, so ist das richtige Leben. Hilflos an der Kiste, wenn diese nicht das tut was man will.
wir müssen uns selber nach eigenen Regeln richten
Bernhard Schindler Redaktor Seniorweb alt. stv. Chefredaktor Zofinger Tagblatt